{"id":108483,"date":"2024-03-31T08:00:55","date_gmt":"2024-03-31T08:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=108483"},"modified":"2024-06-20T09:41:27","modified_gmt":"2024-06-20T09:41:27","slug":"logon-print-no-18-sterben-und-leben","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/logon-print-no-18-sterben-und-leben\/","title":{"rendered":"LOGON print No 18 \u2013 sterben und leben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zeitliches und Ewiges schwingen gleichzeitig im Menschen. Je bewusster wir das erfahren, desto intensiver k\u00f6nnen wir unser verg\u00e4ngliches Leben als eine \u201e\u00dcbungsschule\u201c wahrnehmen und wertsch\u00e4tzen<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Liebe Leser<\/p>\n<p>Zum 1. April erscheint die zweite Printausgabe des LOGON Magazins in diesem Jahr. Auf dieser Seite geben wir einen kleinen inhaltlichen \u00dcberblick. Die philosophische Reise zum Thema &#8222;sterben und leben&#8220; innerhalb der Redaktion war sehr abwechslungsreich und spannend. Wir hoffen, dass sich einiges dieser lebendigen Diskussion in den Artikeln widerspiegelt. Das Gespr\u00e4ch der Leser mit der Redaktion findet auch diesmal wieder statt.<\/p>\n<p>Dialog zum aktuellen LOGON-Heft (mit Zoom)<br \/>\nDienstag, 28. Mai, 20 Uhr<br \/>\nZoom-Meeting beitreten:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/us06web.zoom.us\/j\/9601361562?pwd=Wk1vdDdrTVcwQlJwYldFRUx4cGkwUT09&amp;omn=82621943521\">Link zur direkten Einwahl<\/a><br \/>\nhttps:\/\/zoom.us\/join<br \/>\nMeeting ID: 960 136 1562<br \/>\nPasscode: 555777<br \/>\nEinwahl Telefon Deutschland<br \/>\n+49 69 7104 9922 +49 69 3807 9883<br \/>\n+49 69 3807 9884 +49 69 5050 0951<br \/>\n+49 69 5050 0952 +49 695 050 2596<\/p>\n<p><strong>Zeitliches und Ewiges schwingen gleichzeitig im Menschen. Je bewusster wir das erfahren, desto intensiver k\u00f6nnen wir unser verg\u00e4ngliches Leben als eine \u201e\u00dcbungsschule\u201c wahrnehmen und wertsch\u00e4tzen<\/strong>, und wir k\u00f6nnten uns einer positiven Lesart des Todes n\u00e4hern. In Leben und Sterben auf dem Weg des ewigen Werdens breitet Dagmar Uecker den gro\u00dfen Entwicklungsweg des Menschen als Mikrokosmos vor uns aus. Jedoch wird keine Philosophie das Suchen und Tasten nach dem Unverg\u00e4nglichen in uns befriedigend beantworten. Und solange diese Frage offen bleibt, entsteht immer wieder der Wunsch, das Vergehen der Zeit m\u00f6ge doch fu\u0308r uns anhalten. K\u00f6nnen wir uns aber im Ernst mit dem, was ist, zufrieden geben? Mit unseren Halbheiten, dem kleinen Glu\u0308ck im Winkel, das immer wieder gest\u00f6rt wird? \u201eOhne Tod hat das Leben keinen Sinn und keine Tiefe\u201c, schreibt Klaus Bielau in seinem Text Der Tod \u2013 Die Tu\u0308r ins Offene. Wenn die Seele in Bewegung kommt, wenn sie alle Begebenheiten des Lebens annimmt, pru\u0308ft und schlie\u00dflich loslassen kann \u2013 <img decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-108683\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abgela_Paap.jpg\" alt=\"\" width=\"106\" height=\"127\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abgela_Paap.jpg 164w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abgela_Paap-20x24.jpg 20w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abgela_Paap-30x36.jpg 30w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Abgela_Paap-40x48.jpg 40w\" sizes=\"(max-width: 106px) 100vw, 106px\" \/>wenn sie in die auf sie zukommenden Verwandlungsprozesse hineinstirbt, gerade dann wird sie lebendig. Das t\u00e4gliche Sterben im Kleinen \u00f6ffnet die Tu\u0308r zum wahren, ewigen Wesen.<\/p>\n<p>Herzliche Gru\u0308\u00dfe,<br \/>\nIhre Angela Paap<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/shop.logon.media\/de\/products?search_api_fulltext=&amp;sort_by=title_1&amp;sort_order=DESC\">Zum Online Shop<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>Aus dem Inhalt:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108484\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0002.jpg\" alt=\"Brief an den Tod\" width=\"161\" height=\"124\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0002.jpg 167w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0002-24x19.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0002-36x28.