{"id":104439,"date":"2024-06-10T06:00:09","date_gmt":"2024-06-10T06:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=104439"},"modified":"2025-07-14T18:51:39","modified_gmt":"2025-07-14T18:51:39","slug":"erfahrungserkenntnisse-formen-unsere-erscheinungswelt","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/erfahrungserkenntnisse-formen-unsere-erscheinungswelt\/","title":{"rendered":"Wir k\u00f6nnen aus unserem selbst gestalteten Schicksal erwachen"},"content":{"rendered":"<p><em>In der heutigen Zeit steht der Mensch vor einer Schranke. Er kann erwachen wie aus einem Albtraum und sich fragen, ob er noch Herr seiner selbst ist. <\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Es kann zur Selbsterkenntnis gelangen und sich dazu entschlie\u00dfen, seinem wahren g\u00f6ttlichen Selbst die Leitung seines Lebens zu \u00fcbergeben. In diesem Zusammenhang durfte ich eine begl\u00fcckende Erfahrung machen.<\/em><\/p>\n<h3>Der kosmische Drang zum gleichen Ziel<\/h3>\n<p>Ist es uns bewusst, dass wir uns in einer spirituellen Einheit mit allen anderen Lebewesen befinden?<\/p>\n<p>Alle sind wir Sch\u00f6pfungen derselben Lebens- und Bewusstseinsquelle. Wir durchlaufen zwar unterschiedliche Entwicklungsschritte, doch dr\u00e4ngt jedes einzelne Lebewesen, bis hin zum kleinsten Atom, zum gleichen Ziel, um seinen Platz in der absoluten Harmonie in der Welt des Stoffes und des Geistes einzunehmen.<\/p>\n<p>Diese absolute universelle Harmonie verwirklicht sich auf der Grundlage der spirituellen Einheit allen Lebens und ihrer Entfaltung in rhythmischen, pulsierenden Wachstumsprozessen.<\/p>\n<p>Das Leben der Pflanzen, Tiere, Himmelsk\u00f6rper, der Gezeiten \u2026 und auch das \u00e4u\u00dfere und innere Leben des Menschen verl\u00e4uft in Rhythmen und Zyklen, die dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterliegen. Die indische Philosophie bezeichnet es als das Gesetz des <em>Karma<\/em>, demzufolge jede gedankliche oder physische Tat des Menschen (Karma bedeutet \u201eTat\u201c) eine Wirkung hervorruft, die unter dem Richtma\u00df der g\u00f6ttlichen Gerechtigkeit (<em>Nemesis<\/em>), einen Ausgleich erfordert..<\/p>\n<p>Diese Forderung erstreckt sich \u00fcber den Tod eines Menschen hinaus. Die spirituelle Tatsache der Wiederverk\u00f6rperung (Reinkarnation) liegt demnach den oben genannten universellen Bewegungen zugrunde. Sie beweist das sich ewig offenbarende universelle Leben aus dem g\u00f6ttlichen Ursprung, erm\u00f6glicht die wiederkehrenden Zyklen nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung und garantiert das schlie\u00dfliche Eintreten in die ewige, absolute, g\u00f6ttliche Harmonie und Liebe.<\/p>\n<p>Wir sind freie Kinder des Universums und bleiben untrennbar mit ihm verbunden. Unser Schicksal ist verflochten mit dem kosmischen Plan, und die ausgleichende g\u00f6ttliche Harmonie wird f\u00fcr uns erfahrbar durch unser individuelles Karma. Unserem innersten Wesen nach sind wir unser g\u00f6ttliches Selbst, das uns als reines spirituelles Bewusstsein f\u00fchrt. Deshalb kann Karma niemals au\u00dferhalb von uns\u00a0 sein, und kein Gott lenkt unser Schicksal von au\u00dfen.<\/p>\n<p>Unser wahres Selbst ist der stille innere Zeuge, ist unsere h\u00f6here Natur, die alle karmische Aktivit\u00e4t in uns durchwirkt und doch von allem Karma unber\u00fchrt bleibt.