{"id":119210,"date":"2025-07-03T06:00:05","date_gmt":"2025-07-03T06:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=119210"},"modified":"2025-07-02T20:24:43","modified_gmt":"2025-07-02T20:24:43","slug":"schoenheit-ist-eine-lebendige-moeglichkeit-geistiges-auszudruecken","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/schoenheit-ist-eine-lebendige-moeglichkeit-geistiges-auszudruecken\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6nheit ist eine lebendige M\u00f6glichkeit, Geistiges auszudr\u00fccken"},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich braucht man in der Kunst Mittel. Gleichzeitig aber weht der Geist, wo er will. Der Geist weht auch im Banalen, in Klebeb\u00e4ndern in irgendeinem Museum.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das ist dann vielleicht nicht sch\u00f6n, aber m\u00f6glicherweise geistvoll.<\/p>\n<p><strong>Teil 2 <a href=\"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/den-schrei-der-existenz-in-eine-sinfonie-verwandeln\/\">(zur\u00fcck zu Teil 1)<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Isabel Lehnen (LOGON) interviewt den K\u00fcnstler Alfred Bast (Abtsgm\u00fcnd-Hohenstadt und Berlin).<\/p>\n<p>I.L. Welche Mittel hat die Kunst denn, um das Geistige zu verdinglichen? Wir hatten im letzten Jahr in M\u00fcnchen eine Ausstellung von William Turner, der mit den Mitteln der damaligen Zeit \u2013 daf\u00fcr ist er ja unter anderem ber\u00fchmt geworden und von den Zeitgenossen l\u00e4cherlich gemacht worden \u2013 versucht hat, Licht darzustellen, einfach Licht. Ich kenne auch ein Bild von dir, das hei\u00dft \u201eAusrichtung\u201c, wenn ich mich richtig erinnere, wo du im Kreis sozusagen Sch\u00f6pfungsgegenst\u00e4nde der Natur gruppierst, und aus dem Mittelpunkt strahlt ein blendend helles Licht. Welche Mittel hat die Kunst, um das Geistige zu verdinglichen? Etwa Symbole \u2013 du verwendest zum Beispiel gern das Ei \u2013, aber auch Proportionen wie die <em>sectio aurea<\/em>, den Goldenen Schnitt, oder Farben? Was verwendest du in deinen Werken?<\/p>\n<p>A.B. Nat\u00fcrlich braucht man Mittel. Gleichzeitig aber weht der Geist, wo er will. Der Geist weht auch im Banalen, in Klebeb\u00e4ndern in einem Museum in Nordrhein-Westfalen. Das ist dann vielleicht nicht sch\u00f6n, aber m\u00f6glicherweise geistvoll. Deshalb w\u00fcrde ich auch die Sch\u00f6nheit nicht als ein Diktat verstehen, sondern es ist eine lebendige Ausdrucksm\u00f6glichkeit des Geistigen. So dass die Antworten auf deine Frage, welche Mittel daf\u00fcr geeignet sind, wieder auf den ersten Satz von mir hinweisen, dass man als K\u00fcnstler die Kraft in sich entwickelt und schult, die gr\u00f6\u00dften Gegens\u00e4tze, die in uns wirksam sind, Gef\u00fchl, Verstand, Zukunft, Vergangenheit, alles, was jeder Mensch auf seine individuelle Weise erlebt, worin er wirkt, womit er gebaut ist, womit er selbst sein Leben baut, all das auszurichten auf diese Ganzheit, die eine geistige Dimension ist, die vom einzelnen Teil nicht zu fassen ist, aber gleichzeitig jedes einzelne Teil erfasst und auch erh\u00e4lt. Und wenn diese Ausrichtung gelingt<span style=\"text-decoration: line-through;\"><u>,<\/u><\/span> dann ist der K\u00fcnstler frei, das auf seine Weise in seiner Zeit auszudr\u00fccken, wie er will und wie es der Zeitgestalt entspricht, wie es den Bedingungen entspricht. Das kann eine soziale Plastik sein, wie Beuys sie postuliert hat. Es muss kein Bild an der Wand sein. Es kann ein Gespr\u00e4ch sein, es kann eine Begegnung sein mit Tieren und der Natur. Das sind alles die Mittel der Kunst.