{"id":104044,"date":"2024-05-23T07:00:13","date_gmt":"2024-05-23T07:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=104044"},"modified":"2024-07-28T14:26:13","modified_gmt":"2024-07-28T14:26:13","slug":"am-ende-der-nacht","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/am-ende-der-nacht\/","title":{"rendered":"Am Ende der Nacht"},"content":{"rendered":"<p><em>Jeder Mensch erwacht mindestens einmal t\u00e4glich. Was dabei vor sich geht, \u00e4hnelt dem Erwachen des wahren Selbstes.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/5bh1wMqaovRYJFXMa4drnu?utm_source=generator\" width=\"100%\" height=\"352\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe><\/p>\n<p>Wir sind wach, wenn wir denken und f\u00fchlen, uns bewusst in der Welt verorten und in ihr handeln k\u00f6nnen. All dies flie\u00dft in einem individuellen Bewusstseinsfeld zusammen, das sich auch als vier K\u00f6rper darstellen l\u00e4sst, die gemeinsam ein Ichbewusstsein hervorbringen. Seit der Zeit der Upanishaden wurde dieses Konzept in leicht variierenden Anschauungen weitergegeben: Demnach besitzt der Mensch einen materiellen K\u00f6rper und dar\u00fcber hinaus drei weitere, feinstoffliche: seinen \u00c4ther-, Astral- und Mentalk\u00f6rper. Der \u00c4therk\u00f6rper ist Energiezentrale und Willenszentrum, im Astralk\u00f6rper wohnen die Gef\u00fchle, und der Mentalk\u00f6rper ist der Sitz seines denkenden Bewusstseins. Vom Stoffk\u00f6rper beginnend sind die folgenden K\u00f6rper jeweils feiner und ausgebreiteter, so dass sie die jeweils gr\u00f6beren durchdringen und auch \u00fcberragen.<\/p>\n<p>Im Schlafenden sind seine Pers\u00f6nlichkeitsfahrzeuge voneinander getrennt, denn der Astral- und der Mentalk\u00f6rper des Menschen liegen nicht mehr konzentrisch im physischen K\u00f6rper und seinem \u00e4therischen Doppel. Die feineren K\u00f6rper k\u00f6nnen sich im Schlaf sogar weit vom Stoffk\u00f6rper entfernen. Diese Trennung ist die Ursache daf\u00fcr, dass unser Wachbewusstsein im Schlaf erlischt, ja, dass keiner der so getrennten Pers\u00f6nlichkeitsteile \u00fcber die Nacht hinweg ein konstantes Bewusstsein besitzt<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Erst wenn alle vier Teile seiner Pers\u00f6nlichkeit wieder ineinandergleiten, erwacht der Mensch.<\/p>\n<p>Beim Erwachen als Mikrokosmos vollzieht sich analog zum morgendlichen Erwachen, das wir t\u00e4glich erleben, die Vereinigung mit den drei h\u00f6heren, ewigen Fahrzeugen des Menschen. Hier geht es darum, dass Manas, Buddhi und Atman \u2013 das ewige, wahre Selbst des Menschen \u2013 sich in die vier niederen K\u00f6rper einsenken, bis die ewigen Wesensglieder konzentrisch in den niederen, verg\u00e4nglichen liegen. Von seinen h\u00f6heren Aspekten ausgehend durchzieht das Erwachen den gesamten Menschen. Manas, Buddhi und Atman erweisen sich als festes Bewusstseinsfundament. Sie begr\u00fcnden ein unverg\u00e4ngliches und universelles Bewusstsein. So lange dieser Prozess nicht einsetzt, bleibt der Mensch gleichsam ein Tr\u00e4umer.