{"id":105654,"date":"2023-11-02T07:00:33","date_gmt":"2023-11-02T07:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=105654"},"modified":"2023-10-31T21:25:15","modified_gmt":"2023-10-31T21:25:15","slug":"das-grenzenlose-herz-und-der-androgyne-mensch","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/das-grenzenlose-herz-und-der-androgyne-mensch\/","title":{"rendered":"Das grenzenlose Herz und der androgyne Mensch"},"content":{"rendered":"<p>Wir k\u00f6nnen diesem Drang nachgehen, wenuger mitf\u00fchlen, sondern ihn wirklich sp\u00fcren. Das ist der Anfang, und dann k\u00f6nnen wir dieser Grenzenlosigkeit spontan Raum geben. Das k\u00f6nnte der vielversprechende Anfang des Weges sein.<\/p>\n<p>Aber allzu schnell wollen wir ihm eine Richtung geben und die Richtung bestimmen, und das kann auf Kosten des Raumes gehen, den das grenzenlose Herz braucht, wodurch wir vieles wieder &#8222;aus den Augen verlieren&#8220;.<\/p>\n<p>Die Frage, die sich dann stellt: Gibt es diesen Weg, weil wir ihn so wollen und ihn projizieren, oder gibt es ihn wirklich, von innen her zug\u00e4nglich und uns eine verlorene Einheit erkennen und &#8222;zur\u00fcckfordern&#8220; l\u00e4sst?<\/p>\n<p>Oft wird uns dieser Weg als eine Reise zu einer Hochzeit beschrieben, man denke an das Hauptwerk der Rosenkreuzer: &#8222;Die alchimische Hochzeit des Christian Rosenkreuz&#8220;. Rudolf Steiner hat die Notwendigkeit dieser Hochzeitszeremonie auf die merkw\u00fcrdige Entscheidung zur\u00fcckgef\u00fchrt, die der Urmensch damals getroffen hat:<\/p>\n<blockquote><p>Als der ungeteilte, zweigeschlechtliche, ewig lebende Urmensch Adam Kadmon im Paradies in S\u00fcnde fiel und zu Adam und Eva wurde, die jenseits des Paradieses zu eingeschlechtlichen, sterblichen und sich fortpflanzenden Wesen degenerierten, da repr\u00e4sentierten ihre ersten S\u00f6hne, Kain und Abel, auch auf psychischer Ebene das eingeschlechtliche Element. Mit allen Konsequenzen. Kain wurde zum Stammvater eines psychisch-m\u00e4nnlich gepr\u00e4gten, zukunftsorientierten und k\u00f6niglichen Teils der Menschheit, der zur Selbstbestimmung und zur Bearbeitung der Erde durch eigene Kraft und technischen Erfindungsreichtum neigte. Abel war dazu bestimmt, der Stammvater eines psychisch-femininen, vergangenheitsorientierten und priesterlichen Teils der Menschheit zu werden, der zur Gottesbindung und zum Leben aus dem, was die Erde roh gibt, neigt. [1]<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei der Hochzeit geht es darum, wieder ein K\u00f6nig-Priester zu werden, also die m\u00e4nnlichen und weiblichen Kr\u00e4fte in uns mit einem goldenen Hochzeitskleid &#8222;einzukleiden&#8220;. Eines der Rosenkreuzer-Lieder besingt dies als ein leuchtendes Fest:<\/p>\n<blockquote><p>Fest des neuen Seelenlebens, frei von allem menschlichen Leid,<br \/>\nIch will K\u00f6nig-Priester werden in dem goldenen Hochzeitskleid<\/p><\/blockquote>\n<p>Dann hat sich das psychisch-maskuline, das k\u00f6niglich-m\u00e4nnliche Seelenpotential, mit dem priesterlich-psychisch-femininen Seelenpotential elektromagnetisch vereinigt, ein Vorgang in der Seele. Als K\u00f6nig-Priester sind wir dann eine menschliche Einheit, eine androgyne Unabh\u00e4ngigkeit. Dieser androgyne Mensch entspricht dem Adam Kadmon, dem uranf\u00e4nglichen, ungeteilten, Mann-Frau-im-einen-Urmenschen.