{"id":91723,"date":"2021-04-26T13:50:53","date_gmt":"2021-04-26T13:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/macht-und-liebe-eine-betrachtung-uber-den-weg-zu-gott\/"},"modified":"2021-04-26T13:50:53","modified_gmt":"2021-04-26T13:50:53","slug":"macht-und-liebe-eine-betrachtung-uber-den-weg-zu-gott","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/macht-und-liebe-eine-betrachtung-uber-den-weg-zu-gott\/","title":{"rendered":"Macht und Liebe &#8211; Eine Betrachtung \u00fcber den Weg zu Gott"},"content":{"rendered":"<p>Immer ist es der Urgrund selbst, der sich aussendet als Sch\u00f6pfung, ein Sch\u00f6pfungsfeld aus sich hervorbringt und sich darin offenbart. Der Urquell dehnt sich aus und schafft R\u00e4ume. Da er eins ist, begegnet er in diesen R\u00e4umen, in seiner selbst geschaffenen Vielfalt, sich selbst. Deshalb ist die Allmacht die Macht des Einen, der Alles in Allem ist.<\/p>\n<p>Wir Menschen sind \u201eMikrokosmen\u201c, Abbilder des gro\u00dfen Ganzen und gleichsam Strahlen der g\u00f6ttlichen Sonne. Dennoch ist es m\u00f6glich, dass wir auf unserer Expedition durch alle Schwingungszust\u00e4nde von Kraft und Stoff den universellen Quell unserer selbst vergessen und uns nur mit dem stofflichen Ausdruck unseres so vielschichtigen Wesens identifizieren. Wem die Schale des Ichs zu eng wird, wer sich wieder zu <em>erinnern<\/em> beginnt, der kann den R\u00fcckweg zu seinem wahren, universellen Selbst gehen.<\/p>\n<p><strong>Freiheit<\/strong><\/p>\n<p>Viele Menschen w\u00fcnschen sich einen Gott, der in der Welt alles gut einrichtet und durch seine Allmacht B\u00f6ses verhindert. Die Tatsache, dass B\u00f6ses geschehen kann und auch geschieht, l\u00e4sst viele an Gott zweifeln. Wenn man aber davon ausgeht, dass wir Menschen nicht nur \u201ebeseelte Gesch\u00f6pfe aus Lehm\u201c sind, sondern Mikrokosmen, muss das Verh\u00e4ltnis von Gott und Mensch anders sein. Dann kann es nicht sein, dass Gott aus dem Menschen eine Marionette macht, die er dirigiert und von B\u00f6sem abh\u00e4lt. Im Gegenteil, der Mensch muss an sein wahres Wesen erinnert werden. Zugleich muss er imstande sein, seinen Weg durch Raum und Zeit zu erf\u00fcllen und dabei alle Erfahrungen, derer er bedarf, in Freiheit zu machen. Dabei kann er sich in eine Sackgasse verlaufen, in die tiefste Isolation seines Ichs \u2013 um dann gerade von dort aus durchzubrechen zu seinem wahren Selbst. Denn zwischen Gott und Mensch besteht das Verh\u00e4ltnis eines universellen Wesens zu sich selbst, gleichsam die Beziehung der Sonne zu ihren Strahlen. Es ist nach der alten Weisheit ein Wesen, \u201edessen Mittelpunkt \u00fcberall und dessen Umfang nirgends ist\u201c. Es geht darum, dass der Ursprung aller Dinge, der auch unser tiefstes Selbst ist, sich in uns wieder geltend macht. Wir erinnern uns dann an ein Sein vor Raum und Zeit.