<\/p>\n<p>Im erwachten Menschen konzipiert Manas den konkreten Plan des Werdens, des Prozesses einer sich immer weiter entfaltenden g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfung im eigenen Wesen; er ist also die Schnittstelle zwischen dem wahren Selbst und seiner konkreten Offenbarung. Buddhi ist die erwachte<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Geistseele, die eins mit allen und allem ist. Atman ist der Urgrund im eigenen Wesen, der \u00fcber alles Existierende hinausreicht und zugleich der formlose Quell von allem ist. Mit diesen insgesamt sieben Wesensgliedern ist der erwachte Mensch umschrieben. Jeder Mensch kann selbst pr\u00fcfen, inwieweit er oder sie ein solches Bewusstsein besitzt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir Menschen einen Weg zum Erwachen gehen, \u00fcbernimmt das anfangs noch verborgene wahre Selbst in uns sukzessive die Rolle des vorl\u00e4ufigen Selbstes, des Ichs. Und das Ich l\u00e4sst das zu, wenngleich nicht ohne Kampf. Es ist ein Ringen um Erkenntnis (und zwar auch darum, Erkenntnis zuzulassen), um Befreiung (aus der Sicht des Ichs geht es eher ums Loslassen) und um das wahre Leben (was sich f\u00fcr das Ich immer wieder wie Sterben anf\u00fchlt).<\/p>\n<p>Wir sind geneigt, uns das spirituelle Erwachen als Bewusstseinserweiterung vorzustellen. Das ist nicht falsch, f\u00fchrt aber in die Irre, weil wir auf diese Weise am ehesten an die Ausweitung unseres jetzigen Bewusstseins denken. Weil der Erwachte ein Anderer, Ewiger in uns ist, ist das erwachte Bewusstsein auch von ganz anderer Art.<\/p>\n<h4>Zwei Gaben<\/h4>\n<p>Am Beginn des Erwachens k\u00f6nnen zwei diametral verschiedene Bewusstseinsprozesse stehen. Viele Menschen erleben peak expereriences, \u00fcberw\u00e4ltigende Ber\u00fchrungen eines Seinszustandes, der ebenso ungreifbar wie auch real ist. Doch nach dem Gipfelerlebnis, das eine neue Perspektive schenkt, muss der Mensch wieder ins Tal hinunter. Und dort wartet, gerade in Verbindung mit der Freiheit und Vollkommenheit, die man schon geschmeckt hat, die Unvollkommenheit, Halbheit und Begrenztheit des Ichs \u2013 unsere derzeitige Realit\u00e4t. Der Kontrast zu dem innerlich Erfahrenen, das das Bewusstsein einmal erleuchtet hat, bildet die Grundlage f\u00fcr eine immer tiefer gehende Selbsterkenntnis, die f\u00fcr das Ich notwendig ist, damit es zur Seite treten kann. In jedem Menschen wirken fragmentierte Bilder des Einen, das er in sich tr\u00e4gt und die er meint leben zu k\u00f6nnen. Liebe, das Verm\u00f6gen zu helfen und zu heilen, Macht und Vollkommenheit wollen sich ausdr\u00fccken. Und sie k\u00f6nnen es nicht oder nur mit unerw\u00fcnschten Nebenwirkungen; das Ichbewusstsein, das einen Schimmer von etwas anderem, Gr\u00f6\u00dferem gesehen hat, muss es sich irgendwann eingestehen. So beginnt der Weg unter anderem mit Erfahrungen des Nichtk\u00f6nnens, die den Menschen auf dem Pfad lange begleiten werden und ihm helfen, schlie\u00dflich zugunsten des wahren Selbstes zum gro\u00dfen Loslassen zu finden.