<\/p>\n<p>Ist das nicht eine Meisterleistung? Ist das nicht eine unm\u00f6gliche Aufgabe angesichts der vielen Fallstricke und gegens\u00e4tzlichen weltlichen Kr\u00e4fte? Schlie\u00dflich sind nur wenige wirklich k\u00f6niglich-priesterliche Seelen in den Tiefen der Materie bekannt, und es ist auch fraglich, ob und wie sie sich zu erkennen geben w\u00fcrden. Welche Hilfe haben wir, um dieses innere Bauwerk zu errichten? Die Kraft unseres unbegrenzten Herzens, die der bedingungslosen Liebe entspricht, ist nat\u00fcrlich kosmisch und interkosmisch als Vater-Mutter-Feld vorhanden. Aber auch die M\u00f6glichkeit der Erfahrung einer Liebe zwischen Mann und Frau kann sehr hilfreich sein: Durch die umgekehrt proportionale Polarisierung der Energiek\u00f6rper wird in ihrem Zusammenspiel eine &#8211; wenn auch vor\u00fcbergehende &#8211; Einheit sp\u00fcrbar. Physisch, \u00e4therisch, astral und mental k\u00f6nnen die Energiestr\u00f6me von Frau und Mann aus ihrem sich gegenseitig erg\u00e4nzenden Wirken diese Einheit bilden.<\/p>\n<p>In unseer Zeit schwindender Normen und geschlechtlicher Unsicherheit ist es wichtig, immer wieder auf die M\u00f6glichkeit eines liebevollen partnerschaftlichen Austausches von Mann und Frau hinzuweisen. Das hei\u00dft, dass mit dieser M\u00f6glichkeit eine Grenz\u00fcberschreitung erreicht werden kann, um den Prozess hin zu einem androgynen Zustand des Seins zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Darauf hat auch der russische Philosoph Solovyov in seinem Buch \u00dcber die Liebe [2] nachdr\u00fccklich hingewiesen. Darin weist er darauf hin, dass die Verwirklichung der Liebe als h\u00f6chste Stufe zum eigentlichen Leben der Menschheit nicht nur im, sondern auch durch den Menschen erfolgen muss.<\/p>\n<p>Das war am Ende des neunzehnten Jahrhunderts, und jetzt sind wir in den St\u00fcrmen des \u00dcbergangs zum Wassermannzeitalter angekommen, in dem nach Ansicht mehrerer moderner Esoteriker die M\u00f6glichkeit des Werdens oder der R\u00fcckkehr zur Androgynit\u00e4t zus\u00e4tzliche Impulse erh\u00e4lt! Eben weil diese Energie weder m\u00e4nnlich noch weiblich ist, sondern der einseitigen Geschlechterdynamik enthoben ist. Gleichzeitig kommt es zu einer gewissen &#8222;Verwischung&#8220; der Geschlechter, denn auch diese sind dem Einfluss des Wassermanns unterworfen. Und so verblasst das beste Lehrmaterial, das wir bis jetzt hatten.<\/p>\n<p>Das unbegrenzte Herz, als unvergleichliche Kraftquelle in uns, wirkt auch r\u00e4umlich nach den kosmischen Gegebenheiten in unserer Galaxie und, wie einige meinen, auch au\u00dferhalb davon und jenseits von Raum und Zeit. Das gibt auch die M\u00f6glichkeit der Orientierung in dieser gr\u00f6\u00dferen Wirklichkeit, was bedeutet, dass das Wirken des unbegrenzten Herzens in uns den Ungehorsam gegen\u00fcber den weltlichen Systemen f\u00f6rdern kann. Aber es gibt Anzeichen daf\u00fcr, dass die menschlichen Lebenswellen in der gr\u00f6\u00dferen Realit\u00e4t unseres Heimatuniversums, der Milchstra\u00dfe, oft denselben Weg zur\u00fcck zur androgynen Form und zum androgynen Inhalt nehmen. Also zun\u00e4chst in die geschlechtliche Trennung fallen, um sp\u00e4ter &#8211; durch das Wirken der kosmischen Kraft des unbegrenzten Herzens, die das Christusbewusstsein mit sich bringt &#8211; in der Spirale der Bewusstseinsentwicklung wieder zur\u00fcckzukehren bzw. sich aufw\u00e4rts zu bewegen. Der Mensch, der auf diese Weise wieder ganz geworden ist, unterst\u00fctzt die Entwicklung des Menschen auf dem betreffenden Planeten der noch nicht dort angekommen ist.