{"id":89920,"date":"2019-11-25T10:26:01","date_gmt":"2019-11-25T10:26:01","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/weihnachten-und-drei-weitere-schritte-teil-1\/"},"modified":"2019-11-25T10:26:01","modified_gmt":"2019-11-25T10:26:01","slug":"weihnachten-und-drei-weitere-schritte-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/weihnachten-und-drei-weitere-schritte-teil-1\/","title":{"rendered":"Weihnachten und drei weitere Schritte  Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Weihnachten und Spiritualit\u00e4t \u2013 Das Geheimnis der inneren Alchemie<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir uns dem Weihnachtsfest und seiner Verbindung zur Spiritualit\u00e4t n\u00e4hern, so werfen wir damit Licht auf eine Dimension der inneren Wahrheit, die im Menschen verborgen liegt. Das Weihnachtsfest zeigt sich als ein Schl\u00fcssel zur Verwandlung, zur Transmutation und Transformation, wovon auch die Alchemie spricht. Damit meinen wir nicht eine Alchemie, die sich mit der Verwandlung der Metalle (von Blei zu Gold) befasst, sondern eine solche, der es um die Verwandlung unseres Bewusstseins und unseres Lebens geht.<\/p>\n<p><strong>Inneres Christentum und die Universelle Lehre<\/strong><\/p>\n<p>Das Christentum, durch das das Abendland gepr\u00e4gt wurde, verf\u00fcgt \u00fcber eine reiche Tradition. Neben allen \u00e4u\u00dferen Aspekten geh\u00f6rt dazu auch eine innere Dimension, durch die das Christliche sich in die Traditionen einf\u00fcgt, die man insgesamt als \u201euniverselle Lehre\u201c bezeichnen kann.&nbsp;<\/p>\n<p><em>Was verstehen wir darunter? Es ist eine Lehre, welche die innere Weisheit der Menschheit umfasst. Sie bedient sich in den verschiedenen Zeiten und Kulturen unterschiedlicher Symbole, Sprachen und Formen; doch stets geht es ihr darum, den Menschen mit der ihm &nbsp;innewohnenden Wahrheit zu verbinden.<\/em><\/p>\n<p>Und wie ist der Zusammenhang zwischen den exoterischen Symbolen des Christentums und ihrer inneren, esoterischen Bedeutung und damit der Universellen Lehre?<\/p>\n<p><strong>Weihnachten und die Geburt des Lichtes<\/strong><\/p>\n<p>Weihnachten symbolisiert die Geburt des Lichtes f\u00fcr die gesamte Menschheit. Das Fest weist auf die M\u00f6glichkeit der Transformation jedes Einzelnen und der Menschheit insgesamt hin. In jedem kann das Licht geboren werden.<\/p>\n<p>Betrachten wir Weihnachten auf diese Weise, so wird deutlich, dass das innere Christfest in jedem Augenblick des Jahres oder des menschlichen Lebens gefeiert werden kann. Wenn aus dem g\u00f6ttlichen Element im Menschen das Licht geboren wird, feiert dieser sein Weihnachtsfest, und zwar zum ersten und einzigen Mal.<\/p>\n<p>Warum zum ersten und einzigen Mal?<\/p>\n<p>Das liegt daran, dass sein Leben von diesem Zeitpunkt an nie mehr dasselbe sein wird. Er wird unbewusst oder intuitiv oder vielleicht sogar unfreiwillig zu einem Lichtsucher. Denn das Licht aus dem g\u00f6ttlichen Prinzip seines Innersten erf\u00fcllt ihn mit einer nicht zu stillenden Unruhe, die ihn dazu dr\u00e4ngt, wahren Frieden, wahres Gl\u00fcck und wahre Ruhe zu suchen.<\/p>\n<p><strong>Die Symbolik der christlichen Feiertage<\/strong><\/p>\n<p>Die bekanntesten und bedeutendsten christlichen Festtage sind Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Es gibt aber noch ein viertes Fest, das einst im Mittelalter gefeiert wurde und heute nur noch wenigen bekannt ist: das Fest Manisola. Diese vier christlichen Feste symbolisieren vier Etappen im Prozess der Transformation.<\/p>\n<p>Auf der n\u00f6rdlichen Halbkugel der Erde feiert man Weihnachten im Winter, Ostern im Fr\u00fchling, Pfingsten im Fr\u00fchsommer und (im Mittelalter) Manisola im Herbst. Die Feiertage folgen dem Rhythmus der Erneuerung in der Natur. Damit weisen sie zugleich auf einen Zyklus der Transformation hin: auf den Beginn, die Entwicklung, die Bl\u00fcte und die Kr\u00f6nung.<\/p>\n<p>Man erkannte das Symbolhafte der Natur vor allem in einer Zeit, als das Leben der Menschen noch in direktem Zusammenhang mit der Natur stand. Am Ende der Winterzeit musste der Bauer die Saat ausbringen. Dann wartete er voll Hoffnung darauf, dass nach dem gro\u00dfen Schlaf des Winters seine gute Saat im Fr\u00fchling aufging, dass sie keimte und wuchs. Im Sommer bildet sich die widerstandsf\u00e4hige Pflanze und bl\u00fcht. Und schlie\u00dflich kommt es zur Frucht, die zur Nahrung wird f\u00fcr Mensch und Tier. Es ist die Zeit der Ernte.