{"id":90962,"date":"2020-09-22T18:11:59","date_gmt":"2020-09-22T18:11:59","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/es-gibt-keine-materie-an-sich-einige-gedanken-uber-biologische-transmutation-teil-1\/"},"modified":"2020-09-22T18:11:59","modified_gmt":"2020-09-22T18:11:59","slug":"es-gibt-keine-materie-an-sich-einige-gedanken-uber-biologische-transmutation-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/es-gibt-keine-materie-an-sich-einige-gedanken-uber-biologische-transmutation-teil-1\/","title":{"rendered":"\u201eEs gibt keine Materie an sich&#8220;. Einige Gedanken \u00fcber biologische Transmutation \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Es lohnt sich, dem zitierten Satz, den Max Planck 1944 w\u00e4hrend eines Vortrags in Florenz aussprach, weiter nachzugehen. Er sagte damals u.a.:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Meine Herren, als Physiker, der sein ganzes Leben der n\u00fcchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, f\u00fcr einen Schwarmgeist gehalten zu werden.<\/p>\n<p>Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses:<\/p>\n<p><em>Es gibt keine Materie an sich.<\/em><\/p>\n<p>Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt [&#8230;] so m\u00fcssen wir hinter dieser Kraft einen bewu\u00dften intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber verg\u00e4ngliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche \u2013 denn die Materie best\u00fcnde ohne den Geist \u00fcberhaupt nicht -, sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!<\/p>\n<p>Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugeh\u00f6rt, m\u00fcssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein k\u00f6nnen, sondern geschaffen werden m\u00fcssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Sch\u00f6pfer ebenso zu benennen, wie ihn alle Kulturv\u00f6lker der Erde fr\u00fcherer Jahrtausende genannt haben: Gott!<\/p>\n<p>Damit kommt der Physiker, der sich mit der Materie zu befassen hat, vom Reiche des Stoffes in das Reich des Geistes. Und damit ist unsere Aufgabe zu Ende, und wir m\u00fcssen unser Forschen weitergeben in die H\u00e4nde der Philosophie. [1]<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit seiner Aussage \u201eEs gibt keine Materie <em>an sich<\/em>&#8220; will Max Planck sicher nicht die Existenz von Materie verneinen, sondern ausdr\u00fccken, dass es keine von allem Bezug losgel\u00f6ste Materie gibt.<\/p>\n<p>Ist seine Aussage, die ja inzwischen \u00fcber 70 Jahre alt ist, noch g\u00fcltig, oder kann man sie abtun als Aussage eines alten, altersweisen Mannes, der den neusten Erkenntnissen nicht mehr folgen wollte oder konnte? Planck war zu der Zeit immerhin bereits 86 Jahre alt. Oder m\u00fcssen wir sie vielmehr als Quintessenz seines ganzen Forscherlebens verstehen, die es wert ist, sich mit ihr zu befassen? Denn seine Aussage steht durchaus nicht isoliert da, sondern stimmt gleichsam im Kern mit denen anderer Geistesgr\u00f6\u00dfen v\u00f6llig \u00fcberein.<\/p>\n<p>In dem zitierten ersten Satz \u201e&#8230; durch eine Kraft, welche die Atomteilchen<strong> <\/strong><em>in Schwingung bringt<\/em>&#8220; weist er wie nebenbei auf eine ganz entscheidende Natur der Atome hin: dass sie aus Schwingung bestehen, ja Schwingung sind.<\/p>\n<p>Noch eindeutiger als Max Planck beschreibt Rudolf Steiner das Wesen der Materie als Erscheinungsform des Geistes:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Und dann wird man noch weitergehen m\u00fcssen, dass man in allem Verdichteten und Gebildeten Geist zu sehen hat. Materie gibt es nicht! Was Materie ist, verh\u00e4lt sich zum Geist wie Eis zum Wasser. L\u00f6sen Sie das Eis auf, so gibt es Wasser. L\u00f6sen Sie Materie auf, so verschwindet sie als Materie und wird Geist. Alles, was Materie ist, ist Geist, ist die \u00e4u\u00dfere Erscheinungsform des Geistes. [2]<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-63658\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Steiner.png\" alt=\"\" title=\"\" width=\"300\" height=\"286\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Steiner.png 300w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Steiner-24x24.png 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Steiner-36x34.png 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Steiner-48x46.png 48w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Skizze von Rudolf Steiner: Das Atom als Ergebnis einander begegnender Kr\u00e4fterichtungen<\/p>\n<p>Und in einer anderen Ansprache beschreibt Steiner ganz deutlich die Begrenzungen, die durch eine materialistische Atomtheorie zwangsl\u00e4ufig aufgebaut werden:<\/p>\n<blockquote>\n<p>Die Ursachen, welche die Physiker und Chemiker zu den Erscheinungen hinzudenken, sind aber nichts anderes als Gedankenbilder. Denn bewegte Atome, Molekularkr\u00e4fte usw. sind Vorstellungen, welche aus der gew\u00f6hnlichen Sinnenwelt entlehnt und in eine nicht sinnlich wahrnehmbare Welt hineingedichtet sind. Wenn der Physiker an solche Erdichtungen glaubt als an wahre Wirklichkeiten, so huldigt er einem Aberglauben, der in vieler Hinsicht tiefer steht als die Fetischanbetung