{"id":107908,"date":"2025-01-19T07:59:17","date_gmt":"2025-01-19T07:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=107908"},"modified":"2025-04-07T15:30:44","modified_gmt":"2025-04-07T15:30:44","slug":"unser-leben-ein-totsein-aber-was-ist-dann-leben","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/unser-leben-ein-totsein-aber-was-ist-dann-leben\/","title":{"rendered":"Unser Leben \u2013 ein Totsein? Aber was ist dann Leben?"},"content":{"rendered":"<p><em>Unser Leben ist ein farbiger Abglanz. Aber der, der sich in unserem Dasein abbildet, m\u00f6chte gefunden werden.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe title=\"Spotify Embed: Unser Leben \u2013 ein Totsein? \u2013 Aber was ist dann Leben?\" style=\"border-radius: 12px\" width=\"100%\" height=\"152\" frameborder=\"0\" allowfullscreen allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/6vtV4qK5ScbEdcMPEYE9LQ?si=ZovwmE3ERSWqp2JH_IJW9A&amp;utm_source=oembed\"><\/iframe><\/p>\n<p>Manchmal \u00e4ndern Str\u00f6me ihren Lauf. Die Quelle bleibt am selben Ort und ebenso das Meer, aber der Weg zwischen beiden verl\u00e4uft anders. Wo fr\u00fcher Wasser str\u00f6mte, bleiben tote Arme zur\u00fcck, T\u00fcmpel, Teiche, Seen. Sie werden weiter gespeist, von unten durch das Grundwasser, von oben durch den Regen. So bleiben sie indirekt mit dem Strom verbunden, aber zugleich werden sie zu etwas Eigenem. Hierzu schm\u00fcckt sie die Zauberin Natur, stattet jedes auf seine Weise aus. Ein Auenland entsteht mit herrlichen Orten, Artenvielfalt und wundervollen Biotopen, \u201eAbbildern des Lebens\u201c (griech. bios=Leben, topos=Bild, Ort).<\/p>\n<p>Wir streben nach Spiritualit\u00e4t und sprechen davon, \u201eim Strom\u201c zu sein. Alles flie\u00dft, selbst die verdichtete Substanz ist in Bewegung. Wir wollen allerdings auf h\u00f6herer Ebene \u201eflie\u00dfen\u201c, in Str\u00f6men geistig-seelischen Lichts. Denn wir sp\u00fcren: Dort ist Einssein, dort sind Freiheit, Freude, Liebe, wahres Leben. Aber \u2013 k\u00f6nnte es nicht sein, dass wir nur sch\u00f6ner und prachtvoller ausgestatteten T\u00fcmpeln, Teichen, Seen oder toten Flussarmen gleichen?<\/p>\n<p>Auch Seelen bilden Landschaften, wundervoll bl\u00fchende, dunkel br\u00fctende oder auch zerst\u00f6rte, vergiftete. In fast allen herrscht, auf irgendeine Weise, Streit, offen und lautstark oder subtil, hintergr\u00fcndig, versteckt. Wir ben\u00f6tigen einander, wirken zusammen, vielleicht m\u00f6gen wir einander \u2013 und doch ist da etwas, das uns abgrenzt und uns im Innern aufbringt, oder aufbringen m\u00f6chte gegen den anderen. Es sind oft banale Anl\u00e4sse, aus denen uns unser Einzeln-Sein ergreift, unsere Eigenheit, Abgetrenntheit, unser Besonders-Sein, das Herausgetreten-Sein aus dem Strom. Der gute Wille, harmonisch zusammenzuleben, ist da. Doch da ist auch ein verborgener Wider-Wille, ein innerer Widersacher. Und der scheint an Macht zu gewinnen. Unterliegt unser Einzeln-Sein einer Entwicklung hin zu wachsenden Katastrophen? Der Schriftsteller Hans-Magnus Enzensberger verfasste 1993 einen Essay mit dem Titel: <em>Aussichten auf den B\u00fcrgerkrieg<\/em>. Darin schreibt er:<\/p>\n<blockquote><p><em>Gef\u00fchrt wird er [der B\u00fcrger-Krieg] nicht nur von Terroristen und Geheimdiensten, Mafiosi und Skinheads, Drogengangs und Todesschwadronen, Neonazis und Schwarzen Sheriffs, sondern auch von unauff\u00e4lligen B\u00fcrgern, die sich \u00fcber Nacht in Hooligans, Brandstifter, Amokl\u00e4ufer und Serienkiller verwandeln.