{"id":88603,"date":"2017-11-12T21:30:10","date_gmt":"2017-11-12T21:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/logon_article\/sehnsucht-nach-licht-und-leben\/"},"modified":"2017-11-12T21:30:10","modified_gmt":"2017-11-12T21:30:10","slug":"sehnsucht-nach-licht-und-leben","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/sehnsucht-nach-licht-und-leben\/","title":{"rendered":"Sehnsucht nach Licht und Leben"},"content":{"rendered":"<p>In den Spalten zwischen den einzelnen Betonkl\u00f6tzen w\u00e4chst Gras. Das ist immer so. Gras w\u00e4chst \u00fcberall. Gras ist eines der vielen Unkr\u00e4uter. Das Gr\u00fcnfl\u00e4chenamt hatte weder die Zeit noch sah es die Notwendigkeit, es zu beseitigen.<\/p>\n<p>Kultur braucht kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit, w\u00e4hrend sich die Natur nat\u00fcrlicherweise und, wie es scheint, ohne M\u00fche von selbst entfaltet. Wochenlang sind Bulldozer, Lastwagen, Teermaschinen und Dampfwalzen im Einsatz, um eine glatte Stra\u00dfendecke zu erstellen, und dann w\u00e4chst irgendwann da ganz nat\u00fcrlich auch wieder Gras.<\/p>\n<p>Die Natur siegt immer. Es ist des Menschen Los, im Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Natur und Kultur zu stehen.<\/p>\n<p>Die Natur sorgt gut f\u00fcr uns. Das Gr\u00fcn, das den frischen Sauerstoff erzeugt, wird jedoch von uns beseitigt, um Platz zu schaffen f\u00fcr Autos, die Kohlenstoff aussto\u00dfen. Liegt es vielleicht in der Natur des Menschen beschlossen, sich selbst das Leben auf der Erde unm\u00f6glich zu machen? Der Mensch versucht, sich die Natur untertan zu machen und das Ergebnis ist, dass er sich selbst in eine schwierige Situation bringt. Das oft geh\u00f6rte \u201eZur\u00fcck zur Natur\u201c ist jedoch keine L\u00f6sung. Die Berufung des Menschen reicht viel h\u00f6her und weiter und ist grandioser \u2013 sie geht weit \u00fcber die Natur, wie wir sie kennen, hinaus.<\/p>\n<p>Gras w\u00e4chst trotz seiner Zartheit an den kahlsten und \u00f6desten Stellen. Es muss nicht geh\u00e4tschelt werden wie der sorgsam gepflegte englische Rasen. Gras ist nicht w\u00e4hlerisch, es ergreift vorbehaltlos jede M\u00f6glichkeit zu wachsen. Es w\u00e4chst dabei oft an Stellen, an denen es nicht gern gesehen ist. Dennoch w\u00e4chst es immer weiter, bildet Samen und vermehrt sich.<\/p>\n<p>Es h\u00e4lt uns einen Spiegel vor: \u201eErgreife vorbehaltlos jede Chance im Leben, ungeachtet der Erfolgsaussichten!\u201c Das ist ein anderer Blickwinkel als \u201eSieh dich vor, wenn du springst!\u201c, mit dem die meisten von uns aufgewachsen sind. Das Gras keimt, sprie\u00dft und bl\u00fcht im bedingungslosen Jetzt. Es k\u00f6nnte nicht einfacher sein. Auf den Menschen \u00fcbertragen hei\u00dft das: Es braucht viel Mut und Abenteurergeist.<\/p>\n<p>Ein lebendiger Keim, der dem sterblichen Menschen genauso fremd erscheint wie dem grauen Asphalt das gr\u00fcne Gras, befindet sich im Herzen jedes Menschen. Durch diesen inneren Keim angetrieben, wendet er sich der Mensch immer wieder dem Kulturstreben zu. Er versucht, seine Welt in Harmonie mit diesem inneren Dr\u00e4ngen zu bringen und strebt dabei nach Perfektion, nach einem Paradies gem\u00e4\u00df seinen Vorstellungen. Es ist jedoch nicht die Aufgabe der Natur, in einen paradies\u00e4hnlichen Zustand hinein kultiviert zu werden. Ihre einzige Konstante ist die Ver\u00e4nderung. Die Natur gibt nur den Kontext ab, in dem der Mensch Erfahrungen sammeln kann, um sich eines Tages seines Erbes bewusst zu werden und es sich zu erschlie\u00dfen. Es geht um diesen Keim im Herzen, er muss keimen; es geht nicht um die weitere Vervollkommnung des naturgeborenen Menschen. F\u00fcr die Entwicklung des Keims ist das Licht aus dem urspr\u00fcnglichen, himmlischen Lebensgebiet vonn\u00f6ten.<\/p>\n<p>Dieses Licht ist allgegenw\u00e4rtig und will sich in jedem Menschenherzen offenbaren.<\/p>\n<p>Wer wahrhaft nach Befreiung sucht, wird jeden Spalt im Panzer seiner bisherigen Lebenseinstellungen nutzen, um das g\u00f6ttliche Licht einzulassen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2299,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-88603","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/88603","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88603"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88603"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=88603"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=88603"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}