{"id":124585,"date":"2026-04-05T06:00:52","date_gmt":"2026-04-05T06:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=124585"},"modified":"2026-04-11T09:21:30","modified_gmt":"2026-04-11T09:21:30","slug":"die-tragbare-hoehle","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/die-tragbare-hoehle\/","title":{"rendered":"Die tragbare H\u00f6hle"},"content":{"rendered":"<p><em>Ist unsere Welt eine Simulation, wie es manche Wissenschaftler behaupten? Der Gedanke, dass die Welt nicht so ist, wie sie zu sein scheint, ist sehr alt. <\/em><\/p>\n<p><em><!--more-->Wir finden ihn schon im Hinduismus, im Buddhismus und \u2013 um die Zeitenwende herum \u2013 bei den Gnostikern. Platon stellt ihn bildhaft in seinem \u201eH\u00f6hlengleichnis\u201c dar. Heute haben wir uns eine H\u00f6hle erschaffen, die wir in unseren Handys mit uns tragen.<\/em><\/p>\n<p>In j\u00fcngster Zeit ist es zu einem Thema erheblicher Debatten geworden, ob die Welt, in der wir leben \u2013 von der gem\u00fctlichen Vertrautheit unseres eigenen Hauses bis hin zur entferntesten Galaxie in unvorstellbaren Lichtjahren Entfernung \u2013 eine Art F\u00e4lschung oder zumindest eine Kopie, eine <em>Simulation<\/em> ist. Was vor einiger Zeit noch wie Science-Fiction erschien \u2013 man denke an den Film <em>The Matrix<\/em> \u2013 wird von einigen Wissenschaftlern heute, wenn auch noch nicht als Tatsache, so doch als 99-prozentige Wahrscheinlichkeit angesehen. Bekannte Technologiegiganten wie Elon Musk und Peter Thiel gehen offenbar ebenfalls von dieser Wahrscheinlichkeit aus, und seltsamerweise scheint die Tatsache, dass die Simulationstheorie noch nicht bewiesen oder gar als beweisbar akzeptiert ist, Grund genug zu sein, sie in einem Akt des Glaubens zu akzeptieren; Musk und Thiel bezeichnen sich selbst als Christen, wenn auch nicht im orthodoxen Sinne. In gewisser Weise erscheint mir dieser Glaube als ein Beispiel f\u00fcr den \u201eSchuldschein\u201c-Charakter vieler aktueller wissenschaftlicher Hypothesen. Man sagt, dass man derzeit zwar nicht in der Lage sei, X zu beweisen \u2013 was auch immer X sein mag \u2013, dass man das aber h\u00f6chstwahrscheinlich bald tun k\u00f6nne. Wenn wir also heute noch nicht beweisen k\u00f6nnen, dass wir in einer Simulation leben \u2013 machen Sie sich keine Sorgen, wir werden es bald tun k\u00f6nnen, nach einigen Jahren und weiteren technologischen Fortschritten, Sie werden ja sehen.<\/p>\n<h3>Werden wir von einer k\u00fcnftigen Zivilisation simuliert?<\/h3>\n<p>Eine Inspirationsquelle f\u00fcr dieses Konzept ist der Philosoph Nick Bostrom aus Oxford. Im Wesentlichen behauptet er, genauso wie wir heute Computersimulationen f\u00fcr eine Vielzahl von Dingen durchf\u00fchren, vom Wetter \u00fcber den Verkehr bis hin zu milit\u00e4rischen Kampfhandlungen \u2013 ganz zu schweigen von Videospielen und virtueller Realit\u00e4t \u2013, so werden fortgeschrittene Zivilisationen \u2013 au\u00dferirdische oder k\u00fcnftige irdische \u2013 solche Simulationen ebenfalls vornehmen, dann aber in viel gr\u00f6\u00dferem und komplexerem Umfang. Und dazu z\u00e4hle dann auch das Leben auf unserem Planeten Erde. Mit Hilfe der Quantenphysik werde man \u201eQuanten der Realit\u00e4t\u201d auf die gleiche Weise erzeugen, wie wir es bei den Pixeln auf unseren Computerbildschirmen tun.