{"id":92086,"date":"2021-10-16T08:03:53","date_gmt":"2021-10-16T08:03:53","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/selbstrevolution-und-selbstverwirklichung-am-beispiel-jiddu-krishnamurtis-und-der-rosenkreuzer-jan-van-rijckenborgh-und-catharose-de-petri-teil-2\/"},"modified":"2021-10-16T08:03:53","modified_gmt":"2021-10-16T08:03:53","slug":"selbstrevolution-und-selbstverwirklichung-am-beispiel-jiddu-krishnamurtis-und-der-rosenkreuzer-jan-van-rijckenborgh-und-catharose-de-petri-teil-2","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/selbstrevolution-und-selbstverwirklichung-am-beispiel-jiddu-krishnamurtis-und-der-rosenkreuzer-jan-van-rijckenborgh-und-catharose-de-petri-teil-2\/","title":{"rendered":"Selbstrevolution und Selbstverwirklichung am Beispiel Jiddu Krishnamurtis und der Rosenkreuzer Jan van Rijckenborgh und Catharose de Petri &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>(Zu <a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/selbstrevolution-und-selbstverwirklichung-am-beispiel-jiddu-krishnamurtis-und-der-rosenkreuzer-jan\">Teil 1<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Selbstrevolution<\/strong><\/p>\n<p>Den genannten Pionieren ist gemeinsam, dass sie tiefe Selbsterkenntnis als T\u00fcr zur inneren Revolution ansahen: die fortgesetzte Selbsterkenntnis des Ego, die durch das Ber\u00fchrtwerden durch den \/ das \u201eAndere\u201c erleichtert und vertieft wird, wodurch letztlich die Revolution im Innern m\u00f6glich wird. Sie lie\u00dfen keinen Zweifel daran, dass der Weg weder Selbstoptimierung noch Weltflucht ist, sondern das Enden des Alten und eine v\u00f6llig neue Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Was die Pioniere entdeckten und formulierten, grundiert inzwischen die Anschauung vieler spiritueller Denker des 21. Jahrhunderts. Es trifft sich mit der Lebenserfahrung Vieler. Die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ein neues, vollst\u00e4ndigeres Selbstverst\u00e4ndnis des Menschen sind gewachsen. Die Weite eines unfassbaren, nichtsdestotrotz gegenw\u00e4rtigen Anderen ist erfahrbar geworden. Zugleich stehen wir vor der n\u00e4chsten Herausforderung: aus diesem neuen Denken zu leben, denn nur so wird die Selbstrevolution Wirklichkeit.<\/p>\n<p><strong>Sich dem Unbekannten \u00f6ffnen<\/strong><\/p>\n<p>Um das neue Denken in Leben umzusetzen, braucht es Liebe. Was ist das f\u00fcr eine Liebe? In ihr \u00f6ffnen sich die Herzen f\u00fcr das Unbekannte, in ihr w\u00e4chst Vertrauen, in ihr werden die menschlichen Herzen zu wirklichen Horten des Verbundenseins und der Einheit mit dem Ursprung. Im Herzen eignet sich der Mensch eine Erkenntnis erst in Wahrheit an. Erleuchtende Erkenntnis, die aus einem Widerklang im eigenen Innersten entsteht, hat immer beide Aspekte: Weisheit und Liebe. Dennoch m\u00fcssen die Herzen gereinigt werden, damit ein erster Schritt in die Einheit gangbar wird. Und es braucht noch mehr: Denn nach der Eroberung des Herzens m\u00fcssen Wollen und Tun f\u00fcr das neue Sein ge\u00f6ffnet werden. Hier liegen die gro\u00dfen Barrieren der Gewohnheit und der Selbsterhaltung. Hier k\u00e4mpft der Mensch den Kampf zwischen seinem h\u00f6heren Wissen und seinem weiterhin wirksamen Sein als reines Naturwesen, dem ebenfalls \u00dcberzeugungen \u00fcber das Menschsein zu eigen sind. Jene eichen das Ich-Bewusstsein immer wieder auf Abgrenzung, Angst und Aggression. Nach einem langen Reifungsprozess wird im Menschen erst die umfassende Entscheidung f\u00fcr das geistige Sein m\u00f6glich \u2013 f\u00fcr ein geistiges Sein, das hier und jetzt lebbar ist und das alle Facetten des Alltags tragen und durchdringen kann.