{"id":90292,"date":"2020-02-21T08:14:34","date_gmt":"2020-02-21T08:14:34","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/geh-nicht-den-pfad-sei-der-pfad-teil-1\/"},"modified":"2020-02-21T08:14:34","modified_gmt":"2020-02-21T08:14:34","slug":"geh-nicht-den-pfad-sei-der-pfad-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/geh-nicht-den-pfad-sei-der-pfad-teil-1\/","title":{"rendered":"Geh nicht den Pfad \u2013 sei der Pfad  Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Es ist kein Geheimnis, dass die Mythen der Kulturen archetypische Muster menschlicher Gedanken, Gef\u00fchle und zum Ausdruck bringen. Auch die Art unserer Reaktionen auf schicksalhafte Ereignisse stellt sich in ihnen dar. Die archaischen Muster sind eine Art Matrix, die unserer Psyche ihr Siegel aufdr\u00fcckt und uns dazu veranlasst, sie \u00fcber Tausende von Jahren hin zu kopieren.<\/p>\n<p>Die Planeten in unserem Sonnensystem tragen die Namen griechischer bzw. r\u00f6mischer G\u00f6tter. Darin liegt eine metaphorische Beschreibung spezifischer Situationen, in denen sich die G\u00f6tter befanden; die unterschiedlichen Situationen und Begebenheiten entsprechen der Wechselwirkung zwischen den Energien der gleichnamigen Planeten. Jeder der Himmelsk\u00f6rper hat sein eigenes Bewusstsein und besitzt eine bestimmte energetische Qualit\u00e4t. Indem sie sich bewegen und in bestimmten Winkeln zueinander positionieren, schaffen sie harmonische oder nichtharmonische Systeme (Konjunktionen, Trigone, Quinkunxe, Sextile, Quadraturen \u2026) und erzeugen ein ganzes Spektrum gepr\u00e4gter Energien, die sich dann in den Wesen auf der Erde auswirken. Menschen, Tiere und Pflanzen und sogar Mineralien werden zu Schauspieler in Dramen, deren Drehbuch aus dem Kosmos kommt.<\/p>\n<p>Die Anordnung der Planeten im Moment der Geburt eines Menschen hinterl\u00e4sst Spuren in seinen feinstofflichen K\u00f6rpern und programmiert diese entsprechend. Deshalb ist ein erfahrener Astrologe bei der Betrachtung des Mandalas, auf das das Bild der Konfiguration der Planeten im Zeitpunkt der Geburt eines Menschen gelegt wird, in der Lage, den Charakter, die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen dieses Menschen und seine voraussichtlichen Reaktionen in bestimmten Situationen darzustellen. Der Astrologe stellt fest, wie sich die urspr\u00fcngliche Konfiguration (bei der Geburt) durch die Bewegung dieser Planeten \u00e4ndert, und kann daraus Voraussagen herleiten, was dieser Mensch zu einem bestimmten Zeitpunkt voraussichtlich durchmachen muss, welche Herausforderungen er zu bew\u00e4ltigen hat, was f\u00fcr ihn leicht oder was schwierig sein wird.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich die Frage, ob unser Schicksal im Voraus feststeht. \u00c4hnelt unser Lebensweg einer Metallkugel, die auf der vorgefertigten Bahn eines Spielzeuglabyrinths rollt? Wenn ja, wer hat dann die Spuren f\u00fcr uns gezogen? Und wer hat unseren Charakter, unseren Pers\u00f6nlichkeitstyp mit seinen Tugenden und Lastern programmiert? In der Regel weist man auf die Umgebung, in der wir aufwachsen, hin, auf unsere Eltern und unsere Lebensbedingungen. Aber warum gelangten wir in genau diese Umst\u00e4nde? Und wie kommt es, dass jemand, der in praktisch den gleichen Umst\u00e4nden aufw\u00e4chst, einen ganz anderen Charakter entfaltet? Woher kommt meine spezielle Eigenart?