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0002-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 161px) 100vw, 161px\" \/><strong>Brief an den Tod<br \/>\n<\/strong>Lisa Marie Worch<br \/>\nLieber Tod,<br \/>\nDu bist mein wertvollster Lehrer, ein treuer Begleiter seit meiner Geburt, meine letzte Bestimmung in diesem Leben und meine Inspiration fu\u0308r das Leben. Viele, wenn nicht sogar die meisten, haben schreckliche Angst vor dir, und meistens bin ich einer von ihnen. Du nimmst uns, was wir lieben, du zerst\u00f6rst, was wir aufgebaut haben, du ru\u0308ttelst an unseren Bindungen &#8230; und ich werde dich nicht anlu\u0308gen: Es tut h\u00f6llisch weh. Die meisten von uns sind u\u0308berzeugt, diesen Schmerz kaum u\u0308berleben zu k\u00f6nnen. Deshalb sprechen wir nicht gerne u\u0308ber dich. Du machst uns Angst. Es gibt ein Leben vor und nach dem Verlust, es ist ein Wendepunkt, ein Wendepunkt auch der Erkenntnis. Ein Krisenmoment, den wir mit aller Kraft zu vermeiden versuchen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-108498\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0001.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0001.jpg 169w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0001-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0001-36x27.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0001-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><strong>Leben und Sterben auf dem Weg ewigen Werdens<\/strong><br \/>\nDagmar Uecker<\/p>\n<p>Unsere wahre Natur, unsere innere Essenz, bleibt von Wandel und Tod unberu\u0308hrt. In ihr ist der Ursprung allen Verstehens pr\u00e4sent. Das Leben ist eine geheiligte M\u00f6glichkeit, sich zu entwickeln, die Wahrheit zu erkennen und zu verwirklichen. Der Augenblick des Todes enth\u00e4lt die beste Gelegenheit zur Erleuchtung. \u00dcber den hohen Wert einer<br \/>\nSterbebegleitung.<\/p>\n<blockquote><p>Leben zu lernen muss man u\u0308ber das<br \/>\nganze Leben hin, indes, woru\u0308ber du dich<br \/>\nnoch mehr wundern magst, ist: das ganze<br \/>\nLeben musst du sterben lernen.<br \/>\nSeneca<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-108512\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0003.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0003.jpg 169w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0003-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0003-36x27.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0003-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><strong>Der Losl\u00f6sungsprozess ist befreiend<\/strong><br \/>\nKlaus Bielau im Interview mit R\u00fcdiger Dahlke<\/p>\n<p>Die Seele kommt aus einer unendlichen Weite und Freiheit und wird im K\u00f6rper sozusagen gefangen, und das fu\u0308hlt sich beengend an. Beim Tod ist es genau umgekehrt, da verl\u00e4sst die Seele den K\u00f6rper und es wird erlebt als eine enorme Befreiung und eigentlich als sehr, sehr sch\u00f6n.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108526 size-full\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0007.jpg\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"98\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0007.jpg 128w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0007-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0007-36x28.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0007-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 128px) 100vw, 128px\" \/><strong>Brief an Jo<\/strong><br \/>\nBurkhard Lewe<\/p>\n<p>Ein von au\u00dfen betrachtet schwieriger Krankheitsprozess kann auch ein Segen fu\u0308r die ganze Umgebung sein, fu\u0308r die Familie, fu\u0308r den Freundeskreis.<\/p>\n<p>Lieber Jo!<br \/>\nVielleicht ist es etwas merkwu\u0308rdig, dass ich dir heute einen Brief schreibe. So wie fru\u0308her, als ich dir<br \/>\neine Postkarte aus dem Urlaub oder einen Brief zum Geburtstag geschickt habe. Postkarten und Geburtstagsbriefe sterben heutzutage aus. Aber du, mein lieber Schwager, bist keinesfalls \u201eausgestorben\u201c, auch wenn du uns im letzten Herbst verlassen hast. In deinem \u201eWeggehen\u201c hast du uns mit intensivster Lebendigkeit beschenkt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108540 size-full\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0009.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0009.jpg 169w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0009-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0009-36x27.