{"id":90455,"date":"2020-04-23T04:40:30","date_gmt":"2020-04-23T04:40:30","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/es\/"},"modified":"2020-04-23T04:40:30","modified_gmt":"2020-04-23T04:40:30","slug":"es","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/es\/","title":{"rendered":"ES"},"content":{"rendered":"<p>Nach einigem Nachdenken sickern diese Gedanken Lao-Tses ins Herz. Der Verstand mag sie f\u00fcr eine hochtrabende Metapher halten. Das Herz entdeckt die Wahrheit in ihnen, eine Wahrheit, die das Gewicht der Erde mit dem Licht der Sonne vereint, eine Wahrheit, die es zu verstehen und umzusetzen gilt, wenn wir eine gro\u00dfe Sehnsucht nach der Stille und dem Einssein der Dinge versp\u00fcren. Wenn der Geist still wird, vermag das Herz zu tanzen, vereint mit dem Rhythmus der Welt.<\/p>\n<p>Der Weise Nisargadatta Maharaj lehrte, dass es m\u00f6glich ist, \u00fcber die Tendenz, andere Menschen, ihre Ansichten und Lebenserfahrungen zu m\u00f6gen oder abzulehnen, hinauszuwachsen und dass uns dies zu tiefer Liebe f\u00fchrt. Rudolf Steiner riet seinen Sch\u00fclern, zu lernen, den Meinungen anderer Menschen tief zuzuh\u00f6ren, ohne eine Position einzunehmen und f\u00fcr oder gegen sie Stellung zu beziehen. Tiefes Zuh\u00f6ren, ohne zu urteilen, f\u00fchrt uns dazu, uns in einen anderen Menschen einzuf\u00fchlen und die Trennung zwischen uns und anderen zu \u00fcberwinden. Wir erlangen die F\u00e4higkeit, die Seele eines anderen wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Wo Bewunderung oder Abscheu vorherrschen, da regiert das Ich. Der Mangel an Kontakt mit der Quelle der Stille, unserem tiefsten Wesen, f\u00fchrt zu unausgewogenen Polarit\u00e4ten. &nbsp;Unser Bewusstsein ist dann vom Stamm der Ewigkeit abgeschnitten; es gleicht einem Ast, den die rauen Wasser des Flusses mal an das eine und dann wieder an das andere Ufer werfen. So fallen wir von einem Extrem ins andere, gelangen von Freude zu Abscheu und erzeugen Leid f\u00fcr uns selbst und andere.<\/p>\n<p>Ist die Liebe einer von zwei Polen? Es gibt die LIEBE und die Liebe. Die Quelle der kleinen Liebe sind Mangel, Not und Hunger. Die kleine Liebe entsteht aus Abh\u00e4ngigkeit und auch aus Dankbarkeit, wenn jemand kommt und ihr Nahrung gibt. Sie ist verletzlich; immer gibt es jemanden, der sie verletzen kann. Deshalb ist sie im Innern mit dem Hass verbunden, der Waffe der Schwachen.<\/p>\n<p>Die Quelle der Gro\u00dfen Liebe ist die F\u00fclle. Sie flie\u00dft aus der Verbindung mit der Quelle des Lebens, in der alle Potentiale vorhanden sind. Gro\u00dfe Liebe n\u00e4hrt und erf\u00fcllt. Sie vereinigt die Pole. Sie ist ein Strom, der alles erfassen und zur Quelle lenken m\u00f6chte. Eine Freude, die sich ausbreiten will und deshalb ihre Samen in die Herzen aller Wesen s\u00e4t. Sie wartet geduldig darauf, dass die Samen aufgehen und der Raum vor Gl\u00fcck schwingt.<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfe Liebe sieht \u00fcberall Sch\u00f6nheit und das Potential der Sch\u00f6nheit. Sie hat die Vollkommenheit ausges\u00e4t. In unseren Herzen befindet sich eine Pforte zur Gro\u00dfen Liebe. Unsere kleine Liebe kann zur Gro\u00dfen Liebe werden, wenn wir die Nahrung f\u00fcr sie in uns selbst suchen. Dann erlebt unser Herz das \u201eSo-Sein&#8220; der Existenz und es erkennt alles an, was lebt.<\/p>\n<p>Ohne Worte, die die Dinge gefangen halten und sich Formen aus dem Gewebe der Ewigkeit herausschneiden, gelangt das Herz in die Lage, intuitiv den Wert von allem, was ist, zu erkennen und zu f\u00fchlen, die Einheit von allem, was ist.<\/p>\n<p>Es ist einfacher, die Abwesenheit von Trennung zu erleben, wenn man einsam ist, schwieriger ist es, wenn man sich unter Menschen befindet. Doch gerade im Kontakt mit anderen erleben wir, was in uns noch klein ist und der Heilung bedarf.<\/p>\n<p>Gibt es eine Notwendigkeit, der buddhistischen Methode zu folgen: \u201eFolge dem Herzen und nicht dem Prinzip&#8220;? Es gibt Situationen, in denen wir die Regeln \u00fcberschreiten m\u00fcssen. Stellen wir uns vor, wir sind im Wald, und ein Reh kreuzt unseren Weg und taucht ein in ein Dickicht von B\u00fcschen. Wir treffen kurz darauf einen J\u00e4ger, der uns fragt, wohin das Reh gelaufen ist. Werden wir es dem Tod aussetzen, nur um die Wahrheit zu sagen?<\/p>\n<p>Jeder Moment birgt die Chance, sich auf die Stille des Herzens einzustimmen. Der eine Moment ist still, der andere ist voller L\u00e4rm, der n\u00e4chste wieder voller Stille. Die Unvollkommenheit enth\u00e4lt den Samen der Vollkommenheit. Ein Herz, das dies wei\u00df, beginnt, das B\u00f6se zu umarmen; es entfaltet sich in der Gro\u00dfen Liebe, die \u201ealle S\u00fcnden bedeckt&#8220;. Wir beginnen, alles so anzunehmen, wie es ist, frei von Konflikt und Widerstand. Schritt f\u00fcr Schritt reinigen wir unseren astralen Mantel von dunklen Flecken, die aus mangelndem Verst\u00e4ndnis und fehlendem Urteilsverm\u00f6gen geboren wurden und Emotionen erzeugen. Die Liebe ist ein \u201eLicht voller Antworten\u201c, ein Balsam, der alle Traumata lindert. Ihr heiliges, leuchtendes Band ist ein Band der goldenen Mitte; es wird immer deutlicher wahrnehmbar.<\/p>\n<p>Die Worte, die wir sprechen, beginnen zu vereinen, nicht zu trennen. Sie werden zu einem Strom der Liebe, der alles zur Quelle des Gl\u00fccks sammelt. Sie werden zu den Samen des Lichts, die wir in die Herzen unserer Br\u00fcder und Schwestern werfen, um sie in der Freude zu vereinen.<\/p>\n<p>Das goldene Zentrum im Herzen gleicht einem leuchtenden Edelstein, einem freudigen, stillen Einssein. Es ist Gott in uns, der in diese Welt kommt, um das zu holen, was Ihm geh\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"author":917,"featured_media":8476,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-90455","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/917"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90455"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90455"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}