<\/p>\n<p>Die Antwort mag f\u00fcr Menschen, die sich f\u00fcr esoterische Wissenschaften interessieren, offensichtlich sein. Karmische Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten spielen eine Rolle, das Erbe fr\u00fcherer Inkarnationen. Das gegenw\u00e4rtige Schicksal ist ein weiteres Glied in einer langen Kette von Inkarnationen. Die Glieder sind vielfarbig, aber in ihrer Art doch si, dass sie zusammenpassen. Jedes Glied ist ein geschlossener Kreislauf, ein Kreis, in dem der Mensch sich selbst gefangen gehalten h\u00e4lt. Es gibt die uralte Weisheit:<\/p>\n<p>Achte auf deine Gedanken, sie werden zu deinen Worten;<\/p>\n<p>achte auf deine Worte, sie werden zu deinen Taten;<\/p>\n<p>achte auf deine Taten, sie werden zu deinen Gewohnheiten;<\/p>\n<p>achte auf deine Gewohnheiten, sie werden zu deinem Charakter;<\/p>\n<p>Achte auf deinen Charakter, er wird zu deinem Schicksal.<\/p>\n<p>Wie kommt es, dass wir uns genau in dieser Situation in der Welt vorfinden, so dass wir zu Gefangenen unseres Schicksals werden?<\/p>\n<p>Die Antwort hierauf k\u00f6nnen wir in den mythologischen Geschichten der alten Kulturen finden. Es sind archetypische Geschichten, die unsere Psyche befruchten und unser Verhalten beeinflussen und die einer universellen Ebene Ausdruck verleihen.<\/p>\n<p><strong>Mythologische Beschreibungen unseres Zustandes<\/strong><\/p>\n<p>Da sind zum Beispiel die \u00e4gyptischen Mythen, deren Protagonisten G\u00f6tter wie Nun, Ra, Nut, Geb, Osiris, Isis, Horus, Seth und Nephthys sind. Zwischen ihnen gibt es grundlegende Themen wie Brudermord, Eifersucht, den Tod einer geliebten Person, den Verrat in der Ehe, die Verf\u00fchrung, die Geburt eines nichtehelichen Kindes, den Kampf gegen das Tier. All das sind nicht nur Dramen in der menschlichen Psyche, sondern es sind zun\u00e4chst einmal spirituelle Realit\u00e4ten. Sie beschreiben auf metaphorische Weise den Sturz des menschlichen Bewusstseins aus dem Einssein im Universellen und die damit einhergehende Entstehung eines neuen, ung\u00f6ttlichen Universums mit all ihren Folgen.<\/p>\n<p>Und sie erl\u00e4utern zugleich auch, wie wir in unsere himmlische Heimat zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In einem alt\u00e4gyptischen Text, der aus den Gr\u00e4bern der Pharaonen Tutanchamun, Sethos I, Ramses II, Ramses III und Ramses VI stammt und den Titel <em>Das Buch der himmlischen Kuh<\/em> tr\u00e4gt, finden wir eine Beschreibung der Rebellion der Menschheit gegen den Gott Ra. Die g\u00f6ttlichen Menschen glaubten, dass Ra zu alt geworden sei, um sich mit den Angelegenheiten der Welt zu befassen. Nachdem dieser davon erfahren hatte, berief er einen G\u00f6tterrat ein. Der empfahl ihm, sein \u201eAuge&#8220; (die G\u00f6ttin Hathor) auszusenden, um das rebellierende Volk zu bestrafen. Hathor erf\u00fcllte den Willen von Ra und ermordete Tausende von Rebellen. Von einer menschenfreundlichen, n\u00e4hrenden Mutter verwandelte sie sich in Sekhmet, einen blutr\u00fcnstigen D\u00e4mon. Ra begann, seine Entscheidung zu bereuen, er bekam Mitleid mit der Menschheit und bat Sekhmet, ihre blutr\u00fcnstigen Aktivit\u00e4ten einzustellen. Diese weigerte sich jedoch, weil sie menschliches Blut gekostet hatte. Da wandte Ra einen Trick an und sch\u00fcttete siebentausend Gl\u00e4ser Bier, gemischt mit rotem Ocker, der dem Blut \u00e4hnelt, in die Felder. Verwirrt trank Sekhmet Hektoliter dieses Getr\u00e4nks, wurde ohnm\u00e4chtig und wachte ver\u00e4ndert wieder auf. Sie wurde erneut zur freundlichen Hathor.<\/p>\n<p>Die Rebellion war einged\u00e4mmt, aber Ra, der menschlichen Undankbarkeit \u00fcberdr\u00fcssig, bat Nut, ihn in h\u00f6here Gebiete des Himmels zu versetzen. Und das geschah. Ra, in eine Kuh verwandelt, zog sich auf dem R\u00fccken von Nut in die h\u00f6heren Regionen des Himmels zur\u00fcck. Osiris und Thot nahmen seine Stelle ein bei der Herrschaft \u00fcber die Welt. Bevor Ra die Welt verlie\u00df, erschuf er f\u00fcr die Menschen Schilffelder, das hei\u00dft Gegenden f\u00fcr das Leben nach dem Tod. Denn der Mensch wurde nun sterblich. Er musste sich selbst um das rechte Ma\u00df k\u00fcmmern, um Maat, wenn er Harmonie und Ordnung aufrechterhalten wollte.