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Und er diagnostizierte einen gemeinsamen Nenner:<\/p>\n<blockquote><p><em>Das ist, zum einen, der autistische Charakter der T\u00e4ter und, zum anderen, ihre Unf\u00e4higkeit, zwischen Zerst\u00f6rung und Selbstzerst\u00f6rung zu unterscheiden. In den B\u00fcrgerkriegen der Gegenwart ist jede Legitimation verdampft. Die Gewalt hat sich von allen ideologischen Begr\u00fcndungen befreit.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Vor 100 Jahren erkl\u00e4rte Rudolf Steiner, in die Zukunft schauend, dass unsere Kulturperiode einmal mit einem \u201eKrieg aller gegen alle\u201c enden werde:<\/p>\n<blockquote><p><em>Wir m\u00fcssen nur einmal ins Auge fassen, was die Grundlage, die eigentliche Ursache dieses Krieges ist. Diese Grundlage oder Ursache ist das \u00dcberhandnehmen des Egoismus, der Ichsucht, der Selbstheit der Menschen. [\u2026] Wer nicht begreift, dass dieses Ich ein zweischneidiges Schwert ist, der wird kaum den ganzen Sinn der Menschheits- und Weltenentwickelung verstehen. Auf der einen Seite ist dieses Ich die Ursache dessen, dass die Menschen in sich selbst sich verh\u00e4rten, dass sie alles, was ihnen zur Verf\u00fcgung stehen kann an \u00e4u\u00dferen Dingen und inneren G\u00fctern, in den Dienst dieses ihres Ichs einbeziehen wollen. Es ist dieses Ich die Ursache, dass sich alle W\u00fcnsche des Menschen darauf richten, dieses Ich als solches zu befriedigen. Wie dieses Ich danach strebt, einen Teil des gemeinsamen Erdenbesitzes an sich heranzubringen als sein Eigentum, wie dieses Ich danach strebt, aus seinem Gebiete alle anderen Iche hinwegzutreiben, sie zu bekriegen, zu bek\u00e4mpfen: das ist die eine Seite des Ichs. Aber auf der anderen Seite d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass dieses Ich zugleich dasjenige ist, was dem Menschen seine Selbstst\u00e4ndigkeit, seine innere Freiheit gibt, was den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes erh\u00f6ht. In diesem Ich ist seine W\u00fcrde begr\u00fcndet. Es ist die Anlage zum G\u00f6ttlichen im Menschen.<\/em> (in: Apokalypse des Johannes, GA 104)<\/p><\/blockquote>\n<p>Unser Ich ist der explosive Faktor, in ihm tragen wir unseren Untergang in uns. Aber auch unseren Aufgang. Die Frage ist nur, wie schnell wir das eine oder andere aktualisieren. Enzensberger spricht von den autistischen Z\u00fcgen unseres Bewusstseins und der damit einhergehenden Selbstzerst\u00f6rung. Man kann sie \u00fcberall beobachten, die Verzweiflungstaten, das Zerbrechen am Einzeln-Sein. Das Selbst der Menschen ist \u00fcberladen, \u00fcberfrachtet von Spannungen. Die Zerrei\u00dfproben h\u00e4ufen sich. Zu viel des Unvereinbaren hat sich im Bewussten und Unbewussten angesammelt. Die Medien befeuern dies, sie tragen die Flammen von Konfliktsfeldern aus aller Welt in uns hinein. Und irgendwann werfen wir das unheilige Feuer, das in uns entz\u00fcndet wird, nach au\u00dfen. Denn alles Innere dr\u00e4ngt nach au\u00dfen, ganz dem sch\u00f6pferischen Prozess entsprechend, in den auch wir eingebunden sind. Allerdings haben wir die gro\u00dfe M\u00f6glichkeit, alles, was an zerst\u00f6rerischen Kr\u00e4ften in uns eintritt und wirkt, dem G\u00f6ttlichen in unserem Innersten zu \u00fcbergeben \u2013 und es tritt verwandelt nach au\u00dfen.