{"id":91708,"date":"2021-04-25T19:18:15","date_gmt":"2021-04-25T19:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/vom-sterben-am-rande-der-zeit-teil-3\/"},"modified":"2021-04-25T19:18:15","modified_gmt":"2021-04-25T19:18:15","slug":"vom-sterben-am-rande-der-zeit-teil-3","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/vom-sterben-am-rande-der-zeit-teil-3\/","title":{"rendered":"Vom Sterben am Rande der Zeit \u2013 Teil 3"},"content":{"rendered":"<p>Nach <a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/vom-sterben-am-rande-der-zeit-teil-2-0\">Teil 2<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Tot<strong> <\/strong><strong>SEIN<\/strong><\/p>\n<p>Kann man das: tot <strong>sein<\/strong>?<br \/>\nOder kann man nur sterben \u2013 und dann ist Schluss?<br \/>\nGibt es ein Bewusstsein unabh\u00e4ngig vom Gehirn?<br \/>\nNutzt das Bewusstsein unser Gehirn als Werkzeug?<\/p>\n<p>Dr. Eben Alexander erkrankte an einer bakteriellen Infektion des Gehirns und fiel innerhalb von 24 Stunden f\u00fcr sieben Tage ins Koma. W\u00e4hrend dieser Zeit war sein Neokortex au\u00dfer Funktion: \u201eDer Teil meines Gehirn, der &#8230; f\u00fcr den Aufbau der Welt verantwortlich war, in der ich lebte und mich bewegte, und daf\u00fcr, dass ich die Rohdaten, die \u00fcber meine Sinnesorgane hereinkamen, zu einem sinnvollen Universum zusammensetzen konnte, dieser Teil meines Gehirns war am Ende. Mein Gehirn hat nicht nur unzureichend gearbeitet, es hat \u00fcberhaupt nicht gearbeitet.\u201c Und so \u201emachte [er] Bekanntschaft mit einer Realit\u00e4t einer Bewusstseinswelt, die v\u00f6llig frei von den Beschr\u00e4nkungen meines physischen Gehirns existierte\u201c.<\/p>\n<p>Nach sieben Tagen kehrte er zur\u00fcck, und diese sieben Tage hatten sein Verst\u00e4ndnis der Welt, des Lebens, des Universums ver\u00e4ndert.<br \/>\nIm Buch <em>Blick in die Ewigkeit<\/em>&nbsp;[1] beschreibt er seine Erfahrungen:<\/p>\n<p>\u201eDieses Wissen jetzt weiterzugeben, f\u00fchlt sich etwa so an, als sei man ein Schimpanse, der einen einzigen Tag lang Mensch geworden ist, um alle Wunder menschlichen Wissens zu erfahren, und der dann zu seinen Schimpansenfreunden zur\u00fcckkehrt und ihnen verst\u00e4ndlich zu machen versucht, wie es war, mehrere romanische Sprachen zu sprechen, diverse Rechenarten zu beherrschen und \u00fcber das enorme Ausma\u00df des Universums Bescheid zu wissen.\u201c<br \/>\nDas, was er erlebt hat, hat nicht nur sein Verst\u00e4ndnis von Bewusstsein ver\u00e4ndert. Sein Begreifen der Welt, der Realit\u00e4t, sein Begreifen unseres Seins als Menschen hat eine tiefe Wandlung erfahren. Man sp\u00fcrt die Dringlichkeit, mit der er uns vermitteln m\u00f6chte, dass wir Vertrauen haben k\u00f6nnen \u2013 in das Leben und in den Tod.<br \/>\nDenn, so wurde ihm immer wieder versichert:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Du wirst geliebt und gesch\u00e4tzt.<br \/>\nDu hast nichts zu bef\u00fcrchten.<br \/>\nDu kannst nichts falsch machen.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eGott, das Om, hat Verst\u00e4ndnis mit unserer menschlichen Situation, [&#8230;] denn es wei\u00df, was wir vergessen haben, und versteht, was f\u00fcr eine schreckliche B\u00fcrde es ist, auch nur einen Moment ohne jede Erinnerung an das G\u00f6ttliche zu leben.\u201c \u201eWir haben den Kontakt zum tiefsten Mysterium im Zentrum unserer Existenz verloren: unserem Bewusstsein.\u201c \u201eUnser Leben hier unten mag uns unbedeutend vorkommen [&#8230;], aber es ist wichtig, denn hier ist es unsere Aufgabe, dem G\u00f6ttlichen entgegenzuwachsen [&#8230;], und dieses Wachstum wird [&#8230;] genau beobachtet.\u201c \u201eDas physische Universum ist nichts im Vergleich zu dem spirituellen Bereich, aus dem es hervorgegangen ist, dem Reich des Bewusstseins. [&#8230;] Dieses andere, gewaltigere Universum ist nicht weit weg. [&#8230;] es existiert einfach auf einer anderen Frequenz. [&#8230;] Gleiches versteht Gleiches. Sie m\u00fcssen sich f\u00fcr eine Identit\u00e4t mit dem Teil des Universums \u00f6ffnen, den Sie bereits besitzen, dessen Sie sich aber vielleicht nicht bewusst sind.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie bedingungslose Liebe und Akzeptanz, die ich auf meiner Reise erlebte, ist die wichtigste Entdeckung, die ich je gemacht habe oder machen werde.