{"id":107680,"date":"2025-01-04T01:00:49","date_gmt":"2025-01-04T01:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=107680"},"modified":"2025-01-12T08:08:39","modified_gmt":"2025-01-12T08:08:39","slug":"interview-mit-ruediger-dahlke-ueber-leben-und-steren","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/interview-mit-ruediger-dahlke-ueber-leben-und-steren\/","title":{"rendered":"Interview mit R\u00fcdiger Dahlke \u00fcber leben und sterben"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Seele kommt aus einer unendlichen Weite und Freiheit und wird im K\u00f6rper sozusagen gefangen, und das f\u00fchlt sich beengend an.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Der Tod ist genau umgekehrt, da verl\u00e4sst die Seele den K\u00f6rper und es wird erlebt als eine enorme Befreiung und eigentlich als sehr, sehr sch\u00f6n<\/em><\/p>\n<p><iframe title=\"Spotify Embed: Der Losl\u00f6sungsprozess ist befreiend - Klaus Bielau im Interview mit R\u00fcdiger Dahlke\" style=\"border-radius: 12px\" width=\"100%\" height=\"152\" frameborder=\"0\" allowfullscreen allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/0H3uYfMPrUubZ0QWJsVvMi?si=UNIeqdjsSueKNvIQtJ8UQQ&amp;utm_source=oembed\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Klaus Bielau:<\/strong> Lieber Herr Dr. Dahlke, Sie sind Arzt, Ganzheitsmediziner, Seminarleiter, seit Jahrzehnten Bestseller-Autor mit Buchtiteln, die die Herzen der spirituell empfindsamen Zeitgenossen h\u00f6her schlagen lassen, wie \u201eKrankheit als Weg\u201c (mit Thorwald Detlefsen), \u201eKrankheit als Symbol\u201c, \u201eKrankheit als Sprache der Seele\u201c, \u201eDie Schicksalsgesetze \u2013 Spielregeln f\u00fcrs Leben\u201c, \u201eDas Schattenprinzip\u201c, \u201eSchlaf \u2013 die bessere H\u00e4lfte des Lebens\u201c, oder auch \u201eKrisen als Entwicklungs-Chance\u201c und \u00e4hnliche Titel. Im Klappentext des Buches \u201eVon der Gro\u00dfen Verwandlung\u201c sprechen Sie von Ihrem Wunsch, Ihrem Ziel, mitzuwirken an einem Feld ansteckender Gesundheit. Als Arzt und Psychotherapeut setzen Sie sich immer wieder mit Tod und Sterben auseinander. \u201eWir sterben und werden weiterleben\u201c ist der Untertitel des oben genannten Buches \u201eVon der Gro\u00dfen Verwandlung\u201c. Was bedeutet Sterben und Leben f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich?<\/p>\n<p><strong>R\u00fcdiger Dahlke:<\/strong> Ja, ich bin gerade betroffen, meine Tochter ist unl\u00e4ngst gestorben, mit 31. Es ist immer etwas anderes, wenn man das so f\u00fchlt, als wenn man theoretisch ein Buch schreibt. Das Buch habe ich meiner Schwiegermutter gewidmet, einer handfesten Linzerin. Sie war am Sterben. Hab es relativ rasch geschrieben, damit es noch gedruckt wird. Sie wollte es unbedingt noch haben und das hat geklappt. Ihre Tochter, meine Schw\u00e4gerin, hat es ihr vorgelesen.