<\/p>\n<p>Der Strom ist noch da, immer noch sind da Sympathie, Liebe, Empathie, Spiritualit\u00e4t. Sie klopfen weiterhin an, wollen zur\u00fcckkehren, uns reinigen und erf\u00fcllen. Aber es gelingt nicht so recht, unsere Bem\u00fchungen bleiben St\u00fcckwerk. Zu viel ist in uns abgelagert, Ergebnisse jahrtausende langen Streits.<\/p>\n<p>Lass die Toten ihre Toten begraben;geh du aber hin und verk\u00fcndige das Reich Gottes (Lukas 9, 60). Das sind seltsame Worte \u2013 wir haben sie vielleicht schon einmal gelesen. Nun erklingen sie im Innern, ganz neu, gleichsam durch innere Wolken und Schwaden hindurch. \u201eJetzt bist du tot, aber das Leben wartet auf dich.\u201c Wo ist es denn, das Leben? Eine Aussage f\u00e4llt mir ein: Im farbigen Abglanz haben wir das Leben (Goethe, Faust Teil 2, 1. Akt, Anmutige Landschaft). Wie lange muss ein Satz wirken, ehe er seine Bedeutung wahrhaft enth\u00fcllt?<\/p>\n<p>Mein K\u00f6rper mit seiner wunderbaren Gestalt, seiner Organstruktur und seinen Gliedma\u00dfen, mein Ich und sogar meine Lebenszeit \u2013 sie sind Spiegelungen, sind ein farbiger Abglanz. Sie kommen irgendwo her, sind nicht einfach so da. Jeder besitzt einen Ursprung, ein Urbild, dessen Abbild er ist. Auch seine Freiheit wird in ihn hineinprojiziert. In ihr sind wir fort-geschritten von dem, was in unserem Innersten ist. Doch nun ruft es uns zur R\u00fcckkehr auf, zum erneuten Einssein mit ihm, mit uns selbst. Das Innerste will uns umh\u00fcllen, uns m\u00fctterlich tragen als sein Kind, uns leiten bei unserem Reifwerden. Das Weggehen, unser Fortschritt, erweist sich als ein Gang ins Haltlose, ins H\u00fcllenlose, in ein Au\u00dfen, das den Bezug zu seinem Innen verloren hat. Die Folge davon ist \u2013 so der Philosoph Peter Sloterdijk \u2013 die \u201ePsychose\u201c, das \u201elatente Urthema der Moderne\u201c. Der Prozess der Moderne [impliziert] eine Initiation der Menschheit ins absolute Au\u00dfen. (Sloterdijk, Sph\u00e4ren, S. 335)<\/p>\n<p>Wir halten die materiellen Gestalten der Welt f\u00fcr die alleinige Wirklichkeit. Der Segen der Wissenschaft \u00f6ffnet die T\u00fcr auch f\u00fcr den folgenreichsten Aberglauben, den Glauben an das absolute Au\u00dfen. Das hei\u00dft: an den Tod. Wir haben den aktiven, den fortw\u00e4hrend sch\u00f6pferischen Pol, den Pol des Lebens, vergessen. So ziehen wir haltlos, h\u00fcllenlos, alles in die Ungleichgewichte unseres Bewusstseins hinein, was uns stabilisieren k\u00f6nnte. So umh\u00fcllt uns nun Fremdes. Die Konsequenzen dieser Selbstzerst\u00f6rung sind, dass wir auch das Umfeld zerst\u00f6ren, in dem wir leben. Viele Menschen wissen und sp\u00fcren nichts mehr vom Innenleben der Natur.<\/p>\n<p>Aber das Potenzial, wieder ganz zu werden, besteht weiter. \u201eDu bist gar nicht so allein, wie du meinst, du bist noch nicht v\u00f6llig zerst\u00f6rt\u201c, so k\u00f6nnte man eine innere Stimme deuten. \u201eDu bist meine Offenbarung, durch dich will ich mich in der Welt zeigen.