{"id":90427,"date":"2020-04-17T07:02:07","date_gmt":"2020-04-17T07:02:07","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/corona-und-tao\/"},"modified":"2020-04-17T07:02:07","modified_gmt":"2020-04-17T07:02:07","slug":"corona-und-tao","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/corona-und-tao\/","title":{"rendered":"Corona und Tao"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p><em>Wenn das menschliche Herz sich entspannt, findet es seinen Seelenfrieden.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn das menschliche Herz Z\u00e4une und Kontrollpunkte beseitigt,<\/em><\/p>\n<p><em>wenn der Sch\u00fcler sein Herz \u00f6ffnet und das Buch umdreht,<\/em><\/p>\n<p><em>schaut er in die Ferne und wendet sich dem s\u00fcdlichen Berge zu.<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>&nbsp;<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-62751\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/corona-tao-13.jpg\" alt=\"Corona-Tao\" title=\"\" width=\"320\" height=\"471\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/corona-tao-13.jpg 320w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/corona-tao-13-204x300.jpg 204w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/corona-tao-13-16x24.jpg 16w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/corona-tao-13-24x36.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/corona-tao-13-33x48.jpg 33w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p><drupal-entity data-align=\"center\" data-embed-button=\"media_browser\" data-entity-embed-display=\"view_mode:media.embedded\" data-entity-type=\"media\" data-entity-uuid=\"09f6c687-b38a-49f5-abd6-b07012cde687\"><\/drupal-entity><\/p>\n<p><drupal-entity data-align=\"center\" data-embed-button=\"media_browser\" data-entity-embed-display=\"view_mode:media.embedded\" data-entity-type=\"media\" data-entity-uuid=\"52f7c59e-458e-4d9a-b40d-78d65162126a\"><\/drupal-entity>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Gedicht zirkuliert zurzeit in den sozialen Medien in China. Es ist eine Antwort auf die Unruhen, die der Coronavirus verursacht hat. Der Name des Verfassers ist unbekannt. Wenn es vom \u201es\u00fcdlichen Berg\u201c spricht, oder vom \u201eBuch\u201c, das umgedreht wird, ist das nicht ohne Weiteres verst\u00e4ndlich. Aber das bedeutet nicht, dass uns das Gedicht nichts zu sagen h\u00e4tte. Es \u00fcbermittelt Weisheit aus der taoistischen Tradition.<\/p>\n<p><em>Wenn das menschliche Herz sich entspannt, findet es seinen Seelenfrieden<\/em><\/p>\n<p>Der Autor ist sich der Unruhe bewusst, die der Virus in den Herzen der Menschen verursacht, gerade jetzt, wo er weltweit verbreitet ist. Die vielen Vorsichtsma\u00dfnahmen sch\u00fcren die Angst, und diese bringt die Menschen aus dem Gleichgewicht. Der Autor ist aber davon \u00fcberzeugt, dass der Mensch seinen Seelenfrieden zur\u00fcckgewinnen kann.<\/p>\n<p><em>Wenn das menschliche Herz Z\u00e4une und Kontrollpunkte beseitigt<\/em><\/p>\n<p>Es ist ganz nat\u00fcrlich, sich im Falle von Gefahren und Unsicherheiten von der Au\u00dfenwelt abzuschirmen. Man errichtet Z\u00e4une und Barrieren um sein Herz und sein Haus. Man will die Kontrolle \u00fcber die eigene Situation nicht v\u00f6llig verlieren. Aber in Wirklichkeit unterwirft man sich dabei der Angst. Das Gedicht macht darauf aufmerksam, dass es noch eine andere M\u00f6glichkeit der Reaktion gibt, n\u00e4mlich Z\u00e4une, Barrieren und Kontrollpunkte im eigenen Wesen zu beseitigen.<\/p>\n<p>Das ist nicht einfach. Denn es geht hier schlie\u00dflich um die gro\u00dfe Kraft, die das Leben auf der Erde beherrscht: den Selbsterhaltungstrieb. Er wird zurzeit aufs St\u00e4rkste aktiviert, und er \u00fcberw\u00e4ltigt die Menschen.<\/p>\n<p>Das Gedicht deutet auf eine andere Einstellung hin, eine Lebensform, die sich nicht auf den Selbsterhaltungstrieb st\u00fctzt.<\/p>\n<p><em>Wenn der Sch\u00fcler sein Herz \u00f6ffnet und das Buch umdreht<\/em><\/p>\n<p>Wer daran geht, sein Herz zu befreien, ist ein Sch\u00fcler der universellen Weisheit. Er verlagert den Blick weg vom zeitgebundenen Selbst und hin zum immer gegenw\u00e4rtigen Tao. So beginnt er, sein Leben, die Welt und die Mitmenschen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.