{"id":88936,"date":"2018-03-16T13:51:13","date_gmt":"2018-03-16T13:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/peter-deunov-weisheitslehrer-der-liebe\/"},"modified":"2018-03-16T13:51:13","modified_gmt":"2018-03-16T13:51:13","slug":"peter-deunov-weisheitslehrer-der-liebe","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/peter-deunov-weisheitslehrer-der-liebe\/","title":{"rendered":"Peter Deunov &#8211; Weisheitslehrer der Liebe"},"content":{"rendered":"<p><em>Sein Grab ist wie ein zeitloses Lebensprogramm. Umrahmt von einem wei\u00dfen, gusseisernen Gitter voller Pentagramme, erweist es sich als Schl\u00fcssel auf dem Pfad zum neuen, spirituellen Menschen: Weisheit, Wahrheit, Tugend, Liebe und Rechtschaffenheit. T\u00e4glich kommen Dutzende Bulgaren zum \u00fcppigen Rosengarten im Herzen der bulgarischen Hauptstadt Sofia, wo der Weisheitslehrer und Erbe der Bogomilen, Peter Deunov, begraben liegt. Sie halten Einkehr, machen dezent Musik oder lesen einen Text aus seinem immensen spirituellen Nachlass.<\/em><\/p>\n<p>Das geistige Testament Peter Deunovs (1864-1944), der auch Beinsa Douno genannt wird, umfasst mehr als siebentausend Vortr\u00e4ge. Sie sind grob in vier Bereiche zu gliedern. In den Sonntagmorgen-Vortr\u00e4gen (um f\u00fcnf Uhr) unterweist er seine Sch\u00fcler und Zuh\u00f6rer \u00fcber den \u201eneuen Himmel\u201c. Am Sonntagnachmittag behandelt er \u2013 auch um f\u00fcnf Uhr \u2013 die \u201eneue Erde\u201c. Am Mittwochnachmittag um f\u00fcnf Uhr wird der Schwerpunkt auf die \u201elebendigen Kr\u00e4fte der Natur und des Kosmos\u201c gelegt, und freitags um f\u00fcnf Uhr steht der \u201eneue Mensch\u201c im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Liebe, Weisheit und Wahrheit<\/strong><\/p>\n<p>\u201eHabe den vollkommenen Weg der Wahrheit und des Lebens lieb,<\/p>\n<p>gebrauche das Gute als Fundament f\u00fcr dein Haus,<\/p>\n<p>die Rechtschaffenheit als Ma\u00dfstab,<\/p>\n<p>die Liebe als Schmuck,<\/p>\n<p>die Weisheit als Mantel,<\/p>\n<p>und die Wahrheit als Leuchte,<\/p>\n<p>und ich werde mich dir offenbaren.<\/p>\n<p>In der Erf\u00fcllung von Gottes Willen liegt die Kraft der menschlichen Seele.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Zitat beschreibt das Fundament, auf dem Deunov seine \u201eneue Lehre\u201c baut. Sie kennt drei Grundprinzipien: Zuerst die Liebe, die das wahre Leben bringt, gefolgt von der Weisheit, die Licht und wahres Wissen bewirkt. Zuletzt die Wahrheit, die unbegrenzte und vollst\u00e4ndige Freiheit bringt. Von diesen Dreien bleibt die Liebe das stets wiederkehrende Leitmotiv: \u201eMeine Lehre betrifft die lebendige Natur, die Menschen und die intellektuellen Errungenschaften dieser Welt, jedoch vor allem Gott, denn es ist eine Lehre der Liebe.\u201c Nicht umsonst steht auf dem kleinen Brunnen im Rosengarten in gro\u00dfen, kyrillischen Buchstaben: \u201eGOTT IST LIEBE\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Erbl\u00fchen der Menschenseele<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Deunov steht die Menschheit in spiritueller Hinsicht vor einem Umbruch der Zeiten. Bis jetzt ist die menschliche Seele nicht viel weiter entwickelt als \u201eeine Knospe\u201c. In der kommenden neuen Epoche wird sich diese Knospe \u00f6ffnen. Das ist eines der gr\u00f6\u00dften Ereignisse im All und es wird das \u201eErbl\u00fchen der menschlichen Seele\u201c genannt. \u201eIhr seid Seelen, die einst im Geist Gottes empfangen wurden und nun die M\u00f6glichkeit haben, zu bl\u00fchen und Frucht zu tragen. Das wird Gott gefallen. Dieser Gedanke wird einen Boden unter euer Dasein legen, sodass ihr den Sinn des Lebens begreifen und allzeit den einen Weg finden werdet.\u201c<\/p>\n<p>Auf diesem Weg befinden sich Fu\u00dfangeln und Hindernisse, was auch Deunov nicht leugnet. Der Mensch muss schlie\u00dflich immer mit seiner Gespaltenheit rechnen, mit seiner zweifachen Natur: Stoff und Geist. Das stoffliche Element ist in der Ich-Pers\u00f6nlichkeit \u201everpackt\u201c. Diese ist durch stets gegens\u00e4tzliche Eigenschaften wie Freude und Tr\u00fcbsal, Liebe und Hass, Neid und Zuwendung gekennzeichnet. Wenn der Mensch nur mit seiner Pers\u00f6nlichkeit nach au\u00dfen tritt, befindet er sich auf dem \u201etiefsten Punkt\u201c seines Lebens. Der Ursprung der Pers\u00f6nlichkeit liegt im Bewusstsein des Menschen, der \u201eMutter der Pers\u00f6nlichkeit\u201c. Das impulsgebende \u201eIch\u201c nennt Deunov den Vater der Pers\u00f6nlichkeit. So betrachtet bilden das Bewusstsein