{"id":92566,"date":"2022-02-08T15:17:38","date_gmt":"2022-02-08T15:17:38","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/eines-wird-sichtbarer-die-verwandlung-der-dinge-durch-wahrnehmung-rainer-maria-rilkes-weg\/"},"modified":"2022-02-08T15:17:38","modified_gmt":"2022-02-08T15:17:38","slug":"eines-wird-sichtbarer-die-verwandlung-der-dinge-durch-wahrnehmung-rainer-maria-rilkes-weg","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/eines-wird-sichtbarer-die-verwandlung-der-dinge-durch-wahrnehmung-rainer-maria-rilkes-weg\/","title":{"rendered":"Eines wird sichtbarer. Die Verwandlung der Dinge &#8230; durch Wahrnehmung. Rainer Maria Rilkes Weg"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aktuell strahlt uns die Natur erneuernd entgegen und lenkt so die Aufmerksamkeit der Mensch- und Tierwelt auf sich. Die Verwandlung hat ganz offensichtlich begonnen, der Fr\u00fchling entfaltet sich sch\u00f6pferisch und scheinbar ganz ohne jegliches Ma\u00df. <em>Eine Pr\u00e4senz von etwas Neuem l\u00e4sst sich wahrnehmen \u2013 aber, was ist diese Pr\u00e4senz und welche geheimnisvolle Kraft bringt dieses Neue zum Ausdruck? <\/em><\/p>\n<p>Es kann mit Sicherheit gesagt werden: Sehen ist so viel mehr als mit den blo\u00dfen Augen wahrzunehmen. Wirkliches Sehen ist mehrschichtig und aus diesem Grunde so unendlich viel. Zu Recht fragt sich Rilke:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>Warum ist das so viel f\u00fcr uns: zu sehen?<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" title=\"\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p><em>&nbsp;Ich schaute an;<\/em><\/p>\n<p><em>blieb das Angeschaute sich entziehend,<\/em><\/p>\n<p><em>schaute ich unbedingter, schaute kniend,<\/em><\/p>\n<p><em>bis ich es gewann.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\" title=\"\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ist wirklich alles miteinander verbunden? Wir sehen doch Vielheit!<\/p>\n<p><strong>Vom Einen <\/strong><\/p>\n<p>Dieses \u201eEine\u201c, diese Einheit, welcher Art sie auch sein mag, bleibt in der Dinghaftig- und Unterschiedlichkeit unsichtbar. Das allem Gemeinsame kann man nicht sehen, darum erscheint Vielfalt vor dem Auge. Die tiefe Erkenntniserfahrung aber ist: Vielf\u00e4ltigkeit gibt es \u201eim Grunde\u201c nicht, weil sie Zerst\u00fcckelung bedeuten w\u00fcrde. Das Gemeinsame kann sich mitteilen, als innerliche Offenbarung, als eine Art inneres Sehen. Der Mensch schaut und das Angeschaute sieht zur\u00fcck: so wie er schaut, so wird er angeschaut.<\/p>\n<p>C. G. Jung: \u201eWer Einsicht hat, sagt Dschuang Dsi, der \u201agebraucht sein inneres Auge, sein inneres Ohr, um die Dinge zu durchdringen und bedarf nicht verstandesm\u00e4\u00dfigen Erkennens\u2019. Damit wird offenbar auf das absolute Wissen des Unbewussten hingewiesen, das hei\u00dft auf das mikrokosmische Vorhandensein makrokosmischer Ereignisse.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\" title=\"\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Doch worum geht es beim Schauen?<\/p>\n<p>Es geht um das, was ES mit uns macht und um das, was unser Schauen mit der Natur macht, denn unser Schauen bleibt nicht unbemerkt. Die Dinge selber wollen vom Menschen wahrgenommen werden. Sicher ist: Die Natur hat uns etwas zu sagen. Sie winkt uns zu und m\u00f6chte unsere Aufmerksamkeit, ganz gleich, ob das Winken wahrgenommen wird oder nicht. All ihr Dasein, ihre Pr\u00e4senz ruft: \u201eHallo, hier bin ich in meiner \u00dcberf\u00fclle, in meinem \u00dcberma\u00df!