<\/p>\n<p>Es gibt in unserem Haupt zwei Organe, durch welche die karmischen Energien wirken und die uns auf den entsprechend ausgleichenden Weg des Handelns, F\u00fchlens oder Denkens f\u00fchren:<\/p>\n<ul>\n<li>das <em>Dritte Auge<\/em> <a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>, das Dimensionen jenseits der physischen Welt wahrnimmt und sie uns durch Intuitionen mitteilt; denn es kann nach innen schauen und unseren wahren Zustand sehen,<\/li>\n<li>und die Zirbeldr\u00fcse, die in Verbindung zum Dritten Auge steht und den karmischen Drang im physischen K\u00f6rper zum Ausdruck bringt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir sind demnach der verk\u00f6rperte Teil unseres Selbstes. Der physische oder elementale, der psychologische oder der intellektuelle Teil unseres Wesens sind bestimmte Aspekte unserer Konstitution, sie sind die grobstofflichen und feinstofflichen H\u00fcllen, durch die sich unser inneres Selbst ausdr\u00fcckt und wirkt. Noch sind wir nicht seine ideale Ausdrucksform, deshalb versp\u00fcren wir den Drang zur Transformation. Alle kosmische Aktivit\u00e4t entspringt letztlich unserer spirituellen Natur.<\/p>\n<p>Als freie Kinder des Universums haben wir auch einen freien Willen und erfahren die g\u00f6ttliche Harmonie in dem Ma\u00dfe, in dem wir mit ihren Gesetzen und ihren Lebensstr\u00f6men zusammenarbeiten. W\u00e4ren wir nicht bereit, unseren Bruder zu verletzen, so h\u00e4tte Karma\u2013Nemesis keinen Grund zu wirken. Wir selbst gestalten und sind unser Schicksal.<\/p>\n<p>Der Mensch ist ein lebendiger, kleiner Kosmos. Sein ganzer K\u00f6rper bis hin zu den Atomen spr\u00fcht vor Leben. Die Lebensatome in ihm sind wie seine Kinder. Sie sind gepr\u00e4gt durch seine Gedanken, Gef\u00fchle, W\u00fcnsche und auch seine guten oder schlechten Gewohnheiten und Leidenschaften; so k\u00f6nnen sie gedeihen oder krank werden. Psychische und physische Krankheiten k\u00f6nnen auf diese Weise karmisch verursacht sein. Samen, die in vergangenen Leben ges\u00e4t wurden, dr\u00e4ngen ans Licht und manifestieren sich.<\/p>\n<p>In diesem Moment, in der heutigen Zeit steht der Mensch vor einer Schranke. Dies gilt auch f\u00fcr unsere Gesellschaft, ja f\u00fcr die ganze Menschheit. Vor dieser Schranke stehend, kann der Mensch erwachen wie aus einem Albtraum und sich fragen, ob er noch Herr seiner selbst ist. Es kann zur Selbsterkenntnis gelangen und sich dazu entschlie\u00dfen, seinem wahren g\u00f6ttlichen Selbst wieder die Leitung zu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Jede Krise und Krankheit sind ein karmisches Geschenk der g\u00f6ttlichen Harmonie und ihrer Gesetze, durch die sich der Mensch wieder seiner selbst und seiner wahren Aufgabe bewusst werden kann. Die absolute g\u00f6ttliche Harmonie bleibt ewig erfahrbar f\u00fcr ihn.<\/p>\n<h3>Eine begl\u00fcckende Erfahrung<\/h3>\n<p>Krankheit und auch der Tod geh\u00f6ren zu jenen Erfahrungen, die der Seele eine gr\u00f6\u00dfere Tiefe verleihen k\u00f6nnen. Dabei sind solche Erfahrungen nicht immer nur auf den leidenden Menschen beschr\u00e4nkt, die Seele kann mit engen Vertrauten eine tiefe Bindung eingehen, die f\u00fcr beide zu eine Quelle der Erkenntnis und Inspiration werden kann. Vor mehreren Jahren erkrankte ein Seelenfreund von mir an einer schweren Krankheit. Ich durfte ihn w\u00e4hrend seines letzten halben Lebensjahres seelisch begleiten, und diese Zeit entfaltete sich f\u00fcr uns beide zu Augenblicken ewiger Freude.<\/p>\n<p>Anfangs, als er nach l\u00e4ngerem Krankenhausaufenthalt nach Hause kam, wirkte er noch wie gefangen in einer astralen Sph\u00e4re der Angst. Er sah nur \u201eWasser\u201c unter und um sich, in dem gef\u00e4hrliche Wesen wirkten und ihm den Lebensatem raubten.