{"id":112059,"date":"2026-01-16T06:00:59","date_gmt":"2026-01-16T06:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=112059"},"modified":"2026-01-16T16:52:06","modified_gmt":"2026-01-16T16:52:06","slug":"franz-kafka-ein-fremder","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/franz-kafka-ein-fremder\/","title":{"rendered":"Franz Kafka \u2013 ein Fremder"},"content":{"rendered":"<p><em>\u00dcber Kafka zu schreiben, ist f\u00fcr einen tschechischen Juristen immer ein wenig pers\u00f6nlich. Mehr als einmal nimmt man Kafka in den Mund beim Ombudsmann, der die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der staatlichen Verwaltung \u00fcberwacht.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><iframe title=\"Spotify Embed: Franz Kafka \u2013 ein Fremder\" style=\"border-radius: 12px\" width=\"100%\" height=\"152\" frameborder=\"0\" allowfullscreen allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/4H144hw8oU1ndEIbhYKu6A?si=2sgSQLp-S96guFFTBjo4Yw&amp;utm_source=oembed\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mehr als einmal f\u00fchlt man sich kafkaesk \u2013 oder Don Quijote-esk \u2013 wenn man sich gegen staatliche Ma\u00dfnahmen wendet und das Gef\u00fchl hat, gegen Windm\u00fchlenfl\u00fcgel zu k\u00e4mpfen. Unweigerlich kommt dann das Bed\u00fcrfnis nach einem Wechsel, nach Abstand von allem.<\/p>\n<p>Aber wie soll das gehen? Befindet man nicht mitten in einem Fluss, dessen Str\u00f6mung einen immer wieder mitrei\u00dft? Man k\u00f6nnte &#8230; ans Ufer zu treten und die Dinge von dort aus in Ruhe beobachten und studieren, sie mit n\u00fcchternem Blick beschreiben, sich das Bedr\u00fcckt sein von der Seele schreiben&#8230;<\/p>\n<p>Franz Kafka war Jurist in einer Versicherungsgesellschaft. Was ist ein Versicherungsfall? Etwas ist eingetreten, wor\u00fcber man sich Sorgen gemacht hat. F\u00fcr diesen Fall hat man Geld bezahlt, monatliche Versicherungspr\u00e4mien entrichtet. Man hat eine Vereinbarung mit seiner Angst getroffen. Bestimmte Ereignisse sollen sich nicht auswirken. Die Versicherung soll helfen, aus dem kausalen Kreislauf von Ursache und Wirkung auszubrechen.<\/p>\n<h3>Die kafkaeske Welt<\/h3>\n<p>Franz Kafka beschreibt hintergr\u00fcndige Mechanismen des b\u00fcrgerlichen Lebens: die sozialen Rollen, das Justizsystem, die Rechtsordnung. Seine Hauptfiguren gelangen in Situationen zugespitzter Absurdit\u00e4t, die die Sinnlosigkeit der Dinge offenbar machen, die Ausweglosigkeit des Lebens in unserer Matrix. Kafkas Geschichten haben kein Happy End, sie lassen den Leser in einer Sph\u00e4re des Unbestimmten zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Welt, in der wir leben, ist relativ. Alle ihre Werte sind relativ, jede ihrer Wahrheiten, jede Gerechtigkeit. Daran k\u00f6nnen wir uns gew\u00f6hnen, aber letztlich identifizieren k\u00f6nnen wir uns damit nicht. Mitunter spitzen sich Situationen zu \u2013 und wir erleben uns als Fremde, Au\u00dfenstehende.<\/p>\n<p>Liest man Kafka aus psychologischer Perspektive, kann man sich fragen: Ist das, was er beschreibt, tats\u00e4chlich unsere Wirklichkeit, entspricht es den inneren Wirklichkeiten unserer Welt? Zum Beispiel die Situation, dass wir irgendwo im Pyjama, wie K. In dem Roman Das Schloss, vor dem Lehrer stehen, unf\u00e4hig und vorverurteilt.