\u201c Sie dr\u00e4ngt sich beinahe auf \u2026 .<\/p>\n<p><em>Es winkt zu F\u00fchlung fast aus allen Dingen<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\" title=\"\"><strong>[4]<\/strong><\/a>,<\/em><\/p>\n<p>so hei\u00dft es in einem von Rilkes Gedichten. Ein ma\u00dfvolles Dasein ist der Natur fremd. Sie ist ma\u00dflos und m\u00f6chte in ihrer ganzen F\u00fclle erfahren werden.<\/p>\n<p>Dahinter verbirgt sich eine Absicht: Sie m\u00f6chte sinnlich <em>und<\/em> \u00fcbersinnlich wahrgenommen werden und stellt sich uns in, auf und an den Weg. Die Natur bietet uns etwas an und dies auf eine geheimnisvolle, subtile Weise. Im Grunde bietet sie sich selber an \u2013 und ganz nebenbei gesagt: der Mensch darf dies als pers\u00f6nliches Angebot annehmen.<\/p>\n<p>Die Natur \u201et\u00fcrmt\u201c sich auf, so, dass man nicht an ihr vorbeikommt. Die Absicht k\u00f6nnen wir nicht erfassen, aber wir k\u00f6nnen uns ergreifen lassen &nbsp;\u2013 aus der Ferne. Die Voraussetzung f\u00fcr eine solche Erfahrung ist: Der Mensch muss sich leer machen, offen sein. Ja, Offenheit wird impliziert. Die Natur kommt uns entgegen. Sie m\u00f6chte uns ergreifen, und wir k\u00f6nnen es zulassen. Das bedeutet: ES geschehen lassen! Die Natur m\u00f6chte ber\u00fchrt werden vom Menschen, <em>innerlich<\/em> erfasst werden. Sie braucht uns. Unsere Zuwendung!<\/p>\n<p>Es mag eine Unglaublichkeit sein: Die Natur hat eine Erwartungshaltung an den Menschen, weil der Mensch die F\u00e4higkeit hat, die Natur zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><em>Ja, die Fr\u00fchlinge brauchten dich wohl. Es muteten manche <\/em><\/p>\n<p><em>Sterne dir zu, dass du sie sp\u00fcrtest.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\" title=\"\"><strong>[5]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Der Mensch betrachtet den Sternenhimmel, und die Unendlichkeit kann Besitz von ihm ergreifen, der eine gemeinsame Raum. Im Grunde erwacht im Wahrnehmenden die Ahnung einer Unendlichkeitsbetrachtung. Ein Jeder kennt das: \u201eLicht in der Dunkelheit\u201c, ein Freiheitsgef\u00fchl breitet sich aus. Das wirkt im Menschen, weil diese Betrachtung kein Alltagserleben ist. Es ist unbewusstes Wissen, kein Gef\u00fchl: Da ist ETWAS, das wir noch nicht begreifen, eine Ahnung von etwas Gro\u00dfem, das gr\u00f6\u00dfer ist als wir selbst. Wir kommen uns klein vor. Doch dann geschieht es:<\/p>\n<p>Der Mensch schaut in den Himmel, und der Himmel \u00f6ffnet sich. Das Herz erf\u00e4hrt etwas \u201eaus der Ferne\u201c. <em>Die Natur will mehr zeigen, mehr als das, was an ihr sichtbar ist. Sie dient uns als Spiegel: Das \u00dcberma\u00df zeigt <\/em>uns selbst<em>! Die Natur lebt aus unserer Seele. <\/em>Wir sind nicht losgel\u00f6st von der Natur, sondern eins mit ihr. Eine Trennung gibt es nicht. Wir sind voneinander abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Die Natur spiegelt und offenbart uns das Seelische im sinnlich Erfahrbaren \u2013 und das Geistige: die Einheit.<\/p>\n<p>\u201eIn einem weiteren Sinne benimmt sich eine Kultur ohne gesundes mythisches Bewusstsein der Umwelt gegen\u00fcber sch\u00e4digend, ohne sich dar\u00fcber im Klaren zu sein. Wir m\u00fcssen eine direkte Verbindung mit der Natur sp\u00fcren, indem wir die Pforten des mythischen Bewusstseins aufsto\u00dfen.