{"id":97878,"date":"2022-08-30T08:54:34","date_gmt":"2022-08-30T08:54:34","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/astrosophie-und-freiheit\/"},"modified":"2022-12-11T13:38:24","modified_gmt":"2022-12-11T13:38:24","slug":"astrosophie-und-freiheit","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/astrosophie-und-freiheit\/","title":{"rendered":"Astrosophie und Freiheit"},"content":{"rendered":"<p>Astrosophie ist Freiheit. Wer mit dem vertraut ist, was Astrosophie meint, wei\u00df, dass der \u201eMensch frei geschaffen ist \u2013 und w\u00fcrd\u00b4 er in Ketten geboren\u201c (Friedrich Schiller).<\/p>\n<p>Astrosophie folgt einem sogenannten \u201esenkrechten Weltbild\u201c, das einem universellen Gesetz entspricht: Das All ist reiner Geist. Wie oben, so unten. Das \u00c4u\u00dfere l\u00e4sst sich im Inneren erkennen. Wie im Himmel, also auch auf Erden. Nichts ruht, alles bewegt sich. Gut und B\u00f6se geh\u00f6ren zusammen. Meinungen sind immer nur ein Teil des Ganzen. Jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich. Mikrokosmos entspricht Makrokosmos. Zufall ist nur ein Name f\u00fcr ein unerkanntes Gesetz. \u201eDer gestirnte Himmel ist in dir\u201c (Goethe). Alles tr\u00e4gt sowohl m\u00e4nnliche als auch weibliche Eigenschaften in sich.<\/p>\n<p>Zusammengefasst wurde dieses \u201eGesetz\u201c von dem \u201eMeister aller Meister\u201c Hermes Trismegistos. Es war lange Zeit eine Geheimlehre. Jene, die sie als wissende Menschen anwandten, wurden verfolgt und oft ermordet. Warum? Weil diese universellen Gesetze, die wir zwangsl\u00e4ufig in allen Religionen finden, den Interessen der Religionsf\u00fchrer dahingehend widersprechen, dass sie jede Glaubenslehre, die auf Macht und Machterhalt nach Regeln funktionieren soll, aushebeln. Es geht n\u00e4mlich darum, die Macht auf den einzelnen Menschen zu \u00fcbertragen und ihm deutlich zu machen, dass er als Individuum nach jenen Gesetzen zu leben hat, die ihm zum Zeitpunkt seiner Geburt \u201eauf den Leib geschrieben\u201c sind.<\/p>\n<p><strong>Die 7 hermetischen Prinzipien<\/strong><\/p>\n<p>Die heute bekannte Darlegung dieser \u201eGeheimlehre\u201c erschien erstmals im Jahre 1908 in Schriftform. Das <em>Kybalion<\/em> als ein Hauptwerk der \u201eHermetik\u201c beinhaltet die <strong>7 hermetischen Prinzipien<\/strong><strong>, <\/strong>welche als Wegweiser aller Weisheitslehren gelten und mittlerweile auch in gro\u00dfen Teilen wissenschaftlich belegt werden konnten, obwohl sie keinerlei wissenschaftlicher Best\u00e4tigung bed\u00fcrfen, denn sie sind die Beschreibung dessen, was ist, was schon immer galt und ewig gelten wird: die in der Sch\u00f6pfung liegende Ordnung.<\/p>\n<p>Diese 7 universellen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten sind die Grundlage f\u00fcr Menschen, die auf der Suche nach sich selbst, ihrem wahren Gl\u00fcck und ihrer einzigartigen Wahrheit sind.<br \/>\nDas sind die Gesetze, denen sie folgen: das Prinzip der Mentalit\u00e4t (Geistigkeit), das Prinzip der Entsprechung, das Prinzip der Schwingung, das Prinzip der Polarit\u00e4t, das Prinzip des Rhythmus, das Prinzip von Ursache und Wirkung, das Prinzip des Geschlechts.