{"id":91773,"date":"2021-05-02T18:00:42","date_gmt":"2021-05-02T18:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/kooperation-als-rettender-ausweg-teil-1\/"},"modified":"2021-05-02T18:00:42","modified_gmt":"2021-05-02T18:00:42","slug":"kooperation-als-rettender-ausweg-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/kooperation-als-rettender-ausweg-teil-1\/","title":{"rendered":"Kooperation als rettender Ausweg \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>G. F.: Frau Dr. Uecker, Sie sind \u00c4rztin und praktizieren auch heute noch, im Alter von mehr als 80 Jahren. Zugleich haben Sie sich wissenschaftlich bet\u00e4tigt und \u00fcber ganzheitliche Medizin, Naturheilverfahren, Quantenphysik, Evolutionstheorie und andere Themen Vortr\u00e4ge gehalten und Publikationen verfasst. K\u00fcrzlich haben Sie einen Vortrag \u00fcber Kooperation gehalten. Wie sind Sie auf dieses Thema gekommen?<\/p>\n<p>D. U.: Die Menschheit ist in einer globalen Krisensituation angekommen. Das lineare Trennungsbewusstsein mit seinem Entweder-Oder-Denken hat uns in eine Sackgasse gef\u00fchrt. Als \u00c4rztin bin ich t\u00e4glich konfrontiert mit der scheinbaren Unvereinbarkeit von evidenzbasierter materialistisch-wissenschaftlicher Medizin und einer Heilkunst, die bem\u00fcht ist, geisteswissenschaftliches Erfahrungswissen in ihre Arbeit am kranken Menschen einzubeziehen.<\/p>\n<p>Die moderne materialistische Wissenschaft kann aus meiner Sicht nicht die alleinige Quelle des Wissens sein, da sie das Unsichtbare ausklammert und sich auf die Analyse der Materie reduziert. Im Menschen ist beides vereint, der physische K\u00f6rper mit seiner Mentalit\u00e4t und Emotionalit\u00e4t, aber auch das immaterielle geistige Bewusstsein. Wir haben diesen K\u00f6per, aber wir sind nicht der K\u00f6rper; wir sind nicht unsere Gedanken, sind nicht unsere Gef\u00fchle und sind auch nicht unser Ego.<\/p>\n<p><strong>Eine integrale Heilkunst<\/strong><\/p>\n<p>Um also einen Heilungsprozess der ganzen individuellen Wesenheit Mensch zu begleiten, ist dringend eine Kooperation aller medizinischen Fachbereiche mit ihren spezialisierten Fachkenntnissen erforderlich. Es kann nicht mehr nur darum gehen, einen medizinischen Befund zu behandeln, sondern es muss unser aller Anliegen sein, einen kranken Menschen mit seinem seelischen und geistigen Wesensgrund kooperativ zu begleiten.<\/p>\n<p>Nur in einem freiwilligen Zusammenf\u00fcgen der individuell erworbenen Teilergebnisse k\u00f6nnen wir der holistischen Wirklichkeit n\u00e4her kommen und gemeinsam eine wahrhaft integrale Heilkunst entwickeln, in der auch die Heilkr\u00e4fte der Seele und die spirituellen Impulse in die Gesundung des Individuums hineinwirken k\u00f6nnen. Eine solche Kooperation bedeutet zugleich Menschlichkeit und Empathie.<\/p>\n<p>G. F.: Der Gedanke der Kooperation steht dem Gedanken des Wettbewerbes gegen\u00fcber. Es gibt den Gedanken des Miteinanders und den des Gegeneinanders. Zwischen diesen beiden ist ja wohl keine Kooperation m\u00f6glich. Hier gibt es doch das Entweder-Oder.<\/p>\n<p><strong>Die Zellgemeinschaft ist eine kooperative Organisation<\/strong><\/p>\n<p>D. U.: Kooperation bedeutet Einm\u00fctigkeit in einer gemeinsamen Zielsetzung oder zumindest einer gemeinsamen Erwartung. Aus modernster neurobiologischer Sicht sind wir Wesenheiten, die auf soziale Resonanz und auf Kooperation angelegt sind.