<\/p>\n<p>Man kann das Leben, so deutet das Gedicht an, als eine Art \u201eBuch\u201c sehen, das auf einem langen Papierstreifen immer weiter fortgeschrieben wird. Was auf der oberen Seite steht, sind all die Geschehnisse, die sich in der Welt des \u201eEtwas&#8220;, der Welt der \u201ezehntausend Dinge&#8220; abspielen. Dazu geh\u00f6rt all das, was wir tun, wessen wir uns bewusst sind, und auch das, was von den unterbewussten Inhalten unseres Wesens gelenkt wird. Die Oberseite dieses Lebensbuches beschreibt also das Geschehen in der Welt des Zeit-R\u00e4umlichen.<\/p>\n<p><em>Er schaut in die Ferne und wendet sich dem s\u00fcdlichen Berg zu<\/em><\/p>\n<p>Nun kann man seine Aufmerksamkeit aber auch auf das richten, was auf der verborgenen Seite des Lebensbuches \u201egeschrieben&#8220; steht. Dort findet sich \u2013 in der Symbolsprache \u2013 die Kraft und Wirkung der zeitlosen, wesentlichen Natur: der Natur des Tao, die nicht an Zeit und Raum gebunden ist. Diese Natur ist mit unserem Leben in gleicher Weise \u2013 und eigentlich noch tiefer gehend \u2013 verbunden, denn Tao ist allgegenw\u00e4rtig. Sie liegt in unserem Herzen wie der Funke eines gro\u00dfen, unverg\u00e4nglichen Feuers und strahlt ihr Licht in unser Wesen aus. Sie leitet uns, wenn wir die Verbindung mit ihr aufnehmen.<\/p>\n<p>Im Taoismus hei\u00dft das: sich auf den \u201es\u00fcdlichen Berg\u201c zu konzentrieren. Der \u201es\u00fcdliche Berg&#8220; ist einer der f\u00fcnf heiligen Berge Chinas. Sein Name ist der Heng-shan, er befindet sich im S\u00fcden Chinas, in der Provinz Hunan.<\/p>\n<p>Die Kaiser im alten China wandten sich nach S\u00fcden \u2013 der Sonne zu. Man sah sie als die Abgesandten des Himmels an, genauer gesagt, als Abgesandte Taos. In fr\u00fcheren Zeiten gingen taoistische M\u00f6nche auf den s\u00fcdlichen Berg, um durch tiefes Schweigen in die Unsterblichkeit einzugehen.<\/p>\n<p>Der \u201es\u00fcdliche Berg&#8220;, als ein \u00e4u\u00dferes Gebilde, geh\u00f6rt zu Raum und Zeit, ist also verg\u00e4nglich. Aber er ist zugleich eine Metapher f\u00fcr die unsterbliche Natur in uns, die auf Frieden und Ruhe beruht. In Tao gibt es keine Dualit\u00e4t, in ihm herrscht die unver\u00e4nderliche Einheit.<\/p>\n<p>Wer sich ausschlie\u00dflich auf seine vor\u00fcbergehende Natur richtet, liest nur das, was in seinem Lebensbuch auf der oberen, der sichtbaren Seite geschrieben steht. Wer sich jedoch nach und nach der Tao-Natur in sich selbst bewusst wird, f\u00fcr den wird das \u201ePapier&#8220; gleichsam transparent. Die zeitlose Natur leuchtet durch die vor\u00fcbergehende Natur hindurch, als eine Kraft, die wir einatmen k\u00f6nnen und die unser Leben erneuert.<\/p>\n<p>Das bedeutet nicht, dass die Tao-Natur unsere \u00c4ngste und Sorgen wie Schnee in der Sonne aufl\u00f6st. Aber die stille Wirkung, die von ihr ausgeht, l\u00f6st uns Schritt f\u00fcr Schritt von den Zw\u00e4ngen der Selbsterhaltung und \u00f6ffnet uns f\u00fcr das Unsterbliche in uns. Von ihm empfangen wir Eingebungen, die uns durch das Leben f\u00fchren, auch durch Gefahrenlagen.<\/p>\n<p>In einer taoistischen Schrift aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. wird dieser Weg in kurze Worte gekleidet:<\/p>\n<p><em>Indem wir auf die Ver\u00e4nderungen mit dem reagieren, was sich nicht \u00e4ndert, <\/em><\/p>\n<p><em>werden uns zehntausend Transformationen m\u00f6glich, <\/em><\/p>\n<p><em>ohne dass auch nur der Anfang vom Ende in Sicht kommt.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:<\/p>\n<p>Blog von Elly Nooyen&nbsp;<a href=\"http:\/\/tijdvoortao.nl\/corona-en-tao\/\">https:\/\/tijdvoortao.nl\/corona-en-tao\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":923,"featured_media":8406,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-90427","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/923"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8406"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90427"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90427"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}