<\/p>\n<p>Die Astrosophie interpretiert auf ihre Weise diese Gesetze. Die sogenannten heiligen Prinzipien sind jene sieben, die wir in ihrer Gesamtheit als die Vollkommenheit in der Form erkennen, also in allem, was in der Welt ist und wovon wir unter anderem in diesem Sinne in den Mythen und M\u00e4rchen erfahren, wenn es um die 7 Gei\u00dflein, die 7 Berge, die 7 Zwerge usw. geht. Wir sprechen von den 7 Tugenden und den 7 Lastern und finden die 7 Prinzipien in der Namensgebung der Wochentage verewigt:<\/p>\n<ol>\n<li>Tag der Sonne (Sonntag), germanisch: Sunna<br \/>\n2. Tag des Mondes (Montag), germanisch: Mani<br \/>\n3. Tag des Mars (Martes, Dienstag), germanisch: Tyr<br \/>\n4. Tag des Merkur (Mercredi, Mittwoch), germanisch: Odin, Wotan<br \/>\n5. Tag des Jupiter (Donnerstag), germanisch: Donar<br \/>\n6. Tag der Venus (Freitag), germanisch: Freya, Frija<br \/>\n7. Tag des Saturn (Saturday, Samstag)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Frei k\u00f6nnen wir nur sein, wenn wir dies als in allen Formen und allen Bewegungen innerhalb der Formen wahrnehmen und in ihrer Vollkommenheit anerkennen und nutzen. Dann schwebt man auf \u201eWolke Sieben\u201c, dann ist man mit \u201eSiebenmeilen-Stiefeln\u201c unterwegs und packt seine \u201e7 Sachen\u201c. Dann anerkennen wir, dass wir gepr\u00e4gte Form sind, die lebend sich entwickelt. Dann verstehen wir Peter Maffey, wenn er singt:<br \/>\n<em>\u00dcber 7 Br\u00fccken musst du gehn, sieben dunkle Jahre \u00fcberstehn, siebenmal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein \u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Vom Saturninen<\/strong><\/p>\n<p>Im Lebenskreis von Zeit und Raum, den die Astrosophie in der Tiefe des Seins erfasst, also in allem, was ist und naturgem\u00e4\u00df K\u00f6rper, Seele und Geist hat, erfahren wir diese Sieben in der Analogie (Entsprechung, Synchronizit\u00e4t) auf allen Ebenen der Erscheinungswelt. Das Saturnine offenbart sich zum Beispiel dann als das Prinzip der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit des Lebens, der H\u00e4rte und der Struktur, wird dem Planeten Saturn zugeordnet und ist als innere Person des Menschen im alten, weisen Mann zu finden, repr\u00e4sentiert das Gewissen und hat die Eigenschaft von Besonnenheit, Objektivit\u00e4t und Verantwortungs\u00fcbernahme, wird anatomisch mit dem Skelett, dem R\u00fcckgrat und den Knien verbunden und zeigt sich in den Krankheiten von Steinbildungen und Verh\u00e4rtungen. Die Tugenden zuverl\u00e4ssig und arbeitsam werden ihm zugeschrieben und die Tiere Ameise, Schildkr\u00f6te und Steinbock vertreten das Prinzip. Die Bildhauerei ist seine k\u00fcnstlerische Ausdrucksweise. Blei ist sein Metall, und es findet sich in Kohle, Kalk und Salzen. Sein sogenannter Schatten ist die Erstarrung.<\/p>\n<p>Wer dieses Prinzip \u2013 und das gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Prinzipien von Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus \u2013 verstanden hat, wei\u00df von einer Ebene der Erscheinungen auf die andere zu schlie\u00dfen, kann also vom Wesen des Knies auf den Steinbock in der Tierwelt und die Stechpalme in der Pflanzenwelt oder auf das Blei als Metall schlie\u00dfen \u2013 und nat\u00fcrlich auch auf das Prinzip, das in der Genesis im Werdegang des Sch\u00f6pfungsplans mit ihm verbunden ist.