{"id":117525,"date":"2026-07-22T06:00:47","date_gmt":"2026-07-22T06:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=117525"},"modified":"2026-07-22T09:00:29","modified_gmt":"2026-07-22T09:00:29","slug":"mut-eine-sache-des-herzens","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/mut-eine-sache-des-herzens\/","title":{"rendered":"Mut &#8211;\u00a0 Eine Sache des Herzens"},"content":{"rendered":"<p><em>Das wahre Herz schlie\u00dft nicht aus, es umfasst.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><!--more--><em>Darum kann man nur mutig sein \u2013 im urspr\u00fcnglichen Sinn des Wortes \u2013, wenn man sich als Teil eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen begreift, als Teil einer gemeinschaftlichen Sache, die gr\u00f6\u00dfer ist als man selbst.<\/em><\/p>\n<p>Eine Geschichte \u00fcber die Gr\u00fcnder der Geisteschule des Goldenen Rosenkreuzes<\/p>\n<p>Es ist nicht sehr schwierig, den Gr\u00fcndern der Geistesschule des Goldenen Rosenkreuzes Mut zuzuschreiben, wenn man wei\u00df, was das Wort Mut in seinem Ursprung bedeutet. Es kommt von <em>modaz, <\/em>was vor dreitausend Jahren in unserer Gegend soviel wie \u201cGeist, Denken oder Zustand des Inneren\u201d bedeutete. <em>Modaz<\/em>, Mut, ist eine Bewegung der Seele, eine Handlung des Herzens.<\/p>\n<p>Das wahre Herz schlie\u00dft nicht aus, es umfasst. Darum kann man nur mutig sein \u2013 im urspr\u00fcnglichen Sinn des Wortes \u2013, wenn man sich als Teil eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen begreift, als Teil einer gemeinschaftlichen Sache, die gr\u00f6\u00dfer ist als man selbst.<\/p>\n<p>Z.W. (Wim) Leene, Jan van Rijckenborgh, Catharose de Petri und ihr Freund und Mitstreiter der ersten Stunde Cor Damme haben mehr als deutlich bewiesen, dass sie sich der gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4nge bewusst gewesen sind. Bereits in ihrer Jugend entdeckten sie, dass sie Teil eines geistigen Feldes waren, Teil einer unsichtbaren Bruder- und Schwesternschaft, die im Denken wurzelt, in einer lebendigen reinen Vernunft und in der geistigen Sp\u00e4re des Christus, universell verstanden. Ein Geist, eine Sph\u00e4re, ein Feld, das Einheit voraussetzt, das durch alle Zeiten und Umst\u00e4nde hin eins im Geist ist, stets eins geblieben ist und bleiben wird, da es \u00fcber das Zeitliche hinausgeht.<\/p>\n<p>Das angestrebte Ziel der Stifter des modernen Rosenkreuzes war, wie Z.W. Leene es ausdr\u00fcckte:<\/p>\n<blockquote><p>Dem Christentum in der Welt des wirklichen Lebens und des philosophischen Denkens wieder den Platz einzur\u00e4umen, der ihm zukommt.\u201d<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Nach dem Tod von Z.W. Leene im Jahre 1938 \u00fcbernahm sein Bruder Jan \u2013 sp\u00e4ter Jan van Rijckenborgh \u2013 die Leitung der jungen Rozenkruizer Genootschaft (Rosenkreuzer-Genossenschaft) und gab ihr kraftvolle Impulse. 1945 wird er Vorsitzender in einem Direktorium von vier Mitgliedern. Gemeinsam arbeiten sie zielstrebig und unerschrocken weiter. Denn das ist der Geist, der n\u00f6tig ist, um befreiende Arbeit f\u00fcr das Licht durchzuf\u00fchren, die Geisteshaltung, um die es stets in allen Zeiten geht: den Mut aufzubringen, ununterbrochen wirksam zu sein. Nicht das schnelle Voranschreiten des Werkes, nicht ein eventueller Erfolg einiger Strebender sind Ausschlag gebend, sondern das Arbeiten, das S\u00e4en von Gedanken der Selbstlosigkeit, das Wecken der Erinnerung in den suchenden Seelen an ein Lebensfeld, eine Atmosph\u00e4re, die \u00fcber das irdische Feld hinausreicht und die die Seelen einmal gekannt haben. Es ist ein Wirken aus innerer Notwendigkeit heraus, nicht von au\u00dfen angesto\u00dfen oder auferlegt.