und das Ich das Paar, aus dem die Pers\u00f6nlichkeit fortw\u00e4hrend entsteht. \u00dcber diesem Paar befindet sich die g\u00f6ttliche Monade, \u00fcber der Monade die g\u00f6ttliche Seele und \u00fcber ihr der g\u00f6ttliche Geist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vorbereitungsklassen <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDas Leben der Pers\u00f6nlichkeit ist tats\u00e4chlich nur die Vorbereitungsklasse in der gro\u00dfen Schule des Lebens\u201c, sagt Deunov. \u201eDie Pers\u00f6nlichkeit des Menschen stellt das Leben aus dem Fleisch und das G\u00f6ttliche in ihm das Leben des Geistes dar. Wenn nun der Geist den ersten Platz bekommt, dann muss die Pers\u00f6nlichkeit mit dem niedrigeren Platz vorlieb nehmen. Dort wo der Geist lebt, stirbt das Fleisch. Wo das Fleisch lebt, stirbt der Geist. Warum? Ihre Nahrung ist nicht dieselbe. Der Geist kann sein Leben mit der Nahrung der Pers\u00f6nlichkeit nicht in die richtige Bahn lenken \u2013 er lebt sein eigenes Leben.\u201c<\/p>\n<p>Aber warum kann die Pers\u00f6nlichkeit nicht in Harmonie mit dem Geist leben? wurde Deunov oft verzweifelt gefragt. \u201eDas kommt daher, dass die beiden die Pl\u00e4tze getauscht haben. Aber einmal, wenn alles auf seinen Platz zur\u00fcckgekehrt ist, werden Pers\u00f6nlichkeit und Geist in Harmonie und Eintracht miteinander sein. Die Pers\u00f6nlichkeit wird dereinst durch das erwachende g\u00f6ttliche Element in ihr erkennen, dass sie nicht f\u00fcr sich selbst lebt und sie der unsterblichen Seele als Tr\u00e4ger der Reinheit, der Heiligkeit, der Br\u00fcderlichkeit, der Harmonie und des Friedens das Heft aush\u00e4ndigen muss.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gandhi<\/strong><\/p>\n<p>Peter Deunov wird h\u00e4ufig als Erbe der tief verwurzelten, spirituellen Tradition angesehen, die mit den Mysterien des Orpheus der Thraker in Osteuropa begann und durch die Bogomilen kraftvoll fortgesetzt wurde. Mit seiner Liebesbotschaft bereiste er die ganze Welt. So hatte er in Indien auch Gandhi unter seinen Sch\u00fclern. Im eigenen Land hatte er zehntausende Nachfolger, die sich in der <em>Wei\u00dfen Bruderschaft<\/em> vereinigten. Bei den Autorit\u00e4ten war er gef\u00fcrchtet, wurde aber auch respektiert. Das zeigte sich zuletzt im Zweiten Weltkrieg, als er heimlich \u00fcber die m\u00f6gliche Judenverfolgung in seinem Land befragt wurde. Deunovs nat\u00fcrliche Autorit\u00e4t war so gro\u00df, dass seine Liebesbotschaft den Ausschlag gab: Es wurde nicht ein einziger Jude in Bulgarien verfolgt!<\/p>\n<p>Nach der Wende von 1989 hat Deunov einen Ehrenplatz im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Bulgaren bekommen. Bei der Wahl des \u201egr\u00f6\u00dften Bulgaren der Geschichte\u201c kam er \u2013 nach dem bulgarischen Unabh\u00e4ngigkeitsk\u00e4mpfer und Nationalhelden Vasil Levski (1837-1873) auf den zweiten Platz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Literatur:<\/em><\/p>\n<p>Beinsa Duno \u2013 Peter Danov, <em>The Beauty of Life, collection of lectures, <\/em>Sofia 2005<\/p>\n<p>Peter Deunov, <em>The high Ideal, lecture of the General Occult Class held by the Master Beinsa Douno on September 11, 1923 in Sofia, <\/em>Sofia 2003<\/p>\n<p>The Master Peter Deunov \u2013 Beinsa Douno, <em>The mindful Heart, collection of lectures<\/em>, Sofia 2003<\/p>\n<p>Beinsa Douna (The Master Peter Dounov), <em>The Salt, Sunday lectures, 1917 \u2013 1919, <\/em>Power and Life series, vol. III, Sofia 2003<\/p>\n<p>G\u00fcrov, Georgi, <em>Der Mensch und der Weg seiner Vervollkommnung in der Lehre von Beins\u00e1 Dun\u00f3 (Peter Deunov), <\/em>in: <em>Mensch und Erde<\/em>, Symposium Osnabr\u00fcck 2008, Stiftung Rosenkreuz zur F\u00f6rderung hermetischen und gnostischen Gedankenguts, S. 59 &#8211; 81<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":923,"featured_media":2793,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110075],"tags_english_":[],"class_list":["post-88936","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-livingpast-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/88936","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/923"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2793"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88936"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88936"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=88936"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=88936"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}