<\/p>\n<p><strong>Anerkennen, was nicht zu \u00e4ndern ist<\/strong><\/p>\n<p>Alles, was ist, ist mehr oder weniger saturnin, ist mehr oder weniger venusisch, ist mehr oder weniger marsisch. Das macht die Unterscheidung aus. Das deutet auf der menschlichen Ebene auf unterschiedliche Temperamente hin, auf unterschiedliche Ausdrucksweisen, auf unterschiedliche Gewichtung von aufw\u00e4rts Strebendem (Feuer\/Cholerik und Luft\/Sanguinik) und abw\u00e4rts Strebendem (Wasser\/Phlegma und Erde\/Melancholie). \u2013 Was der Mensch davon mitbringt, ist seine Bedingung, ist ihm auf den Leib geschrieben, ist determiniert \u2013 und l\u00e4sst sich nicht mehr \u00e4ndern. Die Freiheit besteht darin, anzuerkennen, was nicht zu \u00e4ndern ist. Keiner kommt aus seiner Haut heraus. \u2013 Allein der Mensch kann mit Hilfe seines \u201efreien Geistes\u201c reflektieren, dass Freiheit bedeutet, das zu wollen, was man soll. Dass das Gesetz, dem er zu folgen hat, im Samen, aus dem er hervorgegangen ist, angelegt ist. Es gilt nur f\u00fcr ihn als einzigartigem Individuum. Er hat nur diese Form, diese ganz eigene Welt zu erf\u00fcllen. Er ist sein einziges Ziel und findet seine Freiheit nur in dem, was er schon ist. In seinem Anfang liegt auch das Ende. Er folgt Stufe um Stufe dem, was Goethe wie folgt ausdr\u00fcckt: <em>Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, die Sonne stand zum Gru\u00dfe der Planeten, bist alsobald und fort und fort gediehen nach dem Gesetz, wonach du angetreten.<\/em> <em>So musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen, so sagten schon Sibyllen, so Propheten; und keine Zeit und keine Macht zerst\u00fcckelt gepr\u00e4gte Form, die lebend sich entwickelt.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Uranus, Neptun und Pluto: Heraustreten aus der Enge<\/strong><\/p>\n<p>In der Terminologie, der wir uns in der Astrosophie bedienen, im \u201eZyklus der Zw\u00f6lf\u201c, sind die sieben heiligen Prinzipien als die vollkommene Form wirkend, doch sie werden herausgefordert, das Universum als die h\u00f6chste denkbare Form zu begreifen \u2013 und aus jeder Enge (Angst) herauszutreten, die nicht das Universelle im Blick hat.<\/p>\n<p>So ist 1781 der Planet <em>Uranus<\/em> entdeckt worden, der in seiner prinzipiellen Bedeutung sich die Freiheit nimmt, das Bestehende zu erweitern, den Verrat am Versteinerten, Verh\u00e4rteten insofern zu begehen, dass er die Rebellion anzettelt, jenes, das sich schon als das Absolute darstellt, zu hinterfragen und ggf. Schwachstellen zu beseitigen. Das Erstarrte wird somit verr\u00fcckt und in der ges\u00e4ttigten Ruhe gest\u00f6rt, das Konventionelle und Konservative wird angeregt, sich auf den Weg zu neuen Ufern zu machen \u2013 und aus der Umklammerung des ewig Gestrigen zu befreien.<\/p>\n<p>Damit nicht genug: 1846 wurde der Planet <em>Neptun<\/em> entdeckt, der gem\u00e4\u00df des Gesetzes \u201ewie au\u00dfen, so innen\u201c im senkrechten Weltbild die Bedeutung von L\u00f6sung und Aufl\u00f6sung, von \u00dcberflutung des Diesseitigen in sich tr\u00e4gt. Mit ihm verliert man den Boden unter den F\u00fc\u00dfen, findet ins Unermessliche und erweitert sein Bewusstsein. Der nach Beweisen Suchende, zum Beispiel der Wissenschaftler, begreift die Endlichkeit des Kausalen und stellt wie der Physiker Werner Heisenberg fest: <em>Wirkliches Neuland in einer Wissenschaft kann wohl nur gewonnen werden, wenn man an einer entscheidenden Stelle bereit ist, den Grund zu verlassen, auf dem die bisherige Wissenschaft ruht, und gewisserma\u00dfen ins Leere zu springen.