<\/p>\n<p>Sterben ist mir jetzt wieder sehr nahe gekommen. Es ist so, dass es f\u00fcr die, die gehen, leichter ist als f\u00fcr die Hinterbliebenen, wie wir so sagen. Die haben den ganzen Traueraspekt usw., den die Gehenden nicht haben. Also in der Schattentherapie, die ich \u00fcber 30 Jahre lange gemacht hab oder Reinkarnations-Therapie, so hat Thorwald [Detlefsen] sie immer genannt, da dreht sich was um, denn da schauen wir uns auch die Empf\u00e4ngnis an; sie ist immer eine Einengung f\u00fcr die Seele. Da kommt sie aus einer unendlichen Weite und Freiheit und wird im K\u00f6rper sozusagen gefangen, und das f\u00fchlt sich beengend an. Aber der F\u00f6tus hat ja noch viel Platz im Mutterleib. Er hat eine wunderbare Situation, hat die gleiche Temperatur, drinnen wie drau\u00dfen. Die Wahrnehmung ist noch grenzenlos, transzendent, so wie der K\u00f6rper noch transparent ist. Das sieht man, wenn man sich die Bilder anschaut von Nilsen, dem schwedischen Photographen. Und dann wird es enger im Mutterleib, wenn es zur Geburt geht. Die Geburt ist etwas sehr Anstrengendes, manchmal auch Erschreckendes f\u00fcr das Neugeborene.<\/p>\n<p>Und die feiern wir sehr. Der Tod ist genau umgekehrt, da verl\u00e4sst die Seele den K\u00f6rper und es wird erlebt als eine enorme Befreiung und eigentlich als sehr, sehr sch\u00f6n. Da muss man vielleicht ein bissl umdenken aus der Sicht der spirituellen Psychotherapie. F\u00fcr die meisten Menschen bei uns ist der Tod etwas ganz Erschreckendes, das hat nicht mehr viel mit L\u00f6sung, mit Erl\u00f6sung zu tun, was es in anderen Kulturen schon ist. Wir haben ja solche Ausdr\u00fccke wie Gevatter Tod; fr\u00fcher hat man sogar auch gesagt, Freund Hain. Es gibt ja wunderbare Filme zu dem Thema. Ich hab in meinem Arztleben mehr Filme, Spielfilme verschrieben als Pharmaka und auch zwei B\u00fccher dazu geschrieben, \u201eDie Hollywood-Therapie\u201c und \u201eDie Spielfilm-Therapie\u201c. Es gibt einen wundervollen Film, \u201eDie B\u00fccherdiebin\u201c, da merkt man die ganze erste Stunde gar nicht, dass der Tod dort erz\u00e4hlt und er ist sehr zugewandt. Es gibt eine ganze Reihe Filme, wo man das sch\u00f6n sehen kann. Also f\u00fcr die Mehrheit gibt\u2019s auch einen Film mit Brett Pit, \u201eRendezvous mit Joe Black\u201c, mit einem sehr attraktiven, faszinierenden Tod, es gibt noch einen anderen: \u201eSein bester Tag\u201c, auch da hat der Tod eine sehr besch\u00fctzende, rettende Aufgabe. Das ist uns in der modernen Industriegesellschaft v\u00f6llig abhanden gekommen. Es ist selbst bei gl\u00e4ubigen Katholiken oft eine Schreckensgeschichte, der Tod. Es sind vielleicht noch ein paar Anthroposophen, die ein rein spirituelles Christentum leben, die es noch anders sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong> Die Gnostiker aller Zeiten, auch die modernen, wozu Rudolf Steiner sicherlich z\u00e4hlt, sehen es \u00e4hnlich.<\/p>\n<p><strong>RD:<\/strong> Aber f\u00fcr die Mehrheit ist der Tod eben schwarz. Nach Goethe ist Schwarz ja gar keine Farbe, ein totaler Mangelzustand, so wie unsere Pupille, die ist schwarz. Warum? Weil alles Licht drin verschwindet. In den schwarzen L\u00f6chern im Weltall verschwindet alle Energie. Aber zum Beispiel die Inder, die feiern den Tod ja wei\u00df. Wei\u00df ist sozusagen das ganze Licht, das von der Sonne kommt. Wir sehen das gar nicht, wir m\u00fcssen ein Prisma dazwischen geben, dann sehen wir die Regenbogenfarben. Schwarz ist der totale Mangelzustand, und so nehmen wir den Tod ja auch wahr. Aber ich glaube, die wirkende Wirklichkeit ist doch anders, so wie wir&#8217;s von der Seelenbilder-Welt her sehen. Bei der Schattentherapie war das immer sehr deutlich. Insofern hat er f\u00fcr mich dann auch nicht so