{"id":102183,"date":"2024-03-03T07:00:53","date_gmt":"2024-03-03T07:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/logon.media\/?post_type=logon_article&#038;p=102183"},"modified":"2024-03-02T21:52:19","modified_gmt":"2024-03-02T21:52:19","slug":"das-herz-der-wissenschaft-und-die-wissenschaft-des-herzens","status":"publish","type":"logon_article","link":"https:\/\/logon.media\/de\/logon_article\/das-herz-der-wissenschaft-und-die-wissenschaft-des-herzens\/","title":{"rendered":"Das Herz der Wissenschaft und die Wissenschaft des Herzens"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Wissenschaft folgt in ihrer Entwicklung zwei gro\u00dfen Str\u00f6mungen. Beide haben ihre Wurzeln in der Bl\u00fctezeit der griechischen Philosophie, in der die gro\u00dfen Philosophen gleichzeitig auch Forscher waren.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es kristallisierten sich schon zu der Zeit zwei grunds\u00e4tzlich verschiedene Herangehensweisen heraus. Die eine war ph\u00e4nomenologisch und hatte als Grundlage die Beobachtung und Empfindung. Einer der gro\u00dfen Vertreter war Aristoteles, der die Wissenschaft bis heute in der Medizin und Biologie mit ihrer Systematisierung von Form und Funktion mit gepr\u00e4gt hat. Daneben entwickelte sich mit Vertretern wie Platon und Pythagoras die mathematisch-abstrakte Betrachtung von Forschungsinhalten. Sie hat ihren Ursprung in Wahrnehmungen und Anschauungen geistiger Art. Platon schrieb kurz vor seinem Tod den Dialog Timaios. Darin stellte er dar, dass die Welt aufgrund von Zahl, Ratio und Geometrie erschaffen wurde. Der sch\u00f6pferische Gott wirkt in seiner ordnenden Aktivit\u00e4t gleichsam als Geometer und Mathematiker. Damit tritt f\u00fcr denjenigen, der diesem Wirken folgt, das Wechselspiel von Experiment und mathematischer Beschreibung in den Vordergrund. F\u00fcr eine theoretische Annahme muss ein Experiment gefunden werden, das die mathematische Formulierung beweist. Ein modernes Beispiel sind die Quantenphysik und die Relativit\u00e4tstheorie, die auf diese Weise entstanden sind.<\/p>\n<h4>Die Mathematik in der Forschung<\/h4>\n<p>Die Mathematik ist eine sehr treue Begleiterin der Wissenschaft und hat ihr viele Erfolge beschert. Im Wechselspiel zwischen Mathematik und Experiment hat sich die Technik entwickelt, die heute das\u00a0 moderne Leben bestimmt. Wir erfahren allerdings, dass diese technischen Errungenschaften nicht nur Segen sind, sondern auch zerst\u00f6rerische Elemente enthalten, die zunehmend das Gleichgewicht unseres Planeten und damit unsere Existenzgrundlage bedrohen k\u00f6nnen. Die wissenschaftlichen Theorien, die dieser Untersuchungsmethode folgen, m\u00fcssen nicht unbedingt auf einer bewussten Erkenntnis der geistigen Wirklichkeit beruhen, die hinter den Erscheinungen steht. Die Theorie im heutigen wissenschaftlichen Sinne, etwas als Folge von Wahrnehmung und Versuch in ein System begr\u00fcndeter Aussagen zu fassen, hat sich aus dem sakralen Ursprung des griechischen Wortes theoros oder theoria entwickelt, was so viel wie geistige Anschauung oder Erkenntnis hei\u00dft.