{"id":90235,"date":"2020-02-10T16:58:40","date_gmt":"2020-02-10T16:58:40","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/meine-spirituelle-lebensreise\/"},"modified":"2020-02-10T16:58:40","modified_gmt":"2020-02-10T16:58:40","slug":"meine-spirituelle-lebensreise","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/meine-spirituelle-lebensreise\/","title":{"rendered":"Meine spirituelle Lebensreise"},"content":{"rendered":"<p>Die Fragen zielen auf folgende Aspekte des Weges: Welche Wegweiser gibt es f\u00fcr spirituelle Wege; worauf k\u00f6nnen wir uns st\u00fctzen, was leitet uns? Welche Rolle spielt f\u00fcr Sie (vermittelbares) Wissen auf einem spirituellen Weg? Ist es m\u00f6glich, dass Nichtwissen eine wichtige Rolle spielen kann? Was ver\u00e4ndert uns?<\/p>\n<p><strong>Kon:<\/strong><em> <\/em>Die spirituelle Lebensreise beinhaltete f\u00fcr mich in erster Linie ein Entdecken der innersten Motive bereits in den Jugendjahren, sowie dann daraus einen \u00dcbungsweg zu gestalten, diesen durch alle biographischen Pr\u00fcfungen und Verwandlungen hindurch immer neu zu verstehen, und entsprechend \u201edie Schrauben nach zu stellen\u201c \u2013 und zuletzt zur Reifung kommen zu lassen, was man kann \u2013 um dann an zu visieren, was man anlegen will f\u00fcr die \u201en\u00e4chste Runde\u201c \u2013 in einem neuen Leben.<\/p>\n<p>Der erste Wegweiser ist eine Art \u201eSchicksals-Instinkt\u201c, welchen es zu entdecken gilt &#8211; was will ich <em>eigentlich<\/em>, und wie differenziere ich das gegen\u00fcber: Was will nur der Kopf \u2013 mit dem wir als moderne Zeitgenossen nun mal verheiratet sind \u2026 Bei mir war das ab ca. 16 die Suche nach den Weisheits-Quellen des Orient: Lao Tze wurde mir zum tief gesch\u00e4tzten Begleiter, und die alt-Indische Kultur vermittelte mir \u2013 namentlich durch die Bhagavad Gita \u2013 meine \u201eUr-Religion\u201c der spirituellen Suche durch viele Leben. Auch bei Platon fand ich das Unsterblichkeits-Motiv (Phaidros \u2013 Phaidon) als mir zuinnerst vertraut.<\/p>\n<p><strong>Von der Weisheit des Orients zu Rudolf Steiner<\/strong><\/p>\n<p>Durch Rudolf Steiner entdeckte ich im Erwachsenwerden dann, dass der Westen \u00fcber einen eigenen spirituellen Weg verf\u00fcgt, der rosenkreutzerisch inspiriert ist, und da Steiner methodisch so pr\u00e4zise vorgeht, wurden seine Schriften mir zum zuverl\u00e4ssigen Schrittf\u00fchrer \u2013 als erstes sein <em>Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums<\/em>, dann <em>Wie erlangt man Erkenntnisse der h\u00f6heren Welten<\/em> und seine <em>Philosophie der Freiheit<\/em>, die ich mit voller begeisterter Zustimmung in so vielen Tagen, wie es darin Kapitel gibt, durchackerte. Damals hatte ich die komplette Philosophiegeschichte bereits einmal selber bew\u00e4ltigt, und konnte somit sch\u00e4tzen, welchen Schritt Steiner dar\u00fcber hinaus tut.<\/p>\n<p>In diesem Sinne ist Steiner f\u00fcr mich zum Hinweisenden auf Bewusstseinsschritte geworden, und das gab mir Vertrauen, auch seine umfangreichen, diesem Bewusstsein entsprechenden Forschungsergebnisse mit offenem Pr\u00fcfungsbewusstsein auf zu nehmen und immer wieder an zu gehen. Namentlich hat er als moderner Forscher die tiefen Intentionen des Christian Rosenkreutz wieder freigelegt \u2013 und damit einen freien Blick auf die Bedeutung des origin\u00e4r-autonomen Ichs des Christus f\u00fcr die Erde erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>\u201eVermittelbares Wissen\u201c konnte so zu einem Wegweiser auf meiner spirituellen Lebensreise werden, jedoch immerzu von Steiner mit methodischen Griffen versehen, wie evidente eigene Erkenntnis und Selbsterkenntnis daraus werden kann.