<\/p>\n<p>Die Zellgemeinschaft in unserem Organismus ist naturgem\u00e4\u00df eine kooperative Organisation, in der Einzelwesen zusammenfinden, die Interessen, Lebensenergie und Zielsetzungen miteinander teilen. Das Entscheidende ist das Teilen. Die teilnehmende Zelle stellt ihre Eigeninteressen zur\u00fcck und unterst\u00fctzt das Ganze.<\/p>\n<p>Das Leben einer Zelle in unserem Organismus und das Leben eines Menschen in unserer Zivilisation sind im Grunde analoge Gegebenheiten. Wir erleben, dass 100 Billionen Zellen harmonisch und friedlich miteinander auskommen, w\u00e4hrend 7 Milliarden Menschen auf unserem Planeten kurz davor sind, sich gegenseitig auszurotten.<\/p>\n<p>Das liegt nat\u00fcrlich daran, dass wir ein Egobewusstsein besitzen. Der Antrieb zum Wettbewerb wird von unserem selbstbewussten Ego stimuliert, das seine Vorteile sucht, seine Macht festigen und seinen Besitz vergr\u00f6\u00dfern m\u00f6chte. Um eine uneigenn\u00fctzige, dem Gemeinwohl dienende Kooperationsbereitschaft zu entwickeln, muss in uns erst die Transformation von der Selbstbezogenheit in die Selbstlosigkeit stattfinden. Kooperation im Sinne eines evolution\u00e4ren Fortschrittes und Wettbewerb, wie wir ihn derzeit kennen, schlie\u00dfen sich deshalb aus.<\/p>\n<p>G. F.: Als \u00c4rztin haben Sie mit dem menschlichen K\u00f6rper zu tun. Der K\u00f6rper muss sich wehren gegen Angriffe. Dazu besitzt er ein Immunsystem. Welches Prinzip steht ihm im Vordergrund, \u00dcberlebenskampf oder Kooperation?<\/p>\n<p><strong>Wenn der K\u00f6rper die innere Balance verloren hat<\/strong><\/p>\n<p>D. U.: In unserem K\u00f6rperbewusstsein und damit auch in unserem Immunsystem ist eine weisheitsvolle ganzheitliche Selbstregulationsf\u00e4higkeit angelegt, die auf Koh\u00e4renz beruht, das hei\u00dft einem Gleichklang aller Lebensfunktionen geistiger, seelischer und physischer Art im Hinblick auf unsere Unversehrtheit. In dieser umfassenden Kooperation liegt die gr\u00f6\u00dfte Kompetenz unserer Immunit\u00e4t und Integrit\u00e4t.<\/p>\n<p>K\u00e4mpferische Aktivit\u00e4ten sind Notfallprogramme, die dann n\u00f6tig werden, wenn das System seine innere Balance verloren hat oder seine Wesensglieder in eine Dissoziation gefallen sind.<\/p>\n<p>G. F.: Der K\u00f6rper ist ein Organismus, der Mensch ist insgesamt ein Organismus. Wie ist es mit der Erde? K\u00f6nnen wir die Erde mit all ihren Lebewesen ebenfalls als einen Organismus ansehen?<\/p>\n<p>D. U.: Aus den modernen Bewusstseinsforschungen und auch aus den Ergebnissen der Quantenphysik wissen wir heute, dass wir in einem Teilnehmeruniversum leben, dass wir in einem Beziehungsgeflecht mit allen Dingen und Wesenheiten in diesem Universum vernetzt sind.<\/p>\n<p>Kein Gedanke, keine Emotion, die wir in die Welt entlassen, geht verloren. Alles geht in die Matrix der morphogenetischen Felder in unserem Kosmos ein und sucht sich auf der materiellen Ebene zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Wir entscheiden also in jedem Augenblick dar\u00fcber, wer wir morgen sind und was sich auf der materiellen Ebene ereignen wird.