<\/p>\n<p>Die Mathematik erlaubt in ihrer Anwendung eine Abstraktion, die sich von der bewussten geistigen Erkenntnis des Menschen unabh\u00e4ngig macht. Die mathematische Abstraktion und die daraus entstandene Technik haben gezeigt, wie gut mathematische Berechnungen Anwendungen beschreiben k\u00f6nnen, die das Leben revolutioniert haben, aber bei mangelndem Bewusstsein, diese Errungenschaften harmonisch in die Umwelt zu integrieren, unseren Lebensraum zerst\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der klassischen Physik war es das Universalgenie Newton, der sich in vielen Bereichen mit der mathematischen Beschreibung von Naturkr\u00e4ften und Naturerscheinungen besch\u00e4ftigte. Er entwickelte mathematische Beschreibungen der Hebelgesetze, Schwerkraft und der Tr\u00e4gheit der Masse, die in der Folge zur Motorisierung und Industrialisierung f\u00fchrten. Ein weiterer Quantensprung in der mathematischen Beschreibung der Natur war die neue Mathematik der Quantenphysik, durch die sich die digitale Revolution entwickelte. Das Herz dieser technischen Entwicklungen war immer die Mathematik. Man kann vielleicht sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Mathematik zumindest f\u00fcr die letzten Jahrhunderte, besonders f\u00fcr die Physik und das sich daraus entwickelnde neue Weltbild, als das Herz der Wissenschaft bezeichnen.<\/p>\n<h4>Wahrnehmung und Anschauung<\/h4>\n<p>Die zweite Form der Naturbeobachtung, die auf Aristoteles zur\u00fcckgeht, bildet die Grundlage f\u00fcr die systematische Beschreibung der Natur, wie sie Alexander von Humboldt, Goethe und viele andere Naturforscher betrieben. Sie war \u00e4hnlich erfolgreich wie die mathematischen Beschreibungen. Diese ph\u00e4nomenologische Form der Wissenschaft war f\u00fcr Goethe eine M\u00f6glichkeit, nach den grundlegenden Strukturen zu fragen, in denen die Natur Formen aufbaut. Schiller bemerkte einmal voller Erstaunen, dass Goethe in der Lage sei, so die Idee einer Pflanze zu sehen.<\/p>\n<p>Goethe sah in der mathematischen Abstraktion die Gefahr, dass sich Erkenntnis und Bewusstsein voneinander trennen. Ein gutes Beispiel sind die aus der Quantenphysik entwickelten digitalen Errungenschaften, die das Leben auf der einen Seite bereichern, aber bei falscher Anwendung zum Fluch f\u00fcr die Menschheit werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die ph\u00e4nomenologische Form der Wissenschaft, die Betrachtung von Form und Funktion, f\u00fchrt ebenfalls zur Abstraktion, allerdings ist diese viel enger an die Beobachtung gekn\u00fcpft. Sie war f\u00fcr Goethe lebensn\u00e4her und damit weniger gef\u00e4hrlich als die vom Ph\u00e4nomen vollkommen losgel\u00f6ste Form der mathematischen Abstraktion. Der Physiker Werner Heisenberg hat sich in einem Aufsatz \u00fcber Goethe damit auseinandergesetzt. Diese Gefahr, dass die Mathematik, unabh\u00e4ngig vom Bewusstsein benutzt, sehr gef\u00e4hrlich werden kann, ist schlie\u00dflich in der Atomphysik und dem Abwurf der ersten Atombombe sichtbar geworden.<\/p>\n<h4>Das polare Herz der Wissenschaft<\/h4>\n<p>F\u00fchren wir diese beiden Forschungsans\u00e4tze zusammen und stellen sie als eine \u201eheilige Polarit\u00e4t\u201c nebeneinander, dann muss also auch das Herz der Wissenschaft polar sein. Diese Polarit\u00e4t ist mit der aristotelisch-ph\u00e4nomenologischen auf der einen Seite und der pythagoreisch-platonisch-mathematischen Form auf der anderen Seite bereits sehr fr\u00fch in der westlichen Kulturgeschichte angelegt. Betrachtet man die Auseinandersetzung genauer, die Goethe sein Leben lang mit der Theorie der Newtonschen Optik f\u00fchrte, dann ging es ihm nicht darum, Newtons Beobachtungen zu widerlegen, sondern die eigenen Untersuchungen, die mit der gleichen Sorgfalt gemacht wurden, als genau so wahr neben die Newtons zu stellen. Es ging Goethe nicht