<\/p>\n<p>Man fragt sich, was mit der m\u00e4nnlichen Psyche schief gelaufen ist, die einst k\u00f6niglich genannt wurde und sich darauf konzentrierte, die Erde durch ihre eigene Kraft und ihrem eigenen technischen Einfallsreichtum zu bearbeiten. Wahrscheinlich eine ganze Menge! Und das wird in unserer Zeit sichtbar. Zum Beispiel droht die Technik uns in ein trans-menschliches Wesen zu saugen, das seine Identit\u00e4t der Selbstautorit\u00e4t aufgeben muss.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise werden sich immer mehr Menschen dieses Irrwegs bewusst. Sie sind beunruhigt durch ein starkes Signal aus ihrem Inneren, dass diese Welt eben doch nicht die &#8222;Wirkliche&#8220; ist. Dass n\u00e4mlich kein technisch perfektes Weltbild, kein utopisches Konzept diese Welt f\u00fcr das innere Gef\u00fchl plausibel machen kann und der Mangel an Perfektion f\u00fcr das Urbewusstsein und die Vorerinnerung der urspr\u00fcnglich lebenden unsterblichen Wesen offensichtlich bleibt. Ihr Gewissen sagt ihnen, dass es einen tieferen, festen Kurs gibt, der Zeit und Raum \u00fcbersteigt. Sie wissen um eine Einheit, die \u00fcber die Dualit\u00e4t hinausgeht, die unsere Existenz kennzeichnet.<\/p>\n<p>Sie erkennen, dass ein vollst\u00e4ndiger Weg zur\u00fcck zu dieser Einheit ein L\u00f6sen aller Anker voraussetzt, die unsere Lebensgemeinschaft mit der Dualit\u00e4t verbinden: das Hin und Her unserer Welt in Emotionen, in Ideen, in Affekten, im Markt, in der Wirtschaft, in der Kultur, in der Mode. Sie sto\u00dfen auf die Spur einer urspr\u00fcnglichen Musik:<\/p>\n<blockquote><p>Wunderbare, zarte Melodien verschmelzen zu einem Ton,<br \/>\nund die Kobra der Finsternis wohnt nicht mehr in mir,<\/p><\/blockquote>\n<p>so hei\u00dft es in einem Liedcouplet. Dieser eine Ton ist die h\u00f6here Einheit, in der die scheinbaren Widerspr\u00fcche \u00fcberbr\u00fcckt sind oder \u00fcberbr\u00fcckt werden; in der sich das Paradox zwischen Trauer, R\u00fchrung, Trost und Erleuchtung in einer Einheit der Gegens\u00e4tze findet.<\/p>\n<p>Um dorthin zu gelangen, bedarf es des geheimnisvollen Gesangs des grenzenlosen Herzens, und es stellt sich die Frage: Welches Lied singen wir, welche Musik machen wir, k\u00f6nnen wir sie anstimmen, um dem Prozess einer geistigen Ehe zu dienen? Diese Einheit ist die Einheit von Herz und Kopf. Es ist eine Einheit, die uns wirklichen Frieden und Erleuchtung schenkt. Es ist wichtig, dass wir zuerst lernen, mit dem Herzen zu denken, was symbolisch als die Rose oder Rosenknospe bezeichnet wird, die sich entfaltet und zu bl\u00fchen beginn.<\/p>\n<p>Denken Sie an das Sprichwort, dass das Herz Gr\u00fcnde hat, die der Kopf nicht kennt. Mit diesem Denken und seiner Tiefgr\u00fcndigkeit hat sich das Herz dann eine reine Denkweise angeeignet. Auf der Grundlage dieses denkenden Herzens kann sich der Kopf dann die hohe Vernunft des Verstandes zu eigen machen. Das Haupt wird dann &#8222;einsichtig&#8220;, wird von unserem Bewusstsein bewegt. Der Kopf ist damit menschlich geworden, vern\u00fcnftig im eigentlichen Sinne. Er ist nicht mehr berechnend, sondern vernunftbegabt. Die beiden, das denkende Herz und der bewusstseinsbetonte Kopf, wirken chemisch, sch\u00f6pferisch zusammen, treiben sich gegenseitig an, entwickeln eine ganz neuen Einheit.<\/p>\n<p>Dann ist eine tiefe Harmonie entstanden, eine unerkl\u00e4rliche Einheit, wie sie nur reife Seelenmenschen zustande bringen, in ihrer Beziehung zur Welt und in ihrem eigenen Inneren.