&#8220;<\/p>\n<blockquote>\n<p>O Tod, unser verh\u00fcllter Freund und<br \/>\nErzeuger von guten Gelegenheiten,<br \/>\nwenn du gedenkst das Tor zu \u00f6ffnen,<br \/>\ndann z\u00f6gere nicht, uns dies zuvor wissen zu lassen;<br \/>\ndenn wir geh\u00f6ren nicht zu jenen, die zur\u00fcckschrecken<br \/>\nvor seinem durchdringenden eisernen Knarren.<br \/>\n(Sri Aurobindo)<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3>Betrachtungen \u00fcber die Lebensreise<\/h3>\n<p>Nach einer mythischen \u00dcberlieferung aus dem alten \u00c4gypten stellt die Sphinx dem Wanderer drei Fragen, die er beantworten muss, ehe sie ihm Durchlass gew\u00e4hrt:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Woher kommst du?<br \/>\nWarum bist du hier?<br \/>\nWohin gehst du?<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Was aber k\u00f6nnen wir sterbliche Menschen \u2013 mit unserem begrenzten Bewusstsein \u2013 wirklich \u00fcber Ursprung, Sinn und Ziel unserer Lebensreise wissen?<br \/>\nM\u00fcssen wir irgendwelchen Gurus und Dogmen Glauben schenken?<br \/>\nGibt es eine kraftvolle innere Vision, die unsere Schritte leitet, auch auf dunklen und unsicheren Wegstrecken?<\/p>\n<p>Fern\u00f6stliche Weisheitslehren und auch das fr\u00fche Christentum k\u00fcnden davon, dass der Mensch nicht nur eine irdische Existenz lebt. In einer ganzen Reihe von Wiederverk\u00f6rperungen kann er die Erfahrungsernte aus einem jeweiligen Erdenleben mit ins n\u00e4chste nehmen. Wozu?<\/p>\n<p>Um \u201ealte Schulden zu tilgen\u201c, um Vers\u00e4umnisse und Fehler aus fr\u00fcheren Leben auszugleichen \u2013 und wom\u00f6glich andere, neue Fehler zu begehen?<br \/>\nUm \u00fcber viele Inkarnationen hinweg immer mehr Wissen anzuh\u00e4ufen oder sein Wesen zu verfeinern und zu \u201eperfektionieren\u201c? Um immer aufs Neue geboren zu werden und zu sterben \u2013 immer wieder die Aufl\u00f6sung alles Pers\u00f6nlichen zu erleiden?<\/p>\n<p>Gibt es in mir etwas, das mich dazu dr\u00e4ngt, solche Fragen zu stellen? Ein Wissen, das zeitlos ist und vielleicht sogar alle Kenntnisse und Erfahrungen der kollektiven Menschheit \u00fcber die Zeiten hinweg \u00fcbersteigt?<\/p>\n<p>Auf alt\u00e4gyptischen Bildtafeln k\u00f6nnen wir sehen, wie Anubis und Thot das Herz eines Verstorbenen wiegen. Kann ein Mensch nach Beendigung seines Erdendaseins etwas vorweisen, das \u2013 aus h\u00f6herer, geistiger Sicht \u2013 Wert und Bestand hat?<\/p>\n<p>Die Weisheitslehren der Gnostiker und Rosenkreuzer sprechen von einem ewigen Prinzip, das \u2013 zun\u00e4chst latent \u2013 im Menschen wirksam ist, einem Geistfunken oder einer \u201eRose des Herzens\u201c. Es birgt die Erinnerung an eine g\u00f6ttliche Herkunft. An die uralte Verhei\u00dfung, dass es einen Weg hinaus aus dem endlosen Kreislauf von Geburt, Tod und Wiederverk\u00f6rperung gibt. Durch einen geheimnisvollen Prozess der Transfiguration kann sich das Seelenwesen von Grund auf verwandeln, so dass sich ihm \u2013 wie in Jakobs Traumvision in dem Bild von William Blake \u2013 der Aufstieg zu einer lichtvollen g\u00f6ttlichen Welt \u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Angst \u2013 die Furcht vor dem Tod \u2013 unterbindet Freiheit. Wenn wir uns der Sphinx vertrauensvoll n\u00e4hern und die Antwort auf ihre Fragen dem tiefen Weisheitsquell in uns \u00fcbergeben, k\u00f6nnen wir mit froher Zuversicht im Herzen an dem H\u00fcter der Schwelle vorbeiziehen.<br \/>\nUnd wir k\u00f6nnen \u2013 wenn die Zeit f\u00fcr uns gekommen ist \u2013 wie Paulus jubeln: \u201eTod, wo ist dein Stachel? Der Tod wird verschlungen in den Sieg!\u201c<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt in <a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/vom-sterben-am-rande-der-zeit-teil-4\">Teil 4<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Quelle:<\/h3>\n<p>[1] Eben Alexander,&nbsp;<em>Blick in die Ewigkeit<\/em>&nbsp;, Ansata Verlag, M\u00fcnchen 2012<\/p>\n<p>Amerikanisches Original:&nbsp;<em>Proof of Heaven.<\/em>&nbsp;Simon &amp; Schuster, New York 2012<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":13310,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-91708","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/91708","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91708"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=91708"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=91708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}