{"id":92548,"date":"2022-02-03T16:12:46","date_gmt":"2022-02-03T16:12:46","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/sich-einlassen-auf-die-lebendige-natur-logon-petra-erxleben-interviewte-die-dusseldorfer-kunstlerin-barbara-meisner-teil-1\/"},"modified":"2022-02-03T16:12:46","modified_gmt":"2022-02-03T16:12:46","slug":"sich-einlassen-auf-die-lebendige-natur-logon-petra-erxleben-interviewte-die-dusseldorfer-kunstlerin-barbara-meisner-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/sich-einlassen-auf-die-lebendige-natur-logon-petra-erxleben-interviewte-die-dusseldorfer-kunstlerin-barbara-meisner-teil-1\/","title":{"rendered":"Sich einlassen auf die lebendige Natur. LOGON (Petra Erxleben) interviewte die D\u00fcsseldorfer K\u00fcnstlerin Barbara Meisner &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>P.E. Liebe Barbara, ich freue mich sehr, dass du dich zu diesem Interview bereit erkl\u00e4rt hast. Gern m\u00f6chte ich mit dir \u00fcber deine Erfahrungen mit der Wahrnehmung sprechen. Was ist Wahrnehmung f\u00fcr dich?<\/p>\n<p>B.M. Ja, wenn ich so ein Wort h\u00f6re, gehe ich erst einmal etymologisch vor. Laut Definition ist Wahrnehmung etwas, das auf die Sinnesorgane einwirkt: man nimmt etwas auf, wird sich dessen als Ganzes sinnlich-ideell bewusst. Man bemerkt etwas, interessiert sich f\u00fcr etwas, setzt sich ein. Aber auch: man nimmt einen Termin wahr, vertritt eine Pflicht, \u00fcbernimmt eine Aufgabe, seine Verantwortung.<\/p>\n<p>Johannes St\u00fcttgen, der Weggef\u00e4hrte von Joseph Beuys, der ein w\u00f6chentliches Ringgespr\u00e4ch leitet, an dem ich teilnehme, sagt: \u201eBegriffe sind sehr hohe Wesen.\u201c Sie offenbaren sich nur demjenigen, der geforscht hat und f\u00fcr sie bereit ist. Die Kl\u00e4rung der Begriffe, also das tiefe Verst\u00e4ndnis dieser Begriffswesen, ist eine Gnade.<\/p>\n<p>Wahrnehmung von Welt baut auf Erinnerungen, etwas sehr Subjektivem, je nachdem, welchen Eindruck unsere Sinneseindr\u00fccke im Gehirn hinterlassen haben. Wenn sich ein Eindruck mit starken Emotionen verbindet und wir wirklich Freude oder Kummer hatten oder haben, bleibt die Erinnerung viel l\u00e4nger im Langzeitged\u00e4chtnis, weil sie durch Gef\u00fchle neuronal st\u00e4rker vernetzt wird. Deswegen ist es wichtig, dass wir entscheiden, was wir in uns hineinlassen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer den bekannten f\u00fcnf Sinnen, gibt es ein sechstes, eigentlich unser gr\u00f6\u00dftes Sinnesorgan, das Fasziengewebe, \u201ethe sixth sense\u201c. Faszien (lat. fascia = Band) sind aus Kollagen und Elastan, also etwas, was klebt, und etwas, was flexibel ist. Dieses Bindegewebe, das unseren K\u00f6rper zusammenh\u00e4lt, verbindet alle Bestandteile des K\u00f6rpers flexibel mit\u00adeinander. Fasziale Umh\u00fcllungen setzen sich bis ins Kleinste fort. Wie eine Orange: erst kommt die dicke Au\u00dfenschicht, dann trennen d\u00fcnne Schichten die einzel\u00adnen Scheiben voneinander und schlie\u00dflich umgibt eine ganz feine, transparente Um\u00adh\u00fcllung jede einzelne Faser. Die verschiedenen Faszienschichten sind mit Rezeptoren ausgestattet, die auf Druck- und Zugbewegungen, auf Temperatur, Schmerz und Stress reagieren und dem Gehirn die Lage des K\u00f6rpers im Raum melden.<\/p>\n<p>P.E. Da denke ich an das Gebilde der ganzen Menschheit, wobei jeder Einzelne subjektiv etwas wahrnimmt. Wie kommt der Einzelne und so schlie\u00dflich auch eine Menschengruppe einer objektiven Wahrheit n\u00e4her?<\/p>\n<p>B.M. Wenn etwas stimmt, \u201estimmig\u201c ist und seine Botschaft klar ist, dann kommt es bei allen an. Es m\u00fcssen nicht spirituell geschulte Menschen sein, sie m\u00fcssen keine bestimmte Bildung haben. Gerade bei der Kunst merkt man das: Wenn ein Ausdruck irgendetwas trifft, was einer universellen Wahrheit entspricht, dann verstehen es alle.<\/p>\n<p>Deswegen sagt Joseph Beuys: \u201eDie Kunst ist das Einzige, was unsere Welt ver\u00e4ndern kann.\u201c Er meint nicht irgendein Bild im Goldrahmen an der Wand, sondern er meint die kreative Kraft, die jedem und allem innewohnt.<\/p>\n<p>P.E. Mich w\u00fcrde interessieren, wie du als K\u00fcnstlerin pers\u00f6nlich, subjektiv, in die achtsame Wahrnehmung gehst.<\/p>\n<p><strong>\u201eZeichne mich!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>B.M. Ich gehe sehr gerne in die Natur, bei Wind und Wetter. Alle Sinne sind aufmerksam: Wo bleibt mein Auge h\u00e4ngen, was spricht zu mir?<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen ja mal zu den Werken mit den Pilzen da dr\u00fcben gehen, zu den drei <em>\u201eBildr\u00e4umen\u201c.<\/em><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-55410\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2-Boviste.