{"id":92234,"date":"2021-11-07T15:44:10","date_gmt":"2021-11-07T15:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/c-g-jung-und-der-durchbruch-des-selbst\/"},"modified":"2021-11-07T15:44:10","modified_gmt":"2021-11-07T15:44:10","slug":"c-g-jung-und-der-durchbruch-des-selbst","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/c-g-jung-und-der-durchbruch-des-selbst\/","title":{"rendered":"C.G. Jung und der Durchbruch des Selbst"},"content":{"rendered":"<p><em>In nahezu allen Mythen wird die Entwicklung des Menschen als Heldenreise beschrieben, in der der Held, sich seiner k\u00f6niglichen Abstammung nicht bewusst, nach allerlei Pr\u00fcfungen schlie\u00dflich die Prinzessin gewinnt und die K\u00f6nigschaft erwirbt. Diese Mythen kann man nur verstehen, wenn man den Menschen als ein Seelenwesen betrachtet, das sich mit Hilfe von Geburt und Tod immer weiter entwickelt. Der Psychoanalytiker C.G. Jung (1875-1961) spricht vom Weg des Menschen zu seinem <\/em>Selbst.<\/p>\n<p>In gewisser Weise sind wir bereits, was wir noch werden sollen. Wir sind es bereits, aber wir sind uns dessen nicht bewusst. Es geht in unserem Leben also um eine Bewusstseins-Entfaltung, in der wir uns erfahren als Teil einer gr\u00f6\u00dferen Ganzheit, die schon immer, von Anbeginn an, besteht. Hier auf der Erde, f\u00fcr jeden sichtbar, sind wir nicht nur Seele, sondern das Ergebnis dreier Kr\u00e4fte, die auf geheimnisvolle Art zusammenwirken.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6rper \u2013 Seele \u2013 Geist<\/strong><\/p>\n<p>Die theologische und philosophische Frage nach dem Zusammenhang von K\u00f6rper \u2013 Seele \u2013 Geist wandelt sich in der psychologischen Perspektive bei C.G. Jung zu <em>Ich \u2013 Psyche \u2013 Selbst<\/em>. Dabei fasst er die Psyche oder Seele als Bindeglied auf zwischen dem begrenzten Radius des Ich-Bewusstseins und der unbestimmbaren Ebene des Selbst. Jung schreibt \u00fcber die Beziehung von K\u00f6rper\/Ich, Seele\/Psyche und Geist:<\/p>\n<p><em>Geist ist das Feinste und Oberste, die Seele als das <\/em>ligamentum spiritus et corporis [das Band zwischen Geist und K\u00f6rper] <em>ist gr\u00f6ber als der Geist, hat aber \u201edie Fl\u00fcgel des Adlers\u201c, um das Schwere zu h\u00f6heren Regionen emporzuheben. \u2026<\/em><\/p>\n<p>Und: Wie der Mensch Jesus <em>nur dank dem Lichte, das vom oberen Christus ausging und die Naturen in ihm schied, bewusst wurde, so wird durch das Licht, das von Jesus ausstrahlt, der Keim im unbewussten Menschen erweckt und zu einer \u00e4hnlichen Unterscheidung der Gegens\u00e4tze veranlasst.<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" title=\"\"><strong>[1]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong><em>Ich<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Das <em>Ich<\/em> sieht Jung als das Zentrum eines Bewusstseinsfeldes, dem alle Bewusstseinsinhalte pr\u00e4sentiert werden. Nur das verbleibt im Bewusstsein, was vom Ich gesehen und angenommen wird und zu dem ein Zugang bestehen bleibt. Inhalte, die es abweist, werden in das Unterbewusstsein, das von Jung so bezeichnete <em>Pers\u00f6nliche Unbewusste<\/em>, abgedr\u00e4ngt. Das Ich-Bewusstsein ist biologisch stark mit dem stofflichen K\u00f6rper verbunden und dr\u00fcckt sich in ihm und durch ihn in Denken, F\u00fchlen und Handeln aus.<\/p>\n<p>Ich und K\u00f6rper bilden durch Identifikation eine Einheit, ein \u201eIch-bin\u201c. Jung spricht auch von \u201eMein Selbst\u201c, da Identit\u00e4t und \u201eMein-igkeit\u201c wesentliche Kennzeichen des Ich darstellen. Der Mensch erlebt sich dadurch jedoch als getrennt von der Natur und von seinen Mitgesch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Das Ich entspricht zwar dem Zentrum des Bewusstseinsfeldes, wird aber ebenso durch die Gesamtheit aller unbewussten Inhalte beeinflusst, die sich in der Peripherie an das Bewusstseinsfeld anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong><em>Psyche<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die <em>Seele<\/em> oder <em>Psyche<\/em> umf\u00e4ngt das Ich. Sie hat eine individuelle Natur und wirkt durch das Ich hindurch. Sie ist das Lebensprinzip, das dem Ich Lebensenergie (Jung spricht von <em>Libido<\/em>, in anderer Bedeutung als Freud) zuf\u00fchrt und Bewusstsein und Wirkmacht erm\u00f6glicht und ihm auch eine Richtung gibt. Sie ist all das, was das Ich bewegt, also die Gesamtheit aller bewussten und unbewussten Prozesse im Menschen einschlie\u00dflich aller verdr\u00e4ngten inneren Anteile, die Jung als <em>Schatten<\/em> der menschlichen Seele bezeichnet.