{"id":92545,"date":"2022-02-02T16:18:02","date_gmt":"2022-02-02T16:18:02","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/was-ist-licht-was-ist-sehen-teil-2\/"},"modified":"2022-02-02T16:18:02","modified_gmt":"2022-02-02T16:18:02","slug":"was-ist-licht-was-ist-sehen-teil-2","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/was-ist-licht-was-ist-sehen-teil-2\/","title":{"rendered":"Was ist Licht? Was ist Sehen? \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>(<a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/was-ist-licht-was-ist-sehen-teil-1\">zur\u00fcck zu Teil 1<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Bewusstsein wirkt mit<\/strong><\/p>\n<p>Bei dem, was wir sehen, wirkt unser Bewusstsein in ganz erheblichem Ma\u00dfe mit.<sup>[1]<\/sup> Ein Junge war von Geburt an durch grauen Star blind. Durch die Weiterentwicklung in der Medizin konnten ihm \u00c4rzte in seinem neunten Lebensjahr die Augenlinse operieren. Er w\u00fcrde wieder sehen k\u00f6nnen, so dachten sie. Aber wie entt\u00e4uscht waren sie, als der Junge nach der erfolgreichen Operation zwar von Schemen und bewegten Schatten berichten konnte, aber sehen, wie wir es als selbstverst\u00e4ndlich betrachten, konnte er keineswegs. Er musste es vielmehr m\u00fchsam erlernen, was ihn so sehr anstrengte, dass er sich auch sp\u00e4ter meistens wie zu seiner Zeit als Blinder durch Tasten, H\u00f6ren und Riechen orientierte.<\/p>\n<p>Durch die Operation war zwar das Empfangsorgan f\u00fcr das Licht wieder hergestellt worden. Aber zum Sehen geh\u00f6rt, so wurde deutlich, viel mehr, n\u00e4mlich das Zusammenwirken der Lichtimpulse mit dem Bewusstsein.<\/p>\n<p><strong>Sehen von au\u00dferhalb des K\u00f6rpers<\/strong><\/p>\n<p>Es ist heute nicht mehr ungew\u00f6hnlich, dass Menschen aus dem Sterbeprozess zur\u00fcckgeholt werden und dar\u00fcber berichten. Manche erz\u00e4hlen, dass sie \u00fcber ihrem K\u00f6rper schwebten, h\u00e4ufig \u00fcber dem Operationstisch. Sie konnten alles genauestens aus der H\u00f6he wahrnehmen, was ringsherum geschah und was die anderen Menschen taten, sprachen und sogar, was sie dachten.<\/p>\n<p>Ein 11-j\u00e4hriger Junge berichtete, nachdem er einen Unfall erlebt hatte, folgendes:<\/p>\n<p>\u201eIch schwebte etwa eineinhalb Meter \u00fcber meinem K\u00f6rper. Mir fiel auf, dass meine Augen geschlossen waren. Ein Mann versuchte, mir zu helfen. Ich verstand nicht, warum die Leute sich aufregten, denn mir ging es prima. Ich beobachtete, wie sie meinen K\u00f6rper in den Krankenwagen schoben und versuchte, ihnen zu sagen, dass es mir gut ging, aber keiner konnte mich h\u00f6ren. Aber ich kriegte mit, was sie sagten. \u201aHelfen Sie ihm\u2019, sagte jemand. \u201aIch glaube, er ist tot, aber versuchen Sie es trotzdem.\u2019 Der Krankenwagen fuhr los, und ich bem\u00fchte mich, ihm zu folgen. Ich schwebte \u00fcber dem Krankenwagen und versuchte mitzukommen.&#8220;<\/p>\n<p>Ein anderer Fall:<\/p>\n<p>Eine Frau, die von Geburt an blind war, konnte w\u00e4hrend ihres Nahtoderlebnisses pl\u00f6tzlich sehen und war v\u00f6llig \u00fcberw\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>C.G. Jung machte 1944 w\u00e4hrend eines Herzinfarktes eine au\u00dferk\u00f6rperliche Erfahrung. Er beschrieb sie so, dass er die Erdkugel aus gro\u00dfer H\u00f6he wahrnehmen konnte, in herrlich blaues Licht getaucht. Die Kontinente schimmerten silbern durch das wunderbare blaue Licht. (1944 gab es die uns heute gel\u00e4ufigen Fotos aus dem Weltraum noch nicht.)<\/p>\n<p><strong>Die Beschaffenheit des Lichtk\u00f6rpers<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die meisten Menschen klingen diese Berichte phantastisch, weil sie mit dem \u00fcblichen Verst\u00e4ndnis vom Sehen und Bewusstsein nicht erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Die Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese Ph\u00e4nomene kann man bei verschiedenen Autoren finden, zum Beispiel bei Rudolf Steiner, Max Heindel oder bei Jan van Rijckenborgh. Sie beschreiben, dass die Wahrnehmungsimpulse im \u201eEmpfindungsk\u00f6rper\u201c des Menschen erlebt werden. Es ist ein \u201eK\u00f6rper\u201c von \u00e4u\u00dferst feiner Substanz, die nicht mit den Sinnesorganen wahrnehmbar ist. Er wird als Astralk\u00f6rper bezeichnet und entspricht dem Lichtk\u00f6rper, von dem Platon berichtet.