<\/p>\n<p>Es bedarf einer bestimmten Geisteshaltung, um als Neunzehnj\u00e4hriger sagen zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<blockquote><p>Von meiner fr\u00fchen Jugend an habe ich den Herrn gesucht und ihm gedient in einem st\u00e4ndigen Lebensstreit. 1915 legte ich vor dem inneren Tribunal das Gel\u00f6bnis ab, mein Leben in den Dienst des Herrn zu stellen und, so es mir verg\u00f6nnt sein sollte, der Welt zu schenken:<\/p>\n<p>1. eine neue christliche Philosophie, die auf die verborgenen Dingen gr\u00fcndet sein w\u00fcrde,<\/p>\n<p>2. eine freie Schule, um diese Philosophie zu \u00fcbertragen an diejenigen, die daf\u00fcr geeignet sind,<\/p>\n<p>3. die Gr\u00fcndung einer Bruderschaft, die durch Kenntnis und Lebenshaltung die Grenzen wegfegen w\u00fcrde zwischen der Gebundenheit an den Stoff\u00a0 und der Freiheit des Geistes.<\/p>\n<p>Man hat mir gesagt, dass ich durch eine Reihe von St\u00fcrmen hin irgendwann mein Ziel erreichen w\u00fcrde, solange ich durch alles hin meinen Idealen treu bleiben und einen reinen Lebenswandel f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer dies liest, kann mit der Schulter zucken und es als jugendlichen \u00dcbermut abtun. Wie oft kommt es vor, dass etwas, was wir uns in jungen Jahren vornehmen, dann auch wirklich zum Tragen kommt? Aber hier ist ein Mut, eine Geistesgestimmtheit, die sich anders \u00e4u\u00dfert, als man es erwarten w\u00fcrde. Dieser Mut ist die Signatur aller Mitarbeiter in diesem Feld; er bedeutet ein beherztes Pfl\u00fcgen in den Feldern des Lichtes.<\/p>\n<blockquote><p>Wie gro\u00df ist doch der Verdienst von Madame Blavatsky gewesen\u201d, schreibt Max Heindel, \u201cmit ihrem fantastischen moralischen Mut, dem Materialismus ihrer Zeit die spirituellen Werte einer vollkommen anderen, innerlichen Wissenschaft gegen\u00fcberzustellen!<\/p><\/blockquote>\n<p>Und schreibt Eduard Schur\u00e9 nicht an Rudolf Steiner:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn du den Feind bek\u00e4mpfen willst, beginne dann damit, ihn zu begreifen. Du kannst den Drachen nur damit \u00fcberwinden, dass du in seine Haut kriechst. Den Stier musst du bei den H\u00f6rnern packen. Gerade in der h\u00f6chsten Not wirst du deine Waffen und deine Mitstreiter finden. Ich habe dir gezeigt, wer du bist, geh nun \u2013 und bleibe du selbst!<\/p><\/blockquote>\n<p>Was den jungen Jan Leene betrifft, hat er bis zu seinem Tod im Jahre 1968 sieben internationale Konferenzzentren ins Leben gerufen, vierzig tiefsch\u00fcrfende B\u00fccher verfasst, mehr als zehn Zeitschriften herausgegeben, hunderte Schriften verfasst und zahllose Vortr\u00e4ge gehalten. Ein vorurteilsfreier Betrachter kann keinen anderen Schluss daraus ziehen, als dass sein Vorhaben (formuliert in seiner Jugend) eindrucksvoll gelungen ist.<\/p>\n<p>Dies beruht auf einer Geisteshaltung, die sich anders \u00e4u\u00dfert, als man es erwarten w\u00fcrde, sagten wir. Es ist ein Mut, der vom Herzen aus wirkt, eine Geisteshaltung, die sich auf das Bibelwort st\u00fctzt: \u201cUrteilt nicht.