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0009-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><strong>Nachiketas Gespr\u00e4ch mit dem Tod \u2013 DIE KATHA UPANISHAD<br \/>\n<\/strong>K.S.<\/p>\n<p>Nachiketa w\u00e4chst in einer Familie auf, die tief verankert ist in den alten Schriften und Traditionen Indiens. Eines Tages beginnt er jedoch, die u\u0308berlieferten Feuerrituale in Frage zu stellen. Er macht sich auf den Weg zum Tod, und es gelingt ihm, diesem das Geheimnis zu entlocken, um das selbst die Erhabenen von alters her ringen. Der Tod wird zum Verku\u0308nder des Unsterblichen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-108554\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0008.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0008.jpg 169w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0008-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0008-36x27.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0008-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<p><strong>Fliehen<br \/>\n<\/strong>Catherine Spiller<\/p>\n<p>Seit Adam gefragt wurde \u201eAdam, wo bist du?\u201c, sind wir auf der Flucht.<br \/>\nWir verstecken uns hinter sch\u00f6nen Worten und Philosophien,<br \/>\nverstecken unsere Gefu\u0308hle und Wu\u0308nsche vor uns selbst, tun so, als ob uns Andere, die Wirklichkeit und die Tatsachen nichts angingen, sch\u00e4men uns unserer Handlungen und sch\u00f6pfen im Verborgenen. Es gibt aber keinen Fluchtweg vor der Wahrheit, vor dem Leben, vor dem Unbekannten, vor Gott. Schlie\u00dflich stellen wir uns tot. Das ist unser letztes Versteck. Aber das Leben l\u00e4sst sich nicht t\u00e4uschen, es ruft und stupst und streichelt und kitzelt und stichelt uns. Dann lachen oder weinen oder verzweifeln oder leiden wir<br \/>\noder wir werden unruhig. Vielleicht stehen wir auf und suchen.<br \/>\nImmer werden wir es finden, was wir auch suchen. Tot stellen funktioniert nicht. Tot sein noch weniger. Es gibt nur das Leben.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-108568\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0010.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"129\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0010.jpg 169w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0010-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0010-36x27.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0010-48x37.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<p><strong>Unser Leben \u2013 ein Totsein? \u2013 Aber was ist dann Leben?<br \/>\n<\/strong>Gunter Friedrich<\/p>\n<p>Unser Leben ist ein farbiger Abglanz. Der, der sich in unserem Dasein abbildet, m\u00f6chte von uns gefunden werden. Wenn das nicht geschieht, sind wir im Au\u00dfen verloren.<\/p>\n<p>Manchmal \u00e4ndern Str\u00f6me ihren Lauf. Die Quelle bleibt am selben Ort<br \/>\nund ebenso das Meer, aber der Weg zwischen beiden verl\u00e4uft anders. Wo<br \/>\nfru\u0308her Wasser str\u00f6mte, bleiben tote Arme zuru\u0308ck, Tu\u0308mpel, Teiche, Seen.<br \/>\nSie werden weiter gespeist, von unten durch das Grundwasser, von oben durch den Regen. So bleiben sie indirekt mit dem Strom verbunden, aber zugleich werden sie zu etwas Eigenem. Hierzu schmu\u0308ckt sie die Zauberin Natur, stattet jedes auf seine Weise aus. Ein Auenland entsteht mit herrlichen Orten, Artenvielfalt und wundervollen Biotopen, \u201eAbbildern des<br \/>\nLebens\u201c<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108582\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_25_Bild_0001-253x300.jpg\" alt=\"\" width=\"131\" height=\"155\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_25_Bild_0001-253x300.jpg 253w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_25_Bild_0001-20x24.jpg 20w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_25_Bild_0001-30x36.jpg 30w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_25_Bild_0001-40x48.jpg 40w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_25_Bild_0001.jpg 632w\" sizes=\"(max-width: 131px) 100vw, 131px\" \/><\/p>\n<p><strong>Peer Gynt und der Knopfgie\u00dfer \u2013 Sei du du selbst<\/strong><br \/>\nHeiko Haase<\/p>\n<p>Die Themen, die den Tod beru\u0308hren, haben in den letzten Jahrtausenden in der europ\u00e4ischen Geschichte eine intensive Wandlung erfahren. Zur Zeit der keltischen Hochkultur erlebten die Menschen den Tod nicht als Barriere. Ein gro\u00dfer Teil von ihnen war zu dieser Zeit noch hellsichtig. Sie verloren w\u00e4hrend ihrer irdischen Lebensphase nie ganz den bewussten Kontakt zu ihrem Ursprung. Auf markant andere Weise konfrontiert Hendrik Ibsen in seinem norwegischen Nationalepos Peer Gynt den heutigen Menschen mit dem Tod.