{"id":107332,"date":"2024-11-19T05:00:39","date_gmt":"2024-11-19T05:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=107332"},"modified":"2024-11-18T18:15:52","modified_gmt":"2024-11-18T18:15:52","slug":"sterben-lernen-leben-lernen-von-der-intensitaet-des-augenblicks","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/sterben-lernen-leben-lernen-von-der-intensitaet-des-augenblicks\/","title":{"rendered":"Sterben lernen, leben lernen \u2013 Von der Intensit\u00e4t des Augenblicks"},"content":{"rendered":"<p><em>Leben und Tod sind wie zwei Seiten einer Medaille. Das Verk\u00f6rpertsein und die Zeit zwischen Tod und Geburt bilden zusammen den Gang der Inkarnationen. <\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>F\u00fcr das materiegebundene Bewusstsein sind solche Gedankeng\u00e4nge jedoch reine Theorie, es sieht nur (Da-) Sein und Nichtsein und verdr\u00e4ngt daher den Tod. Doch schm\u00e4lert diese Sicht nicht auch die F\u00fclle des Lebens? Wie der Zen-Buddhismus die Samurai pr\u00e4gte.<\/em><\/p>\n<p>Wer seine Endlichkeit nicht kennt oder wahrnimmt, lebt, als w\u00e4re er ewig. Doch dies ist eine Ewigkeit, die zur blo\u00dfen Dauer mutiert, geduckt unter dem bleiernen Regiment der Zeit.<\/p>\n<p>Kindern ist das Gef\u00fchl des Unbegrenztseins zu eigen, in ihrer Selbstwahrnehmung und in Bezug auf die Zeit. Selbst und Welt flie\u00dfen zusammen und trennen sich nur f\u00fcr Momente, wenn etwas Gew\u00fcnschtes nicht erlangt werden kann. Kinder leben im Augenblick. Was eben war, ist vergessen. Freude und Schmerz versinken in der Aufmerksamkeit jedes Augenblicks. Was jetzt ist, ist neu. Die Zeit ist erf\u00fcllt, jeder Tag eine gef\u00fchlte Ewigkeit. Das bleibt nicht so. Das Kind lernt Dinge und Abl\u00e4ufe kennen, es entwickelt Routinen. Sein Bewusstsein zieht sich immer \u00f6fter vom unmittelbaren Augenblick zur\u00fcck. Das Kind w\u00e4chst heran und trifft Entscheidungen, es w\u00e4hlt seinen Lebensweg: Die Frage, ob etwas \u2013 oder jemand \u2013 helfen kann, ein Ziel zu erreichen, f\u00e4rbt die einen Wahrnehmungen und schlie\u00dft das Bewusstsein von anderen ab. Die entstandenen Leerr\u00e4ume werden von Pl\u00e4nen, Tr\u00e4umen und \u00c4ngsten erf\u00fcllt. So trocknet die Intensit\u00e4t der Kindheit und Jugend langsam aus, und die Verzweckung der Welt beginnt. Irgendwann erstreckt sie sich \u2013 zuallermeist ohne b\u00f6se Absicht \u2013 auch auf Menschen, die in den eigenen Beziehungen bestimmten Zielen dienen sollen. Dann ist die F\u00fclle des wunschlosen Augenblicks verloren und die Zeit zum Aufschub geworden, zur Wegstrecke bis zum Ende.<\/p>\n<p>Irgendwann im Verlauf dieser Entwicklung beginnt jeder Mensch, die Erlebnisf\u00fclle der Kindheit und Jugend zu vermissen. Die Erkenntnis kann d\u00e4mmern, dass die F\u00fclle nur in gro\u00dfer Offenheit zu erlangen ist, dass wir den neuen Augenblick nur richtig einlassen k\u00f6nnen, wenn wir den eben vergangenen genauso loslassen wie unsere Erwartungen an die Zukunft. Unsere eingefleischte Weise, Dinge und Erlebnisse zu sammeln und unser Bewusstsein (und dazu oft auch unsere private Umgebung) so zu <em>f\u00fcllen<\/em>, steht dem entgegen. Dem steht auch unser Ich entgegen, das das Ergebnis all dieses Ansammelns ist. \u201eIch bin, was ich getan habe, was ich liebe, was ich noch zu erreichen gedenke &#8230;\u201c Die sch\u00f6nen Momente unseres Lebens dienen der Anreicherung dieses inneren Habenkontos, sie dekorieren die Erz\u00e4hlung unserer selbst. So leben wir zumeist, obwohl wir auch andere Erfahrungen gemacht haben, obwohl wir Sch\u00f6nheit und Gelingen kennen, die nur durch Loslassen und Mitgehen mit dem Geschehen zu erlangen waren. Dieses Loslassen im Kleinen zu \u00fcben, ist eine gute M\u00f6glichkeit, sich selbst in einer relativen Freiheit vom Strom der eigenen Erz\u00e4hlung und frei vom Besitzen (von Dingen, auch der eigenen Geschichte) neu zu erfahren.