\u201c<\/p>\n<p>Mitunter geraten Menschen in Lebensgefahr. Ihr inneres Gef\u00fcge bricht auseinander, vielleicht nach einem Unfall, bei einer schweren Krankheit oder einer Nahtoderfahrung. Und pl\u00f6tzlich ist es da, das Ich-Bin. Ruhig, gelassen, erf\u00fcllt von Frieden, Freude, Liebe. Unber\u00fchrt von der \u00e4u\u00dferen Szenerie, die dramatisch sein mag, leuchtet es auf, eins mit allem und doch es selbst.<\/p>\n<p>Aber man muss nicht in Lebensgefahr geraten, um eine solche Erfahrung zu machen. Die inneren Abgr\u00fcnde reichen daf\u00fcr aus. Sie k\u00f6nnen eine gewaltige Sehnsucht erwecken, k\u00f6nnen uns zu einem Hilfeschrei veranlassen, der in die Tiefen unseres Innern hineinschallt.<\/p>\n<p>Und es kommt Antwort. Das scheinbare Nichts schaut mich an, spricht \u201eWorte der Stille\u201c zu mir. Ich suche diesen Blick immer wieder \u2013 und es entstehen in mir Augen f\u00fcr ihn. Ich lausche den \u201eWorten der Stille\u201c immer wieder \u2013 und es entstehen in mir Ohren f\u00fcr sie.<\/p>\n<p>Aus der Morgenr\u00f6te der Menschheit klingen Worte herauf, die dies widerspiegeln:<\/p>\n<blockquote><p><em>Nicht durch Reden, nicht durch Denken, nicht durch Sehen erfasst man ihn. \u201eEr ist!\u201c durch dieses Wort wird er und nicht auf andere Weise erfasst. \u201eEr ist!\u201c so ist er auffassbar, sofern er beider Wesen ist. \u201eEr ist!\u201c wer so ihn auffasst, dem wird klar seine Wesenheit.<\/em><br \/>\n(Kathaka Upanishad, Sechste Valli)<\/p>\n<p><em>Es ist wahr! Es ist sicher! Es ist die volle Wahrheit!<\/em><br \/>\n<em>Was unten ist, ist gleich dem, was oben ist,<\/em><br \/>\n<em>und was oben ist, ist gleich dem, was unten ist,<\/em><br \/>\n<em>damit die Wunder des Einen sich vollziehen.<\/em><br \/>\n(Tabula Smaragdina)<\/p><\/blockquote>\n<p>Friedrich H\u00f6lderlin geh\u00f6rt zu denen, die \u201ees\u201c, das Gro\u00dfe, in unsere Zeit \u00fcbertragen. \u00dcber sie, die reif werden, sagt er: Sie h\u00f6ren das Wort, l\u00e4ngst ausgesprochen von Morgen nach Abend [Osten nach Westen], jetzt erst.<\/p>\n<blockquote><p><em>Denn: Nah ist \/ und schwer zu fassen der Gott. \/ Wo aber Gefahr ist \/ w\u00e4chst das Rettende auch. Wer sich diesem Rettenden \u00f6ffnet und sich mit ihm vereint, in ihm geht eine neue Sonne auf, in ihm erscheint der Gott in goldnen Wolken seiner Aura.<\/em> (aus: Friedensfeier, Patmos und Der Archipelagus)<\/p><\/blockquote>\n<p>Hierf\u00fcr sind wir sowohl Geburtenscho\u00df wie auch Hebamme. Der Gott in uns, das ewige Ich-Bin, will als ein Rettendes emporsteigen. Als Abgenabelte k\u00f6nnen wir den m\u00fctterlichen Urgrund erneut finden, k\u00f6nnen uns ihm anvertrauen und uns gleichsam in ihn ausgie\u00dfen. Unsere Seelen gleichen dem Wasser, der Urgrund gleicht dem Feuer. Wenn unsere Sehnsucht gro\u00df genug ist und wir unser Leben auf sie abstimmen, wandelt sich das Wasser zu Wein, wie es das Gleichnis sagt. Wir finden Anschluss an den kosmischen Weinstock und werden zu seinen Reben.<\/p>\n<p>Eine zweite Gestalt bildet sich innerhalb der jetzigen heran, eine Gestalt aus Licht, aus \u201eWasser und Geist\u201c. Licht, Tr\u00e4ger des Lebens, stirbt in uns hinein und strukturiert sich in uns zu einem seelischen \u201eK\u00f6rper\u201c, subtil, \u00e4therisch, sich nach Belieben ausweitend und zusammenziehend. Die unsterbliche Gestalt entsteht durch die vollkommene Hingabe unseres Ichs und des inneren Gottes zugleich. Sie vereinen sich in gemeinsamer Sch\u00f6pfung, sterben beide hinein in das neue Abbild, den unsterblichen Menschen.