<\/em> Kurzfassung: Ein echter Wissenschaftler muss zum Mystiker werden.<\/p>\n<p>Jene, die damit ins Innere der Natur eingedrungen sind und wie Wasser die (bis jetzt) tiefstm\u00f6gliche Stelle im Irdischen aufzufinden bereit sind, sind im Zyklus der Grenzerweiterungen noch nicht am Ende der denkbaren Analogien zum Werden und Vergehen, zum Zusammenziehen und Ausdehnen, vom Leben und Sterben, angekommen. Sie finden durch den 1930 entdeckten <em>Pluto<\/em> den Sinn des Lebens auch in der Zerst\u00f6rung, zum Beispiel im Vulkan-Ausbruch. Pluto ben\u00f6tigt circa 250 Jahre, um im Sonnensystem einmal den Kreis zu schlagen. Alles ist Transformation \u2013 und braucht seine Zeit, um wie Ph\u00f6nix aus der Asche wieder aufzustehen. 250 Jahre braucht es, bis die hei\u00dfe Lava wieder erkaltet und in den Ritzen des Gesteins Staub, dann Humus, dann Flechten, dann Moose, dann Niederpflanzen, dann Nutzpflanzen, dann eine Kornkammer hervorbringt. Mutter Erde wei\u00df wie jede Mutter, dass sie dann, wenn sie einmal empfangen hat, aus sich selbst heraus nach einer vorbestimmten Zeit etwas Lebendiges aus sich hervorbringen kann. ES entwickelt sich in ihr. Sie nutzt dabei die einzelnen Zellen, die ihr zur Verf\u00fcgung stehen \u2013 auch wenn diese Zellen nichts von dem Gro\u00dfen und dem Ganzen wissen (k\u00f6nnen), da sie sich um ihre kleinere Einheit, der sie zu dienen haben, k\u00fcmmern m\u00fcssen. So wie die Leberzelle sich um die Leber k\u00fcmmert \u2013 und nichts wei\u00df von dem, was der gr\u00f6\u00dfere Organismus Mensch, in dem diese Leber zuhause ist, als Aufgabe hat.<\/p>\n<p><strong>Freiheit ist also Dienst am N\u00e4chsten<\/strong><\/p>\n<p>Freiheit ist der Ton, der vergehen muss, damit eine Melodie entsteht, die die gr\u00f6\u00dfere Einheit des Tones ist.<br \/>\nFreiheit ist die Melodie, die als Ich-Ausdruck die Welt durchdringt und in ihren H\u00f6hen und Tiefen Leben als Liebe und Energie ausdr\u00fcckt.<br \/>\nDiese Energie erf\u00fcllt alles. Alle Melodien sind miteinander verbunden: in Dur und Moll, in Krieg und Frieden. Sie sind die Sph\u00e4ren, in denen sich alles bewegt.<br \/>\nDie Astrosophie nimmt sich die Freiheit, dies zu beschreiben. Mehr nicht.<\/p>\n<p><u>Wolfgang Maiworm<\/u><br \/>\nVerleger der <em>Lebens-t-r\u00e4ume<\/em>, Magazin f\u00fcr Gesundheit und Bewusstsein;<br \/>\nAstrologe, Autor, Diener im ZEN.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.lebens-t-raeume.de\/\">www.lebens-t-raeume.de<\/a>; <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmaiworm.de\/\">www.wolfgangmaiworm.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In: Urworte Orphisch<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":56450,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-97878","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/97878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97878"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=97878"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=97878"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=97878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}