\u201c <a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\" title=\"\">[6]<\/a><\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen die Erde unbedingt mit offenen, tr\u00e4umenden Augen sehen.\u201c <a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\" title=\"\">[7]<\/a><\/p>\n<p><strong>Die Transzendenz im Menschenherzen<\/strong><\/p>\n<p>Die Natur enth\u00e4lt die grundlegenden Elemente, die unsere Welt bilden. Unsere Sinnesorgane stehen in engem kognitivem Austausch mit der Natur. Sie ist also in ihrer F\u00fclle stets Gegenstand der Erkenntnis f\u00fcr die Menschen. Kognition ist abgeleitet von lateinisch <em>cognoscere<\/em> und bedeutet so viel wie erkennen oder erfahren. Eine erkennende Wahrnehmung betrifft nun aber den Menschen und die Natur im Austausch gleicherma\u00dfen, ist nicht einseitig.<\/p>\n<p>Seitdem der Mensch die Welt erblickt hat, erlebt er sich als mit der Natur verbunden. Das \u00dcberma\u00df des Daseins ist das G\u00f6ttliche als ihr verborgener Aspekt, ist die Einheit von allem.<\/p>\n<p>Uns heutigen Menschen offenbart sich zuerst die sinnliche Erfahrung. Sie ist der Grundstein f\u00fcr uns. Von der sinnlichen Erfahrung k\u00f6nnen wir weiter gehen zur \u00fcbersinnlichen. Das \u00dcberma\u00df ist \u00fcberweltlich, es geht \u00fcber die Welt, die sinnlich wahrnehmbare, hinaus. Eine \u00fcbersinnliche Erfahrung ist inneres Wahrnehmen, eine Erfahrung, die im Herzen beginnt.<\/p>\n<p>Die Wahrnehmung des Herzens ist ph\u00e4nomenal in diesem Kontext: Die Natur hilft uns, dr\u00e4ngt uns beinahe zu einer solchen Herzenswahrnehmung.<\/p>\n<p><strong>Was geht dabei vor? <\/strong><\/p>\n<p>Kommen wir dem Ph\u00e4nomen allm\u00e4hlich auf die Spur \u2026 .<\/p>\n<p>Krishnamurti sagt: \u201eDie Verwandlung dessen, <em>was ist<\/em>, findet nur statt, wenn keine Trennung, keine Zeit zwischen dem Seher und dem Gesehenen existiert. Liebe kennt keinen Abstand.\u201c<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\" title=\"\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Wer kennt das nicht: Das Herz ist voller Erf\u00fcllung, so voll, dass wir seine Inhalte nicht verarbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was geschieht? Etwas spricht zu unserem Herzen. Aber: Was spricht? Wer ruft?<\/p>\n<p>ES spricht an den, den ES zum H\u00f6ren \u201eauserw\u00e4hlt\u201c.<\/p>\n<p>Ist es der Ruf der Natur? H\u00f6ren wir ihn, h\u00f6ren wir ES?<\/p>\n<p>Was passiert da?<\/p>\n<p>Geschieht eine Erhebung in \u201eSph\u00e4ren\u201c?<\/p>\n<p>Die Natur ist verg\u00e4nglich und braucht uns in diesem Verg\u00e4nglichkeitskontext. Sie wirkt in uns hinein und durch uns. Wir wirken wiederum durch sie. Das kann f\u00fcr sie erl\u00f6send sein, wenn wir sie \u201eheiligen\u201c \u2013 durch das, was die Buddhisten als Ichlosigkeit, die Rosenkreuzer als Wirken aus der Seele bezeichnen.<\/p>\n<p>Fakt ist: Die Natur gibt uns einen Auftrag. Welchen Auftrag?<\/p>\n<p>Was erwarten die Dinge vom Menschen?<\/p>\n<p><strong>Rilkes Entdeckung<\/strong><\/p>\n<p>Rilke war ein gro\u00dfer Bewunderer des Sch\u00f6pfungsausma\u00dfes. Der Naturlyriker hat eine faszinierende Entdeckung gemacht: er hat den Auftrag an den Menschen verstanden und folgenderma\u00dfen zum Ausdruck gebracht:<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>Und diese, von Hingang<\/em><\/p>\n<p><em>lebenden Dinge verstehn, da\u00df du sie r\u00fchmst; verg\u00e4nglich,<\/em><\/p>\n<p><em>traun sie ein Rettendes uns, den Verg\u00e4nglichsten, zu.