{"id":90062,"date":"2020-01-04T11:06:29","date_gmt":"2020-01-04T11:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/katharisches-erbe-teil-2-catharose-de-petri-rose-der-katharer\/"},"modified":"2020-01-04T11:06:29","modified_gmt":"2020-01-04T11:06:29","slug":"katharisches-erbe-teil-2-catharose-de-petri-rose-der-katharer","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/katharisches-erbe-teil-2-catharose-de-petri-rose-der-katharer\/","title":{"rendered":"Katharisches Erbe Teil 2: Catharose de Petri &#8211; \u201eRose der Katharer\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am 16. M\u00e4rz 1244 gingen 205 M\u00e4nner und Frauen \u2013 die Bl\u00fcte und geistliche Krone der Katharer-Bruderschaft \u2013 friedlich auf das Feuer zu, in dem sie verbrannt werden sollten. Daraus entstand eine Prophezeiung, die Felibre August Teuli\u00e9 in einem Gedicht niederschrieb und die sich Zahllosen einpr\u00e4gte: \u201eNach 700 Jahren wird der Lorbeer wieder bl\u00fchen.\u201c<\/p>\n<p>Im Jahr 1944, genau sieben Jahrhunderte sp\u00e4ter, begaben sich sieben Personen zum Monts\u00e9gur in S\u00fcdfrankreich und entz\u00fcndeten die Flamme an der Stelle, an der die geistlichen F\u00fchrer der Katharer ihr Leben f\u00fcr Christus gegeben hatten. Unter ihnen befand sich Antoine Gadal, der das katharische Erbe verk\u00f6rperte und in seinen Schriften bewahrte. Die Feuerflamme wurde als Zeichen f\u00fcr die R\u00fcckkehr der Kinder des Lichtes, der Gnosis der Liebe, entfacht.<\/p>\n<p>Machen wir nun einen Sprung ins Jahr 1956, als Hendrikje Stok-Huizer, eine 44-j\u00e4hrige Frau, geboren in Rotterdam, ihren Namen als Catharose de Petri in die Geschichte der modernen Welt schreibt, eine ebenso intensive wie bescheiden auftretende spirituelle F\u00fchrerin des 20. Jahrhunderts. Der Name wurde ihr in jenem Jahr von Gadal gegeben. Er bedeutet \u201eRose der Katharer&#8220; und weist darauf hin, dass in dieser \u201eRose\u201c das Licht einer h\u00f6heren Liebe leuchtet.<\/p>\n<p>Bei einem Besuch des Rosengartens in Albi in S\u00fcdfrankreich zehn Jahre zuvor hatten Catharose de Petri und Jan van Rijckenborgh die Inspiration, eine zeitgen\u00f6ssische \u201egnostische Entwicklung\u201c einzuleiten, die \u201edie westliche Welt mit den urspr\u00fcnglichen Wurzeln ihrer Vergangenheit verbinden sollte.&#8220;<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\" title=\"\">[1]<\/a> Ende 1946 gr\u00fcndeten sie daraufhin die Spirituelle Schule des Goldenen Rosenkreuz und \u00fcbernahmen die Leitung der Gemeinschaft. Damals waren sie noch nicht mit Gadal zusammengetroffen..<\/p>\n<p>Das geschah erst im Jahre 1954. Gadal erkannte und bekr\u00e4ftigte das Goldene Rosenkreuz als ein neues Glied in der universellen Kette der Bruderschaften, die die immer neue Arbeit unternehmen, Menschen mit den urspr\u00fcnglichen Lehren Christi zu verbinden. Er \u00fcberreichte beim folgenden Treffen Frau Stok-Huizer (Catharose de Petri) ein Tuch, auf das er selbst eine wei\u00dfe Taube mit ausgebreiteten Fl\u00fcgeln auf blauem Grund gemalt hatte. Das Bild entsprach genau dem, was Hendrikje Stok-Huizer im Alter von 28 Jahren bei einer philosophisch-religi\u00f6sen Kontemplation, in der sie nach ihrer Lebensaufgabe forschte, innerlich vor Augen getreten war.<\/p>\n<p><strong>Einweihung<\/strong><\/p>\n<p>Seit jeher gibt es Menschen, die so leben, als w\u00e4ren sie nicht von dieser Welt. Es sind Menschen, die weiter sehen, oder, anders formuliert, die unsere Existenz in ihren Feinheiten erkennen, also besondere Sinnesorgane zu besitzen scheinen, die die Medizin nicht kennt. Sie haben Eigenschaften, die wir bewundern. Wenn wir sie in gewisser Weise als \u201egeistige Helden&#8220; betrachten, dann deshalb, weil sie mit der unbekannten und doch so realen spirituellen Dimension der Welt \u00fcbereinstimmen, die von so vielen gesucht wird.<\/p>\n<p>Man kann sie \u201eEingeweihte\u201c nennen.