<\/p>\n<p>Innen bildet sich dann der androgyne Mensch, der das M\u00e4nnliche und das Weibliche im Wesentlichen zu einer urspr\u00fcnglichen seelischen Einheit verschmelzen l\u00e4sst. Bei diesen Menschen ist in ihrer Beziehung untereinander von einer Liebe gepr\u00e4gt, die ohne Bedingung gegeben wird.<\/p>\n<p>Es gibt in der Geschichte \u00fcber die alchimische Hochzeit des Christian Rosenkreuz ein Gedicht, das diese Liebe preist. Eine spirituelle Hochzeit ist ohne Liebe nicht m\u00f6glich. Und dabei geht es vor allem um das M\u00e4nnliche und das Weibliche in uns selbst, von dem Lao Zi sagte:<\/p>\n<blockquote><p>Wer seine m\u00e4nnliche Kraft kennt und dennoch die weibliche Sanftmut bewahrt, ist im Tal des Reiches. [3]<\/p><\/blockquote>\n<p>Jacob B\u00f6hme beantwortet die Frage nach dem himmlischen Mann\/Frau mit dem Bild der &#8222;m\u00e4nnlichen Jungfrau&#8220;. In der heutigen Zeit k\u00f6nnte man bei der Emanzipation das Bild des &#8218;weiblichen Knappen&#8216; vor Augen haben. Und man k\u00f6nnte sogar von Emanzen statt von Emanzipation sprechen. Es ist auch bekannt, dass Frauen weniger hoch singen als fr\u00fcher: man h\u00f6rt mehr tiefe Frauenstimmen. Was nicht bedeutet, dass die Frauen einen Ton tiefer singen&#8230; im Gegenteil, immer mehr Signale deuten auf ein zuk\u00fcnftiges Matriarchat hin, das die b\u00f6sen Seiten eines einseitigen Patriarchats liebevoll vermeiden kann.<\/p>\n<p>Einige Astrologen weisen darauf hin, dass die atmosph\u00e4rischen Strahlungsbedingungenin der Menschheit g\u00fcnstiger f\u00fcr die androgyne Entwicklung werden, dass die innere Arbeit in diesem Sinne auf weniger Widerstand sto\u00dfen wird: M\u00e4nner suchen bereits das Weibliche in sich und einige haben vielleicht eine gewisse weibliche Sanftheit &#8211; wie Lao Zi es nannte &#8211; erreicht.<\/p>\n<p>Der Beginn wahren Begehrens liegt nicht in der Projektion eines himmlischen Zustands, wie es die Liebe oft impliziert; in der Tat sind heute viele jenseits eines romantischen Wunschdenkens und ganz jenseits der Projektion eines himmlischen Lebens nach dem Tod angekommen. Sie k\u00f6nnten als Pers\u00f6nlichkeit unzufrieden mit unserem unvermeidlichen physischen Tod hadern. Doch selbst das ist f\u00fcr sie reine Energieverschwendung, also tun Sie es nicht.<\/p>\n<p>Der australische Autor Bradley Trevor Greive sagte das Folgende, als eine kurze Erkl\u00e4rung dessen, was die Alchemistische Hochzeit bereits andeutete:<\/p>\n<blockquote><p>Das einzige Thema, das sich durch die zahlreichen popul\u00e4ren Lebenstheorien zieht, ist die Liebe. Die Liebe, in all ihren zerbrechlichen Formen, ist die einzige m\u00e4chtige, dauerhafte Kraft, die unserem t\u00e4glichen Leben einen echten Sinn verleiht.<\/p><\/blockquote>\n<p>So kann dem grenzenlosen Herzen die Gelegenheit gegeben werden, sich zu offenbaren, indem man auf das Hochzeitslied h\u00f6rt, das im Herzen &#8222;singt&#8220;. Seine Offenbarung wirkt chemisch in uns. Die Melodie gibt uns die M\u00f6glichkeit &#8211; wenn wir wirklich zuh\u00f6ren k\u00f6nnen &#8211; das K\u00f6nigliche und Priesterliche in uns wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Nun ist es heute so, dass unser Leben von der Digitalit\u00e4t bestimmt und \u00fcbert\u00f6nt wird; man kann sich kaum einen Lebensausdruck ohne den geschickten Einsatz von Bild und Ton vorstellen, und das geht oft auf Kosten der