\u201d<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> Wer urteilt, nimmt nicht mehr offen und objektiv wahr; er hat sich festgelegt und sein Begreifen ist nicht l\u00e4nger ge\u00f6ffnet f\u00fcr den Gro\u00dfen Atem, der subtil zum Herzen spricht und alles in Bewegung und im Fluss h\u00e4lt. Ein solcher Mensch ist nur noch selten im Stande, hinter die Oberfl\u00e4che der Dinge zu schauen. Jan Leene sagte:<\/p>\n<p>F\u00fcr den Geist-Menschen ist die Naturordnung eine Mystifikation.<\/p>\n<p>Es gibt eine Hierarchie menschlicher Wesenheiten \u2013 und Menschen sind Blutsverbundene, alle sind unsere direkten N\u00e4chsten. Es gibt nur einen Weg, eine Methode, \u2013 und ich spreche nur f\u00fcr jene, die dazu geadelt sind, sich den Worten des Christus auf dem heiligen Berg zu n\u00e4hern:<\/p>\n<blockquote><p>Liebet eure Feinde und bittet f\u00fcr die, die euch verfolgen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der grauen und beklemmenden menschlichen Wirklichkeit sind auch die Gr\u00fcnder des Goldenen Rosenkreuzes nicht entkommen. Im Leben von Jan Leene geschah es im Februar 1941, dass er von der gef\u00fcrchteten Gestapo aufgegriffen wurde. Von Den Haag aus reiste sein Freund und Mitstreiter f\u00fcr das Licht, Cor Damme, sofort in die Euterpestraat in Amsterdam, wo sein Freund festgehalten wurde. Eine ehemalige Schule diente alss Verh\u00f6r\u2013 und Folterzentrum der Gestapo und des Sicherheitsdienstes. (Es wurde 1944 von den Engl\u00e4ndern bombardiert.) Die Stra\u00dfe tr\u00e4gt den sch\u00f6nen Namen der griechischen Muse der Poesie und des Fl\u00f6tenspiels \u2013 ein zynischer und bitterer Kontrast mit der Wirklichkeit. W\u00e4hrend der Besatzung sa\u00df hier das schwarze Monster, der Nazi-Geheimdienst; hier wurden j\u00fcdische Menschen hingebracht und Widerstandsk\u00e4mpfer festgehalten und gefoltert.<\/p>\n<p>Nach dem Krieg besa\u00df der Stra\u00dfenname f\u00fcr die Amsterdammer weiterhin seinen negativen Beiklang, so dass die Stadtverwaltung beschloss, die Stra\u00dfe nach dem Widerstandshelden<em> Gerrit van der Veen<\/em> zu benennen.<\/p>\n<p>Damme wagte sich nicht zu seinem Freund hinein, sondern wartete in einiger Entfernung auf seinen Bruder.\u00a0 Inzwischen nutzte eine Freundin und Mitstreiterin der Rozekruizers Genootschap, E. Roland-Retera, ihren Kontakt zum Reichskommissar Seyss-Inquart, um Jan Leene wieder frei zu bekommen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter gab J. van Rijckenborgh seine Erlebnisse wie folgt wieder:<\/p>\n<blockquote><p>Ich sa\u00df einem der obersten F\u00fchrer der Gestapo gegen\u00fcber. Ich war also arretiert! Der Mann hatte ein h\u00fcbsches, regelm\u00e4\u00dfiges Gesicht und hellblaue Augen. Vor ihm auf dem Schreibtisch standen die Bilder seiner Frau und seiner Kinder. Er war ein v\u00f6llig normaler Mensch. Es gab gewiss nichts Schlechtes und Bestialisches an ihm. Er sah mich an \u2013 und ich ihn. Wir l\u00e4chelten uns zu. Wir erkannten das Tragikomische dieser Situation &#8230; Und dann pl\u00f6tzlich geschah es. Die Augen wurden starr, die Pupillen erweiterten sich. Er wurde \u00fcberschattet, sein Kehlkopf kontrolliert. Das ist immer an dem unmotivierten Heben und Senken der Stimme und ihrer totalen Klangver\u00e4nderung zu erkennen.