<\/p>\n<p>Die Mittel des Malers sind nat\u00fcrlich Farben und Formen, und das Verh\u00e4ltnis von Leere und Vielfalt der Sch\u00f6pfung, Leere als dem reinen Grund \u2013 wie auch bei Malewitsch, der das schwarze Quadrat als die Ur-Leere dargestellt hat \u2013 am Anfang war nichts, also der Leere als Basis, als Potenzial, aus dem sich alles heraus gestaltet, was wir dann als Vielfalt erkennen. Und weil wir so orientierungss\u00fcchtige Wesen sind, suchen wir in der Vielfalt nach \u00dcbereinstimmung mit uns selbst. Wir kollektivieren unsere individuelle Teilidentit\u00e4t mit anderen zu Gruppen und Parteien und suchen dann darin das Ganze. Das Ganze aber ist mehr als die Summe seiner kleinen und gro\u00dfen Teile. Es ist das, was alles enth\u00e4lt. Und weil es alles enth\u00e4lt, ist es auch in jedem Detail, und auch im Gegenteil.<\/p>\n<p>Deshalb muss ich nur in mein Innerstes gehen, in mein Zentrum, und da habe ich die Verbindung zum Ganzen. Jeder Mensch besitzt sie. Hierin liegt der Schl\u00fcssel. In jedem Menschen ist eine spezifische Eigenart, die seine spezielle Verbindung zum All-Einen erm\u00f6glicht. Im Grunde geht es dabei um die Entwicklung der F\u00e4higkeit, sich daf\u00fcr bereit zu machen, sich zu \u00f6ffnen f\u00fcr die Kraftlinien, die aus dem Ganzen kommen und sich zu Formen verdichten. Und da arbeitet der K\u00fcnstler nat\u00fcrlich mit Proportionen. Es gibt ja mehrere M\u00f6glichkeiten, Gestalt zu schaffen, die \u00fcber die Sinne den Sinn \u00f6ffnet. Da sind zuerst universelle polare Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, wie Kreis und Strahl zu nennen, die in ihrem Zusammenwirken die Lebensfiguren der Spirale in schier unbegrenzter Varationsf\u00fclle hervorbringen. Ich k\u00f6nnte auch sagen: erspielen.\u00a0\u00a0 <span style=\"text-decoration: line-through;\"><u>\u00a0<\/u><\/span>Deshalb zeigen alle unsere Lebensaspekte spiralische Formen. Dann haben wir als Mittel auch noch Statik und Dynamik, die sich in der Symmetrie und dem Goldenen Schnitt erg\u00e4nzen.Im K\u00f6rper und auch in Bildern brauchen wir eine Balance, eine Ausgewogenheit zwischen Statik und Dynamik.Das gilt in der Natur und ist besonders bei Blumen wunderbar zu erkennen, in deren t\u00e4nzerischer Geometrie, und auch in der Musik. Es gibt also als grundlegende Mittel der Gestaltung Kreis und Strahl, aus denen die Spirale hervorgeht, die ausbalancierte Ruhe der Symmetrie, die Dynamik des Goldenen Schnittes und die Farben.<\/p>\n<p>Wenn wir das im Gestalterischen einbringen und damit wirken, dann tut sich durch unsere subjektive Existenz ein Allgemein-G\u00fcltiges auf. Es wird von anderen Menschen auf deren subjektive Weise, in deren Augen, als solches wahrgenommen. Es ist nicht so, dass das, was wir als sch\u00f6n empfinden, nur im Auge des Betrachters liegt \u2013 ich bin mit dem Spruch nicht so ganz einverstanden. Es gibt gewisse Grundharmonien, die auf die menschliche Vibration wirken. Ab irgendeinem Moment ist etwas zu grell, zu laut, es gibt die Balance, die Wirkungsresonanzen, die nicht beliebig sind. Deswegen sage ich gern etwas ironisch: \u201eJa, es liegt schon im Auge des Betrachters, aber guck doch mal das Auge des Betrachters genau an. Es ist meistens sch\u00f6n.