<\/p>\n<p>Mit dem Entstehen des menschlichen Lebens auf der Erde gehen viele \u201eZuf\u00e4lle\u201c einher, wenn man der Evolutionstheorie folgt. Sie deuten aus der Sicht vieler Wissenschaftler auf ein sogenanntes \u201eanthropisches kosmologisches Prinzip\u201c hin, wonach das Universum auf das Entstehen intelligenten Lebens angelegt ist. Unser Leben ist dann kein Zufallsprodukt in einem feindlichen und sinnlosen Universum. Nach den Simulationisten hingegen sind die \u201eZuf\u00e4lle\u201c bei der Entstehung und Entwicklung des Lebens ein Beweis f\u00fcr die Simulation. <em>Jemand<\/em>, so sagen sie, leite die Show.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche k\u00f6nnte das Gott sein. F\u00fcr andere ist es der gro\u00dfe Computerprogrammierer im Himmel. F\u00fcr einige der Simulationisten sind wir selbst es \u2013 wir in der Zukunft. Wir seien Simulationen, die unser zuk\u00fcnftiges Ich erschaffen habe. Allerdings ist damit ein logisches Problem verbunden. Die zuk\u00fcnftige Generation, von der die Simulationisten sprechen, wird ja von uns hervorgebracht. Wenn man nun behauptet, dass sie uns simuliere, so stellt sich die Frage, wie eine \u201efalsche\u201c Realit\u00e4t (n\u00e4mlich wir) die \u201eechte\u201c Realit\u00e4t hervorbringen kann, die uns erschafft.<\/p>\n<p>Die Bemerkung eines Wissenschaftlers, der die Simulationstheorie vertritt, hat mich innehalten lassen. Rich Terrile, ein Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory der NASA, h\u00e4lt die Simulationstheorie f\u00fcr so wahrscheinlich, dass \u201ees au\u00dferordentlich unwahrscheinlich ist, dass wir nicht in einer Simulation leben\u201d.<\/p>\n<p>Wie er diese Behauptung aufstellen kann, ist mir r\u00e4tselhaft. Denn wenn wir in einer Simulation lebten, w\u00e4re jeder Begriff von \u201eWahrscheinlichkeit\u201c notwendigerweise Teil dieser Simulation. Es g\u00e4be keinerlei Grundlage f\u00fcr eine objektive Betrachtung. Man kann noch weiter fragen: Wie \u201ewahrscheinlich\u201c war der Urknall \u2013 wenn er denn tats\u00e4chlich stattgefunden hat \u2013 oder, besser noch: Wie wahrscheinlich ist die Existenz selbst? Das sind Fragen, die nicht zu beantworten sind, weil unsere Vorstellungen von Wahrscheinlichkeit ja Teil dessen sind, was wir erforschen wollen.<\/p>\n<p>Die Frage \u201eWarum gibt es etwas und nicht nichts?\u201c hat in der Vergangenheit manche klugen K\u00f6pfe besch\u00e4ftigt: Leibniz, William James, Heidegger, Wittgenstein, ganz zu schweigen von den vielen Kindern, die solche Fragen stellen, ehe ihnen das Staunen ausgetrieben wird. Dass das Universum \u201eeinfach so\u201c entstanden ist, erscheint ganz und gar unwahrscheinlich, aber gleichwohl sagen gro\u00dfe Wissenschaftler wie Stephen Hawkings \u2013 der glaubte, er k\u00f6nne den Geist Gottes verstehen \u2013 mehr oder weniger, dass es so sei. Er \u00e4u\u00dfert die wissenschaftlich klingende Vermutung, dass eine \u201eQuantenfluktuation in einem bereits existierenden Vakuum\u201c zu unserer Existenz gef\u00fchrt habe.