um ein richtig oder falsch der einen oder anderen Theorie. Er betrachtete die scheinbaren Widerspr\u00fcche als komplement\u00e4re Wahrheiten der einen Natur des Lichtes. Die Alchemisten, Rosenkreuzer und Hermetiker verlegen das spezielle Bewusstsein f\u00fcr diese Erkenntnism\u00f6glichkeit in das Herz. Im Herzen gibt es eine Bewusstseinsebene, eine Bewusstseinsm\u00f6glichkeit, die polar, aber harmonisch f\u00fcr die Entwicklung der Welt zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>Der Systemstreit, den Goethe mit den Newtonschen Erkenntnissen sein Leben lang ausfocht, sollte die Erkenntnisse Newtons nicht widerlegen, sondern erweitern. Goethe konnte mit seinen Forschungen zur Natur des Lichtes zeigen, dass es zu jedem newtonschen Spektrum ein polares Gegenst\u00fcck geben muss. Der Wissenschaftsphilosoph Prof. Dr. Olaf M\u00fcller hat sich in seinem Buch Mehr Licht intensiv mit beiden Sichtweisen auseinandergesetzt.<\/p>\n<p>Newton dunkelte einen Raum ab und bohrte in den Fensterladen ein kleines Loch. In den Lichtstrahl setzte er ein Prisma und konnte so zeigen, dass das wei\u00dfe Sonnenlicht aus farbigen Lichtstrahlen zusammengesetzt ist. Goethe f\u00fcllte ein prismenf\u00f6rmiges Glas mit Wasser und stellte es am helllichten Tage drau\u00dfen auf. An der Stelle, an der Newton den Lichtstrahl ins Prisma lenkte, klebte er ein St\u00fcck Papier, so dass ein Schatten entstand. So erzeugte er ein Farbspektrum, das die Komplement\u00e4rfarben des Newtonschen Spektrums zeigte. Er konnte das Papierst\u00fcck auch in der gleichen Entfernung zum Prisma platzieren, wie das Loch im Fensterladen bei Newton, ohne eine Ver\u00e4nderung des Spektrums zu bewirken. So stellt sich die Frage, ob dieser Schatten die gleiche Natur hat wie die Lichtstrahlung. Denn es war diesmal der Schatten, durch den das Farbspektrum entstand.<\/p>\n<h4>Ist Dunkelheit eine Strahlung?<\/h4>\n<p>In der heutigen Wissenschaft ist Dunkelheit die Abwesenheit von Lichtstrahlung. Newton hat darum die Dunkelkammer, die er f\u00fcr seine Experimente benutzte, als neutralen Raum vorausgesetzt. Niemand hat das jemals in Frage gestellt, auch Goethe nicht. Wenn man aber die Umkehrung des Versuchsaufbaus konsequent zu Ende denkt, dann ist jetzt der helle Raum die neutrale Umgebung und der Schatten, das \u201eDunkle\u201c, wird durch das Prisma geschickt. Man k\u00f6nnte jetzt das \u201eDunkle\u201c als Strahlung betrachten.<\/p>\n<p>Dem Dunklen wird damit etwas Aktives, ja Eigenst\u00e4ndiges zugeordnet. Goethe beschreibt in seiner Farbenlehre, wie sich die Farben ver\u00e4ndern, indem in der Natur Licht und Dunkel in Beziehung zueinander treten. Ausgangspunkt f\u00fcr seine Versuche mit dem Prisma waren seine Entdeckungen der Farben, die einen Gegenstand umgeben, wenn man durch die Kante eines Prismas schaut. Dabei fiel ihm auf, dass die Farben aus dem bl\u00e4ulich-kalten Bereich eher an dunklen Fl\u00e4chen zu beobachten waren und die des r\u00f6tlich-warmen Bereichs helle Fl\u00e4chen umgaben. Goethe wusste, dass man diese Entdeckung nur begreifen konnte, wenn man sie selber durch ein Prisma erlebt. Deshalb plante er, bei seiner Ver\u00f6ffentlichung der Farbenlehre jedem Verkaufsexemplar ein Prisma beizulegen, damit die Leser seine Gedanken direkt selber nachvollziehen konnten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der mangelnden Produktionskapazit\u00e4t von Prismen zu der Zeit. Und so blieben seine Kernaussagen weitgehend unverstanden.