<\/p>\n<p>Jetzt f\u00fcrchten und verdr\u00e4ngen wir den Tod, weil wir alles Gro\u00dfe und Ewige in der Verg\u00e4nglichkeit realisieren wollen, weil wir uns und unsere h\u00f6chsten Lebensziele in der Zeit eingeschlossen haben. Wir suchen Dauer. Sch\u00f6nheit, Kraft, Weisheit und Liebe sollen sich aufsummieren bis zur Vollkommenheit, als Beweise des Gelingens. \u2013 Auch wer sich im Lauf seines Lebens von den gro\u00dfen Ideen verabschiedet hat, sucht das kleine Gl\u00fcck im Winkel zu sch\u00fctzen und zu halten.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zur F\u00fclle jedoch liegt im Sterben des Ichs in jedem Augenblick. Halten wir an unserem Ich fest, werden wir seine Geschichte am G\u00e4ngelband der Zeit in Varianten forterz\u00e4hlen, bis es nichts mehr zu erz\u00e4hlen gibt. K\u00f6nnen wir uns von unserem Ich l\u00f6sen, dann k\u00f6nnen wir der Zeit sterben und uns einen neuen Lebenszustand erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Das Ich ist selbst die Grenze, die uns vom tieferen Leben abschlie\u00dft und uns den Tod zum R\u00e4tsel und zum Schrecknis macht. Dies umso mehr, als Alter und Tod in unserer Gesellschaft aus dem normalen Leben ausgelagert sind und wir unsere Lebensgeschichte gerne als unendliche Entwicklung begreifen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><strong>Samurai und Zen-Buddhismus<\/strong><\/p>\n<p>Im Japan des siebzehnten Jahrhunderts finden sich Spuren einer Lebenseinstellung, in der die wiederholte Konfrontation mit dem m\u00f6glichen eigenen Tod und eine spirituelle Philosophie des Nicht-Ich eine Synthese eingegangen sind, die zur Transzendierung von Leben und Tod f\u00fchrt und einen umfassenden kulturellen Impuls gesetzt hat. In dieser Zeit verbanden sich im feudalen Japan der Weg der Samurai und der Zen-Buddhismus auf intensive Weise. Der Zen-Lehrer Takuan S\u00f4h\u00f4 (1573-1645) verfasste mehrere Briefe an einen Schwertmeister. Diese Texte beschreiben aus einem fundamentalen Verst\u00e4ndnis des Handwerks des Schwertk\u00e4mpfers heraus die Schwertkunst und zeigen sie als Weg zur Selbst\u00fcberwindung.<\/p>\n<p>Takuan S\u00f4h\u00f4 stellt die Schwertkunst als einen Kreis dar: vom unvoreingenommenen Beginn des Neulings \u00fcber die Komplexit\u00e4t des Lernens zur wiedergewonnenen M\u00fchelosigkeit des Meisters. Dabei wird deutlich, dass der Meister nicht nur \u00fcber die Anstrengung hinausgewachsen ist, seine Haltung, Schwertf\u00fchrung und Beherrschung des Raumes zu einer Einheit zu verschmelzen, sondern dass er auch absichtslos werden kann und sollte, um mit dem Geschehen ebenfalls zu verschmelzen.<\/p>\n<p><em>Ein Mensch wird erst dann zum Meister, wenn er nicht mehr an sich selbst denkt, selbst im Kampf auf Leben und Tod<\/em>.<\/p>\n<p>Takuan S\u00f4h\u00f4 schreibt dazu:<\/p>\n<blockquote><p><em>Da der Anf\u00e4nger nichts \u00fcber seine K\u00f6rperhaltung oder die Haltung des Schwertes wei\u00df, verweilt sein Geist bei nichts, was in ihm ist. F\u00fchrt jemand einen Streich gegen ihn, so begegnet er dem Angriff einfach, ohne etwas im Sinn zu haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn er nun verschiedene Dinge studiert und \u00fcbt und man ihn lehrt, wie man eine Stellung einnimmt, wie man das Schwert h\u00e4lt und wo sein Geist sein soll, so wird sein Geist an vielen Stellen haltmachen. Wenn er nun wider seinen Gegner einen Streich f\u00fchren m\u00f6chte, so ist er in arger Verlegenheit. Sp\u00e4ter, wenn die Tage vergehen und die Zeit sich ansammelt, wird die \u00dcbung dazu f\u00fchren, da\u00df er die Haltung des K\u00f6rpers und des Schwertes nicht mehr eigens erw\u00e4gen mu\u00df. Sein Geist wird wieder so, wie er am Anfang war, als er noch nichts wu\u00dfte und alles erst noch lernen mu\u00dfte.<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><em><strong>[1]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><em>Wenn einer seinen Geist in die k\u00f6rperlichen Aktionen seines Gegners legt, wird sein Geist von den k\u00f6rperlichen Aktionen seines Gegners gefesselt.<\/em><\/p>\n<p><em>Legt er ihn in das Schwert seines Gegners, wird sein Geist von diesem Schwert gefesselt. Legt er seinen Geist in den Gedanken, da\u00df der Gegner ihn zu treffen beabsichtigt, wird sein Geist von dem Gedanken gefesselt, da\u00df der Gegner ihn zu treffen beabsichtigt.