<\/p>\n<p>Nach dem R\u00fcckzug des Gottes Ra werden der Himmel und die Himmelsk\u00f6rper von niedrigeren G\u00f6ttern regiert. Die einst von Ra gepr\u00e4gten planetarischen Kr\u00e4fte sind degeneriert und haben sich mit den Prinzipien des B\u00f6sen, des Chaos und der Unwissenheit vermischt.<\/p>\n<p><strong>Die Griechen erz\u00e4hlten es so:<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00c4quivalente f\u00fcr Hathor und Ra waren in Griechenland Athene und Zeus. Im Mythos \u00fcber die Gorgone oder Medusa finden wir Bilder, die den Fall der Menschheit aus der Sicht der Griechen deutlich machen.<\/p>\n<p>Die Gorgone, die das menschliche Bewusstsein versinnbildlicht, war urspr\u00fcnglich ein sch\u00f6nes M\u00e4dchen. Sie wurde von Poseidon \u2013 dem Herrscher der Meere \u2013 verzaubert (Poseidon entspricht in diesem Zusammenhang dem \u00e4gyptischen Gott Seth\/Typhon, der unter anderem als Herr des Meeres galt) und Poseidon verf\u00fchrte sie im Tempel der Athene. Letztere verwandelte die Gorgone daraufhin in ein Monster, das anstelle von Haaren Giftschlangen hatte.<\/p>\n<p>Gorgone, unser urspr\u00fcnglich sch\u00f6nes Bewusstsein, war nun mit dem Prinzip des B\u00f6sen, des Chaos, der Anarchie, deren Symbol Poseidon\/Seth ist, verbunden und verlor die Verbindung zur g\u00f6ttlichen Weisheit. Deshalb ist der urspr\u00fcngliche Tempel der Weisheit, der fr\u00fcher unser Haupt war, heute ein Tempel, der von wimmelnden, ungeordneten Gedanken bewohnt wird, die unser Leiden verursachen. Schlangen sind eine Anspielung auf das Schlangenfeuer, das in unserem R\u00fcckenmark flie\u00dft, dem zentralen Tr\u00e4ger unseres Bewusstseins. Hinzuzuf\u00fcgen ist, dass der Planet Neptun, das r\u00f6mische \u00c4quivalent von Poseidon, die menschliche Zirbeldr\u00fcse beeinflusst. Die Degeneration dieses Organs k\u00f6nnen wir als Folge des gefallenen Neptun-Prinzips ansehen.<\/p>\n<p>Unser Geist, unser Bewusstsein, wird st\u00e4ndig in Bewegung gesetzt. Aber es ist keine heilige, rationale Bewegung, die durch Isis symbolisiert wird. Vielmehr ist es ein ununterbrochener mentaler L\u00e4rm, der uns \u00fcberall und zu jeder Zeit begleitet. Die meisten Menschen halten ihre Gedanken f\u00fcr die Realit\u00e4t und glauben, dass sie die Wahrheit \u00fcber die Welt um uns herum reflektieren. Es ist schwierig, sich dessen bewusst zu werden, was in unseren K\u00f6pfen geschieht. Im Allgemeinen beherrschen uns die Gedanken, rufen bestimmte Stimmungen in uns hervor und provozieren impulsives Handeln.<\/p>\n<p>Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind. Wir sehen sie durch die Filter unserer Gedanken und \u00dcberzeugungen, die sich ihrerseits oft durch \u00e4ngstliche, traumatische Erfahrungen entwickelt haben.<\/p>\n<p>(zu Teil 2)<\/p>\n","protected":false},"author":917,"featured_media":8016,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-90292","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90292","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/917"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8016"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90292"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90292"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90292"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90292"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}