{"id":88888,"date":"2018-01-07T12:24:29","date_gmt":"2018-01-07T12:24:29","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/symbol-der-drache\/"},"modified":"2018-01-07T12:24:29","modified_gmt":"2018-01-07T12:24:29","slug":"symbol-der-drache","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/symbol-der-drache\/","title":{"rendered":"Symbol &#8211; Der Drache"},"content":{"rendered":"<p><iframe allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\" height=\"232\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/7eOrf8MfkGIGjjockeockS?utm_source=generator\" style=\"border-radius:12px\" width=\"100%\"><\/iframe><\/p>\n<p>Sowohl in der griechischen Mythologie als auch in der westlichen und \u00f6stlichen Alchemie ist der Drache ein beliebtes Symbol. Eine der bekanntesten Mythen in Europa beschreibt den Kampf des Hl. Georg mit dem Drachen, bei dem es darum geht, die sch\u00f6ne Prinzessin (die Seele) zu gewinnen oder sie aus dem Griff des niederen Lebens zu befreien. In der Sprache der Apokalypse ist es Michael, der die Drachenkraft \u00fcberwindet. Dies deutet sowohl auf die instinktive Kraft hin \u2013 den Drachen oder die Schlange des niederen Lebens \u2013 als auch auf das h\u00f6here geistige Bewusstsein, auf eine notwendige Transformation.<\/p>\n<p>Das mythische Seeungeheuer Leviathan oder die vielk\u00f6pfige Hydra ist anfangs bedrohlich und giftig \u2013 ohne die Transformation erleben wir die Welt als bedrohlich und gef\u00e4hrlich \u2013 und sie muss von dem Helden, Marduk, Georg, Siegfried oder Herakles, also durch das Schwert des Geistes besiegt werden. Dann kann der Drache schlie\u00dflich seine drei Fl\u00fcgelpaare ausbreiten und sich aus der Tiefe der stofflichen Welt erheben. Diese Fl\u00fcgelpaare sind die des K\u00f6rpers, die des Herzens oder der Seele und die des Hauptes oder des Geistes \u2013 also der mit Geist und Seele in eine harmonische Einheit gekommene K\u00f6rper.<\/p>\n<p>In der Alchemie ist es der fl\u00fcchtige und zwitterhafte Mercurius, der zun\u00e4chst in Form eines kriechenden Reptils wie der Geist aus der Flasche befreit werden muss. Dies ist die Prima Materia oder die Urmaterie, aus der alles besteht und die w\u00e4hrend des alchemischen Prozesses umgesetzt wird. Der schwarze Drache hat sich in einen goldenen verwandelt. Dann ist dieser aus seiner Gefangenschaft in der Raumzeit befreit.<\/p>\n<p>Eine andere Betrachtung des aus der Gnosis und der Hermetik stammenden symbolischen Drachens oder Reptils ist Ouroboros. F\u00fcr diese Schlange aus dem alten \u00c4gypten und der griechischen Antike, stets mit dem Ende des eigenen Schwanzes im Mund dargestellt, existieren mehrere Interpretationen. Der Name Ouroboros bedeutet \u201eEr, der seinen Schwanz isst\u201c, und diese Vorstellung weist auf den unendlichen Kreislauf von ewiger Wiederkehr hin. In den \u00e4ltesten Ansichten symbolisiert er das formlose Chaos rings um die geordnete Welt (die \u00c4gypten war). \u00c4gypten, das Land der Ordnung und der Zivilisation, beseelt von dem hehren Ziel, das Universum zu sch\u00fctzen, kann dadurch, dass die ewige Ordnung bewahrt und gesch\u00fctzt wird, diesem Chaos entsteigen.<\/p>\n<p>In der Gnosis spiegelt Ouroboros die Einheit aller Dinge wieder, sowohl geistig als auch stofflich, deren Essenz niemals verschwindet, sondern fortw\u00e4hrend stirbt und wiedergeboren wird. Das Evangelium der Pistis Sophia beschreibt \u201edie Sonnenscheibe als eine zw\u00f6lffache Schlange mit dem Schwanz im Mund\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":923,"featured_media":2728,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110075],"tags_english_":[],"class_list":["post-88888","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-livingpast-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/88888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/923"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88888"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=88888"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=88888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}