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108596\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002-243x300.jpg\" alt=\"\" width=\"154\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002-243x300.jpg 243w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002-768x949.jpg 768w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002-19x24.jpg 19w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002-29x36.jpg 29w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002-39x48.jpg 39w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_28_Bild_0002.jpg 829w\" sizes=\"(max-width: 154px) 100vw, 154px\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Bardo Th\u00f6dol \u2013 Das Tibetanische Totenbuch<\/strong><br \/>\nHorst Matth\u00e4us<\/p>\n<p>Der Bardo Th\u00f6dol, das Tibetische Totenbuch, begleitet den Sterbenden vom Tod zur Reinkarnation.<br \/>\nEs ist aber auch ein Wegweiser fu\u0308r das Leben und fu\u0308r das \u00dcberwinden von Wiedergeburten.<\/p>\n<p>Die aus dem 8. Jahrhundert stammende Schrift Bardo Th\u00f6dol, die etwas unpassend als das Tibetische Totenbuch bekannt wurde, ist nach einer neueren Definition von Lama Anagarika Govinda<br \/>\n\u2026 nicht ein Fu\u0308hrer fu\u0308r die Toten, sondern fu\u0308r solche, die den Tod u\u0308berwinden und den Vorgang des Sterbens in einen Akt der Befreiung verwandeln wollen. Mit der englischen \u00dcbersetzung des Tibetischen Totenbuchs durch Evans-Wentz im Jahr 1927 wurde dieses Buch im Westen weit verbreitet und in verschiedene Sprachen u\u0308bersetzt. Der Bardo Th\u00f6dol wird Padmasambava, der im 8. Jahrhundert den Buddhismus nach Tibet brachte, zugeschrieben. Er galt bis ins 14. Jahrhundert als verschollen und wurde entsprechend der \u00dcberlieferung durch Karmalingpa wiederentdeckt und schriftlich fixiert. Die verschiedenen \u00dcbersetzungen des Tibetischen Totenbuchs verbreiteten sich in Amerika und Europa schnell, und das nicht nur unter Interessierten an \u00f6stlicher Religion, Mystik und Theosophie, sondern auch in der westlichen Wissenschaft, haupts\u00e4chlich der Psychologie, der Medizin, Physik und der Forschung u\u0308ber Nahtoderfahrungen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-108610 alignleft\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001-243x300.jpg\" alt=\"\" width=\"139\" height=\"172\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001-243x300.jpg 243w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001-768x949.jpg 768w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001-19x24.jpg 19w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001-29x36.jpg 29w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001-39x48.jpg 39w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_31_Bild_0001.jpg 829w\" sizes=\"(max-width: 139px) 100vw, 139px\" \/><\/p>\n<p><strong>Durch das Tor des Augenblicks \u2013 Sterben lernen, leben lernen<br \/>\n<\/strong>Angela Paap<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Leben und Tod sind wie zwei Seiten einer Medaille. Das Verk\u00f6rpertsein und die Zeit zwischen Tod und Geburt bilden zusammen den Gang der Inkarnationen. Fu\u0308r das materiegebundene Bewusstsein sind solche Gedankeng\u00e4nge jedoch reine Theorie, es sieht nur (Da-) Sein und Nichtsein und verdr\u00e4ngt daher den Tod. Doch schm\u00e4lert diese Sicht nicht auch die Fu\u0308lle des Lebens? Leben geschieht im Augenblick. Zen- Buddhismus und Samurai k\u00f6nnen uns dies lehren.<\/p>\n<p>Wer seine Endlichkeit nicht kennt oder wahrnimmt, lebt, als w\u00e4re er ewig. Doch dies ist eine Ewigkeit, die zur blo\u00dfen Dauer mutiert, geduckt unter dem bleiernen Regiment der Zeit.