<\/p>\n<h4>Ein Weg beginnt<\/h4>\n<p>Die meisten Menschen haben zum Loslassen einen intuitiven Zugang. Regale voller Werke zur Lebenshilfe stehen in den Buchhandlungen bereit, um diesen Zugang zu erweitern. Anf\u00e4nglich ist es relativ leicht zu begreifen, dass das Loslassen von Bindungen uns freier macht. Wenn man frei von Besitzdenken ist, schwinden die Verlust\u00e4ngste. Sich von unguten Bindungen zu l\u00f6sen bringt eine neue Freiheit, sich selbst zu entdecken und sein eigenes Leben zu f\u00fchren. Letztlich steckt in diesem Thema der ganze Weg, denn wann immer wir an etwas oder jemand gebunden sind, h\u00e4ngen wir an an der Verg\u00e4nglichkeit und sind in ihr gefangen. Alles Sch\u00f6ne tr\u00e4gt immer schon den Schmerz des Abschieds in sich. Dinge verschlei\u00dfen, Menschen werden krank und sterben. Auch wir. Nichts in unserer Welt bleibt, wie es ist. Wenn man sich also auf den Weg macht, Bindungen zu l\u00f6sen, geht es letztlich darum, wie man grunds\u00e4tzlich in der Welt steht, sie wahrnimmt und sich in jedem Augenblick mit ihr befasst, sich in ihr verortet, sich seinen eigenen Raum in ihr schafft. Unser Bewusstsein arbeitet in jedem Moment an dieser Weltbeziehung, es versichert sich seiner selbst darin, es ist vollst\u00e4ndig von ihr erf\u00fcllt. (Pr\u00fcfen Sie dies einmal nach.) Der Versuch, das Bewusstsein in dieser Hinsicht zur Ruhe zu bringen, f\u00fchrt nicht zum Erwachen, es sei denn, im Innern ist bereits der Anfang einer bewussten Verbindung zum wahren Selbst anwesend. Darum geht es.<\/p>\n<p>Der Beginn liegt im Herzen, und beim Weitergehen \u00f6ffnet sich im Gehirn \u2013 am Ort des Stirnchakras \u2013 ein Raum, der nicht mehr vom Ich besetzt wird und der frei ist f\u00fcr das Einstr\u00f6men des wahren Selbstes. Ist dieser Anfang gemacht, dann ver\u00e4ndern alle Weltbeziehungen ihren Charakter, denn sie gehen dann von einem Punkt aus, der nicht mehr v\u00f6llig dem Ich und der Verg\u00e4nglichkeit angeh\u00f6rt. Dann macht das Ringen ums Loslassen wirklich Sinn, weil das wahre Selbst sich dann im Bewusstsein einen St\u00fctzpunkt schafft. Wenn die Dinge und Beziehungen dieser Welt das Bewusstsein nicht mehr dominieren und begrenzen, ist eine weitere Stufe dieser Bergbesteigung errungen.<\/p>\n<p>Die gewonnene Freiheit bringt es mit sich, dass der Standpunkt des Ichs und des physischen Menschen im Bewusstsein nicht mehr absolut, abgegrenzt und unbedingt verteidigungsw\u00fcrdig erscheint. Im Gegenteil, andere Standpunkte und andere Beziehungen k\u00f6nnen klarer wahrgenommen werden; sie r\u00fccken uns n\u00e4her und werden sukzessive zum \u201eeigenen\u201c Anliegen, weil das wahre Selbst auch an anderen Orten gleichsam durchscheint, so wie es im eigenen Wesen durchzuscheinen beginnt. Zu urteilen wird immer weniger wichtig. Aniehung und Absto\u00dfung verlieren als Arbeitsweise des Astralk\u00f6rpers ihre Bedeutung, weil Innen und Au\u00dfen nicht mehr als wirklich getrennt erlebt werden. Der Astralk\u00f6rper entfaltet die F\u00e4higkeit eines stillen Strahlens. Das Ichgef\u00fchl im eigenen Bewusstsein kann sich phasenweise so weit aufl\u00f6sen, dass eine weite Leere entsteht. Sie kann positiv erfahren werden, weil sie der reine Anfang einer ganz neuen Entwicklung ist. Sie kann negativ erfahren werden, weil das Ich sich in dieser Leere nicht mehr findet und den alten Zustand zur\u00fcckhaben m\u00f6chte.