<\/p>\n<p><strong>Das Selbst<\/strong><\/p>\n<p>Das wesentlichste Problem auf dem Weg ist also die Frage nach dem Selbst. Wer bin ich? Womit identifiziere ich mich? Die v\u00f6llige Identifikation mit seinem egozentrierten, beschr\u00e4nkten Wesen und mit seiner raumzeitlichen, verg\u00e4nglichen Umwelt muss aufgebrochen werden, um den Menschen instandzusetzen, den Weg zu gehen. Die so zustande kommende Relativierung des bisherigen Selbstbildes kann erhebend, aber auch ersch\u00fctternd sein. Die Macht, die sich dann in uns Geltung verschafft, ist ein Aspekt der Urerinnerung, mithin des G\u00f6ttlichen in unserem Mikrokosmos. Sie zeigt uns etwas. Was wir aus dem so Gesehenen machen, wird uns \u00fcberlassen. Wir k\u00f6nnen also dem Perspektivwechsel in uns Raum geben, wir k\u00f6nnen uns aber auch verschlie\u00dfen. Die Kraft, die hinter der einbrechenden Erkenntnis steht, l\u00e4sst uns unseren Erfahrungsweg in neuem Licht weitergehen. Denn er muss vollendet werden, damit wir sowohl Individuen als auch universelle Wesen sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es gibt vieles, das in uns zu Gr\u00f6\u00dfe, Expansion und Grenz\u00fcberschreitung dr\u00e4ngt, das sich aber in einer Welt der Begrenztheit nie harmonisch entfalten kann. Das Universelle und das Beschr\u00e4nktsein m\u00fcssen in uns zu einer neuen Ordnung finden. Macht und Gr\u00f6\u00dfe geh\u00f6ren zum inneren Menschen, als Kr\u00e4fte einer Neuerschaffung, als prinzipiell unbegrenztes Selbst. Begrenzung und Bescheidenheit geh\u00f6ren nach dieser Umorientierung zum \u00e4u\u00dferen Menschen, der beides akzeptieren kann, wenn der Irrtum der Selbstverwirklichung des G\u00f6ttlichen im \u00c4u\u00dferen aufgel\u00f6st ist. Trotz dieser Verlagerung des \u201eSelbst\u201c nach innen, dieser Kl\u00e4rung der Verh\u00e4ltnisse, k\u00e4mpft das Begrenzte so lange weiter um Herrschaft und Gr\u00f6\u00dfe, bis geradezu ein Wechsel des Selbst zustande gekommen ist. Wann immer der Mensch innehalten kann, str\u00f6mt ihm in Stille die Kraft der Wiedererschaffung zu, als M\u00f6glichkeit einer seelischen \u2013 und sp\u00e4ter auch k\u00f6rperlichen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> \u2013 Wiedergeburt. Es ist die Macht, die der innere Mensch \u00fcber den \u00e4u\u00dferen erlangen muss, wenn die Wiedererschaffung geschehen soll. Doch diese Macht ist geduldig, sie str\u00f6mt uns zu in dem Ma\u00dfe, wie wir als \u201ealtes Selbst\u201c sie einlassen und ertragen wollen.<\/p>\n<p><strong>Eine neue Liebeskraft<\/strong><\/p>\n<p>Die g\u00f6ttliche Kraft ist Same, sie ist Beginn. Sie schenkt uns eine Erneuerung des Denkens, das so beginnt, die raumzeitlichen Beschr\u00e4nkungen hinter sich zu lassen und die Dialektik von Ja und Nein zu transzendieren. Gegens\u00e4tze werden f\u00fcr dieses neue Denken zu Erg\u00e4nzungen. Die Gnosis \u00f6ffnet sich als Kenntnis aus erster Hand. Dies ist eine beginnende Erleuchtung, und dennoch nur der erste Schritt in ein neues Leben. Nichts ist damit erreicht, denn es ist unsere Aufgabe, immer wieder das neue Denken und Bewusstsein zu w\u00e4hlen, um unseren Mentalk\u00f6rper wirklich zu transformieren.<\/p>\n<p>Eine neue Liebeskraft str\u00f6mt ein. Das Herz weitet sich und kann zu einem Hort der Einheit zubereitet werden. Wer diese Kraft empf\u00e4ngt, beginnt das Verbundensein aller Wesen und Dinge zu empfinden. Mehr noch, alles wird von Gott mit seiner Kraft umfangen und durchwirkt. Liebe \u2013 das kann man dann wirklich begreifen \u2013 bedeutet, alles zu g\u00f6ttlicher Herrlichkeit zu erheben. Um dieser Kraft in sich Heimat zu bieten, ist es notwendig, dem Ego den Zugriff auf das Herz zu entziehen. Das Ego und die Einheit k\u00f6nnen nicht zusammen darin wohnen oder wirken.