<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108624\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002-243x300.jpg\" alt=\"\" width=\"128\" height=\"159\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002-243x300.jpg 243w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002-768x949.jpg 768w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002-19x24.jpg 19w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002-29x36.jpg 29w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002-39x48.jpg 39w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_34_Bild_0002.jpg 829w\" sizes=\"(max-width: 128px) 100vw, 128px\" \/><\/p>\n<p><strong>Wir sehen nur die Schatten \u2013 Wie uns gro\u00dfe Meister den Weg weisen<br \/>\n<\/strong>Elena Vasenina<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Unsere Augen sind auf die Schattenseiten des Todes fixiert. Sie sehen nur, wie die Form zerf\u00e4llt. Die Sicht auf das fortdauernde Leben in feinstofflichen Strukturen bleibt ihnen verschlossen. So haben wir eine Karikatur des Todes geschaffen, ein Gegenbild, ein Schattenbild, das wir als Realit\u00e4t ausgeben.<\/p>\n<p>O wie erhaben ist der Geist, der unter Leitung der wahren Weisheit sich selbst mit von Leben und Licht verfeinerten geistigen Augen wahrnimmt. Der Mensch ist aus Gott, dem Vater allen Lichtes und Lebens geboren. Darum kehrt der Geist, der entdeckt, dass er aus Leben und Licht geschaffen ist, zuru\u0308ck zum Leben und zum Licht. (Robert Fludd, 1574\u20131637)<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108638 size-full\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0005.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"128\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0005.jpg 169w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0005-24x18.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0005-36x27.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_03_Bild_0005-48x36.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Tod \u2013 Tu\u0308r ins Offene<\/strong><br \/>\nKlaus Bielau<\/p>\n<p>Da wir im Allgemeinen gewohnt sind, Tod und Sterben zu verdr\u00e4ngen, kann unser Leben nur an der Oberfl\u00e4che du\u0308mpeln, unsere Ausrichtung, unser Interesse nur \u00c4u\u00dferlichkeiten gelten. \u2013 Und dieses \u00c4u\u00dfere unterliegt, wie sollte es anders sein, dem gnadenvollenGesetz der Verg\u00e4nglichkeit.<\/p>\n<blockquote><p>Ihr sollt nur den heutigen Tag kennen und die jetzige Stund. Was gehen die Sorgen des morgigen Tages den heutigen an? Der Tod kommt n\u00e4mlich nicht morgen, er kommt heute. (Paracelsus)<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-108652\" src=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001-300x246.jpg\" alt=\"\" width=\"173\" height=\"142\" srcset=\"https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001-300x246.jpg 300w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001-768x630.jpg 768w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001-24x20.jpg 24w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001-36x30.jpg 36w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001-48x39.jpg 48w, https:\/\/logon.media\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Logon_18_1_fin_Seite_40_Bild_0001.jpg 830w\" sizes=\"(max-width: 173px) 100vw, 173px\" \/><\/p>\n<p><strong>H\u00fclle und Kern<br \/>\n<\/strong>Heraklit und der Sohar, das heilige Buch der Kabbala<br \/>\nSibylle Bath<\/p>\n<p>Der urspru\u0308ngliche g\u00f6ttliche Keim umgab sich mit mehr und mehr Hu\u0308llen. Und erst als der Mensch erschaffen war, wurde alles sichtbar. Gleich ist Anfang und Ende auf der Kreislinie.<br \/>\nHeraklit<br \/>\nHeraklit, einer der gro\u00dfen Philosophen an der Wiege des Abendlandes (um 520\u2013um 460 v. Chr.), verweist auf das \u00e4gyptische Urbild einer Schlange, Ouroboros, die sich in den Schwanz bei\u00dft und mit ihrem K\u00f6rper einen vollkommenen Kreis bildet, der das ewige Leben darstellt. Die Kreislinie symbolisiert unser Leben, dessen Anfang und Ende sich im gleichen Punkt treffen; in ihm geht das Leben in den Tod u\u0308ber, und der Tod fu\u0308hrt wiederum zu einer neuen Geburt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":108753,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110149,110126],"tags_english_":[],"class_list":["post-108483","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-logon-de","category_-news-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/108483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=108483"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=108483"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=108483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}