<\/p>\n<p>Nicht nur das Bewusstsein um das geistige Sein ist atmosph\u00e4risch geworden. Der Weg dahin ist bereits von vielen beschritten worden, und viele beschreiten ihn noch. All dies sind Spuren im Atemfeld der Erde, denen alle Menschen folgen k\u00f6nnen, die davon etwas wahrnehmen. Die Frage dr\u00e4ngt sich auf: Wieviel Wissen braucht der Mensch, um unmittelbar darauf zu reagieren, um direkt daraus zu leben? Sind wir schon reif genug, um die Intuition unseres Herzens rein lesen zu k\u00f6nnen? Wenn dem so w\u00e4re, dann k\u00f6nnte jeder Mensch, gleich wo er sich befindet, Zugang zum innersten Sein finden. Wenn gen\u00fcgend Menschen den Weg der Selbstrevolution ernsthaft beschreiten, entsteht die notwendige Klarheit f\u00fcr alle, die das abgekapselte Denken und F\u00fchlen des Ichs durchbricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jiddu Krishnamurti \u00fcber Erleuchtung:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEinige Dinge sind sehr klar. 1. Man muss v\u00f6llig gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber ihrem Kommen und Gehen sein. 2. Kein Wunsch, die Erfahrung fortzusetzen oder im Ged\u00e4chtnis abzuspeichern, darf anwesend sein. 3. Es braucht eine gewisse physische Empfindsamkeit, eine gewisse Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber Komfort. 4. Es braucht einen selbstkritischen und humorvollen Zugang. Aber selbst wenn jemand all dies zuf\u00e4llig hat, nicht durch bewusste Kultivierung und Bescheidenheit, selbst dann reicht es nicht aus. Etwas ganz anderes ist notwendig oder gar nichts ist notwendig. Es muss kommen, und man kann ihm niemals nachgehen, egal, was man tut. Man kann auch die Liebe auf die Liste setzen, aber es geht \u00fcber die Liebe hinaus. Eines ist sicher, das Gehirn kann es weder begreifen noch einschlie\u00dfen. Gesegnet ist der, dem es geschenkt wird.\u201c<\/p>\n<p><em>Krishnamurti\u2019s Notebook<\/em>, 23. Juli 1961<\/p>\n<p><strong>Krishnamurti \u00fcber sch\u00f6pferische Zerst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIn dieser Zerst\u00f6rung war keine Gewalt; Gewalt ist in Ver\u00e4nderung, in Revolution, in Unterwerfung, in Disziplin, in Kontrolle und Beherrschung, aber hier hat alle Gewalt, in jeder Form, unter verschiedenen Namen, absolut aufgeh\u00f6rt. Diese Zerst\u00f6rung ist es, die Sch\u00f6pfung ist.<\/p>\n<p>Aber Sch\u00f6pfung ist nicht Frieden. Frieden und Konflikt geh\u00f6ren zu der Welt von Ver\u00e4nderung und Zeit, zu der \u00e4u\u00dferen und inneren Bewegung der Existenz, aber dies geh\u00f6rte nicht zur Zeit oder zu irgendeiner Bewegung im Raum. Es ist reine und absolute Zerst\u00f6rung, und nur dann kann das \u201eNeue\u201c sein.\u201c<\/p>\n<p><em>Krishnamurti\u2019s Notebook<\/em>, 31. Juli 1961<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jan van Rijckenborgh und Catharose de Petri \u00fcber die Bewusstseinsentwicklung auf dem Pfad: <\/strong><\/p>\n<p>Das Bewusstsein, das der Mensch kennt und besitzt, ist von Natur aus egozentrisch. Es besitzt einen Brennpunkt und ist daher in vollkommenem Sinn ein \u201eIch&#8220;. Ein anderes Bewusstsein von erhabener menschlicher Art kann der Mensch sich nicht vorstellen.<\/p>\n<p>Und doch ist ein solches anderes Bewusstsein absolut m\u00f6glich. Das Bewusstsein, welches wir \u201eden neuen Menschen&#8220; nennen, ist von v\u00f6llig anderer Art. Es ist absolut nicht ich-zentral, es ist sogar fundamental ich-los. Wir meinen das nicht im moralischen oder ethischen Sinn, sondern fundamental; es besitzt n\u00e4mlich keinen Brennpunkt! Man k\u00f6nnte es als ein Bewusstsein beschreiben, welches seinen Sitz im gesamten Mikrokosmos hat, ein Bewusstsein, das also mikrokosmisch [&#8230;] ist.<\/p>\n<p>Dieses mikrokosmische bewusste Sein tritt in einem folgenden Schritt in einen kosmisch bewussten Zustand ein und darauf in einen makrokosmisch bewussten Zustand. Man kann es also am besten beschreiben als: Bewusstsein in sich selbst und doch gleichzeitig in allem anderen, in allen anderen.<\/p>\n<p><em>Die chinesische Gnosis. Kommentare zum Tao Teh King<\/em>, Haarlem 1988, S. 108 (Kap. 10-II)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":14841,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-92086","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/92086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92086"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=92086"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=92086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}