<\/em><\/p>\n<p><em>Legt er seinen Geist in sein eigenes Schwert, wird sein Geist von seinem eigenen Schwert gefesselt.<\/em><\/p>\n<p><em>Legt er seinen Geist in sein eigenes Bestreben, nicht getroffen zu werden, so wird sein Geist von seiner eigenen Absicht, nicht getroffen zu werden, gefesselt. [\u2026]<\/em><\/p>\n<p><em>Dies soll hei\u00dfen, da\u00df es nichts gibt, worin der Geist verweilen sollte.<\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><em><strong>[2]<\/strong><\/em><\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Zeilen sind ein Kernst\u00fcck des Werkes, weshalb die englische Ausgabe <em>The Unfettered Mind<\/em> betitelt wurde: <em>Das ungebundene Bewusstsein<\/em>. Im Kampf auf Leben und Tod absichtslos zu werden, das bedarf jedoch mehr als einer mentalen \u00dcbung. Dieses Bem\u00fchen hat nur Erfolg, wenn einer tats\u00e4chlich sein Ich, seine Verankerung in Zeit und Raum, mithin seine tiefsten Daseins\u00e4ngste \u00fcberwindet. Wenn er es wagt, <em>zu sterben, bevor er stirbt<\/em><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Das <em>lebend Sterben<\/em> war nicht nur bei christlichen Mystikern, sondern auch im Zen ein zentrales Thema. Dementsprechend wurde der Schritt in die Erleuchtung auch als (mentaler) <em>Sprung von der Klippe<\/em> bezeichnet. <em>\u201eStirb lebend, [\u2026] und alles wird gut sein\u201c<\/em><a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> war ein weithin verbreiteter Ansporn in den Zen-Kl\u00f6stern dieser Zeit.<\/p>\n<p>Ist es nicht frivol, im blutigen Gesch\u00e4ft der Krieger Spiritualit\u00e4t auch nur zu vermuten? Kann f\u00fcr die \u00dcberwindung des Ichs die Kriegskunst als Hilfsmittel gebraucht werden? Oder anders: Kann jemand, der sein Ich \u00fcberwunden hat, \u00fcberhaupt noch das Schwert erheben? In der feudalen Gesellschaft der damaligen Zeit hatte jeder von Geburt an seinen festen Platz. Der Bauer blieb Bauer, der Samurai Samurai. Jeder konnte seinen Platz nur mehr oder weniger korrekt und ehrenvoll ausf\u00fcllen. Der vielfach preisgekr\u00f6nte Schriftsteller Yasushi Inoue (1907-1991) sp\u00fcrt in seinem Roman <em>Der Tod des Teemeisters<\/em> der Frage nach, warum Sen n\u00f4 Riky\u00fb (1522-1591), der Teemeister, vom damaligen Sh\u00f4gun<a href=\"#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Hideyoshi den Befehl erhielt, sich rituell zu t\u00f6ten und ob Riky\u00fb es letztlich sogar darauf anlegte, diesen Befehl zu erhalten. Er l\u00e4sst eine Gruppe Samurai auftreten, die bei dem ber\u00fchmten Teemeister die Zen-Kunst des Tee-Weges studieren und ihre gemeinsamen Teezusammenk\u00fcnfte <em>gelegentlich<\/em> <em>unterbrechen<\/em>, um in die Schlacht zu ziehen. Es entsteht das Bild einer Gruppe Menschen, die ihre meditative Geisteshaltung beibehalten, was immer sie auch tun. Die Bereitschaft zu sterben erwerben sie im Teehaus. Die Ambivalenz, die in dem Zusammentreffen von meditativem Weg und Kriegskunst liegt, wird in dem genannten Roman so zur Sprache gebracht: <em>Riky\u00fb war beim Tod etlicher Samurai anwesend. Wie viele sind in die Schlacht gezogen, nachdem sie bei Meister Riky\u00fb Tee getrunken hatten? Und fanden den Tod. Wenn man so viele gewaltsame Tode vorbereitet hat, kann man doch nicht auf dem Lager sterben.<\/em><a href=\"#_ftn6\" name=\"_ftnref6\"><em><strong>[6]<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p>Dennoch: Die Situation des Kriegers vor der entscheidenden Schlacht wurde im Zen-Buddhismus auch auf den Menschen angewendet, der Erleuchtung suchte. Sie galt als Hinweis auf das Jetzt, in dem allein der Sprung ins Unbekannte der Erleuchtung geschehen kann: <em>\u201eEin tapferer \u00dcbender, der sich wie ein von Feinden umstellter Krieger verh\u00e4lt, kann in einem Augenblick erleuchtet werden.\u201c<\/em><a href=\"#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Erst wenn das spirituelle Streben diese existenzielle Qualit\u00e4t erh\u00e4lt, kann es zum Fundament des Lebens (und Sterbens) werden.