{"id":90892,"date":"2020-08-20T07:12:36","date_gmt":"2020-08-20T07:12:36","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/der-patient-sei-sein-eigener-arzt-teil-1\/"},"modified":"2020-08-20T07:12:36","modified_gmt":"2020-08-20T07:12:36","slug":"der-patient-sei-sein-eigener-arzt-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/der-patient-sei-sein-eigener-arzt-teil-1\/","title":{"rendered":"\u201eDer Patient sei sein eigener Arzt\u201c \u2013 Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>A.P.: Wenn wir \u00fcber das Thema \u201eKrankheit, Gesundheit, Heilung\u201c sprechen, dann m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich auch \u00fcber den Menschen sprechen: Was ist der Mensch? Das hei\u00dft, dass wir alle geistigen und seelischen Aspekte des Menschen in unser Gespr\u00e4ch mit einbeziehen. Du schreibst auf Deiner Website, dass Gesundheit ein harmonischer Fluss von Kr\u00e4ften ist. Bezieht sich das f\u00fcr Dich auch auf seelische Aspekte oder worum geht es dabei?<\/p>\n<p>K.B.: Es gibt immer nur ein Kommen und Gehen, es geht immer um ein In-Fluss-sein, es geht immer um dieses ber\u00fchmte <em>panta rhei<\/em>, das Gut-im-Fluss-sein zwischen Kr\u00e4ften, die wir zu uns nehmen und Kr\u00e4ften, die wieder von uns weggehen. Und das hat nat\u00fcrlich etwas zu tun mit allen Ebenen des menschlichen Daseins, mit der Seele genauso wie mit dem K\u00f6rper. Und der K\u00f6rper ist ja letztendlich nichts anderes als ein Ausdrucksmittel, ein Ausdruck aller seelischen Komponenten. Das hei\u00dft, sind wir auf der seelischen Ebene eins mit dem Kern unseres Lebens, mit dem Plan, der uns zugrunde liegt, so k\u00f6nnen wir von einer Harmonie der Seele sprechen und dann wird auch der K\u00f6rper entsprechend reagieren, wird der K\u00f6rper ein Ausdrucksmittel davon sein k\u00f6nnen. Und Gesundheit ist auf der k\u00f6rperlichen Ebene etwas sehr Relatives, denn der K\u00f6rper kann eigentlich nicht wirklich gesund sein, sondern der K\u00f6rper ist ein st\u00e4ndiges Kommen und Gehen.<\/p>\n<p><em>Wenn alles einigerma\u00dfen in Fluss ist, sagen wir gesund dazu. <\/em><\/p>\n<p>Wirklich gesund kann nur die Seele sein, die Seele, die durch einen gro\u00dfen Reifungs- und Ver\u00e4nderungsprozess hindurch geht und dann tats\u00e4chlich eins wird mit diesem geistigen Auftrag, der dem Menschen als Individuum und auch als Kollektiv, der Menschheit, zugrunde liegt.<\/p>\n<p><strong>Die Pers\u00f6nlichkeit \u2013 eine Eigenschaft der Seele <\/strong><\/p>\n<p>A.P.: Du sagst, der K\u00f6rper als solcher kann gar nicht wirklich 100-prozentig gesund sein, hier gebe es immer nur sehr Relatives. Hat das etwas damit zu tun, dass der K\u00f6rper dem Seelisch-Geistigen, weil er dichter und tr\u00e4ger ist nicht so flexibel folgen kann?<\/p>\n<p>K.B.: Krishnamurti hat einen sehr sch\u00f6nen Ausdruck gew\u00e4hlt f\u00fcr das, was der K\u00f6rper ist, n\u00e4mlich \u201edie Eigenschaft\u201c. Also die Pers\u00f6nlichkeit ist die Eigenschaft, und als Krishnamurti so um die 90 Jahre alt geworden ist, hat er gesagt: die Eigenschaft wird jetzt bald aufgel\u00f6st, oder so \u00e4hnlich. Das hei\u00dft, der K\u00f6rper ist einfach ein Werkzeug, unser Werkzeug, um uns auszudr\u00fccken in der materiellen Natur, um unsere Aufgaben zu erf\u00fcllen, um in Kontakt zu bleiben mit unserer Umgebung; das ist der K\u00f6rper, also eigentlich ausschlie\u00dflich eine Eigenschaft der Seele.<\/p>\n<p><em>Wenn wir zu stark orientiert sind von unserer Seele auf das K\u00f6rperliche, d.h. wenn uns das K\u00f6rperliche zu wichtig wird, das \u00c4u\u00dfere, das Materielle zu wichtig wird, dann verlassen wir das Einfache und es wird kompliziert. <\/em><\/p>\n<p>Wenn wir hingegen auf das Seelische, auf das Geistige in uns und um uns orientiert sind, und unsere Seele mit diesem Geistigen mitzuschwingen beginnt, dann verstehen wir, dass der K\u00f6rper nichts anderes sein kann, als ein Ausdrucksmittel, das irgendwann einmal kommt und irgendwann wieder mal gehen muss. Und das ist dann eigentlich der gesunde Stoffwechsel, wenn uns wirklich bewusst wird, dass