viel Schrecken. Aber doch jetzt eben, meine Tochter, die hatte ein Down-Syndrom und einen schweren Herzfehler mitgebracht und trotzdem war&#8217;s dann so unerwartet, \u00fcberraschend und so schnell, und dann ist es nochmals anders und ich hab viel Trauer und Tr\u00e4nen erlebt und auch unerwartet viel Niedergeschlagenheit. Und als Arzt, da konnte ich nichts machen. Bin ja kein Anh\u00e4nger dieser Macher-Medizin, aber dann will man ja doch, da bin ich mehr Vater gewesen als Arzt, hab ich gemerkt. Und wenn ich da auf den Monitor geschaut hab und die Sauerstoffs\u00e4ttigung so runter gegangen ist, da hab ich als Arzt schon gewusst: \u201eoh Gott, oh lieber Gott\u201c. Aber als Vater bleibt Hoffnung, dass sie bei uns bleibt. Da hab ich das sehr diskrepant wahrgenommen. Ich habe diese Diskrepanz mitgekriegt, ich leb ja auch in dieser Kultur und f\u00fchl mich auch als Christ, obwohl ich in keinem Verein Mitglied bin; das kann ich gar nicht mehr aushalten. Man lebt in diesem Feld und da kommt so eine gro\u00dfe Traurigkeit, zu der ich eigentlich von dem, was ich wei\u00df, keinen Anlass hab. Doch es ist schnell gegangen, in eineinhalb Tagen und sie hat nicht viel gelitten, das kann man sich so w\u00fcnschen, hab ich ihr auch so sehr gew\u00fcnscht; hab auch so eine Meditation, dass sie auf dem guten Weg ist. Trotzdem merkte ich da, das Feld hat auch eine Macht, eine\u00a0 Wirkung und nimmt einen da hinein. Also da merk ich so eine gro\u00dfe Trauer. Das war beim Abschied von meiner Mutter \u00e4hnlich, doch die ist sehr bewusst gegangen, war fast 89, und wollte auch, da war das Loslassen eine leichtere \u00dcbung sozusagen, als wenn jemand mit 31 geht.<\/p>\n<p>Ich hab das fr\u00fcher schon einmal mitgekriegt. Ich war mal bei einer Reanimation dabei; ein Motorradfahrer oder Rocker, mit einem Polytrauma. Der ist dann zu sich gekommen und hat dauernd von Lichtwesen gesprochen und so. Das hat gar nicht zu seiner Montur gepasst. Er hatte so eine Schl\u00e4germontur an, w\u00fcrde ich sagen, mit alten deutschen Abzeichen, nicht gerade das Hakenkreuz, Leder, alles in schwarz. Der war eigentlich ganz anders drauf. Die Freundin, die fast gar nicht verletzt war, hat gefragt, was wir ihm gemacht haben. Gar nix haben wir gemacht. Ich hab ihn dann auf der Station besucht, der war ganz ver\u00e4ndert. Er hat sein Sterben erlebt und die Lichtwesen gesehen. Er wollte nichts mehr wissen von seinem Helm und seinen Accessoires als Rocker; er war so ger\u00fchrt von der Begegnung mit den Lichtwesen und sprach von Liebe, von Licht. Und die Freundin war vollkommen baff und hat gar nichts verstanden.<\/p>\n<p>Und dann hab ich viel gelesen. Bei Sterbeforschern, bei K\u00fcbler-Ross, habe sie erlebt. Und dann bekommst du eine andere Vorstellung. Die ganze Sterbeforschung geht in die Richtung, dass wir das ein bisschen realisieren, was das Tibetische Totenbuch beschreibt zum Beispiel oder das \u00c4gyptische. Das ist alles entsprechend dem, was Elisabeth K\u00fcbler-Ross dann auch gefunden hat. Mich hat es in der Klinik gest\u00f6rt und hat mich da auch rausgetrieben, dass man \u00fcber den Tod nicht sprechen darf, da hat man gesagt, \u201edie Patientin vom Zimmer 18 hat einen Exitus gemacht\u201c. Das ist alles so eine Vermeidungsstrategie \u2026<\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong> \u2026 aus Angst.