<\/p>\n<p><strong>Eine neue Lebenskraft<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die ersten beiden Prozesse weit genug fortgeschritten sind, wird uns eine neue Lebenskraft geschenkt. Sie bezieht sich auf die Erneuerung des \u00c4therk\u00f6rpers. \u00c4ther ist unmittelbares Leben. Der alte \u00c4ther der verg\u00e4nglichen Natur ist mit \u00c4ngsten und oft blinder Selbstbehauptung verbunden. Der \u00c4ther der urspr\u00fcnglichen Natur ist Einheit, Werden, Vervollkommnung. Er ist gleichsam die Eintrittskarte in ein neues Lebensfeld. Doch auch diese Ver\u00e4nderung verlangt aufs Neue die Entscheidung: Wer bin ich, wer will ich sein? K\u00f6nnen wir die Weite und (Ich-) Leere, die mit dieser Wandlung einhergeht, als Wesensgrundlage annehmen? Bis hierhin schenkt sich die g\u00f6ttliche Kraft als Same, als Potenzial. Immer wieder. Mit ihrer Hilfe kann der Mensch zu einer fundamentalen Entscheidung reifen, das hei\u00dft zur v\u00f6lligen Hingabe seines Wesens, seines alten Selbst, an diesen Prozess der Wiedergeburt.<\/p>\n<p>Wenn der rechte Moment gekommen ist, erwacht der Geistfunke, das innereigene g\u00f6ttliche Prinzip, wieder zu autonomem Leben und somit zu seiner eigentlichen Macht. Er durchstrahlt das ganze Wesen und nimmt es in einen unumkehrbaren Umwandlungsprozess auf. Der Mensch ist wieder selbstsch\u00f6pferisch geworden. Er ist Herr seines Schicksals und B\u00fcrger zweier Welten \u2013 der ewigen und der zeitlichen. Er geht nun durch alle Welten hindurch zur\u00fcck zu seinem Urquell.<\/p>\n<p>Auf diesem Weg ist kein Mensch allein, denn wir werden von einem seelischen Feld getragen, das von allen gewoben wird, die den Weg gehen und gegangen sind. In diesem Feld sind Liebe und Freiheit vereint. Deshalb kann man es ein m\u00fctterliches Feld nennen: besch\u00fctzend und erm\u00f6glichend. Wir selbst lernen darin, die Frage, was wir als Individuum sind und sein wollen, t\u00e4glich neu zu beantworten. Wir lernen zu vertrauen. Und aus Offenheit und Liebe wird eines Tages Hingabe: Eine neue Geburt.<\/p>\n<p>Es erweist sich, dass die g\u00f6ttliche Liebe die gr\u00f6\u00dfte Macht ist. Sie tr\u00e4gt alles, duldet alles, n\u00e4hrt alles. Wenn sie schlie\u00dflich in einem Wesen erwachen kann, schenkt sie ihm die Kraft, alles zu verwirklichen, was Gott in sich beschlossen h\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a> Die k\u00f6rperliche Wiedergeburt bezieht sich auf die vollst\u00e4ndige Erneuerung des Mental-, Astral-, \u00c4ther- und auch Stoffk\u00f6rpers aus g\u00f6ttlichen Kr\u00e4ften. Dies nennen die Rosenkreuzer Transfiguration.<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":13336,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-91723","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/91723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13336"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91723"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=91723"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=91723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}