<\/p>\n<p>In den Romanen Das Schloss und Der Prozess<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> evoziert Kafka ein Gef\u00fchl des Unterdr\u00fcckt Seins. Die Grenzlinie zwischen Privatem und \u00d6ffentlichem l\u00f6st sich auf.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0 Innere Vorg\u00e4nge \u2013 Absichten, Gef\u00fchle \u2013 werden in den \u00f6ffentlichen Raum verlegt. Schuld und Verurteilung lasten auf der Hauptfigur. Woher kommen sie? Werden sie vom inneren Selbst hervorrufen, das der Freiheit beraubt ist? In den R\u00e4umen Unterbewusstseins \u2013 sind dort nicht Angst und Schuld gespeichert, wirkt dort nicht noch immer der strafende Gott des Alten Testaments? Gedanken und Gef\u00fchle dieser Art steigen auf. Wir erw\u00e4gen sie, durchleuchten sie \u2013 und wenn es gut ist, nehmen wir dem, was uns aus der Tiefe heraus bedr\u00e4ngt, etwas von seiner beherrschenden Kraft. Die Mechanismen des Unterbewussten h\u00e4ngen mit unserem Leben in der relativen Welt zusammen, mit der Unvollkommenheit unseres Daseins. Was kann man auch von einem Landvermesser (der Hauptfigur in Das Schloss) erwarten, der die Aufgabe hat, die Erde zu vermessen, sich also um das irdische Ma\u00df zu k\u00fcmmern? Durch seltsame Umst\u00e4nde l\u00e4sst ihn Kafka aber zum Schulmeister in der \u201eSchule des Lebens\u201c werden.<\/p>\n<p>In dem Roman Der Prozess gelangt Josef K. an einen Punkt, an dem er erkennt, dass er sich selbst helfen muss; er gelangt zu einer Selbstkonfrontation. Das Justizsystem, ein automatischer Apparat, ein entmenschlichter Mechanismus l\u00e4sst Josef K. zu einem Fremden werden. Die \u201enackte\u201c Daseinssituation zu erleben bedeutet, den Punkt der Selbstkonfrontation zu erreichen. Von hier aus kann der weitere Schritt gegangen werden, der Schritt zum \u201eMenschen in uns\u201c.<\/p>\n<p>Lukas van den Berge schreibt in seiner Interpretation des Prozesses, dass \u201edas Gesetz nur demjenigen zug\u00e4nglich ist, der v\u00f6llig befreit, voll verantwortlich und autonom ist&#8220;<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Es ist notwendig, sich innerlich von Autorit\u00e4ten und allen Erscheinungsformen der Macht zu befreien.<\/p>\n<p>Das Recht in unserer Welt hat mit Macht und Gewalt zu tun, es ist mit Zwang verbunden. Die Rechtsnormen sind abstrakt, regeln das Durchschnittliche, das Norm-ale. Sie haben die Tendenz, das Menschliche hierauf zu reduzieren. Normen sind ein Spiegel des Lebens, sind Notwendigkeiten in der relativen Welt. Werden wir jedoch innerlich autonom, dann befreien wir uns \u2013 im Innern \u2013 von den Einfl\u00fcssen von Macht und Autorit\u00e4t. Wir finden Recht und Gerechtigkeit auf einer anderen Ebene, der seelischen.<\/p>\n<h3>Wie die Dinge ihren Sinn bekommen<\/h3>\n<p>Alles bekommt einen Sinn, wenn wir uns, durch die Umst\u00e4nde getrieben, als\u00a0 Fremder auf Erden erleben und uns, einer inneren Sehnsucht folgend, dem G\u00f6ttlich-Geistigen zuwenden. Der Ausweg und der Sinn der Dinge leuchten in der Seele auf, die sich f\u00fcr den Geist \u00f6ffnet. Das Labyrinth der hoffnungslosen Gefangenschaft, die bedr\u00fcckenden und verurteilenden Schuldgef\u00fchle, die Zyklen wachsender Sinnlosigkeit \u2013 sie haben paradoxerweise doch einen Sinn.