<\/p>\n<p>Dieser K\u00f6rper \u2013 oft wird er auch als Seele oder Aspekt der Seele bezeichnet \u2013 kann sich vom materiellen K\u00f6rper l\u00f6sen, und das geschieht jede Nacht beim Schlafen. Im Schlaf haben wir allerdings kein Bewusstsein im Astralk\u00f6rper. In den F\u00e4llen von Nahtoderlebnissen kann es in einzelnen F\u00e4llen geschehen, dass das Bewusstsein in diesem Lichtk\u00f6rper erwacht.<\/p>\n<p>Im Wachzustand bleibt das Bewusstsein eng mit unseren Sinnen als den Wahrnehmungsorganen verbunden; ja es entsteht fortw\u00e4hrend neu mit ihrer Hilfe. Worauf wir die Augen richten, darauf richten wir in der Regel auch unser Bewusstsein. Die Augen helfen also dabei, uns auf etwas Bestimmtes zu konzentrieren. Sie stehen organisch mit der Hypophyse in Kontakt und \u00fcber sie mit den Bewusstseinsbereichen im Haupt und im Herzen. So kann man immer wieder beobachten, wie sich die Beschaffenheit des Bewusstseins an den Augen ablesen l\u00e4sst. Daher r\u00fchrt auch der Ausspruch: Die Augen sind der Spiegel der Seele.<\/p>\n<p><strong>Unser Sehen ist begrenzt<\/strong><\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass unsere Augen nur ein begrenztes Spektrum von Schwingungen wahrnehmen k\u00f6nnen \u2013 etwa von 400.000 bis 800.000 GHz, von rot bis violett. Was h\u00f6her oder niedriger schwingt, bleibt f\u00fcr unsere Wahrnehmung dunkel.<\/p>\n<p>Mystiker berichten, dass in dieser Dunkelheit das h\u00f6chste, das hellste Licht leuchtet. Etwas davon k\u00f6nnen wir erahnen, wenn wir in den Nachthimmel schauen und seine Erhabenheit sp\u00fcren. Im 12. Buch des <em>Corpus Hermeticum<\/em> hei\u00dft es:<sup>[2]<\/sup><\/p>\n<p>\u201eEs ist nicht m\u00f6glich, dass der irdische K\u00f6rper ein so helles g\u00f6ttliches Bewusstseinslicht w\u00fcrde ertragen k\u00f6nnen, noch kann eine so herrliche reine Kraft es ertragen, in direkter Ber\u00fchrung mit einem K\u00f6rper verbunden zu werden, der Leidenschaften unterworfen ist.\u201c<\/p>\n<p>Deutllich ist, dass Licht, Geist und Bewusstsein unl\u00f6sbar miteinander zusammenh\u00e4ngen. Rudolf Steiner erl\u00e4utert<sup>[3]<\/sup>:<\/p>\n<p>\u201eWenn wir zur reinen Erkenntnislehre durchdringen, m\u00fcssen wir sagen: Ohne Auge kein Licht \u2013 also ist die Welt unsere Vorstellung. Aber ohne Licht auch kein Auge! Es ist kein Zufall, dass es das Licht wahrnimmt, denn das Licht ist Sch\u00f6pfer des Auges: Aus dem Licht ist das Auge geboren. Die Objektivierung des Lichtes ist die Sonne. Die Sonne im Makrokosmos entspricht dem Auge im Mikrokosmos.\u201c<\/p>\n<p>So hat unser altes mechanistisches Bild also Br\u00fcche bekommen. Aber um zu erkennen, was Licht und Sehen wirklich sind, m\u00fcssten wir in ein ganzheitliches Schauen versetzt werden. Eine solche Schau, die einzelne Menschen erleben durften und wor\u00fcber sie in Andeutungen berichteten, ist ein Geschenk des h\u00f6chsten Lichtes, das dem reinen Geist entstammt. Diese h\u00f6chste Lichtintensit\u00e4t entspricht einer h\u00f6chsten Bewusstseinsstrahlung. Unseren Augen erscheint sie als Dunkelheit, wie der samtschwarze Nachthimmel.<\/p>\n<p>Ein Sufi-Text beschreibt es so:<\/p>\n<p>Siehst du das Schwarz, das Licht der g\u00f6ttlichen Essenz?<\/p>\n<p>Der Quell allen Lebens str\u00f6mt aus dieser Dunkelheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p>[1]&nbsp; vgl. zum Folgenden: Eva-Maria K\u00f6pp, <em>Licht am Ende des Lebens \u2013 Nahtoderfahrungen,<\/em> in: <em>Bewusstsein und Todeserfahrung<\/em>, Stiftung Rosenkreuz, Birnbach 2014 mit weiteren Nachweisen.<\/p>\n<p>[2]&nbsp; Jan van Rijckenborgh, <em>Die \u00e4gyptische Urgnosis<\/em>, Band 3, Rozekruis-Pers, Haarlem 1966.<\/p>\n<p>[3]&nbsp; Rudolf Steiner, <em>Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt, <\/em>Vortr\u00e4ge in D\u00fcsseldorf 1909, Fragenbeantwortung (GA 110).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":55383,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110088],"tags_english_":[],"class_list":["post-92545","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-science-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/92545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92545"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=92545"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=92545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}