<\/p>\n<p>W\u00e4re das Universum nicht dunkel, sondern hell, so w\u00fcrden wir die Dunkelheit als Strahlung erkennen. Eine ihrer Eigenschaften m\u00fcsste dann statt W\u00e4rme, wie beim Licht, der Transport von K\u00e4lte sein. Das heutige Wissenschaftsparadigma l\u00e4sst diese Gedankenexperimente allerdings nicht zu.<\/p>\n<p>Durch die Entdeckungen der Quantenphysik wissen wir allerdings, wie entscheidend f\u00fcr den Ausgang des Experiments die Intention und der Versuchsaufbau sind. Sehr \u00fcberraschend ist eine Besonderheit, die es hier zu erw\u00e4hnen gilt.<\/p>\n<p>Der \u201eDunkelstrahl\u201c, den Goethe bei seiner Versuchsanordnung erzeugte, hat die Eigenschaft, das Magenta als echte Spektralfarbe erscheinen zu lassen. Goethe soll immer nach seiner Lieblingsfarbe, dem Purpur, gesucht haben. Genau diese Farbe entstand durch seinen Versuchsaufbau im Zentrum seines Spektrums. Reine Spektralfarben sind solche, die sich durch ein Prisma nicht weiter zerlegen lassen. Nach dem Versuchsaufbau Newtons ist Purpur, oder, wir w\u00fcrden heute sagen, Magenta, eine Mischfarbe aus rot und blau, also keine reine Spektralfarbe. Legt man Goethes Versuchsaufbau zugrunde und schickt das so erzeugte magentafarbene Licht noch einmal durch ein Prisma, dann l\u00e4sst es sich nicht weiter zerlegen, ist unter diesen Umst\u00e4nden also eine echte Spektralfarbe. Diese Widerspr\u00fcche warten noch auf eine Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Aber worum es hier eigentlich geht, ist die Frage, ob wir uns bewusst aus dem herrschenden Wissenschaftsparadigma l\u00f6sen k\u00f6nnen, um die polaren Gegens\u00e4tze zu den heutigen physikalischen Erkenntnissen in ihrer ganzen Tragweite zu erfassen. Die Frage, die damit im Raum steht, ist, ob es zu der Wissenschaft des Lichts, wie sie Newton in der Dunkelkammer ausf\u00fchrte, eine komplement\u00e4re Wissenschaft der Dunkelheit gibt, die im Licht ausgef\u00fchrt wird. Zwei isomorphe Wissenschaften, die sich komplement\u00e4r ausschlie\u00dfen und erg\u00e4nzen. Das heutige Wissenschaftsparadigma, das mit jeder Erkenntnis andere, gegens\u00e4tzliche Erkenntnisse ausschlie\u00dft, l\u00e4sst diese Betrachtungsweise nicht zu.<\/p>\n<p>Aber Paradigmen unterliegen dem Wandel. Heisenberg hat in einem Aufsatz \u00fcber die Wirklichkeit festgestellt, dass sich die Forschung und die Erkenntnis radikal ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, wenn sich die Wirklichkeit ver\u00e4ndert, wobei nicht klar ist, ob das ver\u00e4nderte Paradigma die anderen Forschungsergebnisse zul\u00e4sst oder ob die Forschungsergebnisse das Paradigma ver\u00e4ndern. Vielleicht gilt beides. Newton war zum einen moderner Naturwissenschaftler und zum anderen war er Alchimist. Er war einer jener Wissenschaftler, die das Zeitalter einer neuen materialistischen Wissenschaft mit begr\u00fcndeten. Er war Alchemist und Wissenschaftler und ging als moderner Naturwissenschaftler in die Geschichte ein.<\/p>\n<p><strong>Pymander, das dritte Informationsfeld<\/strong><\/p>\n<p>Warum bringen wir das alles in einem Magazin, das sich in dieser Ausgabe mit dem Herzen besch\u00e4ftigt? Oder, was hat die Geschichte der rationalen Wissenschaft mit dem Herzen zu tun?