das geistige Prinzip hinter allem steht und unsere Seele mit diesem geistigen Prinzip mitzuschwingen beginnt. Das geistige Prinzip hat auch einen alten Namen, und zwar: <em>Freude, sch\u00f6ner G\u00f6tterfunke<\/em> \u2026, und wenn unsere Seele sich an diesen G\u00f6tterfunken zu wenden beginnt und \u201eja\u201c zu diesem G\u00f6tterfunken zu sagen beginnt, mehr oder weniger ununterbrochen auf dieses intuitive Element zu h\u00f6ren beginnt, dann wird alles sich sehr gut und sehr sinnvoll regulieren \u2013 auch im K\u00f6rperlichen. Und vor allem wissen wir dann auch, und jetzt kommt ein ganz wesentlicher Punkt, dann wissen, dann erf\u00fchlen wir,<\/p>\n<p><em>dass all unsere k\u00f6rperlichen Geschehen nichts anderes als Reinigungsprozesse sind. Reinigungsprozesse f\u00fcr den K\u00f6rper wie auch f\u00fcr die Seele. <\/em><\/p>\n<p>A.P.: K\u00f6nnte man das so sehen, dass man sowohl bei der Krankheit als auch bei der Heilung einen gemeinschaftlichen Weg von K\u00f6rper und Seele vor sich sieht?<\/p>\n<p>K.B.: Es geht nicht anders, dabei muss absolut immer die Seele vorangehen. Was ist die Seele? Wenn wir wollen, ist die Seele unser Bewusstsein. Und das alte Axiom aus der Universellen Lehre, das sagt: Bewusstseinszustand ist Lebenszustand, das gilt f\u00fcr alles und immer. Wenn wir uns da ganz hinein begeben in ein Ja, in ein Annehmen, dann wird sich auch alles bei uns er\u00f6ffnen. Pl\u00f6tzlich werden wir verstehen, warum dies, das, jenes ist. Und wenn wir es nicht verstehen, dann tragen wir es mit, weil wir es annehmen. \u201eJa\u201c zu allem, was ist. Und da f\u00e4llt uns dann auch dieser Satz von Paulus ein, der da hei\u00dft: \u201eSeid dankbar in allem.\u201c Und dankbar in allem hei\u00dft: dankbar in allem. Und Punkt.<\/p>\n<p><em>Dankbarkeit ist eigentlich eine ganz gro\u00dfe, eine heilsame Kraft f\u00fcr unsere Seele, und wie soll unser K\u00f6per anders als harmonisch darauf reagieren?<\/em><\/p>\n<p><strong>Der Arzt \u2013 dein Helfer<\/strong><\/p>\n<p>A.P.: Ich glaube, das f\u00fchrt auch schon hin zu dem, was f\u00fcr mich ein ganz zentraler Satz ist von Paracelsus und der dir, glaube ich, auch wichtig ist: \u201eDer Patient sei sein eigener Arzt und der Arzt dessen Helfer.\u201c Das ist die offene T\u00fcr in die Autonomie, und ich meine, dass diese Autonomie mit dem Annehmen anf\u00e4ngt, mit dem Hinschauen, mit dem Akzeptieren dessen, was ist. Nur wenn ich\u2019s akzeptiere, kann ich\u2019s \u00fcberhaupt richtig gut sehen.<\/p>\n<p>K.B.: Ja, absolut. So ist es. Und zwar dieses: Der Patient sei sein Arzt, der Arzt dessen Helfer. Und dieses Axiom ist 500 Jahre alt. Paracelsus war der Er\u00f6ffner f\u00fcr die n\u00f6rdliche Renaissance, er hat die Br\u00fccke geschlagen von Italien in den Norden, und er hat eigentlich alles schon damals vor 500 Jahren vor die Menschen gestellt, was im Augenblick aktuell zu werden beginnt, n\u00e4mlich nicht nur f\u00fcr Einzelne, sondern auch f\u00fcr viele. Und das ist diese Notwendigkeit, dass ein Mensch, der tats\u00e4chlich genesen will, autonom f\u00fcr sich werden muss, sprich: sein eigener Arzt werden muss. Das ist das Wesentlichste.<\/p>\n<p><em>Alle Menschheitslehrer in den letzten ein-, zweihundert Jahren haben immer den Menschen dahin gedr\u00e4ngt, f\u00fcr sich die Verantwortung zu \u00fcbernehmen, f\u00fcr sich und seinen unmittelbaren und auch mittelbaren Lebenskreis und damit auch f\u00fcr die ganze Menschheit, damit alle Genesungsprozesse in der eigenen Seele lebendig werden k\u00f6nnen. Und der K\u00f6rper wird im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten mitmachen.<\/em><\/p>\n<p>(wird fortgesetzt in <a href=\"https:\/\/www.logon.media\/de\/der-patient-sei-sein-eigener-arzt-teil-2\">Teil 2<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":10058,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-90892","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90892","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90892"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90892"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}