{"id":91270,"date":"2020-12-08T19:42:57","date_gmt":"2020-12-08T19:42:57","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/die-magie-der-bilder-teil-2\/"},"modified":"2020-12-08T19:42:57","modified_gmt":"2020-12-08T19:42:57","slug":"die-magie-der-bilder-teil-2","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/die-magie-der-bilder-teil-2\/","title":{"rendered":"Die Magie der Bilder \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt aber auch Bilder, die uns helfen k\u00f6nnen. In Mozarts Oper <em>Die Zauberfl\u00f6te<\/em> singt Tamino:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Dies Bildnis ist bezaubernd sch\u00f6n,<\/p>\n<p>wie noch kein Auge je gesehn.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Dies singt er, beim Betrachten des Bildnisse der Pamina.<\/p>\n<p>Die Worte &#8222;Wie noch kein Auge je gesehn&#8220; d\u00fcrfen wir w\u00f6rtlich nehmen, denn es ist nicht mit den Augen zu sehen, es ist ein inneres Bild. Dieses Bild erweckt die Sehnsucht, mit ihm vereint zu sein. F\u00fcr Tamino ist es ein Schl\u00fcsselerlebnis, das ihn im Verlauf der Geschichte vor die Pforten des Tempels der Weisheit f\u00fchrt. Er findet Pamina, die Tiefe der eigenen Seele. Und nach weiteren Pr\u00fcfungen werden Pamina und Tamino schlussendlich in den Tempel eingelassen.<\/p>\n<p>In der <em>Zauberfl\u00f6te<\/em> geht es um die Umkehr und Verwandlung unseres naturhaften Zustandes in den geistigen Zustand der Erleuchtung. Der Prozess wird von Sarastro geleitet, dem sonnenhaften Element in uns.<\/p>\n<p>Wesentlich ist die Tatsache der Verwandlung. Genau so, wie es im 1. Korinther Kap. 15, 50-52 steht: &#8222;Ihr werdet verwandelt werden.&#8220; Das ist der Schl\u00fcssel: die Verwandlung. Der uns verwandelnde Faktor, der dem Bewusstsein die Impulse gibt, muss ihm vorangehen.<\/p>\n<p><strong>Die K\u00f6nigin der Nacht \u00fcberwinden<\/strong><\/p>\n<p>Die &#8222;K\u00f6nigin der Nacht&#8220; stellt in der Oper die Empfindungswelt dar, die uns gefangen h\u00e4lt, die Welt der kollektiven \u201eBubbles\u201c. Sie ist rachs\u00fcchtig und tobt vor Eifersucht, wenn wir uns ihr entziehen wollen, wenn wir uns dazu entschlie\u00dfen, dem inneren Bild zu folgen. Rachsucht, Hass, Wut, Leidenschaften k\u00f6nnen in uns entfacht werden. Wir sind dann noch nicht im Tempel der Weisheit. Der Prozess der Verwandlung kann erst beginnen, wenn wir unter diesem Zustand leiden.<\/p>\n<p>Drei Knaben aus der Luft, mit je einem silbernen Palmzweig in der Hand, leiten Tamino bei seiner Suche nach Pamina. Sie machen ihm Mut und singen:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Zum Ziele f\u00fchrt dich diese Bahn,<br \/>\nDoch musst du, J\u00fcngling, m\u00e4nnlich siegen,<br \/>\nDrum h\u00f6re unsere Lehre an:<br \/>\nSie standhaft, duldsam und verschwiegen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Damit wird die Methode angedeutet, sich aus der Sph\u00e4re der K\u00f6nigin der Nacht herauszuarbeiten. Und zu dieser Sph\u00e4re k\u00f6nnen auch die Bilder des &#8222;magischen Spiegels&#8220;, der Bildschirme, geh\u00f6ren, wenn wir sie nicht zu Informationszwecken oder f\u00fcr unsere t\u00e4gliche Arbeit gebrauchen. Spiegel haben fr\u00fcher ihre spiegelnde Eigenschaft von einer Beschichtung mit Silber, dem Metall des Mondes, erhalten.<\/p>\n<p>Das weitverzweigte Netz, die Matrix mit ihren vielen Knotenpunkten und myriaden Verbindungen, ist das Werkzeuge der kollektiven Astralsph\u00e4re, der Welt der Empfindungen. In ihren Netzen sind wir gefangen.<\/p>\n<p>&#8222;Sei standhaft, duldsam und verschwiegen&#8220;: richte deinen Blick auf das Bildnis im Inneren, auf &#8222;Pamina&#8220;, und lass es durch nichts \u00fcberlagern und verdecken. Die Liebe dazu l\u00e4sst dich &#8222;m\u00e4nnlich&#8220; siegen. Ob Frau oder Mann, lass dich leiten durch die Liebe zu dem innerlichen Bild.<\/p>\n<p>Kommt unser aufgew\u00fchltes Gef\u00fchlsleben so durch die Tat der Wahl und durch die Liebe zum inneren Bildnis endlich zur Ruhe und lagert sich vieles ab, dann k\u00f6nnen wir unseren ersten Atemzug in frischer, reiner Luft tun, und gro\u00dfe Freude breitet sich aus.<\/p>\n<p>So wird der Weg zum Vorhof des Tempels gegangen.<\/p>\n<p><strong>Pamina &#8211; die Lotusbl\u00fcte<\/strong><\/p>\n<p>Man kann Pamina auch mit dem \u201eLotus\u201c vergleichen, der sich in unserem Innern entfaltet. Er besitzt reine wei\u00dfe Bl\u00fctenbl\u00e4tter, an denen durch die spezielle Beschichtung nichts mehr haften bleiben kann. \u2026<\/p>\n<p>Die Wurzeln des Lotus zeigen riesige Hohlr\u00e4ume, wenn man sie im Querschnitt sieht. Durch sie pumpt die Pflanze Sauerstoff in den T\u00fcmpel, in dem sie w\u00e4chst. Sauerstoff, Sinnbild f\u00fcr den Geist, gelangt in den \u201eT\u00fcmpel\u201c, aus dem sie in uns emporw\u00e4chst. Es sind die R\u00e4ume unseres bisherigen Bewusstseins, vermischt mit dem Kohlenstoff der formgebenden biologischen Existenz.<\/p>\n<p>Durch das geistige Bewusstsein, das in uns heranw\u00e4chst, k\u00f6nnen wir den ersten, befreienden Atemzug tun, der Sonne entgegen. Das Fenster der Seele wird gereinigt und erlaubt eine ungetr\u00fcbtere Sicht. So k\u00f6nnen wir vielleicht ein bisschen von der Wahrheit begreifen, wie die Sch\u00f6pfung, in der wir leben, aufgebaut ist und eventuell sogar mehr als nur drei Dimensionen \u00fcberblicken und uns ein wenig darin bewegen.<\/p>\n<p>Bleiben wir so, mit glasklarer Seele, gerichtet auf die Bilder aus dem Feuer und Licht der geistigen Sonne, werden diese in die dunkelsten Ecken und Winkel unseres Innern gesendet. Unser ganzes Wesen beginnt, in der Reinheit des Geistes zu vibrieren. In einem griechischen Mythos leitet Herakles einen Strom in den Augias-Stall hinein, um ihn zu reinigen.<\/p>\n<p>Dies k\u00f6nnen wir erm\u00f6glichen. Niemand anders kann es f\u00fcr uns tun.<\/p>\n<p>Denn es geht um Pamina, das Bild unserer Seele, die ins G\u00f6ttliche reicht.<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":11538,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-91270","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/91270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91270"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=91270"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=91270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}