\u201c<\/p>\n<p>Der Satz sagt ja, im Auge des Betrachters liege die Deutungshoheit, ob er etwas sch\u00f6n finde<span style=\"text-decoration: line-through;\"><u>t<\/u><\/span> oder nicht. Es stimmt ja zum Teil, es ist kulturell bedingt, pers\u00f6nlich bedingt, aber es stimmt nicht vollst\u00e4ndig. Sonst w\u00e4re all die qualitative Kraft der Sch\u00f6nheit eine Beliebigkeit. Und das ist nicht der Fall. Harmonie ist nicht beliebig, auch eine Oktave in der Musik ist es nicht, sondern absolut pr\u00e4zise. Sie ist eine Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit. Und diese Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten liegen den Sch\u00f6pfungen zugrunde und wir stehen in Resonanz damit, denn wir sind aus ihnen hervorgegangen. Sie sind uns in uns verk\u00f6rpert. Wenn wir in dieser Resonanz mitschwingen, dann erleben wir eine \u00d6ffnung und eine Bejahung unserer eigenen Existenz, die uns f\u00e4hig macht, Intuitionen zu empfangen. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir Raum schaffen. Das ist unser innerer Arbeitsplatz. Das ist f\u00fcr mich eine ganz wichtige Sache<span style=\"text-decoration: line-through;\"><u>.<\/u><\/span> Ich w\u00fcrde jedem Menschen empfehlen, diesen inneren Arbeitsplatz sehr sorgf\u00e4ltig zu pflegen, den Arbeitstisch reinzuhalten und auch wirklich daran zu arbeiten. Dieser Arbeitsplatz ist unk\u00fcndbar. Es ist der Herzraum. In ihm finden die alchymischen Prozesse statt. Das ist die k\u00fcnstlerische Gestaltungs- und \u00d6ffnungs-Arbeit im inneren Atelier.<\/p>\n<p>I.L. Schon die alten Weisheitslehren wussten ja, dass die ganze Welt und auch der menschliche K\u00f6rper nach Schwingungsgesetzen aufgebaut sind. Im sakralen indischen Tanz erkannte man das. Es gibt zum Beispiel in den Veden ein uraltes Wissen \u00fcber Syn\u00e4sthesie, \u00fcber Farben, Kl\u00e4nge und Strukturen, und wie Schwingungszust\u00e4nde zusammenh\u00e4ngen und zusammenwirken. Die Frage ist, inwieweit wir uns, wie du sagst, in die Lage versetzen k\u00f6nnen, in Resonanz zu treten mit kosmischen Schwingungsgesetzen. Durch unser Hiersein als k\u00f6rperliche, aber auch als seelisch-geistige Wesen k\u00f6nnen diese Schwingungsgesetze wirken. Wenn wir so in der Welt und im Leben stehen, dann kann das nach Au\u00dfen strahlen als eine Sch\u00f6nheit, die auch in der Begegnung zwischen Menschen m\u00f6glich und sichtbar und sp\u00fcrbar wird.<\/p>\n<p>A.B. Ja, auf jeden Fall. Das ist diese Innenarbeit, die jeder Mensch mit sich selbst verrichten kann, indem er seine str\u00f6mende Unterschiedlichkeit, die permanent geschieht, mit dem Einzelnen von au\u00dfen, mit dem Einzelnen von innen, mit den k\u00f6rperlichen Ebenen, mit den karmischen Ebenen, mit den Gef\u00fchlsebenen in Einklang bringt bzw. sch\u00f6pferisch verwandelt. Es ist eine unglaubliche Komplexit\u00e4t. Sie ist f\u00fcr uns allt\u00e4glich selbstverst\u00e4ndlich, sie ist eine str\u00f6mende Dynamik. Jeder Mensch ist ein Mikrokosmos, eine Welt. Diese gesamte Dimension in ihrer Vielschichtigkeit auszuhalten, ist schon mal ein gro\u00dfer Schritt. Es ist wichtig, sich dieser Komplexit\u00e4t zu n\u00e4hern, ohne dazu ein \u00e4u\u00dferes Feindbild zu brauchen. Sich dieser Komplexit\u00e4t zu stellen bedeutet, den Mut zu haben, sich der damit verbundenen Orientierungslosigkeit zu stellen. Wo ist denn meine Identit\u00e4t? Wo bin ich denn wirklich zu Hause? Was ist denn dieses Durchgehen von Geburt bis zum Tod? Wo ist denn da der Sinn? Der Sinn all dieser Dimensionen und Fragen, all dieser Realit\u00e4ten von Gef\u00fchlen, von fremdbestimmten Anleihen, die mich als Menschen ausmachen, der Pr\u00e4gungen, der geschlechtlichen Pr\u00e4gungen, die wir eingek\u00f6rpert haben und die wir repr\u00e4sentieren<span style=\"text-decoration: line-through;\"><u>.