<\/p>\n<p>Auf diesen Spuren entdeckte ich bald meine \u201eBaustellen\u201c, will sagen: was verhindert ein spirituelles Vorw\u00e4rtskommen? &#8211; und \u00fcber die Jahre habe ich da manche Schritte durch die Selbstkontrolle in der Seelenhygiene in Vorbereitung auf und parallel zum Aufbau eines meditativen Lebens tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Meine 28-j\u00e4hrige Berufsaus\u00fcbung als Heilp\u00e4dagoge bot mir im Umgang mit jungen Menschen, die sich nur schwer in \u201edas normale Leben\u201c hinein finden k\u00f6nnen, fast t\u00e4glich absolute Ausnahmesituationen, welche mir h\u00f6chste Geistesgegenwart und hilfreiche Intuitionen abverlangten \u2013 eine vielfach ersch\u00f6pfende, aber dann auch tief befriedigende Aufgabe, die mich im Entwickeln einer Selbstlosigkeit im Mitgef\u00fchl durch so manche Lebens-Einweihung gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p><strong>Ein Organ f\u00fcr inneres Wissen<\/strong><\/p>\n<p>Es bildet sich dadurch in einem ein Organ f\u00fcr das, was nottut \u2013 ein inneres Wissen, eine Herzens-Stimme, der man immer besser folgen lernt, mit Fallen und Aufstehen. Daraus wird ein Schicksalswissen, das in manchen Augenblicken auch T\u00fcrchen aufmacht in fr\u00fchere Leben, die ich dann integrieren gelernt habe in meine heutigen Aufgaben, respektive damit im \u201eongoing process\u201c bin. So erlebe ich mich zunehmend als in einem Entwicklungsprozess t\u00e4tig, der immerzu neue \u00dcberraschungen bietet \u2013 eine Biographie als Organ einer Individualit\u00e4t, immerzu unterwegs zum Gro\u00dfen Urbild eines integrativen ICHs, das in Christus mit uns wandert.<\/p>\n<p>Zum Gewahrwerden Seines Mitwirkens ist ein \u201eSelbstbewusstes Nichtwissen\u201c Grundbedingung \u2013 wie dies zum ersten Male von Nikolaus von Kues im Aufbruch zur Neuzeit formuliert wurde. Diesen Zustand im vollbewussten Ausschalten des \u00fcblichen Denkbewusstseins zu schaffen, um ins Anschauen zu m\u00fcnden, darf als die hohe Kunst auch im Sinne der Intentionen des Rosenkreutzers angesehen werden.<\/p>\n<p>Damit sind meine Leitsterne als konkrete geistige und mitunter auch irdische Wesen benannt. Sie regen meine Transformation hin zu einem Dienenden der Menschheit immerzu an.<\/p>\n<p>Danke f\u00fcr Ihre Fragen \u2013 sie gaben mir Gelegenheit, diesen Weg von jetzt 70 Jahren zur\u00fcckblickend knapp zu charakterisieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>G. Alfred Kon<\/strong><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-62325\" src=\"http:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Interview-Kon_Alfred-B_photo.jpg\" alt=\"Alfred Kon\" title=\"\" width=\"766\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Interview-Kon_Alfred-B_photo.jpg 766w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Interview-Kon_Alfred-B_photo-224x300.jpg 224w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Interview-Kon_Alfred-B_photo-18x24.jpg 18w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Interview-Kon_Alfred-B_photo-27x36.jpg 27w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Interview-Kon_Alfred-B_photo-36x48.jpg 36w\" sizes=\"(max-width: 766px) 100vw, 766px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1950 in Arnhem (Niederlande) geboren, studierte Philosophie und Theologie in Amsterdam und Stuttgart sowie Heilp\u00e4dagogik in Eckw\u00e4lden.<\/p>\n<p>F\u00fcr 28 Jahre \u00fcbernahm er Verantwortung f\u00fcr Seelenpflege-bed\u00fcrftige Kinder und Jugendliche im \u201eHaus Sonne\u201c in Walsheim, Saarland: als Gruppenvater, Oberstufenlehrer und Ausbilder von Heilp\u00e4dagogen. Von 2003-2015 f\u00fchrte er in Saarbr\u00fccken freiberuflich die \u201ePraxis Gaspard\u201c f\u00fcr Lebensberatung und Erwachsenenbildung, mit k\u00fcnstlerischer Therapie und -Kurst\u00e4tigkeit und Fortbildung in der Diagnostik. Daneben ist er im In- und Ausland als Gastdozent, Vortragender und Autor in Kunst- und Kulturgeschichte, Anthroposophie und (Heil-)P\u00e4dagogik t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Seit 2016 lebt Alfred Kon in Lebrade, Schleswig-Holstein und betreibt die Kunstwerkstatt \u201eBrighid\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":7856,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-90235","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90235"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90235"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}