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"687\" height=\"784\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2-Boviste.jpg 687w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2-Boviste-263x300.jpg 263w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2-Boviste-21x24.jpg 21w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2-Boviste-32x36.jpg 32w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/2-Boviste-42x48.jpg 42w\" sizes=\"(max-width: 687px) 100vw, 687px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Bild 2<\/strong><\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-55424\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"876\" height=\"959\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge.jpg 876w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge-274x300.jpg 274w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge-768x841.jpg 768w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge-22x24.jpg 22w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge-33x36.jpg 33w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/3-Trichterlinge-44x48.jpg 44w\" sizes=\"(max-width: 876px) 100vw, 876px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>Bild 3<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Bei einem Herbstspaziergang waren mir diese drei Pilzgemeinschaften aufgefallen, einmal die Boviste, die zweite Gruppe waren die Trichterlinge in einem sogenannten \u201eHexenkreis\u201c und die dritten, dunklen hei\u00dfen Totentrompeten. Alle drei haben mir \u201egesagt\u201c: \u201eZeichne mich!\u201c F\u00fcr das Zeichnen habe ich mich dann wirklich ins Laub auf den Waldboden gesetzt \u2013 ich habe deshalb immer eine Regenhose an \u2013 und habe dann die Trichterlinge erst einmal ganz konventionell gezeichnet. Sie sehen ein bisschen aus wie schwingende R\u00f6cke, diese Formen haben etwas Barockes, und die Trichter sehen wie Brunnen aus. Zu Hause bei der Nacharbeit dachte ich, ich m\u00f6chte gerne zeigen, dass diese Pilze unterirdisch miteinander verbunden sind. Mit Tusche habe ich dann ein feines Netzwerk auf die Zeichnung der Pilze gemalt, das angedeutete geometrische Formen bekommen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-55438\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4-Totentrompeten.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"651\" height=\"712\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4-Totentrompeten.jpg 651w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4-Totentrompeten-274x300.jpg 274w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4-Totentrompeten-22x24.jpg 22w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4-Totentrompeten-33x36.jpg 33w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/4-Totentrompeten-44x48.jpg 44w\" sizes=\"(max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Bild<\/em><\/strong><em><strong> 4<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Was mich fasziniert, sind diese kleinen und gro\u00dfen Strukturen in der Natur, weil sie so sch\u00f6n geordnet sind. \u00c4sthetik und Struktur sind hohe Werte f\u00fcr mich. In der Natur mag ich besonders auch die Formen der Verg\u00e4nglichkeit \u2013 bis hin zum modernden Verfall. Die Totentrompeten beispiels\u00adweise vergehen langsam und ver\u00e4ndern im Herbst ihre Form und Farbe, werden ganz blauschwarz und leuchten bei N\u00e4sse.<\/p>\n<p>Die Objekte der Wahrnehmung, also hier die Pilze, sind f\u00fcr mich wesenhafte Subjekte, Erscheinungen der Sch\u00f6pfung. Wenn sie mich ansprechen, ist die Verbindung da. Ich frage: Wo ist gerade mein Dienst gefragt?<\/p>\n<p>P.E. Bei den leuchtend-dunklen, verwesenden Pilzen ist es dir wunderbar gelungen, dieses Schillern und Leuchten des noch Lebendigen im Verwesungsprozess herauszuarbeiten. Der violett bemalte Holzrahmen unterstreicht das sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<p>B.M. Das Motiv selber hat die Energie und die kann ich in den Innenraum tragen. Das hei\u00dft, meine <em>Bildr\u00e4ume<\/em>, also Holzk\u00e4sten teilweise aus verwittertem Fundholz gebaut, bearbeite ich malerisch. Die Farbigkeit der Pilzzeichnung, in dem Fall das Schwarz, das Dunkelblau oder das Magenta \u00fcbertrage ich nach au\u00dfen auf den Rahmen und erweitere dadurch den Sinneswahrnehmungsraum.<\/p>\n<p>P.E. Du kommst wahrhaft in Kontakt mit der lebendigen und transformierenden Natur. Wenn du in der Natur bist, dann ist nicht nur das Auge, sondern der ganze Mensch an dem Kontakt beteiligt.