<\/u><\/span> Als K\u00fcnstler w\u00fcrde ich sagen, das ist mein Rohmaterial, das ist meine Projektionsfl\u00e4che, das sind meine Farben, das sind meine Bindemittel und damit kann ich loslegen, da hinein kann ich mich \u00f6ffnen, um neu zu gestalten. Ich kann mir das Rohmaterial das ich bin, nicht aussuchen. Ich will mich nicht damit aufhalten zu sagen: Ich m\u00f6chte lieber kein Deutscher, kein Mann sein, ich m\u00f6chte lieber im 15. Jahrhundert leben \u2026 Ich kann mit all dem, was mir gegeben ist, hadern und mich plagen. Ich kann immer die Umst\u00e4nde beschuldigen, dass es mit mir nicht weiter geht. Das k\u00fcnstlerische Element ist, dass man sagt, okay, das ist mein Grundmaterial. Damit arbeite ich. Ich versuche, mein Trauma in einen Traum B zu verwandeln. Und dann nehme ich mich selbst in die Hand und bin verantwortlich f\u00fcr das, was aus mir rauskommt. Bin ich aggressiv, na gut, das kann ich sein, aber wenn ich die Aggression verwandle in intelligenten Humor oder wenn ich sie verwandle in ein tolles Trommelsolo, dann ist das f\u00fcr andere m\u00f6glicherweise erquicklich, gewiss aber f\u00fcr mich selbst, denn es befreit mich aus meinem Ghetto. All dieses Gestalten ist im Kern eine Befreiungsarbeit aus den sich unabl\u00e4ssig bildenden Ghettos, die das Bewusstsein einfassen.<\/p>\n<p>I.L. Es ist doch eine Frage des Bewusstseins, ob ich mich als Fragment, als Antagonist erlebe, oder ob ich das gro\u00dfe Ganze erkenne und sp\u00fcre, dass ich letztlich \u2013 bei aller Unterschiedlichkeit und Individualit\u00e4t \u2013 doch Teil dieses gro\u00dfen Ganzen bin und dem zustrebe. Du hast dich als K\u00fcnstler auch sehr mit den Polarit\u00e4ten besch\u00e4ftigt und wie sie in Harmonie gebracht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>A.B. Ja, die Polarit\u00e4ten sind wichtig. Ich unterscheide zwischen Dualit\u00e4t und Polarit\u00e4t. Im Unterschied zu der Gut-B\u00f6se-<em>Dualit<\/em><em>\u00e4t<\/em> ist die <em>Polarit\u00e4t<\/em> Ausdruck der Einheit. Polarit\u00e4t ergibt als sch\u00f6pferisches Element immer eine neue Einheit. Das ist das Prinzip des Lebendigen. Aus der Polarit\u00e4t entsteht immer eine neue sch\u00f6pferische Dimension. Weil alles Leben, alles evolution\u00e4re Leben immer auf eine h\u00f6here Organisation ausgerichtet ist. Die geistige Dimension, dieses Ganze, sie l\u00e4dt dieses materielle Sein und Werden ein, sich auf ein h\u00f6heres komplexeres Ganzes auszurichten. Dann wachsen wir auch vertikal und wuchern nicht blo\u00df in die Breite. Wenn wir aber nicht die Polarit\u00e4t als Spannungsfeld w\u00e4hlen, was ja nicht bequem ist, wenn wir die Polarit\u00e4t nicht aushalten und nichts daraus kreieren, sondern in die Gut-B\u00f6se-Falle tappen, dann erzeugen wir unsere Identit\u00e4t durch Spaltung und sagen: Hier bin ICH, ich bin der Gute und du bist da und du bist der B\u00f6se. Die Feindbilder sind der Trick, Identit\u00e4t zu erzeugen, die eine scheinbare Ganzheit vorspiegelt, aber immer nur ein Teilaspekt bleibt. Durch die Feindschaft wird es nie konstruktive Wachstumselemente geben. Statt G\u00e4rten gibt es Schlachtfelder. Das ist auf die Dauer nicht f\u00f6rderlich. Das zerst\u00f6rende Element ist nat\u00fcrlich auch Teil des Ganzen. Es ist der Moment, wo