<\/p>\n<p><strong>RD:<\/strong> Ja, du darfst da nicht \u00fcbers Sterben reden. Da gibt\u2019s eben zwei Weltbilder bei uns \u2026 und meins ist nicht das, was wir von der Schulmedizin kennen, was das \u00fcbliche ist. Ich denke, wir sollten uns viel mehr auss\u00f6hnen mit der Wirklichkeit, der seelischen Wirklichkeit. Denn die bestimmt unser Lebensgef\u00fchl. Und das ist beim Sterben gar nicht so grauenhaft, sondern dieser Losl\u00f6sungsprozess ist eigentlich ein befreiender, ein sch\u00f6ner. Es gibt dazu auch einen guten Film \u2013 ich kenn ja zu allem Filme \u2013 also \u201eHinter dem Horizont\u201c hei\u00dft er, mit Robin Williams, einer seiner letzten Filme. Da kann man sehr sch\u00f6n sehen, wie sie versuchen, da in Hollywood mit ihren Methoden, das Hin\u00fcbergehen sch\u00f6n zu beschreiben, wie die Seele alles viel deutlicher sieht, die Farben sind viel kr\u00e4ftiger. Ich kenn das von vielen bei der Therapie. Bei der Schattentherapie schaut man sich fr\u00fchere Leben an, und da erlebt man auch viel Sterben mit, Durchgangssituationen; und es hat schon etwas sehr \u00dcbereinstimmendes, L\u00f6sendes, Erl\u00f6sendes. So wie es fr\u00fcher in der Religion beschrieben wurde und im Hinduismus heute noch. Das ist ja eher eine positive Geschichte. Die Inder haben diese Vierteilung des Lebens, zumindest in der klassischen hinduistischen Tradition: viermal 21 Jahre. Die ersten 21 Jahre lernt man, die zweiten, bis 42, baut man auf, einen Hof, eine Firma, eine Familie, und dann hat man 21 Jahre, um das alles abzusichern, und die letzten 21 Jahre wird der Brahmane die Familie, den Hof, verlassen und sich nur mehr um die spirituelle Weiterentwicklung k\u00fcmmern. Er muss blo\u00df nur mehr schauen, dass er rechtzeitig in Benares ist, am Ganges, wo die Verbrennung stattfindet. Er muss als Brahmane dann sein Sandelholz beisammen haben f\u00fcr die Verbrennung. Ansonsten ist es nur mehr Spirituelles. Mit 84, das ist dann so das ideale, vierstufige Leben. Dahinter ist das Verst\u00e4ndnis, dass der Tod eine Erl\u00f6sung ist.<\/p>\n<p>Das sind ganz andere Lebenseinstellungen; das k\u00f6nnen wir uns nur wenig vorstellen, k\u00f6nnen uns nur wenig einf\u00fchlen. Auch in Bali habe ich das erlebt \u2013 da ist ein sehr traditioneller Hinduismus. Was f\u00fcr riesige Feste die haben als Beerdigungen! Die Stimmung ist nicht niedergeschlagen, traurig, wie es bei uns \u00fcblich ist. Beim Katholizismus gibt\u2019s das eigentlich auch noch; ein bissl anders. Ich bin zwar evangelisch getauft worden, das hat aber nicht angeschlagen bei mir, ich bin katholisch aufgewachsen. Und f\u00fcr einen Evangelischen ist das erstaunlich, das mit dem Leichenschmaus und der aufger\u00e4umten Stimmung. Das ist noch die alte Tradition, die wei\u00df viel mehr.<\/p>\n<p><strong>Kb:<\/strong> Ja, in unserem Kulturkreis wird der Tod aus Angst verdr\u00e4ngt. Was wir so rundherum mit viel M\u00fche und Ehrgeiz aufgebaut haben an Materiellem und an unserer G&#8217;scheitheit, und was unser Ego an Gro\u00dfartigkeiten um sich gepflanzt hat \u2013 all das bricht zusammen beim Sterben. Doch in den letzten Jahrzehnten hat ein deutlicher Wandel auch bei uns eingesetzt. Es gibt einen sp\u00fcrbaren Konnex mit dem \u00f6stlichen Kulturkreis.