<\/p>\n<p>Die vier Feste Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Manisola stehen in Zusammenhang mit diesen vier Phasen der Verwandlung.<\/p>\n<p><strong>Weihnachten und die innere Alchimie<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir nun die Symbolik, so repr\u00e4sentiert Weihnachten die so besondere Zeit, in der unser Bewusstsein sich nach innen richtet und \u2013 \u00e4u\u00dferlich betrachtet \u2013 zu schlafen scheint. In dieser Zeit des In-sich-selbst-versunken-Seins kann die im Menschen verborgene Saat aufbrechen und sich als etwas v\u00f6llig Neues im menschlichen Wesen manifestieren.<\/p>\n<p>Wenn das stattfindet, reift ein neues Bewusstsein heran. Es richtet sich \u2013 wie die Pflanze im Fr\u00fchjahr \u2013 nach au\u00dfen. Der Mensch beginnt nun, das um ihn herum stattfindende Leben von innen her zu begreifen. Die Saat sprie\u00dft und initiiert einen Prozess der Transmutation des Bewusstseins. Schreitet dieser Prozess fort, dann findet Wachstum statt \u2013 eine Art \u201eSommer\u201c wie im Pflanzenreich. Eine neue seelische Statur bildet sich und mit ihr \u00e4ndert sich das Lebensverhalten. &nbsp;<\/p>\n<p><em>Die Frucht, die dann entsteht, ist das menschliche Wesen selbst, das erneut zum Spross am Baum des Lebens wird. <\/em><\/p>\n<p>Den christlichen Feiertagen, den Jahreszeiten und den Phasen der Landwirtschaft entsprechen vier Phasen im alchemischen Prozess. Man nennt sie <em>Nigredo<\/em> (Schw\u00e4rzung), <em>Albedo<\/em> (Wei\u00dfung), <em>Citrinitas<\/em> (Gelbf\u00e4rbung) und <em>Rubedo<\/em> (Rotf\u00e4rbung).<\/p>\n<p>Nigredo steht f\u00fcr die erste Phase, wenn in innerer Sammlung, im \u201eDunkel\u201c, ein Same ins Bewusstsein gepflanzt wird.<\/p>\n<p>Albedo steht f\u00fcr die Manifestation, die Erleuchtung des neuen Bewusstseins (den \u201eFr\u00fchling\u201c).<\/p>\n<p>In der n\u00e4chsten Phase, genannt \u201eDer Pfauenschwanz\u201c oder Citrinitas, entfalten sich die Farben des Regenbogens als ein leuchtender Schweif. Diese dritte Phase (die des \u201eSommers\u201c) endet mit dem Gelb. &nbsp;Ein Lichtspektrum mit sieben Stufen der Transformation wird durchlebt, und so entsteht eine Br\u00fccke zum h\u00f6chsten Zustand, der Rotf\u00e4rbung. Die Stufen werden auch durch sieben Metalle versinnbildlicht: Blei, Zinn, Eisen, Kupfer, Quecksilber, Silber und Gold. Die Br\u00fccke repr\u00e4sentiert alle Aspekte des menschlichen Lebens. Es geht darum, sie durch die Kraft des Albedo zu verwandeln, also durch den sprie\u00dfenden Samen des neuen Bewusstseins.<\/p>\n<p>Am Ende steht Rubedo, das \u201erote Gold\u201d, die reife Frucht. Der Mensch hat die Verbindung zum G\u00f6ttlich-Geistigen wieder errungen, sie wird in ihm zu \u201eFleisch und Blut\u201c.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<p>Weihnachten<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Ostern<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Pfingsten<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Manisola<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p>Winter<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Fr\u00fchling<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Summer<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Herbst<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p>Saat<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Keimen<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Wachstum<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Ernte<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p>Nigredo<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Albedo<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Citrinitas<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Rubedo<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Wenn wir diese Parallelen zwischen den esoterischen Lehren des Christentums und der inneren Alchimie begreifen, erschlie\u00dft sich uns die tiefgehende Bedeutung des Weihnachtsfestes auf neue Weise. Es wird f\u00fcr uns zu einem ersten Schritt, einer ersten Etappe, auf die drei weitere folgen.<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6963,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-89920","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/89920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6963"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89920"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=89920"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=89920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}