{"id":89713,"date":"2019-07-03T06:47:26","date_gmt":"2019-07-03T06:47:26","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/zur-arbeit-der-stiftung-rosenkreuz-wie-die-idee-eines-symposiums-gestalt-annimmt\/"},"modified":"2019-07-03T06:47:26","modified_gmt":"2019-07-03T06:47:26","slug":"zur-arbeit-der-stiftung-rosenkreuz-wie-die-idee-eines-symposiums-gestalt-annimmt","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/zur-arbeit-der-stiftung-rosenkreuz-wie-die-idee-eines-symposiums-gestalt-annimmt\/","title":{"rendered":"Zur Arbeit der Stiftung Rosenkreuz &#8211; Wie die Idee eines Symposiums Gestalt annimmt"},"content":{"rendered":"<p>Es war gegen Ende des Jahres 2018. Ich sah aus dem Fenster, schaute auf die kahlen B\u00e4ume und war innerlich aufgew\u00fchlt. Wieso? Ich werde gleich ein Skype-Meeting mit einer Expertin der Psychoanalyse starten: mit Annegret Hallanzy, sie hat ein sensationelles, hoch spannendes Buch geschrieben: <em>Die Software der Seele<\/em>. Ich habe ich sie per Mail angeschrieben, weil ich sie f\u00fcr die Stiftung Rosenkreuz als Referentin gewinnen will. Wir starteten zu der Zeit ein neues Projekt: <em>Was will werden? Spiritualit\u00e4t im 21. Jahrhundert<\/em>.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Langsam, aber immer deutlicher, stiegen Zweifel in mir auf. Erst wie vereinzelte Perlen im gerade eingeschenkten Sekt, dann immer mehr und schlie\u00dflich sprudelten sie: Bin ich \u00fcberhaupt in der Lage, mich mit ihr auf Augenh\u00f6he zu unterhalten? Was wei\u00df ich \u00fcberhaupt von ihr? Was stand noch einmal in ihrem Buch? Was kann ich \u00fcber das Rosenkreuz oder besser noch von meiner eigenen Entwicklung und Erfahrung berichten? Bin ich bereit, etwas von mir preiszugeben? Jetzt gibt es kein Verstecken, gleich beginnt das Treffen \u2026<\/p>\n<p>Sobald ich Annegret Hallanzy am anderen Ende der \u00dcbertragung sah, waren alle meine kleinen und gro\u00dfen Zweifel verschwunden. Es gab gar keinen Nebel, sondern nur stille, gespannte Freude auf die Begegnung.&nbsp;<\/p>\n<p>Wir begannen uns auszutauschen, umkreisten einander mit unseren Gedanken, aber bereits nach ganz kurzer Zeit war klar: hier begegnen sich zwei suchende und ringende Seelen. Wir wussten: hier beginnt ein fruchtbarer Austausch, ein Miteinander von Herz zu Herz, von Bewusstsein zu Bewusstsein. Hier waren zwei \u201eT-shaped\u201c Menschen bereit, \u00fcber ihre eigene Wahrnehmung hinaus zu schauen, sich zu vernetzen, ein fruchtbares Miteinander zu gestalten. Innere Freude durchflutete mich.<\/p>\n<p>Ich nenne uns \u201eT-shaped-Menschen\u201c, weil wir einerseits eine tiefe Verankerung unseres Seins und Werdens in uns tragen \u2013 der senkrechte Strich des T \u2013 und &nbsp;andererseits eine Weite der Begegnung, die \u2013 der waagerechte T-Balken \u2013 alles miteinander verbindet und umarmt.<\/p>\n<p>Offenheit erm\u00f6glicht eine unglaubliche Tiefe des Miteinanders. Neugierde l\u00e4sst uns den Raum erblicken, den der andere f\u00fcr uns \u00f6ffnet. Wir schauen kurzfristig mit <em>seinen<\/em> Augen und verkn\u00fcpfen unsere Muster und Eindr\u00fccke damit. Es entsteht ein Flie\u00dfen der Sprache, des Miteinanders, des Austausches, der Fragen und Antworten, des Suchens und Findens, aber auch des Entdeckens von Sackgassen, Hinterh\u00f6fen und schwarzen Toren.<\/p>\n<p>Die Begegnung von Mensch zu Mensch kann eine spirituelle Dimension erreichen.<\/p>\n<p><em>Alle freie Religiosit\u00e4t, die sich in der Zukunft innerhalb der Menschheit entwickeln wird, wird darauf beruhen, dass in jedem Menschen das Ebenbild der Gottheit wirklich in unmittelbarer Lebenspraxis, nicht blo\u00df in der Theorie, anerkannt wird. Dann wird es keinen Religionszwang geben, dann wird es keinen Religionszwang zu geben brauchen, denn dann wird die Begegnung jedes Menschen mit jedem Menschen von vornherein eine religi\u00f6se Handlung, ein Sakrament sein, und niemand wird durch eine besondere Kirche, die eine \u00e4u\u00dfere Einrichtung auf dem physischen Plan hat, n\u00f6tig haben, das religi\u00f6se Leben aufrechtzuerhalten. Die Kirche kann, wenn sie sich selber richtig versteht, nur die eine Absicht haben, sich unn\u00f6tig zu machen auf dem physischen Plan, indem das ganze Leben zum Ausdruck des \u00dcbersinnlichen gemacht wird.<\/em> (Rudolf Steiner, <em>Was macht der Engel in unserem Astralleib?,<\/em> 1918)<\/p>\n<p>Leben birgt ein gewaltiges Entwicklungspotential. Es ist ein unendlicher Strom ewiger Ver\u00e4nderung, und doch schwingt eine Konstante dahinter. Diese unnennbare Kraft, dieses Potential, sucht in uns seinen Ausdruck, seine Ausformung. Wir k\u00f6nnen uns zu seinem Gef\u00e4\u00df machen. Dann erfahren wir sowohl seine geistig-seelischen Komponenten, als auch ihre zeitliche und r\u00e4umliche Auswirkung.<\/p>\n<p>Ruth Langford spricht in der Zeitschrift <em>evolve<\/em> Nr. 21 (Fr\u00fchjahr 2019) von der \u201ePause zwischen dem gro\u00dfen Ein- und Ausatmungsprozess\u201c in der wir aktuell stehen:<\/p>\n<p><em>In vielen Prophezeiungen und Zeremonien sehen wir das Erwachen des Mysteriums. Verborgene sch\u00f6pferische Wesen, spirituelles Wissen oder uralte Geheimnisse \u00fcberall auf der Welt, die bisher \u00fcberwiegend im Schlummer lagen, erwachen. Sie lassen neue Formen der Wiederverbindung entstehen und bilden neue Formen des Dialogs, die die Urspr\u00fcnglichkeit wiedererwecken werden.<\/em><\/p>\n<p>Diesem Dialog f\u00fchlt sich die Stiftung Rosenkreuz verbunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Annegret Hallanzy, <em>Die Software der Seele<\/em>, 2. Auflage, Gelnhausen 2015<\/p>\n<p>Besonders zu empfehlen: Kapitel 4: Die drei Sinn-Missverst\u00e4ndnisse der Menschheit vom Konsum, vom Gutsein und vom Erleuchtetsein<\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":6372,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-89713","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/89713","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89713"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89713"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=89713"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=89713"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}