<\/em><\/p>\n<p><em>Wollen, wir sollen sie ganz im unsichtbarn Herzen verwandeln<\/em><\/p>\n<p><em>in \u2013 o unendlich \u2013 in uns! Wer wir am Ende auch seien.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Erde, ist es nicht dies, was du willst: unsichtbar<\/em><\/p>\n<p><em>in uns erstehn? \u2014 Ist es dein Traum nicht,<\/em><\/p>\n<p><em>einmal unsichtbar zu sein? \u2014 Erde! unsichtbar! <a href=\"#_ftn9\" name=\"_ftnref9\" title=\"\"><strong>[9]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Obwohl wir Menschen als Teil der Sch\u00f6pfung ebenso verg\u00e4nglich sind, trauen die Naturgesch\u00f6pfe uns zu, ihr \u201eRetter\u201c zu sein. Sie k\u00f6nnen sich im Menschen \u201eerheben\u201c.<\/p>\n<p>Die Dinge wollen etwas. Und was?<\/p>\n<p>Der Mensch soll die Dinge im Herzen verwandeln, in sich. Das ist ein Mysterium.<\/p>\n<p><em>Wer wir am Ende auch seien.<\/em><\/p>\n<p>Steht am Ende \u201eSein\u201c? Was ist WIR?<\/p>\n<p>Die Dinge \u2013 die Menschen \u2013 oder beide zusammen?<\/p>\n<p>Was bedeutet Ende?<\/p>\n<p>Der Erde, der Sch\u00f6pfung, wird ein Wollen unterstellt: das Wollen, ins Unsichtbare erhoben zu werden. Die Erde, so wie wir sie wahrnehmen, wird in uns unsichtbar, weil wir sie in uns hinein \u201ewahr-genommen\u201c haben. Als Wahrnehmungsorgan dient dabei, wenn es gut ist, die Seele. In ihr kann sich die Erde als sichtbare Gestalt aufl\u00f6sen, transformiert werden, bis hin zur Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Die Erde tr\u00e4umt. Der Mensch, der wei\u00df, was Tr\u00e4umen ist, wendet sich an sie. Rilke spricht der Erde die menschliche Eigenschaft des Tr\u00e4umens zu.<\/p>\n<p><em>Ist es dein Traum nicht,<\/em><\/p>\n<p><em>einmal unsichtbar zu sein? \u2014 Erde! unsichtbar!<\/em><\/p>\n<p>Was gibt es Anderes, Gro\u00dfartigeres als Verwandlung? Sie ist ein Grundzug unserer Erfahrung. Die Sch\u00f6pfung hat \u201ehorizontale Erfahrung\u201c mit der Wandlung, weil sie Wandel <em>ist<\/em>, sichtbar durch die Wirksamkeiten der Gezeiten und der Sinne. Verwandlung ist hier ein sinnlicher Prozess. Aber es gibt auch noch eine andere Verwandlung: die in das nicht Sichtbare. Beide Transformationsprozesse existieren in Koexistenz.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>Denn des Anschauns, siehe, ist eine Grenze.<\/em><\/p>\n<p><em>Und die geschautere Welt<\/em><\/p>\n<p><em>will in der Liebe gedeihn.<\/em><\/p>\n<p><em>Werk des Gesichts ist getan,<\/em><\/p>\n<p><em>tue nun Herz-Werk<\/em><\/p>\n<p><em>an den Bildern in dir, jenen gefangenen; denn du<\/em><\/p>\n<p><em>\u00fcberw\u00e4ltigtest sie: aber nun kennst du sie nicht.<a href=\"#_ftn10\" name=\"_ftnref10\" title=\"\"><strong>[10]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Fand es in mir Liebe vor? [\u2026]<\/em><\/p>\n<p><em>Bilder, Zeichen, dringend aufgelesen,<\/em><\/p>\n<p><em>hat es euch, in mir zu sein, gereut? <a href=\"#_ftn11\" name=\"_ftnref11\" title=\"\"><strong>[11]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Hier wird die Grenze der \u00e4u\u00dferen Sinneswahrnehmung \u00fcberschritten: Das Sehen \u00f6ffnet das Herz. ES in das Herz hinein lassen und agieren lassen, also im Herzen wirken lassen, das ist eine Ausdrucksform der Liebe. Hier geschieht der \u00dcbergang von der \u00e4u\u00dferen Anschauung zur Innenschau, denn die Dinge wollen innerlich erfahren werden.