das Ei aufbricht. Da muss die perfekte H\u00fclle geknackt werden, damit das Leben sich entfalten kann. Doch wenn die Zerst\u00f6rung zum Prinzip wird, von der Angst regiert, und nicht das notwenige Aufbrechen der reiferen Formen ist, die sich f\u00fcr das Leben verschenken, dann gibt es kein Ganzes. Wer seine Identit\u00e4t auf einem Feindbild aufbaut und nicht bereit ist, all die Kr\u00e4fte und Dynamiken, die er in das Feindbild auslagert, zu sich selbst zur\u00fcckzuholen und mit diesen Kr\u00e4ften seine Ganzheit zu realisieren; kann sich nicht zum ganzen Menschen entfalten.<\/p>\n<p>I.L. So sind wir als Menschen auf einem Erfahrungsweg und agieren mit Kr\u00e4ften, die wir noch nicht wirklich beherrschen und durchschauen. Was ist denn das verbindende Element zwischen den Menschen, bei aller Unterschiedlichkeit und aller Gewalt, die zwischen ihnen herrscht? Worauf l\u00e4uft es hinaus?<\/p>\n<p>A.B. Es ist die Freude, es ist die Liebe. Letztlich ist es die Liebe. Das ist ein Wort, das nat\u00fcrlich auf ganz unterschiedliche Weise gebraucht wird. Es ist letztlich das, was bereit ist, sich zu schenken. Es w\u00fcrde nichts existieren, wenn sich das Licht nicht schenken w\u00fcrde. Das Licht schenkt sich permanent in jedes Wesen. Das verbindende Element ist das Schenken. Im Schenken wirkt die Liebe. Die Liebe ist Ausdruck des vollkommenen Ganzen, Liebe ist immer Ausdruck der F\u00fclle. Wir jedoch verharren im Zustand des Mangels und verlangen dann Liebe, Lichtkraft f\u00fcr uns selber; um den Mangel auszugleichen, was okay ist. Aber wenn wir Liebe geben wollen, m\u00fcssen wir aus unserer F\u00fclle geben, dann m\u00fcssen wir aber erst mal in unsere F\u00fclle kommen. Liebe ist die Kraft, die \u00fcbersch\u00e4umt, die viel viel mehr hat, als sie selber braucht. Die Sonne hat viel mehr Kraft, als sie f\u00fcr sich braucht, so verschenkt sie sich. Das ist das g\u00f6ttliche Prinzip. Sie schenkt sich frei. Deshalb ist auch das Sch\u00f6pferische Ausdruck der Liebeskraft. Es geht um den Ausdruck des \u00dcberflusses. Und das ist das Gl\u00fcck, das eigentliche menschliche Gl\u00fcck. Wenn wir freudig sind, wenn wir inspiriert sind, wenn uns etwas gelingt, egal auf welcher Ebene, dann freuen wir uns, dann ist uns das Herz voll, dann wollen wir das mit-teilen, her-geben, verschenken<span style=\"text-decoration: line-through;\"><u>.<\/u><\/span> Wir haben das Lebendigsein in aller F\u00fclle in uns, aber wir sind uns dieser F\u00fclle nicht bewusst, oder trauen uns nicht, weil wir uns nichts vergeben wollen. Insofern ist es wirklich eine Bewusstseinsaufgabe, dass wir uns als Wesen der F\u00fclle entdecken und das in Realit\u00e4t umsetzen.<\/p>\n<p>I.L. Wunderbar. Das ist ein sch\u00f6nes Schlusswort. Ich danke dir sehr f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/den-schrei-der-existenz-in-eine-sinfonie-verwandeln\/\">zur\u00fcck zu Teil 1<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":119574,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110062],"tags_english_":[],"class_list":["post-119210","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-art-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/119210","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/119574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=119210"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=119210"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=119210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}