<\/p>\n<p>Es gibt keinen Aufschub: Der Tod kommt jetzt. Den Pfad kann man nicht morgen gehen, sondern nur jetzt.<\/p>\n<p>Der Samurai gewinnt die Intensit\u00e4t des Augenblicks in dem Bewusstsein, alles (potenziell) zum letzten Mal zu erleben, und wegen seiner Einwilligung darein. Wenn er sich bewusst in den Fluss der Zeit stellt, ohne ihn anhalten zu wollen, gewinnt er zugleich die Frische des Anfangs, des Neuen. Es ist wie ein Erwachen, das tats\u00e4chlich das Auftauchen aus dem Strom der Zeit bedeuten kann. Die Lebenshaltung des Samurai ist vielfach romantisiert und entsprechend f\u00fcr die Popul\u00e4rkultur aufbereitet worden. Doch den realen Anlass, sich dem Tod zu stellen und daraus ein neues Leben zu gewinnen \u2013 und die Hilfe dazu \u2013, das gab es.<a href=\"#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Diese Situation l\u00e4sst sich auch in unser heutiges Leben \u00fcbertragen. Alle Herausforderungen, alle Krisen k\u00f6nnen zu Wendepunkten im Leben werden, an denen Menschen das Enden des Alten, mithin auch ihres alten Seins, akzeptieren. Auch ein Lebensgang, auf dem sich ein grunds\u00e4tzliches Ungen\u00fcgen am kleinen, halbwegs abgesicherten b\u00fcrgerlichen Dasein einstellt, kann das Ende der Zeitlichkeit einl\u00e4uten: Wenn etwas im Menschen die zu eng gewordene Schale sprengen will und er einwilligt, ja mutig das unbekannte Neue einl\u00e4sst, kann <em>es<\/em> geschehen. Solch ein Ende ist ein Erwachen, wenn das Bewusstsein des <em>Anderen, <\/em>das in der Tiefe des eigenen Wesens lebt (auch ein Topos im Zen, z.B. bei D.T. Suzuki) durchzudringen beginnt: Es vereint Leben und Tod und transzendiert dadurch beide.<\/p>\n<p>Takuan S\u00f4h\u00f4 schrieb in guter Zen-Tradition als Todesgedicht das Zeichen f\u00fcr Traum, <em>yume<\/em> \u2013 und starb.<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Takuan S\u00f4h\u00f4: Zen in der Kunst des kampflosen Kampfes \/ Meister Takuan. Hrsg. von William Scott Wilson, Bern, M\u00fcnchen, Wien 1993, S. 24-25<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 a.a.O., Seite 32-33<br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wie Angelus Silesius (1624-1677) sagte: \u201eWer nicht stirbt, bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt.\u201c<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In: John Stevens: Three Zen Masters. T\u00f4ky\u00f4, New York, London 1993, S. 66<br \/>\n<a href=\"#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eines hochrangigen Samurai, der anstelle des Kaisers die Regierungsgesch\u00e4fte f\u00fchrte<br \/>\n<a href=\"#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Yasushi Inoue: Der Tod des Teemeisters. Frankfurt am Main 2007, Seite 148<br \/>\n<a href=\"#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine von Hakuins Lehren, in: John Stevens: Three Zen Masters. T\u00f4ky\u00f4, New York, London 1993, S. 77<br \/>\n<a href=\"#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dieser spirituelle Hintergrund ist nicht zu vergleichen mit dem, was Selbstmordattent\u00e4ter antreibt. Es geht nicht um die rauschhafte Gegenw\u00e4rtigkeit vor der Tat, auch um keinerlei Versprechen dar\u00fcber, was nach dem Tod wartet. Es geht vielmehr um das Aushalten der unendlichen M\u00f6glichkeiten des Jetzt und darum, mit ihnen in Einklang zu kommen, was sie auch bringen m\u00f6gen.<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":107368,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101,110075],"tags_english_":[],"class_list":["post-107332","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de","category_-livingpast-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/107332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/107368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=107332"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=107332"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=107332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}