<\/p>\n<p>So veranlasst sie es oft zu un\u00fcberlegten oder impulsiven Taten, aber auch zu kreativen Handlungen und Mitgef\u00fchl. Es ist Jungs Anliegen, in seinem psycho-therapeutischen Ansatz diese widerstreitenden Pole durch Erkennen, Annehmen und Integrieren wieder in ein Gleichgewicht zu bringen, denn:<\/p>\n<p><em>Bewusstes und Unbewusstes ergeben kein Ganzes, wenn das eine durch das andere unterdr\u00fcckt und gesch\u00e4digt wird. Beide sind Aspekte des Lebens.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\" title=\"\"><strong>[2]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Indem keine Seite negiert wird und alles, was an Gedanken und Gef\u00fchlen aufsteigt, auch sein darf und in achtsamem Gewahrsein betrachtet wird, kommt es zu einer L\u00e4uterung und Befriedung der Seele, die sich immer mehr ihrer eigentlichen Aufgabe als Bindeglied zwischen Ich-Bewusstsein und Selbst zuwenden kann. Dies ist bei Jung ein wesentlicher Schritt der Individuation auf dem Weg zum Selbst. Denn in dem Ma\u00dfe, in dem die Psyche Anteile des Schattens erl\u00f6st, tritt das wahre Wesen der Seele st\u00e4rker hervor. Sie ist dann zunehmend in der Lage, das Wesenhafte und Verbindende auch in allen Dingen zu erkennen. Das macht sie freier, nach der Vollendung im Selbst zu streben.<\/p>\n<p>Jung zitiert dazu Augustinus: <em>Unser Ende muss unsere Vollendung sein, unsere Vollendung aber ist Christus. <\/em>Und f\u00fcgt hinzu:<em> Seine Braut ist die menschliche Seele.<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\" title=\"\"><strong>[3]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong><em>Selbst<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Christus ist bei Jung das Symbol f\u00fcr das <em>Selbst<\/em>, das g\u00f6ttliche oder das <em>Geist<\/em>-Prinzip im Menschen. Er l\u00f6st sich damit von der historischen Gestalt der Theologie und betont ausdr\u00fccklich den transzendenten Aspekt, der erst in einer gel\u00e4uterten Seele an seinem Wirken erkannt kann.<\/p>\n<p><em>Das <\/em><em>Selbst ist immer da, es ist jenes zentrale, archetypische Strukturelement der Psyche, das als Anordner und Lenker der seelischen Ereignisse von allem Anfang an in uns wirkt<\/em>, so Jung.<\/p>\n<p>Der Geist, das Selbst,<strong> <\/strong>ist f\u00fcr das Ich und auch f\u00fcr die Psyche in seinem tiefsten Wesen nicht ergr\u00fcndbar. Es mag aber geschehen, dass er die Seele ergreift, durchdringt und in dieser Vereinigung selber zum leitenden und sich-selbst-erkennenden Prinzip wird. Dies w\u00e4re die Vollendung der Individuation in der symbolischen <em>chymischen Hochzeit<\/em>, wie Jung sie aus seiner Besch\u00e4ftigung mit der Alchemie beschreibt.<\/p>\n<p>Bei seinen Untersuchungen zum Selbst bezieht sich Jung \u00fcberhaupt viel auf die Schriften der fr\u00fchen Gnostiker wie Basilides (ca. 85-145 n. Chr.) oder Valentinus (ca. 100-160 n. Chr.) und ebenso&nbsp; auf das Verst\u00e4ndnis und die Bilderwelt der mittelalterlichen Alchemie, hier insbesondere des Alchemisten Gerardus Dorneus (ca 1530-1584).<\/p>\n<p>Um sich nun dem Begriff \u201eSelbst\u201c und der Bedeutung des Christusgeschehens bei Jung sehr viel tiefer n\u00e4hern zu k\u00f6nnen, bedarf es eines umfassenderen Verst\u00e4ndnisses dessen, was er <em>Archetypus<\/em> nennt.<\/p>\n<p><strong>Die Archetypen und das Kollektive Unbewusste<\/strong><\/p>\n<p>In den Tr\u00e4umen seiner Klienten stie\u00df Jung immer wieder auf Symbole und Motive, die sich kultur\u00fcbergreifend in allen Religionen und auch in den Mythen aller V\u00f6lker finden lie\u00dfen. In der Regel bestehen sie als komplement\u00e4re Gegensatzpaare wie Held und Magier, K\u00f6nig und K\u00f6nigin, Himmel und H\u00f6lle, Christus und Satanael, aber auch als Gut und B\u00f6se, Yin und Yang, Ewigkeit und Verg\u00e4nglichkeit und dergleichen mehr.