<\/p>\n<p>Sein Kopf war etwas nach hinten gebogen, als ob er im Nacken ergriffen w\u00fcrde. \u2013 Ich verstand, der Mann war besessen. Sein Selbst wurde verdr\u00e4ngt und zu mir sprach der Geist aus dem Hintergrund, die lauernde schwarze Bestie. Ich verga\u00df meinen Widerstand, den Grund f\u00fcr meine Verhaftung. Inniges Mitleid mit diesem Wesen erf\u00fcllte mich, und w\u00e4hrend eine Flut von Schimpfworten \u00fcber mich ausgegossen wurde, betete ich f\u00fcr diesen sonderbaren Feind und umh\u00fcllte ihn mit dem Licht des Rosenkreuzes. Und siehe, die Besessenheit wich. Der Mann sch\u00fcttelte sich wie ein nasser Pudel, mein seltsamer Feind wurde wieder normal, er wurde wieder er selbst. Ich hatte meinen Feind gesehen und geh\u00f6rt, ich hatte meinem Feind widerstanden und ihn \u00fcberwunden, ich hatte ihn verjagt. Aber mein Feind war nicht dieser Oberf\u00fchrer, es war ein anderer.<\/p><\/blockquote>\n<p>Schlie\u00dflich konnte Jan Leene unter der Bedingung nach Hause gehen, sich aller weiteren Aktivit\u00e4ten f\u00fcr das esoterische Christentum zu enthalten.<\/p>\n<p>Am gleichen Abend noch hielten er und Cor Damme einen Kurs in Den Haag. <a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a><\/p>\n<p>Ebenso erw\u00e4hnenswert ist ein \u00e4hnlicher Vorfall, der sich knapp zwei Jahre sp\u00e4ter ereignete, nun aber nicht Jan Leene betraf, sondern Cor Damme. Er wurde 1943 von der SS in Amsterdam angerufen und musste sich ebenfalls im Hauptsitz der SS in der Euterpestraat melden. Als im Februar 1942 Jan Leene aufgegriffen und dorthin gebracht worden war, stand er, Cor, an der Ecke der Stra\u00dfe und wartete. Nun ging Jan mit ihm und wartete an derselben Stra\u00dfenecke. Cor sagte ihm:<\/p>\n<blockquote><p>Wenn ich in wenigen Stunden nicht zur\u00fcck bin, dann musst du nach Hause gehen und es Jos<a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a> berichten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Drinnen im Dienstb\u00fcro standen stapelweise beschlagnahmte Kunstwerke. Und nun verl\u00e4uft alles ganz anders, als die Freunde es bef\u00fcrchtet hatten. Der Oberst, der ihm den Befehl gegeben hatte zu kommen, scheint unerwartet nach Berlin zur\u00fcckgerufen worden zu sein. Der stellvertretende Kommandant herrscht ihn an<em>:<\/em> \u201cHerr Damme, wissen Sie, warum Oberst R\u00fcmpke Sie hierher befohlen hat?\u201d<\/p>\n<p>Cor denkt blitzschnell nach. Es scheint dann nicht um die untergetauchten Juden zu gehen, wie er bef\u00fcrchtet hatte, oder um den heimlichen Widerstand, den er in Den Haag mit Nahrung versorgt. Aber all diese Kunst, die er hier sieht! Nun f\u00e4llt ihm als Inhaber des <em>Kunstsaals Damme<\/em>, der auf \u00f6stliche Kunst und persische Teppiche spezialisiert ist. etwas ein. Es w\u00e4re einen Versuch wert &#8230; Er deutet auf die Bilder an der Wand und auf die Gegenst\u00e4nde, die auf dem Schreibtisch stehen. \u201cAber das ist doch offensichtlich! Wegen der Kunst nat\u00fcrlich, die hier steht.\u201d \u201cWieso das?\u201d Cor seufzt, als ob er leicht ver\u00e4rgert w\u00e4re und holt seine Visitenkarte hervor. \u201cSehen Sie, ich bin anerkannter Kunsth\u00e4ndler und Antiquar. Der Oberst wei\u00df das und wollte, dass ich eine offizielle Expertise \u00fcber all diese Gegenst\u00e4nde abgeben sollte. Ich m\u00f6chte damit gerne beginnen!\u201d<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich erstellt er eine ausf\u00fchrliche Analyse der von der Besatzung gestohlenen Kunstgegenst\u00e4nde. Er fertigt eine Liste an und gibt eine Sch\u00e4tzung ab \u00fcber den Wert jedes Bildes, Gem\u00e4ldes und jeder Vase und\u00a0 beurteilt die meisten Sachen nach ihrem kunsthistorischen Wert. Auch in Den Haag hatten ihn die Deutschen ab und zu gebeten, dies zu tun, dort allerdings nicht unter Zwang. Meist gab er dort die Werte so niedrig wie m\u00f6glich an, damit m\u00f6glichst wenig beschlagnahmt wurde. Man nannte deshalb seine Aktionen \u201cDie Rettungsbrigade\u201d.