<\/p>\n<p><strong>RD:<\/strong> Ja, das ist schon so, das kann man bei j\u00fcngeren Menschen wirklich ganz gut merken. Also entweder wenig Interesse oder wenn, dann ist es ein sehr spirituelles.<\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong> Eigentlich gibt es kein Alter, nur ein ewiges Jetzt.<\/p>\n<p><strong>RD:<\/strong> Das sagen alle spirituellen Traditionen. Es gibt keine einzige spirituelle Tradition oder Religion, die das nicht wirklich sagt. Selbst das Christentum hat eine spirituelle Tradition, letztlich. Das Johannes-Christentum zum Beispiel ist etwas ganz anderes als das kirchliche Petrus-Christentum. Da gibt es schon immer so eine Tiefe. Ich kenne Sufis, die haben ein unglaublich sch\u00f6nes Weltbild. \u2013 Es gibt ja immer so eine kleine, spirituelle Richtung und eine gro\u00dfe \u00e4u\u00dfere, die f\u00fcr die Welt zust\u00e4ndig ist. Und das Spirituelle ist sicher in diesem Johannes-Christentum drin, das war ja auch der Lieblingssch\u00fcler oder der J\u00fcnger, der seinem Herzen nahe stand. Christus hat ja viel \u201e\u00c4rger\u201c gehabt, wenn man genau hinschaut. Petrus hat ihn nicht verstanden und am Ende dreimal verleugnet. Christus, glaub ich, kennt seine zw\u00f6lf J\u00fcnger oder Apostel oder Archetypen, wie man sie auch nennen k\u00f6nnte. Auch den Verrat von Judas Ischariot, den kalkuliert er ja ein, spricht ihn ja gerade darauf an und Petrus auch \u2026 Der Umgang mit dem Tod ist nicht immer einfach.<\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong> Gibt es noch ein Schlusswort zum unserem Thema \u201eleben und sterben\u201c oder besser \u201esterben und leben\u201c?<\/p>\n<p><strong>RD:<\/strong> Wir sollten die Angst verlieren. Da empfehle ich solche Filme wie \u201eDie B\u00fccherdiebin\u201c oder \u201eSein bester Tag\u201c, das habe ich auch gedeutet in einem meiner beiden Filmb\u00fccher (\u201eDie Hollywood-Therapie\u201c, \u201eDie Spielfilm-Terapie\u201c). Das ist sehr sch\u00f6n, wenn du dich eineinhalb bis zwei Stunden einl\u00e4sst auf so ein gro\u00dfes Thema. Das sind ja alles uralte Themen; schon Ingmar Bergman hat in \u201eDas siebte Siegel\u201c die Geschichte von \u201eJedermann\u201c (von Hugo von Hofmansthal) im Film dargestellt. Ich denke, wir tun uns viel, viel leichter, wenn wir das integrieren. Angelus Silesius, dieser \u201eSchlesische Engel\u201c hat das einmal so sinngem\u00e4\u00df gesagt: \u201eWenn du nicht stirbst, bevor du stirbst, du ewiglich verdirbst.\u201c<\/p>\n<p>Wenn man sich mit dem Sterben auseinander gesetzt und ausges\u00f6hnt hat, geht\u2019s mit dem Leben so viel besser, kann ich ein St\u00fcck freier sein. Und dann ist es noch immer schmerzlich, wenn man sich von jemandem, den man sehr geliebt hat, verabschieden muss.<\/p>\n<p><strong>KB:<\/strong> Vielen Dank, R\u00fcdiger Dahlke, f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":107745,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-107680","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/107680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/107745"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=107680"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=107680"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=107680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}