<\/p>\n<p>Denn am Punkt der gr\u00f6\u00dften Verzweiflung tritt Erkenntnis auf, Erkenntnis der Gefangenschaft unseres h\u00f6heren Seelenaspekts in der Animalit\u00e4t des K\u00f6rpers. Lange haben wir uns mit dem k\u00f6rperlichen Dasein identifiziert. Nun tritt ein Bruch ein. Und mit ihm das tiefe Gef\u00fchl, ein Fremder auf Erden zu sein.<\/p>\n<p>Schon in diesem Gef\u00fchl liegt der Ausweg. Denn es macht uns zum Suchenden nach dem Sinn, der unserer Existenz zugrunde liegt. Wir gelangen in Kontakt mit unserem transzendenten, vielleicht himmlischen, spirituellen, \u00fcberirdischen Wesenskern.<\/p>\n<p>Auf der stofflichen Erde, im stofflichen K\u00f6rper fremd zu sein bedeutet, dass unsere Heimat sich au\u00dferhalb von all dem, in einer h\u00f6her schwingenden Sph\u00e4re befindet, im Land des transzendenten Logos, im g\u00f6ttlichen Universum.<\/p>\n<p>Franz Kafka hat sich gegen Ende seines Lebens zum Chassidismus bekannt und auch lebenspraktische Ma\u00dfnahmen wie Vegetarismus, Abstinenz von Alkohol, Kaffee, Tee und Schokolade ergriffen, um sein geistiges Wesen leichter zu verwirklichen. Es mag den Anschein haben, dass er in seinen Schriften nur die Sinnlosigkeit aufdeckt und die Leere meisterhaft beschreibt. Aber er \u00f6ffnet dadurch die T\u00fcr zu existenziellen Fragen.<\/p>\n<p>Der Chassidismus ist ein j\u00fcdischer Pietismus mit einer charakteristischen Fr\u00f6mmigkeit. Aus einer absoluten Anh\u00e4nglichkeit an Gott entsteht Freude an den allt\u00e4glichen kleinen Dingen; die Gegenwart Gottes, die Schechinah, durchdringt die ganze Welt. Das war die Richtung, die Kafka einschlug. Er entlarvt in seinen Romanen und Erz\u00e4hlungen das System der Entfremdung, er richtet seinen Blick auf die Medusa, aber er sieht ihr nicht direkt ins Auge, stellt sich ihr nicht mit dem Stolz und der \u00dcberheblichkeit des Ego gegen\u00fcber, sondern erkennt in Demut und Aufrichtigkeit, dass es \u201eso\u201c ist. Und das schreibt er auf.\u00a0 Es ist noch nicht die ganze Wahrheit, aber es ist ein Schritt auf einem Weg zu ihr, eine T\u00fcr in ihre Richtung. Wahrheit ist etwas, was sich, wie Ludwig Wittgenstein sagt, \u201eselbst zeigt&#8220;. Das Mystische, das Mysterium ist nicht in Worte zu fassen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns fragen: Erfahren wir uns, lebend in den Wachstumskurven der heutigen Zivilisation, in einer kafkaesken Entfremdung? Dies zu erkennen, w\u00e4re die erste H\u00e4lfte des Weges. Der B\u00fcrger Karel K. erlebt sich einsam in flachen Beziehungen. Es ist, als w\u00fcrde er naiv vor sich selbst fliehen. Dann aber gelangt er in die Situation, sich daf\u00fcr verteidigen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nun kommt die andere H\u00e4lfte des Weges, die unausgesprochene, \u00fcber die man nur schweigen kann, wie Wittgenstein sagt: das Mysterium. Zuerst offenbart sich also das, was ist: unser Sein, desintegriert, analysiert, geteilt, allein, mit einem toten Gott, entfremdet, bedeutungslos. Wird es als solches erkannt, entsteht die Chance zum Ganzwerden, die Chance f\u00fcr die Vereinigung, f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis, den Respekt, die Anerkennung, die Sinnhaftigkeit. Die h\u00f6here Ordnung r\u00fcckt n\u00e4her, sie m\u00f6chte entdeckt werden und mit ihr der Sinn des langen Getrenntseins von ihr. Dieser Sinn leuchtet erst nach dem Durchleben von Trennung und Sinnlosigkeit auf. Und wenn das geschieht, m\u00fcssen wir lernen, ihn in unser Leben zu integrieren.