<\/p>\n<p><strong>Herzenergie<\/strong><\/p>\n<p>B.M. Hier in Birnbach wurde mein Geruchssinn stark angesprochen, weil die Luft so frisch und sauber ist. Ich wohne ja in D\u00fcsseldorf am Hauptbahnhof, da finden zwar auch Mysterien statt, sagt Beuys, aber hier wirkt die Natur unmittelbar \u2013 gerade im Herbst \u2013 die Luftfeuchtigkeit, die Ger\u00fcche, die Formen und Farben. Ich habe mich manchmal auf den Boden gesetzt, gerne in die N\u00e4he von Farnen. Au\u00dferdem habe ich, wenn ich Farben sehe, gleichzeitig so etwas wie ein Geschmacks\u00aderlebnis. Beteiligt ist immer die Herzenergie. Morgens um sechs Uhr bin ich aufgestanden und raus und teilweise barfu\u00df durch das taunasse Gras gegangen. Herrlich! Dann habe ich die Kuhherde entdeckt, das sind f\u00fcr mich heilige Tiere, die kamen und guckten nach mir. Zu ihnen sagte ich: \u201eIch bin eure Freundin, ich geh\u00f6re zu euch, in mir ist auch eine Kuh innerlich\u201c, und habe sie gezeichnet. Ich habe sie auch fotografiert in diesem stimmungsvollen Nebel, der fr\u00fchmorgens herrschte.<\/p>\n<p>P.E. Diese sch\u00f6ne Herbstszene k\u00f6nnen wir in dem Heft zum \u201eBirnbach-Projekt\u201c wiederfinden, welches du anl\u00e4sslich der Ausstellung gestaltet hast.<\/p>\n<p>Kommen wir noch einmal zur\u00fcck zu den <em>Bildr\u00e4umen.<\/em> Sie fordern von dem Betrachter etwas ganz anderes als die h\u00e4ngenden Malereibahnen, die eine unmittelbare, gro\u00dfe Pr\u00e4senz im Raum haben.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Bildr\u00e4ume\u201c<\/strong><\/p>\n<p>B.M. Wir k\u00f6nnen ja mal zu diesem Werk hier gehen, das <em>\u201eWald\u201c<\/em> hei\u00dft, damit ist Birnbach im Westerwald ja reich gesegnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-55452\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5-Wald.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"488\" height=\"709\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5-Wald.jpg 488w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5-Wald-206x300.jpg 206w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5-Wald-17x24.jpg 17w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5-Wald-25x36.jpg 25w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/5-Wald-33x48.jpg 33w\" sizes=\"(max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAPABAP\/\/\/wAAACH5BAEKAAAALAAAAAABAAEAAAICRAEAOw==\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Bild 5<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Bildr\u00e4ume habe ich am liebsten ganz ohne Glas, damit das Werk direkter in Kontakt mit dem Betrachter kommt. Ich vertraue diesen Bildwesen, also den Werken, dass sie sich selber sch\u00fctzen. Hier habe ich beispielsweise pr\u00e4parierte Pilze reingeklebt und dort eine getrocknete Orchideen\u00adbl\u00fcte, \u00fcbrigens eine fleischfressende Art; sie sieht aus wie eine Sense. Sie k\u00f6nnte im Sinne von G\u00e4rtnern gelesen werden, aber auch f\u00fcr den Tod, den Sensemann, stehen. Mittig habe ich einen angedeuteten, segnenden Menschen hineingezeichnet. Der Wald-Bildraum geht unten in eine Art Reliquienschrein \u00fcber, der mit dunkelviolettem Samt ausgekleidet ist, in dem man Tintlinge sieht. Diese Pilze hei\u00dfen so, weil man fr\u00fcher die schwarze Tinte, ihren Saft, zum Zeichnen und Schreiben benutzt hat. \u00dcbrigens erz\u00e4hlte mir meine Mutter, dass ich schon als Kind fasziniert war von diesen Verwesungs- und Transformationsprozessen und solche Funde mit nach Hause getragen und sie \u00fcber Wochen beobachtet habe. Jedenfalls: als die Tintlinge trocken waren, sahen sie pl\u00f6tzlich aus wie d\u00fcnne Knochen. Eigenartig, wie so ein Pilz, der ja eigentlich ganz weich ist, zu etwas Hartem wird. So sind sie f\u00fcr mich sozusagen die Knochen vom Wald und dieses leuchtende Lila hat etwas Sakrales.<\/p>\n<p>Meine Bildr\u00e4ume sind eine Einladung, ganz nah heranzugehen, sich mit ein bisschen Forschergeist darauf einzulassen. Es sind zum Teil auch Wesen hineingezeichnet, die nach oben fliegen. Um sie zu entdecken, muss man genau hinschauen. Sie erscheinen wie fast unerkennbare, \u00e4therische Insektenwesen, \u00e4hnlich dem unsichtbaren Myzel, dem Pilzgeflecht Untertage.<\/p>\n<p>(<a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/sich-einlassen-auf-die-lebendige-natur-logon-petra-erxleben-interviewte-die-duesseldorfer-0\">wird fortgesetzt in Teil 2)<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":55400,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110062],"tags_english_":[],"class_list":["post-92548","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-art-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/92548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92548"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=92548"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=92548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}