{"id":92413,"date":"2021-12-18T17:26:44","date_gmt":"2021-12-18T17:26:44","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/auf-der-suche-nach-den-gesichtern-gottes-teil-2\/"},"modified":"2021-12-18T17:26:44","modified_gmt":"2021-12-18T17:26:44","slug":"auf-der-suche-nach-den-gesichtern-gottes-teil-2","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/auf-der-suche-nach-den-gesichtern-gottes-teil-2\/","title":{"rendered":"Auf der Suche nach den Gesichtern Gottes \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>(<a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/auf-der-suche-nach-den-gesichtern-gottes-teil-1\">Zur\u00fcck zu Teil 1<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Einheit, das Eine und Einzigartige ist das, was uns fehlt. Wir ben\u00f6tigen, um es zu erringen, das \u201efehlende Puzzleteil\u201c. Alle Welt bem\u00fcht sich im Grunde darum, allerdings meist unbewusst.<\/p>\n<p>In einem fr\u00fchen (unbewussten) Zustand lebte der Mensch in der Einheit. Wir k\u00f6nnen von ADAM lesen, im Hebr\u00e4ischen ADM geschrieben. Die hebr\u00e4ischen Buchstaben kennen keine Selbstlaute sondern nur Mitlaute. Die Selbstlaute k\u00f6nnen beliebig gesetzt werden. Sie werden gedacht. Warum? Sie sind wie das Leben: sie geben zwar den Ton an, sind aber nicht festgelegt. Sie sind um des Menschen willen offen gelassen. Er soll sie selbst setzen.<\/p>\n<p>Das Wort Adam steht f\u00fcr die Menschheit. Es wird mit den Zeichen Aleph, Daleth und Mem geschrieben, deren Werte 1, 4 und 40 sind und zusammen in der Quersumme die Zahl 9 ergeben. Die Neun wird seit alters her als die Zahl des Menschen angesehen, des Menschen, der auf der Ebene des Geistes, der Seele und des &nbsp;K\u00f6rpers seine Einheit gefunden hat. Das Eigenartige an dem Wort Adam ist, dass, wenn man die 1, das Aleph, wegl\u00e4sst, es \u201eBlut\u201c bedeutet. Das Herz in dieser Welt, das die innere Einheit nicht gefunden hat, wird meist nur als eine \u201ePumpe\u201c f\u00fcr das Blut angesehen.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Beispiel f\u00fcr die hinter der Sprache stehende Intelligenz ist das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr Wahrheit: <em>emeth <\/em>(mit den Zahlenwerten 1-40-400). L\u00e4sst man hier die 1 weg, so gelangt man zu dem Wort f\u00fcr Tod.<\/p>\n<p>Doch es kommt der Zeitpunkt, an dem das Ma\u00df der Dinge voll ist, an dem das Fass zum \u00dcberlaufen kommt, der Tag, an dem der Mensch \u201egenug hat\u201c, genug von seiner Schr\u00e4glage.<\/p>\n<p>Dann wird eine vertiefte innere Bewegung m\u00f6glich. Das Herz macht Mut dazu (im Franz\u00f6sischen: <em>courage<\/em>=Mut, <em>coeur<\/em>=Herz). Der suchende Mensch durchbricht vorsichtig eine Schicht in seinem Selbst, die Schicht, in die er bislang verliebt war, die er wie in einem Spiegel immer wieder angestarrt hat. Das erinnert an Narziss, den J\u00fcngling aus der griechischen Mythologie, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte und beim Fallen eines Blattes auf die Wasseroberfl\u00e4che glaubte, dass das verzerrte Bild sein eigenes darstellt.<\/p>\n<p>Dieses pers\u00f6nliche Gesicht gilt es aufzugeben f\u00fcr ein anderes, f\u00fcr eine Begegnung, wie sie Maria in dem gleichnamigen Evangelium (dem gnostischen <em>Evangelium nach Maria<\/em>) erlebte. Sie erkl\u00e4rt darin den J\u00fcngern, dass sie den Herrn \u201ein einem Gesicht\u201c sah und ihn fragte: \u201eHerr, sieht ein Mensch, der sieht, das Gesicht durch die Seele oder durch den Geist?\u201c, worauf der Erl\u00f6ser antwortete: \u201eEr sieht nicht durch die Seele und auch nicht durch den Geist, sondern das, was zwischen diesen beiden ist, das Gem\u00fct, sieht das Gesicht.