<\/p>\n<p>Es handelt sich dabei um eine unwiderlegbare Behauptung. Wenn aber etwas unwiderlegbar ist, mangelt es ihm, wie der Philosoph Karl Popper dargelegt hat, an einem wissenschaftlichen Status. Es spricht aber auch noch einiges andere gegen die Simulationstheorie. Zum einen geht sie davon aus, dass \u201efortgeschrittene Zivilisationen\u201c dasselbe tun werden wie wir, also zum Beispiel Simulationen durchf\u00fchren, nur eben in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab. Das kommt mir so vor, als w\u00fcrde man behaupten, dass diese Zivilisationen genau wie wir zum Beispiel Busse h\u00e4tten, diese aber ein Kilometer lang w\u00e4ren und mit 1.000 Kilometern pro Stunde fahren w\u00fcrden. Wenn k\u00fcnftige Zivilisationen aber so fortgeschritten sind, warum sollten sie dann das Gleiche zu tun, was Wissenschaftler hier und jetzt tun? Ihre Fortschrittlichkeit k\u00f6nnte man eher betonen, wenn man ihnen eine \u201etranszendente Technologie\u201c unterstellte.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen ist die Annahme, dass das Fortschrittliche sich auf \u00fcberhaupt auf die Technologie beziehen m\u00fcsse, selbst ein Problem dieses Denkens. Es pr\u00e4sentiert eine Metapher als Tatsache. Als Newton das alte ptolem\u00e4ische Weltbild abschaffte und es durch ein Modell ersetzte, das einer Maschine nachempfunden war, projizierte er eine Metapher seines Denkens auf die Realit\u00e4t. Die Einstein&#8217;sche Revolution tat dasselbe, als sie Newton st\u00fcrzte; nun war das Universum infolge der Relativit\u00e4tstheorie wie ein sich ausdehnender Ballon. Heute ist es keine \u00dcberraschung mehr, dass die Computer und die virtuellen Realit\u00e4ten, die aus ihnen hervorgehen, die Metapher f\u00fcr das neueste Modell des Universums liefern, die Simulation.<\/p>\n<h3>Vom illusorischen Charakter unserer Erfahrungen<\/h3>\n<p>Doch mehr noch: Obwohl sie als das Neueste pr\u00e4sentiert wird, ist die Vorstellung, dass die Welt, in der wir leben, irgendwie falsch ist \u2013 oder zumindest nicht ganz so, wie sie zu sein scheint \u2013, so alt wie die menschlichen Kulturen, ob simuliert oder nicht. Der Hinduismus spricht von Maya, dem illusorischen Charakter unserer Erfahrungen, zum Beispiel der Erfahrung, von der Welt getrennt zu sein. Der Buddhismus tut dies ebenfalls und deutet auf unsere Unwissenheit hin, unsere Ignoranz gegen\u00fcber der Realit\u00e4t. Aber wir m\u00fcssen nicht unbedingt zu fremden Alt\u00e4ren gehen, um \u00e4hnliche Ideen zu entdecken wie die aktuelle Faszination f\u00fcr Simulationen. Auch der Westen hat in seiner Geschichte Gedanken dieser Art hervorgebracht.<\/p>\n<p>Eine einheimische Quelle einer fr\u00fchen Simulationstheorie sind, k\u00f6nnte man sagen, die Gnostiker. Wer waren die Gnostiker? Sie waren eine fr\u00fch-christliche Gruppierung, um 200 n. Chr., die den Gott des Alten Testaments \u2013 Jehova \u2013 ablehnten. Ferner lehnten sie die w\u00f6rtliche Auslegung der Schriften ab, die das Leben und die Kreuzigung Christi beschrieben; an die Stelle setzten sie ein symbolisches Verst\u00e4ndnis. Sie werden Gnostiker genannt, weil sie, anstatt die Lehren Christi auf der Basis des Glaubens und des Dogmas zu akzeptieren, wie es die kirchlichen Christen taten und heute noch tun, nach <em>Gnosis<\/em> suchten, nach Wissen. Es war nicht die Art von Wissen, die man durch Lernen oder Studieren erlangt (was die Griechen <em>episteme<\/em> nannten), sondern eine Art unmittelbares <em>Erfahrungswissen<\/em>, ein Wissen aufgrund innerer Erfahrung. Es bezog sich auch auf den wahren Charakter der Welt. Die Gnostiker gingen davon aus, dass unsere Welt von einem falschen Gott \u2013 dem \u201eDemiurgen\u201d \u2013 erschaffen worden sei, einem