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das <em>pers\u00f6nliche<\/em> Unbewusste die Schattenanteile der individuellen menschlichen Psyche umfasst, nahm er hier ein <em>kollektives<\/em> Unbewusstes der gesamten Menschheit an, das sich in inneren Bildern und Empfindungen ausdr\u00fcckt, die spontan und unwillk\u00fcrlich im Bewusstsein aufsteigen.<em> <\/em>Die Motive bezeichnet Jung als <em>Archetypen<\/em>.<\/p>\n<p>Archetypen sind Projektionen einer \u00fcbergeordneten Wirklichkeit in das begrenzte menschliche Erkenntnisverm\u00f6gen und weisen als Symbol auf eine dahinterstehende Wahrheit hin. Diese Wahrheit ist dem direkten Zugriff des rationalen Verstandes entzogen und kann sich ihm daher nur als ein Paradoxon offenbaren. Jung sagt dazu:<\/p>\n<p><em>\u2026 denn nur das Paradoxe vermag die F\u00fclle des Lebens ann\u00e4hernd zu fassen, die Eindeutigkeit und das Widerspruchslose aber sind einseitig und darum ungeeignet, das Unerfassliche auszudr\u00fccken.<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\" title=\"\"><strong>[4]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Gegens\u00e4tze erzeugen stets Spannung, sobald es zu einer Identifikation mit der einen Seite und zu einem Negieren der anderen (<em>entweder-oder<\/em>) kommt. Eine Aufl\u00f6sung ist nur dann m\u00f6glich, wenn beide Seiten zugleich anerkannt und angenommen werden k\u00f6nnen (<em>sowohl-als auch<\/em>). Dies kann dazu f\u00fchren, dass die darin gebundene Energie freigesetzt wird und das Bewusstsein pl\u00f6tzlich \u00fcber beide Ausgangspole hinausgehoben wird. Es kommt zu einem Bewusstseinssprung auf eine Ebene v\u00f6llig anderer Art, die in Bezug auf den urspr\u00fcnglichen Gegensatz zu einem <em>Weder-Noch<\/em> geworden ist. In ihr ist alle Dualit\u00e4t aufgehoben und die Einheit des Urbeginns wieder erreicht.<\/p>\n<p>Jung spricht vom <em>Mysterium coniunctionis<\/em>, das aus der <em>Coniunctio oppositorum<\/em>, der Vereinigung der Gegens\u00e4tze, hervorgeht und die Seele wieder mit dem <em>Unus mundus<\/em>, der noch potentiell vorhandenen urspr\u00fcnglichen Einheit der Sch\u00f6pfung, verbindet.<\/p>\n<p><em>[\u2026] ist die Individuation ein <\/em>\u201emysterium coniunctionis\u201c<em>, indem das Selbst als eine hochzeitliche Vereinigung der Gegensatzh\u00e4lften erfahren [\u2026] wird<\/em><em>.<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\" title=\"\"><strong>[5]<\/strong><\/a><\/em><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Diese aber<\/em><em> [die <\/em>coniunctio<em>] <\/em><em>stellt eine unbedingte Vorbedingung der Ganzheit dar.<a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\" title=\"\"><strong>[6]<\/strong><\/a><\/em><em> <\/em><\/p>\n<p>Archetypus des Selbst ist bei Jung Christus, der die dazu gereifte menschliche Seele in die Lage versetzt, die Grenze der Dualit\u00e4t zu durchdringen und so wieder in die Einheit zur\u00fcckzukehren. Der Archetypus hat also eine Doppelnatur mit zwei Ansichten oder Perspektiven:<\/p>\n<p>Die untere ist die Perspektive der Psyche, die noch in der Trennung und Erfahrung der Dualit\u00e4t befangen ist. Die obere ist die Perspektive des Selbst, der g\u00f6ttlichen Wirklichkeit, die zu leben der Psyche noch versagt ist.<\/p>\n<p>Der Archetyp ist sozusagen ein Schnittpunkt zwischen Erscheinung und \u201ereinem Sein\u201c, zwischen Form und Idee. Der Mensch muss daher seine Bewusstseinsgrenzen sprengen und zur\u00fccklassen, wenn er sich dem Selbst n\u00e4hern m\u00f6chte. Wird dieser Bewusstseinssprung nicht vollf\u00fchrt, bleiben die alten Gegens\u00e4tze weiterhin als getrennt voneinander bestehen. Und so bleiben auch Gut und B\u00f6se in der Welt.