<\/p>\n<h3>Z\u00f6gernde Schritte<\/h3>\n<p>In der Trennung und Vereinzelung erleben wir sehr viel Genussvolles, auch wenn wir zu gleicher Zeit unter vielen Umst\u00e4nden leiden. Auch \u201eam Kap der Verzweiflung\u201c, als Ausgesto\u00dfener \u201eam Rande der Welt\u201c arbeiten wir an einer Atmosph\u00e4re f\u00fcr unser Dasein: pessimistisch, poetisch, intellektuell&#8230;<\/p>\n<p>Nach einer Weile halten wir aber das Leben mit uns selbst nicht mehr aus. Die Sinnfrage trebt uns um. In der Not der Einsamkeit gehen wir daran, uns mitzuteilen und um Hilfe zu bitten. Wir machen krampfhafte Schritte auf andere Menschen zu \u2013 und reden \u00fcber das Wetter, damit wir wenigstens Kontakt haben und lernen, mit anderen auszukommen und sie zu respektieren. Wir versuchen, Ressentiments abzubauen, die in der Entfremdung gewachsen sind, schenken allt\u00e4glichen Dingen Beachtung, versuchen, uns von der Selbstbeobachtung abzulenken.<\/p>\n<p>Aber wir sind ein Fremder geworden und bleiben es auch. Die Einsamkeit verl\u00e4sst uns nicht mehr. Wir f\u00fchlen uns gedr\u00e4ngt, uns mit unserem Ego auseinanderzusetzen. Seine Kanten werden dabei aber sch\u00e4rfer. Wie kann es nur gelingen, das Ego aufzul\u00f6sen in H\u00f6herem? Die Dynamik des Geistes, der \u00fcber den Wassern schwebt, kann uns nun ergreifen. Wir k\u00f6nnen uns von ihm \u201etaufen\u201c lassen, k\u00f6nnen seine Feuerblitze in uns einlassen \u2013 so weit wir es aushalten. Der Blick auf das Leben ver\u00e4ndert sich weiter. Eindeutig Sinnloses bekommt pl\u00f6tzlich einen Sinn, von dem wir bislang gar nichts ahnten. Und auch der Gedanke, dass unsere Seelen aus der Gotteswelt herausgefallen sind, zeigt sich in neuem Lichte. Wahrheit wirkt in uns hinein, mehr und mehr werden wir vom Geist beseelt, werden \u201elebendig\u201c. Wir empfinden, wie sehr wir mit dem Ganzen der Sch\u00f6pfung verbunden sind. Die Zeit der Entfremdung und Trennung geht \u00fcber in eine Zeit der Vereinigung und des Findens.<\/p>\n<h3>Und was kommt dann?<\/h3>\n<p>Die H\u00fcter der Galaxien erz\u00e4hlen Geschichten f\u00fcr die g\u00f6ttlichen S\u00f6hne, die sich noch nicht erinnern. Wir empfangen Impulse von ihnen, weitreichend, \u00fcber Worte hinausgehend.<\/p>\n<p>Alles steigt noch einmal in uns auf, ein letztes Mail, ehe es in die Substanzen der Weisheit eingeht, in den himmlischen \u201eK\u00f6rper\u201c, der keine Grenzen kennt.<\/p>\n<p>Wir waren Fremder und \u00fcberqueren die Grenze in die Heimat.<\/p>\n<p>In tiefen inneren Krise haben wir Gut und B\u00f6se transzendiert und die Dualit\u00e4t \u00fcberwunden. Nicht durch Askese oder Arroganz, sondern in Demut, Sehnsucht und der Erwartung des G\u00f6ttlichen. Es war ein Zustand merkw\u00fcrdiger Neutralit\u00e4t, in dem man nicht w\u00fcnscht, etwas anzuziehen oder abzusto\u00dfen. Die Sehnsucht nach der g\u00f6ttlichen Weltordnung f\u00fchrte zu einer Entwurzelung in der materiellen Welt.