<\/p>\n<h4>Das Ringen ums Selbst<\/h4>\n<p>Angesichts dieser Leere findet der Kampf darum statt, wer wir sein wollen und k\u00f6nnen. Suchen wir wirklich Grenzenlosigkeit, dann m\u00fcssen wir alle Grenzen aufgeben. Sind wir vor allem das konkrete, verg\u00e4ngliche Wesen mit all seinen kleinen Freuden, aber auch Schmerzen und \u00c4ngsten, oder k\u00f6nnen wir uns frei machen f\u00fcr das wahre Selbst, das keine konkrete Form als sein \u201eeigen\u201c kennt, obwohl es immer wieder neue Formen schaffen wird? Hier geht es nicht darum, was wir uns in einem Moment spiritueller Erhebung w\u00fcnschen, sondern darum, wozu das ganze Wesen schon bereit ist \u2013 oder auch nicht. Das ist keine Entscheidung im Supermarkt der Identit\u00e4ten, sondern das Hineinreifen in einen Zustand, in dem das alte \u201eSelbst\u201c gleichsam wie eine Schale abgeworfen wird. Catharose de Petri schreibt in Transfiguration dar\u00fcber: \u201eIm neuen Leben steigt der vollkommene Mensch, nachdem er den ganzen Weg zur\u00fcck gegangen ist, in seiner Endphase absolut hinaus \u00fcber Form und Ver\u00e4nderung [&#8230;] der absolute Neue Mensch ist eine \u00dcber-Form-Entit\u00e4t. Er ist, als Unbegrenzter, im Unbegrenzten.\u201c<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Dieses wahre Selbst, das \u201edie \u00dcber-Form-Entit\u00e4t\u201c in uns ist, muss in diesem Prozess in uns zur Wirkung kommen.<\/p>\n<p>Dieser Weg f\u00fchrt uns in einen Kampf, denn f\u00fcr das Ich ist er ein Weg ins Nichts. Kein \u201eDas bin ich, da komme ich her, da will ich hin, das muss ich verhindern, das ist mein\u201c mehr, auf das wir uns dann noch st\u00fctzen. Was wir uns in unserem Kopf ohne Unterlass \u00fcber uns selbst erz\u00e4hlen, um unser Ich zu konstituieren und in die Zukunft zu projizieren, h\u00f6rt nach und nach auf. Wenn diese zwanghafte innere Erz\u00e4hlung endet, ist der Mensch nicht schw\u00e4cher, sondern freier als zuvor. Es wird im Lauf dieser Erfahrungen auch klar, dass das Ich in seiner Rolle als Selbst eine Illusion ist, allerdings eine Illusion, die nach wie vor sehr viel Kraft und Beharrungsverm\u00f6gen besitzt.<\/p>\n<h4>Die Sch\u00f6nheit des Weges<\/h4>\n<p>Die Leere hat ihre eigene Sch\u00f6nheit, denn sie wird zu einem Ruhepol im eigenen Wesen, zum Weltinnenraum, in dem wir allen Dingen auch von innen her begegnen k\u00f6nnen. Das ist kein rein poetisches Empfinden und keine Illusion, sondern der Beginn eines echten Einheitserlebens. Hier m\u00fcndet das individuelle Erwachen ins Menschheitserwachen, weil ein Mensch, der diesen Weg geht, beginnt, in allem und allen zu erwachen.<\/p>\n<p>Wenn das Ich sich seine Geschichte nicht mehr unaufh\u00f6rlich erz\u00e4hlt und damit die Identifikation des Alltagsbewusstseins mit Gestern und Morgen schw\u00e4cher wird, entsteht ganz selbstverst\u00e4ndlich ein Gegenwartsbewusstsein, das potenziell frei von \u00c4ngsten ist. Auch hinter dieser Entwicklung steht der allm\u00e4hliche Wechsel des Selbstes, denn das ewige, wahre Selbst ist frei von Angst, Sorge und Furcht. Diese Gegenw\u00e4rtigkeit, in der das Ich ganz still geworden ist, \u00f6ffnet die T\u00fcr zum Ewigen im eigenen Wesen. Deshalb legen viele spirituellen Richtungen einen solch gro\u00dfen Wert auf Gedankenstille und Gegenw\u00e4rtigkeit.