<\/p>\n<p>Sie befinden sich in uns, \u2026 wo sie gefangen sind?<\/p>\n<p>Der Mensch ist in seinem Denken gleichsam \u00fcber die Dinge hinausgegangen und hat die Verbindung zu ihnen verloren. Und dennoch:<\/p>\n<p>Gibt es nicht immer Zeichen und somit Ber\u00fchrungspunkte?<\/p>\n<p>ES ist immer da, in uns. Und die Sch\u00f6pfung spricht zu uns, und wir k\u00f6nnen Antwort geben.<\/p>\n<p><em>Hat es euch, in mir zu sein, gereut?, <\/em>so fragt die Sch\u00f6pfung den Menschen. Wir k\u00f6nnen antworten, wortlos.<\/p>\n<p>Durch beide zusammen erklingt die Frage: <em>Fand Es in mir Liebe vor?<\/em><\/p>\n<p>Oft ist es doch so:<\/p>\n<p>\u201eUnsere Augen sehen nur den Dunst, hinter dem sich das Wesentliche verbirgt, das wir eigentlich wahrnehmen sollten; und unsere Ohren h\u00f6ren nur ein Rauschen, das alles \u00fcbert\u00f6nt, was wir eigentlich mit unserem Herzen verstehen sollten.\u201c <a href=\"#_ftn12\" name=\"_ftnref12\" title=\"\">[12]<\/a><\/p>\n<p>Ein jeder kann sich selbst fragen:<\/p>\n<p>\u201eIst ES in mir, findet ES in mir Liebe vor?\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Die Antwort wird sich m\u00f6glicherweise deutlich offenbaren \u2013 in diesem Augenblick.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a> Aus: <em>Improvisationen aus dem Capreser Winter<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\" title=\"\">[2]<\/a> Aus: <em>Waldteich, weicher, in sich eingekehrter<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a> C.G. Jung,<em> Synchronizit\u00e4t, Akausalit\u00e4t und Okkultismus, <\/em>M\u00fcnchen 1990<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a> Aus: <em>Es winkt zu F\u00fchlung fast aus allen Dingen<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a> Aus: <em>Duineser Elegien, Erste Elegie<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a> Paul Devereux<em>, Die Seele der Erde entdecken,<\/em> M\u00fcnchen 2001<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a> Paul Devereux,a.a.O.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\" title=\"\">[8]<\/a> Krishnamurti, <em>Vollkommene Freiheit<\/em>, 5. Aufl., Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2006, S. 253<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref9\" name=\"_ftn9\" title=\"\">[9]<\/a> &nbsp;Aus: <em>Duineser Elegien, Neunte Elegie<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref10\" name=\"_ftn10\" title=\"\">[10]<\/a> Aus: <em>Wendung<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref11\" name=\"_ftn11\" title=\"\">[11]<\/a> Aus: <em>Waldteich, weicher, in sich eingekehrter<\/em><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref12\" name=\"_ftn12\" title=\"\">[12]<\/a> Khalil Gibran<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":55568,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-92566","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/92566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92566"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=92566"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=92566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}