{"id":89206,"date":"2018-10-13T16:37:41","date_gmt":"2018-10-13T16:37:41","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/zahlen-erzahlen-die-geschichte-des-lebens-teil-1\/"},"modified":"2022-10-05T21:17:21","modified_gmt":"2022-10-05T21:17:21","slug":"zahlen-erzahlen-die-geschichte-des-lebens-teil-1","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/zahlen-erzahlen-die-geschichte-des-lebens-teil-1\/","title":{"rendered":"Zahlen erz\u00e4hlen die Geschichte des Lebens Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Seit dem Urbeginn der Menschheit wurden die Geheimnisse der Natur in Form von Zahlen, geometrischen Figuren und Symbolen aufgezeichnet und gedeutet.<\/p>\n<p>Im Altertum empfanden die Menschen Zahlen als geistige Qualit\u00e4ten, die eine Ordnung und eine strukturierende Kraft offenbaren, durch die der Kosmos, unsere Erde und die urspr\u00fcnglichen Elemente entwickelt wurden.<\/p>\n<p>Die Heilige Geometrie ist eine Wissenschaft, die in unserer Zeit in das Bewusstsein der Menschen zur\u00fcckgekehrt ist. Ihr Kern ist jedoch etwas ganz anderes als die Geometrie, die in den Schulen gelehrt wird und die Zahlen der Formen und Abmessungen in der Natur betrifft. Viele Wissenschaftler und Philosophen sahen und sehen in der Heiligen Geometrie die Ursprache des Universums. Die Alten nannten sie heilig, weil ihre Ausgangspunkte unver\u00e4nderlich dieselben bleiben. Sie studierten ihre Gesetze, um den Urgrund oder das Urma\u00df des Kosmos zu finden.<\/p>\n<p>Heute erscheinen uns Zahlen als etwas Abstraktes, N\u00fcchternes, von dem viele eher Abstand wahren. Die Mathematik ist nicht jedermanns Sache. Aber um die in den Schulen gelehrte Mathematik und Geometrie geht es in diesem Artikel nicht. Der moderne Mensch hat in seiner Zerrissenheit und Zersplitterung in der Vielfalt der Dinge den Zugang zur urspr\u00fcnglichen Bedeutung der Zahlen verloren. Wenn es jedoch gelingt, sie zu entschl\u00fcsseln, verbinden sie uns mit einem tiefgr\u00fcndigen Wissen. Hinter den Zahlen verbirgt sich ein Zugang zum inneren Aufbau und zu den Gesetzen der geistigen Welt. Sie sind Spiegelbilder geistiger Hierarchien und des Entwicklungsweges der Seele des Einzelnen und der Menschheit als Ganzes. Zahlen beziehen sich sowohl auf die Materie als auch auf geistige Ordnungsprozesse. Etwas davon wird in diesem Artikel erkl\u00e4rt.<\/p>\n<h3>Die Zahl erz\u00e4hlt<\/h3>\n<p>Eine Zahl z\u00e4hlt nicht nur, sie erz\u00e4hlt auch. Der Zusammenhang zwischen \u201ez\u00e4hlen\u201c und \u201eer-z\u00e4hlen\u201c zeigt sich in vielen Sprachen.<\/p>\n<p>Das englische Wort <em>tell<\/em> leitet sich vom althochdeutschen <em>telen<\/em> (erz\u00e4hlen) ab. Im Franz\u00f6sischen besteht ein sprachlicher Zusammenhang zwischen <em>raconter<\/em> (erz\u00e4hlen) und <em>compter<\/em> (z\u00e4hlen).<\/p>\n<p>Unser heutiges Wort \u201eZiffer\u201c f\u00fcr die Zahlen Null bis Neun hat seinen Ursprung in dem hebr\u00e4ischen Wort <em>Sephira<\/em>, was urspr\u00fcnglich so viel wie \u201eLicht, Glanz\u201c bedeutete. <em>Sephira<\/em> ist die Einzahl von <em>Sephirot<\/em>. Die zehn <em>Sephirot<\/em> stellen die\u00a0 Urprinzipien der Kabbala dar. Sie sind sogenannte Emanationen der Gottheit, durch die die Welt entstand. So gesehen weist das Wort Ziffer, das \u00fcber das arabische <em>sifr<\/em> und das lateinische <em>cifra<\/em> zu uns kam, auf einen Lichtursprung, einen g\u00f6ttlich-geistigen Ursprung der Zahlen hin.<\/p>\n<p>Im Franz\u00f6sischen bezeichnet das Wort <em>chiffre<\/em> noch heute eine Art Geheimschrift, einen Geheimschl\u00fcssel. Damit wird angedeutet, dass die Worte auf Zahlen aufgebaut sind. Die Verkn\u00fcpfung von Wort und Zahl ist von fundamentaler Bedeutung f\u00fcr ein tieferes Verst\u00e4ndnis vieler Schriften des Altertums, darunter des Alten und Neuen Testaments und der Torah. Durch eine literarische Technik, die <em>Gematria<\/em> genannt wird und in der Antike weit verbreitet war, werden Worte und S\u00e4tze mit Zahlenwerten verbunden, um bestimmte Konzepte verschl\u00fcsselt zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p>Zahlen sind verborgene Kr\u00e4fte, die die Urbilder des Lebens offenbaren und die Geschichte des Lebens und des Bewusstseins enth\u00fcllen. Sie er-z\u00e4hlen sie. Wenn wir die Zahlen verstehen, erschlie\u00dfen sie uns Erkenntnisse \u00fcber das Da-Sein, seine Herkunft, seine Entwicklung und seine Bestimmung. Ihre Symbolsprache hilft uns, die Wegmarken des Lebens zu erkennen und zu ent-ziffern. Somit werden uns Zahl und Ziffer zu Schl\u00fcsseln zum Verborgenen.