<\/p>\n<p>Auf dem Weg vom Ich zur Einsenkung des wahren Selbstes macht jeder Mensch sehr viele Erfahrungen. Manche, die \u00fcblicherweise als negativ beurteilt werden, erweisen sich als Stufen des Weges, weil sie helfen, sich vom Ich zu l\u00f6sen, das zugrundeliegende wahre Selbst immer deutlicher zu erkennen und sich ihm zu \u00f6ffnen. Das wahre Selbst jedoch wirklich und endg\u00fcltig zu DEM Selbst werden zu lassen, bleibt f\u00fcr die meisten Menschen ein Ringen. Jeder k\u00e4mpft hier seinen eigenen Kampf unter seinen besonderen Vorzeichen. F\u00fcr mich steht immer wieder die Frage im Raum: Wer will ich sein? In meinem Bewusstsein treffen sich zwei entgegengesetzte Kr\u00e4fte. Die einen kommen mit einem enormen Beharrungsverm\u00f6gen aus dem Unterbewusstsein, sie besitzen die Kraft der Identifikation mit dem Zeitlichen und der jahrhundertelangen Verankerung darin, auf der anderen treffen sich die Selbsterkenntnis des Ichwesens und etwas Tiefes, Umfassendes, Tragendes, das in mir und um mich ist, und dem ich vertrauen lerne. Rumi sagt zum kr\u00f6nenden Abschluss des Weges, den das Ich hier zu gehen hat:<\/p>\n<p>In Gottes Gegenwart passen keine zwei Ich. Du sagst Ich und Er sagt Ich \u2013 entweder stirbst du vor Ihm oder Er stirbt vor dir, damit keine Zweiheit bleibe. Dass Er st\u00fcrbe, ist unm\u00f6glich im \u00c4u\u00dferen wie als Vorstellung; denn Er ist der Lebendige, der nicht stirbt. So huldvoll ist Er, dass, w\u00e4re es m\u00f6glich, Er um deinetwillen sterben w\u00fcrde, damit die Zweiheit verschw\u00e4nde. Nun, da Sein Sterben nicht m\u00f6glich ist, stirb du, damit Er bei dir aufscheinen m\u00f6ge und die Zweiheit verschw\u00e4nde!<a href=\"#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Auf dem Weg des Erwachens verwandelt sich das Paradox unserer Zweifachheit als ewiges und verg\u00e4ngliches Wesen in durchscheinende Klarheit, wenn das alte Bewusstsein es aufgegeben hat, Mitte und Wesen sein zu wollen und das Selbst als Strahl des Einen aufleuchtet. Das Symbol des geschliffenen Diamanten passt gut hierhin. Als konkretes Wesen stellen wir dann eine Facette des kristallinen Steins dar. In seiner Mitte scheint das alles durchdringende wei\u00dfe Licht des Urgrundes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auf die \u00dcberwindung dieser Unbewusstheit im Schlaf sowie auf Astralreisen geht dieser Text nicht ein. Beides spielt im hier geschilderten Prozess des Erwachens keine Rolle.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Denn der Wortstamm budh bedeutet im Sanskrit Erwachen.<br \/>\n<a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Catharose de Petri: Transfiguration, Haarlem 1995, Seite 51<br \/>\n<a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 in: Annemarie Schimmel: Rumi. Von Allem und vom Einen, M\u00fcnchen 2008, Seite 88<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":104136,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[110101],"tags_english_":[],"class_list":["post-104044","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-spiritsoul-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/104044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104044"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=104044"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=104044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}