Gott, der der Meinung sei, er sei der wahre Gott. Hiernach sind wir in der Welt des falschen Gottes gefangen, aber wir bewahren in unseren Seelen \u201eFunken\u201d des Lichts, die vom wahren Gott jenseits unserer aktuellen Sch\u00f6pfung stammen. Die Gnostiker sahen Christus als einen Befreier, der auf die Erde kam, nicht um f\u00fcr unsere S\u00fcnden zu sterben, sondern um die Wahrheit zu lehren und den Weg zu zeigen, wie wir die Funken freisetzen und zu unserem wahren Ursprung zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bis vor relativ kurzer Zeit stammte das meiste, was wir \u00fcber die Gnostiker wussten, aus den feindseligen Berichten der fr\u00fchen Kirchenv\u00e4ter. Dies \u00e4nderte sich 1945, als eine Sammlung gnostischer Schriften in Nag Hammadi in \u00c4gypten entdeckt wurde. Durch Werke wie Elaine Pagels&#8216; <em>The Gnostic Gospels<\/em> hat sich ein positiveres Verst\u00e4ndnis der Gnostiker herausgebildet. Mittlerweile ist der Begriff \u201egnostisch\u201c in unseren Sprachgebrauch eingegangen und wird unter anderem verwendet, um eine Reihe von Werken der Popul\u00e4rkultur zu charakterisieren, die alle in gewisser Weise die Vorstellung einer \u201efalschen Welt\u201c teilen. Ich habe bereits den Film <em>The Matrix<\/em> erw\u00e4hnt. Andere Filme wie <em>Die Truman Show<\/em>, <em>Dark City<\/em> und <em>The Cube<\/em> zeigen \u00e4hnliche Szenarien, in denen Menschen in einer Welt leben, von der sie nicht wissen, dass sie unwirklich ist.<\/p>\n<p>Die Romane des Science-Fiction-Autors Philip K. Dick, von denen viele verfilmt wurden, basieren h\u00e4ufig auf derselben Idee. Netflix-Serien wie <em>Dark<\/em> und andere verwenden ebenfalls das Thema, dass die allt\u00e4gliche Realit\u00e4t anders ist, als wir glauben. Ich w\u00fcrde sogar sagen, dass die \u201eHermeneutik des Verdachts\u201c, die der Philosoph Paul Ricouer im Zusammenhang mit Texten entwickelt hat \u2013 das hei\u00dft die Suche nach ihrer \u201everborgenen Bedeutung\u201c \u2013 sich in unserer heutigen epistemologischen (erkenntnistheoretischen) Unsicherheit niederschl\u00e4gt. Es gibt heute die Sichtweise einer \u201epostfaktischen Welt\u201c, die aus \u201ealternativen Fakten\u201c innerhalb einer formbaren Realit\u00e4t besteht. Wir scheinen in einer Zeit zu leben, in der alles plausibel, aber nichts sicher ist, mit einer F\u00fclle von Verschw\u00f6rungstheorien, die die Unterscheidung zwischen F\u00e4lschung und Wirklichkeit aufheben.<\/p>\n<p>Doch schon vor den Gnostikern pr\u00e4sentierte der Vater der westlichen Philosophie, Platon, etwas, das bis heute als Symbol f\u00fcr den Unterschied zwischen dem Erkennen der Realit\u00e4t und dem Gefangensein in einer Illusion steht. In seinem Werk <em>Der Staat <\/em>beschreibt Platon das, was wir als das H\u00f6hlengleichnis kennen. Er fordert uns auf, uns Menschen vorzustellen, die in einer H\u00f6hle angekettet sind und gezwungen sind, geradeaus auf eine Wand zu schauen, auf der Schatten hin und her wandern. Sie werden von Gestalten auf die Wand geworfen, hinter denen sich ein Feuer befindet. Die Angeketteten k\u00f6nnen die sich vor dem Feuer bewegenden Menschen und die Gegenst\u00e4nde, die sie tragen, nicht sehen, sondern erleben nur ihre Schatten. Sie betrachten diese Schatten und analysieren sie. An ihren Platz gefesselt und unf\u00e4hig, sich umzudrehen, ist f\u00fcr sie die Realit\u00e4t das, was sie an der H\u00f6hlenwand wahrnehmen.