<\/p>\n<p>Jetzt ist er vorsichtiger \u2013 diese Werke sind ja bereits beansprucht, das hei\u00dft \u201cangefordert\u201d.<\/p>\n<p>Als er mit seiner Arbeit fertig ist, ist der stellvertretende Oberst sehr zufrieden. Die Expertisen sind gut und die Preise klingen angenehm in den Ohren. Der Mann dankt ihm, sch\u00fcttelt ihm die Hand und Cor Damme begibt sich schnell hinaus. Drau\u00dfen steht Jan und erwartet ihn.<\/p>\n<p>Zwei Episoden in einem ohnehin schon sehr bewegten Leben. Ein wahrlich offenes Herz und ein wacher Geist erweisen sich als tragende Faktoren, die vor weiterem Unheil sch\u00fctzen. Beide Freunde erinnern sich an die Worte ihres Geistesverwandten und Bruders Wim Leene:<\/p>\n<blockquote><p>Daher sind wir Pioniere und m\u00fcssen deutliche Richtlinien ziehen, denn die Welt wurde schon zu lange betrogen. Bei den geistigen Dingen wird man entweder hoffnungslos l\u00e4cherlich und gleichsam zum geistigen \u00dcbelt\u00e4ter gemacht, oder man wirkt erl\u00f6send durch Vernunft und Einsicht. Der transzendente Gott ist der Sch\u00f6pfer, der immanente Gott der Mensch. Es ist doch so: Den transzendenten Gott k\u00f6nnen wir nicht in der Natur finden, wohl aber im Menschen, weil Gott Geist ist, so wie der Mensch Geist ist. Gott ist also nicht in der Natur, denn sie ist nur die Basis, auf der sich alles entfaltet.<\/p>\n<p><em>Lehre uns die Furcht zu beherrschen durch die Freude des Wissens! <\/em><\/p>\n<p>Wir sind Geist-Wesen, sogar ewige Geist-Wesen, unsterblich und gerufen,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 vollkommen geistig zu sein in der geistigen Ordnung.<\/p>\n<p>Aber vergessen wir nicht, dass wir gleichzeitig stoffliche Menschen sind, sterblich und zweifellos gerufen, einst das Materielle f\u00fcr immer zur\u00fcckzulassen, und das nicht nur f\u00fcr die Zeit zwischen dem materiellen Dasein und einer erneuten Inkarnation. <a href=\"#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Freude des Wissens, Teil zu sein einer Sph\u00e4re, eines Feldes, eines Geistes, der Einheit voraussetzt, im Dienst f\u00fcr Christus \u2013 das ist das Rosenkreuz des Herzens. Es ist wei\u00df durch seine Reinheit, rot durch seine Menschenliebe und golden in seinem strahlenden, umfassenden Denken.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> <em>Gerufen vom Herzen der Welt<\/em>, Haarlem 2010, S. 158,<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a> Matth\u00e4us 7: 1<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a> <em>Gerufen vom Herzen der Welt<\/em>, S. 184<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a> Seine Ehefrau<\/p>\n<p><a href=\"#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a> <em>Gerufen vom Herzen der Welt<\/em>, S. 158<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":117694,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-117525","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/117525","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117694"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117525"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117525"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=117525"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=117525"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}