Authentizit\u00e4t. Die Tonwiedergabe in der Vokalmusik beispielsweise bedient sich verschiedener\u00a0 Perfektionsverfahren, die alle Abweichungen von der reinen Schwingungstonh\u00f6he, dem so genannten Audio Cue, &#8222;herausschneiden&#8220;. Was \u00fcbrig bleibt, ist ein synthetisch sauberer Klang, der etwas blechern wirken kann. Die vollkommen reine Frequenz scheint etwas von der F\u00fclle des Lebens abgeben zu m\u00fcssen. Aber die gro\u00dfe Mehrheit der Menschen h\u00f6rt das nicht und kann es nicht von einem echten Klang unterscheiden. Und es ist ein sch\u00f6nes Paradoxon: Die gr\u00f6\u00dfte Ann\u00e4herung an die perfekte Tonh\u00f6he ist nicht falsch, sie ist rein und doch unecht, oder zumindest kann sie so wirken. Es erinnert ein wenig an den k\u00fcnstlichen Vogel des chinesischen Kaisers: perfekter Vogelgesang, aber der Kaiser vermisste irgendwann den nat\u00fcrlichen Klang und w\u00fcnschte sich den lebenden Vogel von fr\u00fcher zur\u00fcck. So ist es auch mit dem Hochzeitslied, das unser grenzenloses Herz zum Singen bringen kann: Wir m\u00fcssen erst einmal genug von den gef\u00e4lschten Kl\u00e4ngen haben, die eine Stille schaffen &#8211; und das ist auch gut so.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Musikphilosoph Vladimir Jank\u00e9l\u00e9vitch sagt:<\/p>\n<blockquote><p>Es braucht Stille, um die melodi\u00f6se Stille zu h\u00f6ren. Den wohlklingenden, gemessenen und reizvollen Klang, den man Musik nennt, sollte man mit Stille umgeben,<\/p><\/blockquote>\n<p>und weiter:<\/p>\n<blockquote><p>In der Stille erhebt sich die Musik wie g\u00f6ttliche Musik.<\/p><\/blockquote>\n<p>So k\u00f6nnen wir mit der Frequenz der Vereinigung von Seele und Geist in Resonanz gehen, dem alchemistischen Hochzeitsgesang, der im Erwachen des &#8222;Siebengeistes&#8220; gipfelt, einem Feld, das der androgyne Mensch betreten kann. Dieses Feld wird vom kosmischen Feuer beherrscht, von einem milden Feuer, das als L\u00e4uterung durchlaufen werden kann, aber letztlich zur gnostischen Erleuchtung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Erleuchtung ist also eine g\u00fcnstige Zusammenstellung erhabener chemischer Reaktionen in unseren Gehirnen, durch die alles in ein Muster zu fallen scheint, das eine beispiellose Ruhe in einem neuen Zustand des universellen Seins zusammenbringt. Dies ist ein umgekehrter Fall: Der Mensch f\u00e4llt zur\u00fcck an seinen Platz im Universum.<\/p>\n<p>Dies wird m\u00f6glich durch den Strom der Liebe:<\/p>\n<p>Lasst uns umgekehrt auf diesen Strom fallen!<\/p>\n<p>Es ist das ungehinderte Wirken unseres grenzenlosen Herzens, das dies m\u00f6glich macht, denn aus dem mathematischen Zentrum des Mikrokosmos brechen die gnostischen Kr\u00e4fte in einem liebevoll jubelnden Feuer hervor.<\/p>\n<hr \/>\n<p>[1] Rudolf Steiner, Die Tempellegende und die Goldene Legende, GA93, 1904<br \/>\n[2] V.S. Solovyov, Die Bedeutung der Liebe, The Lidisfarne Pres, 1985<br \/>\n[3] Lao Zi, Daodejing<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":103028,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-105654","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/105654","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/103028"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105654"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=105654"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=105654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}