<\/p>\n<p>Er war 1940 zu Beginn des Zweiten Weltkrieges geboren, und die d\u00fcstere Schwingungsebene dieser Zeit hatte seinen freien Atem behindert. Schon als kleines Kind war er an einer schweren Lungenentz\u00fcndung erkrankt, die wohl w\u00e4hrend seines langen, relativ gesunden Lebens nie wirklich ausheilte. Erst sp\u00e4t brach sie in Form unterschiedlicher Symptome aus, die jetzt das Bild seiner Krankheit pr\u00e4gten.<\/p>\n<p>Er schlief viel, wurde langsam ruhiger, und die Angst vor einem \u201eWasser\u201c um ihn schwand langsam. Ich konnte erfahren, wie unsere innere Verbindung Wahrnehmungen weckte, die \u00fcberaschend und neu f\u00fcr mich waren. Einige Wochen vor seinem Tod str\u00f6mte ein zarter Duft aus seinem Wesen, der mich begl\u00fcckte. . Er erinnerte mich an den Duft von Neugeborenen, den ich manchmal als himmlisch empfunden habe. Ich konnte es kaum fassen, dass ein schwer kranker, alter Mann so einen \u00fcberirdischen Duft ausstrahlen konnte.<\/p>\n<p>Am letzten Abend seines Lebens erlebte ich ihn ruhig und gefasst. Ich stellte mich an das Fu\u00dfende seines Bettes und wollte mich langsam verabschieden. Pl\u00f6tzlich sah ich, wie sich seine Brust aufb\u00e4umte und er um Atem rang. Im selben Moment blickte er mich an, und es schien mir, als beherrsche er seinen Atem und jage alle Elemente der Angst aus seiner Brust \u2013 ganz so, als sei er wieder selbst Herrscher in seinem \u201eTempel\u201c geworden. Er strahlte ein herrliches Licht aus, das mich mit ihm verband, und ich ging \u2013 nein ich \u201eflog\u201c nach Hause und es war mir, als schliefe ich die ganze Nacht \u00fcber in diesem Licht.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen erfuhr ich, dass er in der Fr\u00fche in aller Stille gestorben war, ohne dass es bemerkt wurde.<\/p>\n<p>Vielleicht wird der Tod alles Irdischen, wenn die unsterbliche Seele erwacht, von \u00e4hnlichen Erlebnissen begleitet. Und vielleicht war das Erlebte ein Vorgeschmack auf etwas, das Krishnamurti wie folgt beschreibt:<\/p>\n<p><em>Erst wenn all die Schichten unseres Bewusstseins zur Ruhe kommen und ganz still werden, dann erst \u00f6ffnet sich das Tor zur unermesslichen F\u00fclle, zu unserer Seligkeit des ewigen Augenblicks, in dem die Sch\u00f6pfung immer neu geboren wird.<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\"><sup><strong>[2]<\/strong><\/sup><\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>\u00a0 Das <em>Dritte Auge<\/em> befindet sich auf der Stirn des Menschen zwischen den beiden Augenbrauen .Es wird auch als das Auge <em>Shivas<\/em> bezeichnet, dessen Intuitionen ihn vor schlechten Einfl\u00fcssen sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a> Jiddu Krishnamurti, <em>Wegweiser zum wahren Leben<\/em>, Hyperion Verlag, S. 106<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":104525,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110114],"tags_english_":[],"class_list":["post-104439","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-zeitgeist-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/104439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104525"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104439"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=104439"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=104439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}