<\/p>\n<p>Jung schreibt sehr klar \u00fcber das kollektive Unbewusste der Menschheit und das Wesen und den Ursprung der Archetypen:<\/p>\n<p>[Es] <em>\u2026 stellt sich heraus, dass alle Archetypen \u00fcberhaupt von sich aus g\u00fcnstige und ung\u00fcnstige, helle und dunkle, gute und b\u00f6se Wirkungen entfalten. [\u2026] Dabei darf man nicht au\u00dfer Acht lassen, dass die Gegens\u00e4tze ihre moralische Zuspitzung erst im Gebiete des menschlichen Wollens und Handelns erlangen [\u2026] Wir wissen letzten Endes nicht, was Gut und B\u00f6se an sich sind. Es steht also zu vermuten, dass sie einer menschlichen Bewusstseinsnotwendigkeit entspringen und darum jenseits des Menschen ihre G\u00fcltigkeit verlieren.<a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\" title=\"\"><strong>[7]<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p>Die Menschheit verharrt immer noch unbewusst in der Einflusssph\u00e4re der Archetypen, ohne sie bewusst erkannt und durchschritten zu haben. Archetypen sind so die W\u00e4chter vor dem Tor zur Realisation des Selbst.<\/p>\n<p><strong>Der Durchbruch des Selbst<\/strong><\/p>\n<p>Das Selbst vermag in unserer herk\u00f6mmlichen Weltanschauung keine Realit\u00e4t zu werden. Dazu ist eine innere Selbst-Revolution erforderlich, die den Menschen v\u00f6llig \u00fcber seine eigenen Grenzen hinausschleudert in eine andere Wirklichkeit, die wir \u201eG\u00f6ttlich\u201c oder \u201eGanzheit\u201c nennen.<\/p>\n<p>Die Energie dazu m\u00fcssen wir selber mobilisieren, indem wir Gegens\u00e4tzen nicht in einseitiger Identifikation ausweichen, sondern sie annehmen und ins Bewusstsein und ins Gleichgewicht bringen. Dort k\u00f6nnen sie integriert werden, sodass sie keine psychische Energie mehr binden.<\/p>\n<p>Doch damit allein ist der Sprung in die Dimension des Selbst nicht m\u00f6glich, solange noch eine verstandesm\u00e4\u00dfige Vorstellung oder Intention damit verbunden ist. Mit der Vereinigung der Gegens\u00e4tze als Vorbereitung verbindet sich ein Mysterium, das <em>Mysterium coniunctionis<\/em>, bei dem ein Drittes, das latente Selbst, hinzukommt. Indem es Ich-Bewusstsein und Psyche durchdringt, kann es umgekehrt diese ergreifen und transformieren, sobald beide diesem Ergreifen nicht mehr im Wege stehen: Ich-Bewusstsein und Psyche verlieren sich dann im Selbst, das aus der Sph\u00e4re der Ganzheit herabgestiegen ist.<\/p>\n<p>Als Mensch sind wir Mitwirkender und Mitwisser in diesem Prozess, der unser Vorstellungsverm\u00f6gen bei Weitem \u00fcbersteigt. Wir k\u00f6nnen uns ihm nur anvertrauen, um einmal ganz in ihm aufzugehen. Dann gibt es keine Grenzen mehr \u2013 dann sind wir als Welle wieder eingetaucht und verbunden mit dem gro\u00dfen Ozean.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a> C.G. Jung, <em>Aion, Beitr\u00e4ge zur Symbolik des Selbst<\/em>, Walter-Verlag, Olten und Freiburg im Breisgau, 8.Auflage 1992, S. 77<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\" title=\"\">[2]<\/a> T. Wischmann, <em>Der Individuationsprozess in der analytischen Psychologie C.G. Jungs \u2013 eine Einf\u00fchrung,<\/em> Heidelberg, 2. Auflage 2006, S. 22 (<a href=\"http:\/\/www.dr.wischmann.de\/\">www.dr.wischmann.de<\/a>)<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\" title=\"\">[3]<\/a> A.a.O., S. 49<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\" title=\"\">[4]<\/a> &nbsp;A.a.O., S. 18<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\" title=\"\">[5]<\/a> C.G. Jung, <em>Aion<\/em>, a.a.O., S. 72 f.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\" title=\"\">[6]<\/a> A.a.O., S. 40<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\" title=\"\">[7]<\/a> A.a.O., S. 282<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":15371,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110088],"tags_english_":[],"class_list":["post-92234","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-science-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/92234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15371"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92234"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=92234"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=92234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}