<\/p>\n<p><strong>Im Leiden der Seele ist das Leiden der Welt enthalten<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen endlich begreifen, dass wir alles, was wir anderen oder diesem Planeten antun, uns in Wirklichkeit selbst antun. Wir allein sind mit unserem Denken und Handeln von heute verantwortlich f\u00fcr die Umst\u00e4nde und Konflikte von morgen. Unsere dringlichste Aufgabe ist es, eine Bewusstseinstransformation zu vollziehen, durch die sich unser egozentrisches Verstandesbewusstsein zum Diener eines intuitiven Einheitsbewusstseins erhebt. Nur in einem \u00fcberpers\u00f6nlichen Bewusstseinsraum k\u00f6nnen wir eine wirkliche Kooperation im Sinne eines Evolutionsfortschrittes f\u00fcr diesen Planeten und seine Bewohner kreieren.&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sind ein Menschheitsorganismus, dem die lebende Wesenheit unseres Planeten als Entwicklungsfeld geliehen ist. Letztendlich ist im Leiden unserer Seele immer auch das Leiden dieser Welt enthalten. Wir k\u00f6nnen in uns hineinhorchen, um zu sp\u00fcren, wie die Erde weint.<\/p>\n<p>G. F.: Wenn wir in die Natur schauen, stellen wir doch fest, dass alle Wesen sich voneinander ern\u00e4hren. Tiere ern\u00e4hren sich vom Pflanzenreich oder fressen kleinere Tiere, Menschen ern\u00e4hren sich von den Pflanzen und Tieren. Der eine t\u00f6tet den anderen. Wie kann man da von Kooperation sprechen?<\/p>\n<p>D. U.: Wenn wir mit dem geistigen Auge schauen, erkennen wir die Naturordnung in ihrer Weisheit und unersch\u00f6pflichen Selbstregulation. In der gro\u00dfen Kette des Seins entfaltet sich das Bewusstsein von Stufe zu Stufe und offenbart sich in immer differenzierteren Lebensformen. Jede neue Stufe sch\u00f6pft aus den Erfahrungen der vorangegangenen und ern\u00e4hrt sich aus deren Bausteinen. Dabei vollzieht sich der Spiralengang eines ewigen \u201eStirb und Werde&#8220;, in dem alte Formen, die nicht mehr gebraucht werden, zur\u00fcckgelassen werden. Im geistigen Prinzip der Sch\u00f6pfungsordnung ist eine vollendete Kooperation und Synchronisation der wirkenden polaren Kr\u00e4fte angelegt, in deren Spannungsfeld das Leben immer neue Entfaltungsm\u00f6glichkeiten entdeckt.<\/p>\n<p><strong>Das T\u00f6ten, um sich zu ern\u00e4hren, ist ein evolution\u00e4r sinnvoller kooperativer Akt<\/strong><\/p>\n<p>Wo der Mensch nicht mit seinem Eigenwillen die Macht und Kontrolle \u00fcber die Naturkr\u00e4fte \u00fcbernimmt, sind die Wunder von \u00fcbergreifenden Kooperationen und kreativen Anpassungsvariationen wahrzunehmen, die uns mit Staunen erf\u00fcllen. In der Natur wird nur zur Arterhaltung get\u00f6tet, was zugleich f\u00fcr eine gesunde Selektion innerhalb der Rassen sorgt. Das auf schnellste Art, noch im Trancezustand des Schocks get\u00f6tete Tier wird vollkommen in den Kreislauf der Natur aufgenommen und dient allen Naturreichen zu ihrem Gedeihen.<\/p>\n<p>Bei genauerer Betrachtung zeigt sich auch hier, dass in dem \u201eFressen und Gefressenwerden&#8220; ein evolution\u00e4r sinnvoller, kooperativer Akt \u00e4u\u00dferster \u00d6konomie gewahrt wird.<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt in <a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/kooperation-als-rettender-ausweg-teil-2\">Teil 2<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":13507,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-91773","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/91773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91773"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=91773"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=91773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}