<\/p>\n<p>An der Geschichte der Zahl k\u00f6nnen wir gleichzeitig die Geschichte unserer Entwicklung erkennen. Das Wesen der Zahl wandelte sich f\u00fcr uns vom urspr\u00fcnglich qualitativen Geistigen zum quantitativen, anh\u00e4ufenden Materiellen.<\/p>\n<h3>Eine qualitative Sicht<\/h3>\n<p>Bei der quantitativen Betrachtung der Zahlen wird zu einer Einheit eine zweite, dritte &#8230; hinzugef\u00fcgt, so dass die eine neben der anderen liegt und um jeweils eins gr\u00f6\u00dfer oder kleiner als die benachbarte Zahl ist. Es geht dabei darum, Mengen und Gr\u00f6\u00dfen zu bestimmen und festzustellen, wer mehr oder weniger hat oder was mehr oder weniger wert ist. Damit geht eine Seelenhaltung des Anh\u00e4ufens, Vergleichens, des Gr\u00f6\u00dfer oder Kleiner mit sich, eine Haltung des \u201eHaben-Wollens\u201c, die die Welt nach Mengen und Gr\u00f6\u00dfen bemisst und beurteilt.<\/p>\n<p>Quantitative Zahlenbetrachtung<\/p>\n<p>1: I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I<\/p>\n<p>2: I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I<\/p>\n<p>3: I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-I<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich z\u00e4hlte der Mensch indes nicht nach diesem additiven, anh\u00e4ufenden System, sondern nach einem teilenden, gliedernden Prinzip, bei dem man aus der Einheit nicht heraus gelangt, wenn man die Zwei, Drei \u2026 darstellt. In dieser Betrachtung erscheinen alle Zahlen als Glieder oder Aspekte der Eins, die sie alle in sich einschlie\u00dft. Die Zahlen Zwei, Drei, Vier \u2026 sind dann lediglich eine besondere Darstellung der Einheit, sie stehen stets im Zusammenhang und vor dem Hintergrund des Ganzen und finden in ihm ihre Bedeutung. Die Vielheit verbleibt damit in der Einheit.<\/p>\n<p>Diese qualitative Betrachtungsweise sieht jedes Wesen, jedes Individuum als Teil des Ganzen und erkennt auch den eigenen Sinn nur aus dem Zusammenhang und der Verbindung mit dem All-Einen.<\/p>\n<p>Qualitative Zahlenbetrachtung<\/p>\n<p>1: I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I<\/p>\n<p>2: I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-I<\/p>\n<p>3: I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;I<\/p>\n<p>Wir wollen uns in dieser Artikelfolge der qualitativen Sichtweise der Zahlen zuwenden.<\/p>\n<h3>Die Null<\/h3>\n<p>Die Null wurde erst im 12. Jahrhundert im Abendland eingef\u00fchrt und verbreitet. Sie z\u00e4hlt im urspr\u00fcnglichen Sinn nicht zu den Zahlen. Weder ihr Hinzuf\u00fcgen, noch ihr Abziehen von einer anderen Zahl \u00e4ndert deren Wert. Steht sie jedoch hinter einer Zahl, so potenziert sie ihren Wert. Wir begegnen der Null im Allgemeinen nur in Kombination mit einer anderen Zahl, die ihr vorangestellt ist.<\/p>\n<p>Die Null symbolisiert zugleich F\u00fclle und Leere.<\/p>\n<p>Geistig gesehen steht die Null f\u00fcr das absolute, unnennbare Wesen Gottes in seiner Verborgenheit, vor seiner Offenbarung in der Welt. Aus der Urnacht, der zeitlosen Urverborgenheit, mussten erst noch Form und Existenz hervorgebracht und manifestiert werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/zahlen-erzahlen-die-geschichte-des-lebens-teil-2\/\"><strong><sub>Zum Teil 2<\/sub><\/strong><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><sup>Quellen:<\/sup><\/p>\n<p><sup>Ernst Bindel, <em>Die geistigen Grundlagen der Zahlen<\/em><\/sup><\/p>\n<p><sup>Michael Stelzner, <em>Die Weltformel der Unsterblichkeit<\/em><\/sup><\/p>\n","protected":false},"author":920,"featured_media":3548,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110088],"tags_english_":[],"class_list":["post-89206","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-science-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/89206","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3548"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89206"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89206"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=89206"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=89206"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}