<\/p>\n<p>Einweihung ist die zweite Phase eines spirituellen Prozesses, der mit der Reinigung beginnt, das hei\u00dft der Befruchtung des g\u00f6ttlichen Samens im Herzen (der \u201eRose des Herzens\u201c). F\u00fcr Alice Bailey ist \u201eEinweihung wie eine progressive Folge von gerichteten Energieeinwirkungen&#8220;. Danach sind Eingeweihte solche, in deren Bewusstsein der g\u00f6ttliche Same lebt, in denen der geistige Hintergrund unseres Daseins also aufleuchtet, nicht intellektuell, nicht theoretisch, sondern im Wege der Erfahrung. Der n\u00e4chste Schritt ist die Erleuchtung, das hei\u00dft, das bewusste Eintreten in die Welt des Lichtes, worauf dann die Befreiung folgt, durch die der Mensch alle F\u00e4higkeiten und Eigenschaften der urspr\u00fcnglichen g\u00f6ttlich-geistigen Menschheit erringt. Danach w\u00e4chst und entfaltet er sich, indem er anderen dient, in neue Dimensionen hinein.<\/p>\n<p>Den Grad der Einweihung misst man nicht. Man versucht auch nicht zu beweisen, dass jemand ein Eingeweihter ist. Man kann aber die Zeichen lesen, wie im Fall von Catharose de Petri, einer Frau, die zusammen mit Jan van Rijckenborgh eine Mysterienschule leitete und stets weiter entwickelte. Dabei ist ein umfangreiches literarisches Werk entstanden, aus dem der \u201eKlang\u201c der Eingeweihten erkennbar ist.<\/p>\n<p>Antonin Gadal sagt, wir m\u00fcssen verstehen, dass die charakteristische Spur, die Eingeweihte hinterlassen, die der Gnosis ist, der Gnosis einer Neugeburt, in der sich die \u00c4ra Christi zeigt. Er bezeichnet die Eingeweihten als diejenigen, die sich ganz dem Reich des Geistes, dem Reich der Liebe, verschrieben haben.<\/p>\n<p>Catharose de Petri war eine Frau, die Klarheit forderte. Viele, die sie trafen, sagten, dass sie sich gedr\u00e4ngt f\u00fchlten, sich selbst objektiver wahrzunehmen. Sie brachte auch in die Arbeit der Gruppe klare Linien hinein. W\u00e4hrend Jan van Rijckenborgh die Schl\u00fcsselfigur der modernen spirituellen Schule darstellte, war sie die H\u00fcterin der inneren Struktur.<\/p>\n<p>Dieses besondere Band der Zusammenarbeit zweier zeitgen\u00f6ssischer Rosenkreuzer und hermetischer Gnostiker endete in der \u00e4u\u00dferen Welt mit dem Tod Jan van Rijckenborghs im Jahre 1968. Catharose de Petri war nun bestrebt, das, was sie gemeinsam aufgebaut hatten, zu festigen, damit die Arbeit sp\u00e4ter einmal auch ohne die Anwesenheit der Gr\u00fcnder fortgesetzt werden konnte.<\/p>\n<p>Sie \u00fcbertrug die leitenden Funktionen einem Gremium, das sie zu einer \u201eGruppe von Menschenfischern\u201c formte. Es waren Menschen, bei denen sie erkannte, dass die gerichteten Impulse gnostischer Kraft bei ihnen zu einer Einweihung gef\u00fchrt hatten, die Impulse also, durch die im Goldenen Rosenkreuz eine lebende, autonome geistige Struktur entstanden war.<\/p>\n<p>Als sie 1990 starb, hatte sie 44 Jahre lang das Goldene Rosenkreuz mit geleitet, in tiefem Wissen und im Vertrauen auf die geistigen, kosmisch wirksamen Kr\u00e4fte des Christus. So erf\u00fcllte sie die Vision, die sie im Alter von 28 Jahren hatte, als ihr das Bild der wei\u00dfen Taube erschienen war. Die Saat, von den Katharern ausges\u00e4t, hatte sich entwickelt und war reif geworden f\u00fcr die Ernte \u2013 und f\u00fcr eine neue Aussaat. In dem \u201eGarten\u201c, der ihr anvertraut war, \u00fcbte sie ein Amt als W\u00e4chterin aus, als G\u00e4rtnerin \u2013 als \u201eRose der Katharer\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\" title=\"\">[1]<\/a> Joost Ritman in der Einleitung zu: Antonin Gadal, <em>Der Triumph der Universellen Gnosis<\/em>, Amsterdam 2006, S. 22<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7375,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110075],"tags_english_":[],"class_list":["post-90062","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-livingpast-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/90062","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90062"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90062"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=90062"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=90062"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}