\u201c<\/p>\n<p>Etwas, das <em>vor<\/em> uns da war, klopft zart an das Bewusstsein. Es relativiert diese Welt mehr, als jeder theoretische Begriff es tun k\u00f6nnte und dr\u00e4ngt den Menschen in die Richtung einer anderen Realit\u00e4t. Folgt man diesem Drang, so ist man nach wie vor <em>in<\/em> der Welt, aber zunehmend nicht mehr <em>von<\/em> der Welt. Daraus entwickelt sich ein Lebensraum, in dem die Seele erneuert wird und neu zu atmen beginnt. Der Mensch erwacht aus seinem bisherigen Traumzustand und sieht in sich selbst, inmitten des Verstandes- und Sinnesapparats, das Unantastbare: Gottes Glorie.<\/p>\n<p>Nun erhalten Klang- und Schriftbilder wie zum Beispiel die in der Kabbala einen v\u00f6llig anderen Zugang zu ihm. Sie enth\u00fcllen sich ihm durch seine neue Offenheit mit einem Schl\u00fcssel, den das Herz nun aus der Tiefe empf\u00e4ngt, au\u00dferhalb von Gef\u00fchlen und Emotionen.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" title=\"\"><!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--><\/a> In der Pers\u00f6nlichkeit entsteht wieder eine Einheit als Bild und Gleichnis einer bis dahin unverstandenen Kraftlinie. Bindeglied (das bislang fehlende \u201ePuzzlest\u00fcck\u201c) ist das Bewusstsein, das diesen Wandel zulassen und das bisherige Sein \u201esein lassen\u201c muss. In dieses Bewusstsein projiziert sich die Teilhabe am Ganzen.<\/p>\n<p>In freudevoller Betrachtung l\u00f6st sich eine Tr\u00e4ne (hebr\u00e4isch: <em>Jod<\/em>) und bildet sich zum Zeichen Jod (Wert 10), beginnend mit der Eins, dem Einen und Einzigartigen von \u201eoben\u201c. Dem Einen gegen\u00fcber lebte einstmals im Garten der Liebe, der urspr\u00fcnglichen Erde, der androgyne Mensch, als Mann und Frau in einem K\u00f6rper vereinigt.<\/p>\n<p>\u201eSp\u00e4ter [jedoch] wird der Mensch zweigeschlechtlich, die Spiegelung ver\u00e4ndert sich. Dann sehen wir, dass die g\u00f6ttliche Welt als 10 auf die Erde gespiegelt wird durch den \u201egespaltenen\u201c Menschen, gespalten in Mann und Frau, die zusammen ein gebrochenes Jod, die 10, bilden. Dieses Jod f\u00e4llt in 2 <em>Hehs<\/em> (Zeichen f\u00fcr \u201eFenster\u201c) auseinander (Zahlenwert 5).\u201c&nbsp; <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\" title=\"\"><!--[if !supportFootnotes]-->[2]<!--[endif]--><\/a><\/p>\n<p>Ein \u201eFenster\u201c gew\u00e4hrt in einem Haus die M\u00f6glichkeit des Blicks nach drau\u00dfen. Die beiden einander gegen\u00fcberstehenden Zeichen spiegeln sich im dazwischen befindlichen Zeichen <em>Waw<\/em>, einem Haken, der die urspr\u00fcngliche ganzheitliche Menschengestalt symbolisiert.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen den Raum zwischen uns (den Raum \u201ezwischen den beiden Zeichen\u201c) zu einem Freiraum machen, einem Vakuum, in dem der Prozess der Menschwerdung seinen heilenden Verlauf nehmen kann. Aus ihm erhebt sich <em>das g\u00f6ttliche Gesicht \u2013<\/em> das unsterbliche Gesicht des Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--[if !supportFootnotes]--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><!--[endif]--><\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" title=\"\"><!--[if !supportFootnotes]-->[1]<!--[endif]--><\/a> Jan van Rijckenborgh und Catharose de Petri, Die universelle Gnosis, Kapitel 1, Rosenkreuz Verlag, Birnbach<\/p>\n<p><!--[if !supportFootnotes]--><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\" title=\"\">[2]<\/a><!--[endif]--> Benita Kleiberg, Rose und Kabbala, Kristall Reihe 10, Rosenkreuz Verlag, Birnbach<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":16042,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101,110075],"tags_english_":[],"class_list":["post-92413","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de","category_-livingpast-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/92413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16042"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92413"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=92413"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=92413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}