<\/p>\n<p>Der Philosoph jedoch ist irgendwie in der Lage, seine Ketten zu l\u00f6sen und sich umzuwenden. Wir k\u00f6nnen sagen, er vermag <em>nach innen<\/em> zu schauen, weg von den unwirklichen Bildern im Au\u00dfen. So erkennt er, dass das, was er bislang f\u00fcr die Realit\u00e4t gehalten hatte, nur Schatten waren. Aber mehr noch: Er findet seinen Weg aus der H\u00f6hle heraus. Zun\u00e4chst ist er vom Sonnenlicht geblendet \u2013 die Wahrheit ist ein Schock \u2013, aber nachdem sich seine Augen an die Helligkeit gew\u00f6hnt haben, kehrt er in die H\u00f6hle zur\u00fcck, um seinen Gef\u00e4hrten zu erz\u00e4hlen, was er entdeckt hat. Aber leider glauben die, die die Wahrheit nicht sehen k\u00f6nnen, ihm nicht, ja sie hassen diejenigen, die versuchen, ihnen das Verborgene zu enth\u00fcllen \u2013 wie Sokrates es auf bittere Weise erfahren musste.<\/p>\n<p>In vielerlei Hinsicht scheint mir Platons H\u00f6hle eine passendere Metapher f\u00fcr die heutige Zeit zu sein, als es die Simulationstheorie ist. Oder, anders gesagt, ich sehe unsere derzeitige Besessenheit von der Technologie und der digitalen elektronischen Welt als eine Mischung aus Platons H\u00f6hle und der Simulationstheorie. Allerdings bezieht sich die Simulation nun nicht auf die Welt \u201eda drau\u00dfen\u201d, die Welt der Sterne, der Wolken, des Sonnenlichts, der Berge, Tiere, B\u00e4ume und Menschen, sondern auf die Welt, in die wir eintreten, wenn wir unser Bewusstsein auf das beschr\u00e4nken, was wir auf einem iPhone oder einem \u00e4hnlichen Ger\u00e4t sehen. Es f\u00e4llt mir immer mehr auf, dass wir das Interesse an der Au\u00dfenwelt verlieren \u2013 die laut den Simulationisten eine Simulation ist \u2013 und zunehmend s\u00fcchtig nach der <em>simulierten Welt <\/em>werden, die wir auf unseren Telefonapparaten finden. Wir scheinen zur\u00fcck in eigene pers\u00f6nliche H\u00f6hlen zu gehen, in die tragbaren H\u00f6hlen, die wir mit uns herumtragen und in denen wir die Schatten der Realit\u00e4t beobachten, die uns die sozialen Medien liefern. Simulation ist nun nicht die Welt, die wir um uns herum erleben, sondern die, in der wir unsere Zeit verbringen, wenn wir die Welt ausschlie\u00dfen und in den Strom der elektronischen Pseudorealit\u00e4t eintreten, den wir in unseren Taschen mit uns herumtragen.<\/p>\n<p>Diejenigen aber, die sich daf\u00fcr entscheiden, diese H\u00f6hle nicht zu betreten, k\u00f6nnen sich vom Geheimnis ihrer Existenz ber\u00fchren lassen, dem \u201eau\u00dferordentlich unwahrscheinlichen Umstand\u201d (wie manche Wissenschaftler behaupten) einer nicht simulierten Welt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dieser Artikel ist unter anderen in der aktuellen Printversion des LOGON Magazins zum Theme &#8222;Der offene Himmel&#8220; zu finden<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":124610,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-124585","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/124585","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124585"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124585"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=124585"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=124585"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}