<\/p>\n<p>Und da war die Keilerei mit dem Ego, das es irgendwie schaffte, immer weiter zu bestehen und sein Spiel zu spielen. Letztlich f\u00fchrte uns es zur vollen Reife, so hatte es seinen Sinn. Wenn aber die Blitze von oben zunehmen und den vertikalen Weg weiter \u00f6ffnen, verliert das Ego seine Bedeutung. Die horizontale Richtung, in die es zielt, verliert ihren Griff.<\/p>\n<p>Das Suchen nach dem Sinn im Horizontalen h\u00f6rte auf. Die inneren Sinne \u00f6ffneten sich weit und bedingungslos, beobachteten alles, lebten gleichsam in allem. Das war m\u00f6glich geworden, weil der lebendige Geist das Bewusstsein und die inneren R\u00e4ume erf\u00fcllte. Eine gewisse Leichtigkeit des Seins trat ein, mitten in der allt\u00e4glichen Schwere.<\/p>\n<p>Die Weg zum G\u00f6ttlich-Geistigen wurde leichtf\u00fc\u00dfig. Wie leicht war es, die Verantwortung f\u00fcr das eigene Leben zu \u00fcbernehmen, nachdem es dem Geist \u00fcberantwortet worden war! Es galt, nach den Anweisungen des Geistes zu leben. Sie waren Konkretisierungen eines ungewissen Nichts. Indem wir sie entstehen lassen, beginnen wir zu verstehen..<\/p>\n<p>Woher wussten wir in unserem irdischen Leben \u00fcberhaupt, dass es Wahrheit gibt? Indem wir in der materiellen, der unvollkommenen und in vieler Hinsicht unwahren Welt lebten \u2013 und in ihr Fremde wurden, wie Franz Kafka.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0 Kafka schrieb &#8222;Der Prozess&#8220; auf Deutsch. In der ersten Ausgabe der niederl\u00e4ndischen \u00dcbersetzung von Lukas van den Berge wurde der englische Begriff &#8222;Process&#8220; verwendet, der eine allm\u00e4hliche Entwicklung zum Ausdruck bringt. Sp\u00e4tere Ausgaben verwendeten den Begriff &#8222;Prozess&#8220;, der eher auf das endg\u00fcltige Gerichtsurteil hinweist, oder auf Verurteilung und Schuld, wenn die pers\u00f6nliche Verantwortung f\u00fcr das Leben nicht bewusst \u00fcbernommen wird.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0 Hier stelle ich Gedanken des zeitgen\u00f6ssischen niederl\u00e4ndischen Rechtsphilosophen Lukas van den Berge vor, der auf der Konferenz f\u00fcr Rechtsethik (ILEC) in Amsterdam am 19. Juli 2024 einen Vortrag zum Thema Recht und Verantwortung: Kafka im digitalen Zeitalter gehalten hat, an dem er zusammen mit Jeanne Gaakeer gearbeitet hat.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0\u00a0Ibid., Anmerkung aus Van den Berges Pr\u00e4sentation.<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":112047,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110062],"tags_english_":[],"class_list":["post-112059","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-art-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/112059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/112047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=112059"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=112059"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=112059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}