niederer sogenannter Naturv\u00f6lker. Unsere gegenw\u00e4rtige Naturwissenschaft, sofern sie Theorien baut und sich nicht auf die blo\u00dfe Beobachtung beschr\u00e4nkt, ist voll von G\u00f6tzendienst und Aberglauben. Nichts weiter als Aberglaube ist die Atomtheorie, wenn sie als mehr genommen wird denn als eine vorl\u00e4ufige, brauchbare Arbeitshypothese. [3]<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Wenn man diesen Ausspruch auf sich wirken l\u00e4sst, wird klar, dass Geist und Materie so eng verbunden sind wie Licht und Schatten, wie Wasser und Eis. Was wir Atome nennen, sind hiernach Konzentrationspunkte des Geistes, die sich nach bestimmten universellen Gesetzen gebildet haben und die g\u00f6ttliche Ordnung offenbaren. Atome sind nicht nur einfach Bausteine im Universum, sondern dar\u00fcber hinaus Potentialit\u00e4ten f\u00fcr weitergehende, k\u00fcnftige Offenbarungsformen.<\/p>\n<p>Wenn Menschen diese Ordnung nicht kennen, liegt es nahe, dass sie in ihrem Experimentier- und Forscherdrang beginnen, die Atomspaltung k\u00fcnstlich hervorzurufen oder sogar die Atomkerne zu zertr\u00fcmmern. Das ist sehr bedauerlich, denn dadurch wird eine k\u00fcnftige Entwicklung elementar negativ beeinflusst. Es ist zu hoffen, dass eine k\u00fcnftige Generation die Sch\u00e4dlichkeit dieser Aktivit\u00e4ten erkennen und sie beenden wird. Ein erster Schritt war der Entschluss, die Atomkraftnutzung in Deutschland zu beenden.<\/p>\n<p>Der Quantenphysiker Hans-Peter D\u00fcrr, ein langj\u00e4hriger enger Mitarbeiter von Wermer Heisenberg, einem der Pioniere der modernen Quantenphysik, bringt es auf den Punkt:<\/p>\n<blockquote>\n<p>In der schwerer begreifbaren Tiefe sind in der Welt des Kleinsten die \u201aDinge\u2019 \u00fcberhaupt keine Dinge \u2013 deshalb will die Revolution nicht in die K\u00f6pfe: Es gibt keine Dinge, es gibt nur Form- und Gestaltver\u00e4nderung. Die Materie ist nicht aus Materie zusammengesetzt, sondern aus reinen Gestaltwesen und Potentialit\u00e4ten. [&#8230;]<\/p>\n<p>\u201eDas ist wie beim Geist; im Grunde gibt es nur Geist, aber er verkalkt, und wir nehmen nur den Kalk wahr, als Materie.&#8220; [4]<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Rudolf Steiner beschreibt das Wesen der Atome noch weiter, indem er ihnen starre, also technisch-physikalisch identische Eigenschaften abspricht, und ihnen stattdessen eine gewisse \u201eSchwankungsbreite&#8220; zukommen l\u00e4sst. Anl\u00e4sslich eines Vortrags am 13. M\u00e4rz 1920 in Stuttgart sagte er:<\/p>\n<blockquote>\n<p>W\u00fcrde man den Zustand, der die Atomgewichtszahl repr\u00e4sentiert, festhalten wollen, so m\u00fcsste man hier eine pendelnde Bewegung, nicht einen Punkt zeigen. Und wir d\u00fcrften das periodische System auch nicht so beschreiben, wie es ist, sondern in Zitterbewegungen m\u00fcssten wir es haben, in innerer Zitterbewegung. Es ist so, da\u00df wir durchaus nicht sagen k\u00f6nnen, aus dem Atomgewicht gehe hervor, dass wir es nun wirklich zu tun haben mit festen Elementen. Diese Vorstellung eines starren Atoms [ist nicht haltbar]. Diese Starrheit ist schon, wo das Element entsteht, nicht vorhanden.<\/p>\n<p>Es gibt geradeso wenig Atomgewichte, wie es beim Weizenkorn eine bestimmte Gr\u00f6\u00dfe gibt. Es gibt nat\u00fcrlich f\u00fcr das Weizenkorn eine mittlere Gr\u00f6\u00dfe, aber die Gr\u00f6\u00dfe schwankt hin und her. So ist es auch mit dem Atomgewicht; es ist nur ein Mittelzustand. [5]<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Das bekannte Atommodell von Rutherford und Bohr mit den um den Kern kreisenden Elektronen hat nat\u00fcrlich auch seine richtigen Aspekte. Besonders einleuchtend und einpr\u00e4gsam ist die Analogie zu den um die Sonne kreisenden Planeten. Nur die Betrachtung des Kerns als eigentliche, feste Materie, in der die \u201eSchwere&#8220; sich manifestiert, f\u00fchrt in eine Sackgasse. So wie sich in der Sonne das geistige Prinzip des Lebens offenbart, muss auch der Atomkern als die Konzentration des geistigen Prinzips gesehen werden.<\/p>\n<p>Dieses Wissen ist uralt. In der Bhagavadgita wird den Pilgern angeraten \u201esich von der Illusion der Materie und ihrer Scheinwelt zu befreien&#8220;:<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt in <a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/es-gibt-keine-materie-sich-wie-sich-der-natur-elemente-verwandeln-teil-2\">Teil 2<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literaturnachweise::<\/p>\n<p>[1] Archiv zur Geschichte der Max-Planck-Gesellschaft, Dept. Va, Rep. 11 Planck, No. 1797<\/p>\n<p>[2] anthrowiki.at: GA 056, p. 59<\/p>\n<p>[3] anthrowiki.at: GA 34, p. 383ff<\/p>\n<p>[4] anthrowiki.at H.-P. D\u00fcrr 1998<\/p>\n<p>[5] anthrowiki.at: GA 73a, p. 490<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":10322,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110088],"tags_english_":[],"class_list":["post-90962","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-science-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90962"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90962"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}