<\/p>\n<p>Die Taten der Vergangenheit haften noch am alten K\u00f6rper, sie begleiten uns noch. Ja, die Schatten treten jetzt, unter dem Einfluss des Lichtes, erst richtig zutage. Denn sie wollen erl\u00f6st werden, wollen durch Erkenntnis verwandelt werden in Weisheit. Das geschieht durch Vergebung, Gnade, Akzeptanz. Wir m\u00fcssen sie aushalten, m\u00fcssen sie durchschauen. Alles, was wir hierbei tun und lassen, bildet sich ab in der Struktur des neuen Seelenk\u00f6rpers. Es verleiht ihm die Tiefe der Reifung; die Ernte des so langen Einzeln-Seins wird eingefahren.<\/p>\n<p>Auch die Zeit wandelt sich. Bislang Ausdruck karmischer Kr\u00e4fte, wird sie nun leichter, erhebt sich auf eine andere Ebene. Was den neuen Seelenk\u00f6rper betrifft, entsteigen wir den Kausalit\u00e4ten der Vergangenheit. Vertikales tritt auf und erf\u00fcllt die Momente. Wie weit das geschieht, h\u00e4ngt vom Ausma\u00df unserer Hingabe an das \u00fcberzeitliche Ich-Bin ab. Und von unserer M\u00f6glichkeit, mit seiner Hilfe die aus dem Unterbewussten aufsteigenden Schatten zu verwandeln. Allm\u00e4hlich bildet sich unser \u201eOrt\u201c, das neue Abbild des Lebens in den Seelensph\u00e4ren zwischen unten und oben. Zeit und Zeitlosigkeit verschr\u00e4nken sich hier und erm\u00f6glichen Wege in aufw\u00e4rts f\u00fchrenden Str\u00f6men. Von Moment zu Moment vollzieht sich die Neusch\u00f6pfung, ergie\u00dft sich der Eine in sein Abbild.<\/p>\n<blockquote><p><em>Sei hilflos, erstaunt,<\/em><br \/>\n<em>unf\u00e4hig, ja oder nein zu sagen.<\/em><br \/>\n<em>Dann werden wir von der Trage der Gnade aufgehoben.<\/em><br \/>\n<em>Wir sind zu benebelt, um diese Sch\u00f6nheit zu sehen.<\/em><br \/>\n<em>Wenn wir sagen, wir k\u00f6nnten es, dann l\u00fcgen wir.<\/em><br \/>\n<em>Wenn wir sagen: \u201eNein, wir sehen sie nicht&#8220;,<\/em><br \/>\n<em>dann enthauptet uns dieses \u201eNein&#8220;<\/em><br \/>\n<em>und verschlie\u00dft unser Fenster zum G\u00f6ttlichen.<\/em><br \/>\n<em>So lasst uns lieber in Bezug auf alles unsicher sein,<\/em><br \/>\n<em>au\u00dfer uns selbst,<\/em><br \/>\n<em>und auch das nur, damit Wunder wirkende Wesen uns zur Hilfe eilen.<\/em><br \/>\n<em>Ganz au\u00dfer uns liegen wir im Kreis des Nichts, still,<\/em><br \/>\n<em>und werden schlie\u00dflich mit erstaunlicher Wortgewandtheit sagen:<\/em><br \/>\n<em>\u201eF\u00fchre uns!&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Wenn wir uns dieser Sch\u00f6nheit vollkommen hingegeben haben,<\/em><br \/>\n<em>werden wir kraftvolle Freundlichkeit sein.<\/em><br \/>\n(Rumi)<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":107927,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-107908","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/107908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/107927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=107908"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=107908"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=107908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}