<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten an dieser Stelle kurz das Thema Alchemie als Vorg\u00e4ngerin der heutigen modernen Wissenschaft beleuchten. Als gro\u00dfer Vater der Alchemie gilt Hermes Trismegistos. \u00dcber ihn wei\u00df man wenig, er geistert in Form unz\u00e4hliger hermetischer Schriften, die unter anderem das Corpus Hermeticum bilden, durch die Zeiten, deren Autorenschaft sich nicht eindeutig auf ihn zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst. Eine sehr zentrale Schrift im Corpus Hermeticum spricht von einem \u201ePymander\u201c, einem Bewusstseinsbrennpunkt, der den Menschen augenblicklich aus einem herrschenden Paradigma herauszuheben kann, um ihn die bisherige Lebensszenerie von Anfang bis Ende aus der Vogelperspektive betrachten zu lassen. Einstein hat festgestellt, dass man ein Problem immer nur von einer Bewusstseinsebene aus l\u00f6sen kann, die oberhalb der Ebene liegt, auf der das Problem entsteht. \u201ePymander\u201c scheint also derjenige zu sein, der den Menschen auf die \u00fcbergeordnete Bewusstseinsebene heben kann. Sein Bezugspunkt im Menschen ist das Herz.<\/p>\n<p>Das universelle Informationsfeld, das \u201ePymander\u201c als Brennpunkt mit dem Herzen jedes Menschen verbinden kann, ist so etwas wie ein inneres Weltbild, eine innere Realit\u00e4t, die der Wissenschaftler f\u00fcr die Interpretation seiner Forschung heranziehen kann, oder die der K\u00fcnstler f\u00fcr die Realisierung der Kunst und der Philosoph zur Entwicklung neuer Sichtweisen nutzen kann. In einer lebendigen heiligen Polarit\u00e4t zwischen dem Herzen des Menschen und \u201ePymander\u201c entsteht also ein drittes Informationsfeld, aus dem eine Wissenschaft des Herzens m\u00f6glich wird.<\/p>\n<h4>Vom \u201eEntweder-oder\u201c zum \u201eSowohl-als-auch\u201c<\/h4>\n<p>Olaf M\u00fcller hat in seinem Buch Mehr Licht versucht, den historischen Streit zwischen Newton und Goethe aus einer \u00fcbergeordneten Sicht als sich erg\u00e4nzende Sichtweisen zu betrachten. Er beschreibt die Problematik eines dualistischen Weltbildes, das sich \u00fcber 2500 Jahre entwickelt hat und ganz offensichtlich nicht in der Lage ist, die ph\u00e4nomenologische Herangehensweise mit der mathematisch-abstrakten zu vers\u00f6hnen. In der Wissenschaft des Herzens gibt es eine dritte Bewusstseinsstruktur, eine geistige Wahrnehmungsm\u00f6glichkeit, die erkennen l\u00e4sst, dass weder das eine noch das andere die letzte Wahrheit ist. Von dieser \u00fcbergeordneten Ebene aus lassen sich die Polarit\u00e4ten durch komplement\u00e4re Sichtweisen vers\u00f6hnen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Olaf M\u00fcller (2015), Mehr Licht, S. Fischer Verlag Frankfurt am Main<\/p>\n","protected":false},"author":925,"featured_media":102378,"template":"","meta":{"_acf_changed":false},"tags":[],"category_":[111042],"tags_english_":[],"class_list":["post-102183","logon_article","type-logon_article","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category_-science-de-2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article\/102183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/logon_article"}],"about":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/logon_article"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/102378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=102183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=102183"},{"taxonomy":"category_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category_?post=102183"},{"taxonomy":"tags_english_","embeddable":true,"href":"https:\/\/logon.media\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags_english_?post=102183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}